DE43836C - Neuerung an Maschinen zum Enthaaren und Schaben von Häuten - Google Patents
Neuerung an Maschinen zum Enthaaren und Schaben von HäutenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14B—MECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
- C14B1/00—Manufacture of leather; Machines or devices therefor
- C14B1/02—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
- C14B1/04—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather using slicking, scraping, or smoothing-out cylinders or blades fixed on supports, e.g. cylinders, in a plane substantially at right angles to the working surface
- C14B1/10—Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather using slicking, scraping, or smoothing-out cylinders or blades fixed on supports, e.g. cylinders, in a plane substantially at right angles to the working surface in machines with drums with cylindrical, conical, or similar surfaces for supporting the whole working piece
-
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- C14B2700/02—Machines or devices for treating skins, hides and leather using cylinders with helical blades and a tensioning cylinder, cylindrical or conical working table
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft diejenige Klasse von Maschinen, welche in der Lederfabrikation
zum Enthaaren und Schaben der Häute benutzt werden, und besteht in einer neuen Construction
für diese Maschinen, durch welche ein gröfserer Nutzeffect, wie bisher möglich war, erzielt wird.
Auf beiliegender Zeichnung wird eine derartige Maschine durch Fig. 1, 2 und 6 in
Vorderansicht bezw. rechter bezw. linker Seitenansicht veranschaulicht. Fig<
3 zeigt den zur Aufnahme der Häute in die richtige Lage gebrachten Tisch, während Fig. 5 ein Bild von
letzterem giebt, nachdem dieser die Haut aufgenommen und unter einer Enthaarungs- oder
Schubwalze seine Vorwärtsbewegung vollzogen hat. Fig. 4 ist ein Querschnitt nach x-x,
Fig. 1. Durch Fig. 7 wird ein Arm dargestellt, in welchem genannte Walze ruht. Fig. 8 zeigt
ein Gegengewicht in perspectiver Ansicht und Fig. 9 einen Theil des Tisches.
Wie aus den Fig. 1, 2, 4 und 6 zu ersehen, bilden Fundamentbalken A, vier Hauptpfosten
BCDE, zwei Seitenpfosten FG, ein Hauptbalken
H und Querbalken IJKLMNO PQ_
das Gestell der Maschine. In geeigneten Lagern der Balken MP ruht eine Welle R, welche
auf ihrem rechten Ende, Fig. 1, ein Zahnrad S und an ihrem linken Ende zwei Arme T U
trägt. Diese Arme T und U sind unter rechten Winkeln und einstellbar mit der Welle durch
Klammern 12 verbunden und mit Antifrictionsrollen 13 versehen. Aufserdem hat der Arm T
eine Antifrictionsrolle 14 erhalten, welche an seiner inneren Seite gelagert ist und dazu dient,
einen Ansatz 1 5 der äufseren Fläche des Pfostens B zu streifen und so besagten Arm vor seitlicher
Abweichung zu bewahren, wenn dieser eine Curvenscheibe eines später erwähnten Ausrückers
berührt. Mit der Welle R fest verbunden sind Naben 16 mit-Speichen 17, Fig. 3,
5 und 9, welche ein cylindrisches Segment 18 tragen. Dieses aus Eisen oder Stahl hergestellte
Segment 18 bildet den Tisch V zur Aufnahme der zu bearbeitenden Haut, liegt in
der Längsrichtung der Maschine parallel zur Welle R und ist mit hölzernen Dauben 19
versehen, über welche zuerst eine Lage Filz 20 und dann eine Lederdecke 21 gebreitet wird,
um ein Polster für die Haut zu bilden. Ferner erstrecken sich von den Enden der Welle R
aufwärts zwei sich frei auf letzterer drehende Arme 22, welche durch eine horizontale
Stange 23 verbunden sind und an den freien Enden eine Backe 24 tragen. Dieser Backe 24
entspricht eine in einem Balken 25 zweier Speichen 17 vorgesehene Aussparung 26, Fig. 3,
welche mit der Backe eine Klemmvorrichtung zum Befestigen der Haut bildet. Soll die
Haut auf den Tisch V gebracht werden, so trifft die die Arme 22 verbindende und bis
an die Pfosten BD verlängerte Stange 23 an diesen Pfosten angebrachte Anschlagstücke 27,
wodurch genannte Klemmvorrichtung gelöst wird. Mit dem Segment 18 sind ferner zwei
Träger 28, Fig. 3 und 6, verbunden, deren Kopf mit einem Gegengewicht 29 und einem
Kautschukpolster 30 versehen sind, mit wel-
chem ein Ansatz 31 der Arme 22 in Berührung
tritt. Eine Kette 32 geht bei 33 von jedem Ende der Backen 24 über die Stange 23 abwärts
nach einer an dem Segment 18 befestigten Rolle 34, um von hier aus zwischen zwei an
dem Träger 28 angebrachten Rollen 35 und 36, Fig. 3 und 5, geführt zu werden. Diese
Kette 32 hat an ihrem Ende ein Gewicht 37 erhalten, welches bestrebt ist, auf die Arme 22
einen Zug auszuüben und die Enden der Stange 23 an den Anschlagstücken 27 zu halten.
Femer sind an der Stange 23 bei 46 zwei Riemen 40 vorgesehen, welche an Leitrollen 41
vorbei über an der Decke des Maschinenraumes angebrachte Rollen 42 geführt sind
und. ah ihrem Ende ein Gewicht 45 tragen, um die Haut in der geeigneten Lage auf dem
Tisch V bei der Drehung des letzteren zu erhalten.
Auf jedem der Querbalken L O, Fig. 2 und 4, ist ein bei 50 drehbarer Hebel angeordnet,
dessen einer Arm 51 ein Gewicht 52, Fig. 8, trägt und dessen anderer Arm 54 durch eine
Stange 53 mit einem bei 56 in dem Querbalken N bezw. ζ) eingelenkten Tritthebel 57
verbunden ist. In dem Arm 54 lagert eine an beiden Enden mit einem Kettenrad 65 bezw. 66
ausgestattete Welle 60, welche eine mit einer Anzahl langer metallischer Rippen 61 versehene
Walze W trägt. Diese Rippen 61 gehen von der verticalen Mittellinie der Walze spiralförmig
rund um letztere und hat jede von ihnen eine Reihe kurzer Rippen 62 erhalten, welche sich
winklig von den Hauptrippen erstrecken, wie aus Fig. ι zu ersehen. Der Körper der Walze
wird vorzugsweise aus Holz angefertigt, in welchem man die metallischen Rippen in geeigneter
Weise befestigt. Beim Enthaaren bedient man sich am besten einer Walze, deren
Rippen sich über die ganze Länge des Walzenkörpers erstrecken, während beim Schaben die
Rippen vorzugsweise nur den centralen Theil der Walze, z. B. denjenigen zwischen den
Riemen 40, bedecken. Auch können bei letzterer Procedur die Kanten der Rippen schärfer
wie bei ersterer sein.
An der hinteren Seite der Maschine ist auf den Querbalken OLI die Haupttriebwelle 6γ
gelagert, welche auf der rechten Seite eine Haupttriebscheibe 68, eine breitere und eine
schmalere feste Scheibe 69, 70 und ein Kettenrad 71, auf der linken Seite dagegen ein
Kettenrad 72 trägt. Das Kettenrad 71 bezw. 72 verbindet eine endlose Kette 73 bezw. 75 mit
dem Kettenrad 65 bezw. 66 der Walzenwelle 60. Von den Querbalken JM wird an
der vorderen Seite der Maschine in geeigneten Lagern eine Welle γ6 getragen, welche zur
Aufnahme eines Kettenrades γγ, fester Riemscheiben 79, 81 und loser Riemscheiben 80, 82
dient. Mit den Riemscheiben 81 und 82 ist durch einen Riemen 67 die Riemscheibe 69
und mit den Riemscheiben 79 und 80. durch einen gekreuzten Riemen 88 die Riemscheibe 70
der Haupttriebwelle verbunden. An der hinteren Seite der Maschine ruht in Lagern der
Pfosten G E eine Welle 83 mit einem in das Zahnrad 5 der Welle R greifenden Getriebe 84
und einem Kettenrade 85, welches durch eine endlose Kette 86 mit dem Kettenrad jj der
Welle 76 in Verbindung gebracht wird.
Auf der vorderen Seite der Maschine ist horizontal an dem Pfosten B D ein Ausrücker
90 mit einer ellipsoidalen Curvenscheibe Y angeordnet, welche abwechselnd mit
den Armen T U der Welle R in Berührung kommt und dadurch den Ausrücker nach rechts
oder nach links treibt. Letzterer tritt durch eine Zugstange 94 mit einer auf einer Welle 91
der Pfosten F G befestigten Kurbel 92 in Verbindung.
Ferner befindet sich auf der Welle 91 ein abwärts gerichteter Arm 96, welcher einen
mit dem Ausrücker 90 parallelen Ausrücker 97 trägt, dessen Stift 98 sich auf der linken Seite
des gekreuzten Riemens 88 erstreckt, während ein auf derselben Welle 91 vorgesehener aufwärts
gehender Arm 99 durch eine Stange 101
mit einem in eine Leiste 104 des Balkens J eingelenkten Ausrücker 103 verbunden ist, zwischen
dessen Stifte 105 der Riemen 87 läuft. Ein vertical angeordneter, mit Handgriff 107
ausgestatteter drehbarer Hebel 106 ruht auf einem Zapfen. 108 einer Querstange 109 und
steht bei 11 ο mit dem Ausrücker 90 in Verbindung.
Ferner ist in einer an den Pfosten FD angebrachte Querstange 112 bei 113 ein mit
Handgriff 11 5 versehener Hebel 114 eingelenkt,
zwischen dessen Stiften 116 der gekreuzte Riemen 88 läuft. Mittelst dieser Hebel 106
und 114 können die betreffenden Riemen je nach Bedarf von Hand aus- und eingerückt
werden.
Unterhalb des hinteren Endes der Arme 51 ist an dem Gestell der Maschine je ein Anschlag
120 angebracht, um die Arme an einem zu tiefen Abwärtsgange zu hindern; ferner sind
stellbare Anschläge 125 auf den Querbalken L O
vorgesehen, um an einem beliebigen Punkte die Abwärtsbewegung der Walze zu unterbrechen,
wenn auf diese der Hebel 57 einwirkt.
Beim Gebrauch der Maschine bringt man die zu behandelnde Haut derartig auf den
Tisch V, dafs das eine Ende derselben auf den Querbalken 25 zu liegen kommt. Die Haupttriebscheibe
68 wird nun in Thätigkeit gesetzt und der gekreuzte Riemen 88 mittelst des
Handhebels 114 von der losen Scheibe 80 auf
die feste Scheibe 79 geschoben, wodurch der Tisch V sich nach der hinteren Seite der
Maschine dreht. Da die Stange 23 fest auf den Anschlägen 27 unter Mitwirkung der
Ketten 32 und Gewichte 37 ruht, so greift
Claims (2)
1. Die Vorrichtung zum Festklemmen der
Haut, bestehend aus dem auf einer Welle R, Fig. 3, befestigten Segment 18 mit Trägern 28
und einem mit Gegengewicht 37 versehenen Kopf 30, mit einem Ansatz 31 versehenen,
auf der Welle R lose ruhenden und durch eine Stange 23 verbundenen Armen 22,
• welche aufserdem mit einer Backe 24 versehen sind, die in eine Aussparung 26 an
einer Speiche 17 des Segments pafst, wobei eine durch ein Gewicht 37 beschwerte
Kette 32 oder dergleichen den Arm 22 mit dem Träger 28 verbindet und die Stange 23 eine solche Länge erhalten hat,
dafs sie bei der Drehung der Welle R gegen einen vor genannter Stange vorgesehenen
Anschlag 27, Fig. 1, stöfst, zu dem Zwecke, bei der Rückwärtsbewegung des
Segments 18 eine auf letzterem ausgebreitete Haut zwischen Backe 24 und Aussparung 26
festzuklemmen, bei der Vorwärtsbewegung des Segments dagegen selbstthätig wieder
freizugeben.
2. Die Vorrichtung zur Vor- und Rückwärtsbewegung der mit der Haut bespannten
Trommel zu jeder beliebigen Zeit, bestehend aus-Armen T und U, Fig 6, welche derartig
auf der Trommelwelle R eingestellt werden, dafs sie nach einander mit der
inneren bezw. äufseren Fläche einer Curvenscheibe Y an einem mit dem Handhebel 106
und 107, Fig. 4, verbundenen Ausrücker 90, Fig. ι, 4 und 6, für die Riemscheiben 87, 88,
■ Fig. i, in Berührung treten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43836C true DE43836C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43836D Expired - Lifetime DE43836C (de) | Neuerung an Maschinen zum Enthaaren und Schaben von Häuten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43836C (de) |
-
0
- DE DENDAT43836D patent/DE43836C/de not_active Expired - Lifetime
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