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Einteilige Schienenklemme mit einem Stützarm und den Schienenfuß übergreifenden
Lappen zur Verhütung des Schienenwanderns. Gegenüber den bekannten einteiligen Schienenklemmen
mit Stützarmen und den Schienenfuß übergreifenden Lappen besitzt der Erfindungsgegenstand
die unten beschriebenen Verbesserungen, die eine erhöhte selbsttätige Aufnahme des
Wanderdrucks gewährleisten.
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Die Zeichnungen veranschaulichen zwei Ausführungsformen der Erfindung.
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Abb. i ist eine Vorderansicht der Verankerung in der Arbeitslage von
rückwärts gesehen, d. h. gegen die Fahrtrichtung.
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Abb. z ist eine Draufsicht. Abb. 3 ist eine Seitenansicht.
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Abb. q. und 5 zeigen eine andere Ausführungsform in Vorderansicht
und Draufsicht. Abb. 6 zeigt den Endteil der Platte.
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Aus einer verhältnismäßig langen und schmalen viereckigen Platte i,
z. B. aus Federstahl, wird ein Stück etwa von der Gestalt des Schienenfußes nebst
Stegansatz ausgeschnitten. Dadurch werden oberhalb des Schlitzes :2 zwei entgegengesetzt
zueinander gerichtete Lappen 3 und q. gebildet, die nach vorwärts und nach rückwärts
in annäherd gleichen Richtungen in einem Winkel von etwa 6o° zu dem Teil 5 der Platte
gebogen werden.
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Damit die Lappen in jeder Lage die abgeschrägten Teile des Schienenfußes
fest umgreifen, sind Ansätze 7 unterhalb des Endes eines jeden Lappens vorgesehen,
wodurch ferner die Einführung eines Hebels oder ähnlichen Werkzeuges ermöglicht
wird. Der Stützarm 8, welcher den seitlichen Flügel der ursprünglichen Platte z
bildet, endigt in einer nach rückwärts geneigten Anlagefläche 9 für die Schwelle
io.
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Der Lappen 3 verläuft schräg nach abwärts (Abb. 3). Diese Ausbildung
ist deshalb gewählt, damit die Lappen gegen die Schrägflächen des Schienenfußes
in der Arbeitslage angedrückt werden. Beim Andrücken gegen die Sch«#elle io wird
der Teil 9 in die lotrechte Lage nach Abb. 2 gebracht, wodurch die Klemme etwas
verwunden wird und der Lappen d. noch stärker gegen die Schrägfläche des Schienenfußes
angepreßt wird. Die Neigung, daß der Lappen 3 durch das Verwinden sich heben könnte;
wird durch die nach .abwärts gerichtete Schräglage des Lappens aufgehoben. Zur Verstärkung
der Klemme ist eine Rippe i i vorgesehen, und zwar von einer Stelle zwischen den
Lappen 3 und ,4 bis etwa zur Mitte des Stützarmes B. Die Rippe i r kann auch wellenförmig
oder als verdickter Teil ausgebildet sein.
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Die beschriebene Verankerung kann noch weiter verbessert werden, und
zwar mit sehr
geringen Mehrkosten, durch einen nach rückwärts gedrehten
Lappen 12 (Abb. q. his 6), welcher durch Ausschneiden eines lotrechten und vorzugsweise
aufwärts gerichteten Schlitzes mit abgerundeter Spitze r2o (Abb. 6) in der Nähe
der Außenkante der Platte 5 an der entgegengesetzten Seite zur Anlegefläche g oder
zum Stützarm 8 gebildet wird. Dieser Schlitz erstreckt sich bis annähernd drei Viertel
der Höhe der Platten, und der so gebildete Haken zusammen mit dem angrenzenden Teil
der Platte werden nach rückwärts und einwärts gebogen, so daß deren Ende nach abwärts
über und gegen den Außenrand des Schienenfußes gezwängt werden kann. Der Lappen
12 ist bei i2A abgeschrägt, so daß eine ebene Fläche gegen den Außenrand des Schienenfußes
unter Federung anliegt. Der Anker ist auf diese Weise geeignet, an der Schiene mit
einem dreiwinkligen Griff befestigt zu werden und ist in der Arbeitslage derart
sicher festgestellt, daß dessen Verstellung ohne besondere Werkzeuge nicht möglich
ist. Zwecks leichteren Anbringens dieser Ausführungsform an der Schiene ist der
Rand der Platte, welcher mit der Schiene in Berührung steht, bei 13 ausgeschnitten.
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Um die erstgenannte Ausführungsform der Schienenklemme zu befestigen,
wird sie derart von unten an die Schiene gelegt, daß die Lappen 3 und 4 im wesentlichen
gleichlaufend zu den Rändern des Schienenfußes liegen. Dann wird sie gehoben und
teilweise gedreht, so daß die Lappen nunmehr auf den Schrägflächen des Schienenfußes
aufliegen. Durch Hammerschläge unterhalb der Schiene in der Mittellinie gemäß dem
eingezeichneten Pfeil (Abb.5) wird die Klemme nunmehr nach vorn vorgetrieben, bis
die Anlagefläche 9 gegen die Schwelle aufstößt, wonach die Klemme durch weiteres
Beaufschlagen in der Mittellinie in wagerechter Ebene verschwenkt wird und die Lappen
über die keilartig wirkenden Schrägflächen des Schienenfußes getrieben werden. Gleichzeitig
verursachen die Neigung der Anlagefläche 9 nach vorwärts sowie die Neigung des Lappens
3 nach abwärts, daß die Verankerung durch Verwindung in lotrechter Ebene eine Formänderung-
erfährt, so daß der Lappen 4 noch mehr gegen die Schrägfläche des Schienenfußes
andrückt, wodurch der Stützarm 8 etwas nach abwärts gerichtet wird und die Gesamtfläche
der Anlagefläche 9 in Berührung mit der Schwelle gemäß Abb. 5 gebracht. wird. Um
die zweite Ausführungsform in die Arbeitslage zu bringen, wird die Klemme gleichfalls
von unten an die Schiene angelegt, wobei jedoch der Lappen 12 zuerst auf die Schrägfläche
des Schienenfußes aufgelegt wird, bevor die Lappen 3 und 4 aufgebracht werden. Durch
Vortreiben der Klemme in der Pfeilrichtung (Abb. 5) wird die Anlagefläche 9 mit
gesamter Fläche gegen die Schwelle angelegt, wobei ebenfalls die Lappen 3 und 4
über den Schienenfuß greifen, während der Lappen 12 den Schienenfußrand nach einwärts
um einige Millimeter überragt. Wenn nunmehr die Klemme weiter vorgetrieben wird
und der Lappen 12 sich nach außen wie auch nach vorwärts, unter Verschwenkung der
Platte 5 in wagerechter Ebene bewegt, dann wird derselbe über den Schienenfußrand
gleiten und nach abwärts springen, wobei die Schrägfläche i2A gegen den Außenrand
des Schienenfußes anliegt. Die Eigenfederung des Bleches zwingt nunmehr den Lappen
12 kraftschlüssig-gegen den Außenrand des Schienenfußes in der Richtung nach einwärts,
wodurch die Verankerung noch mehr verstärkt wird (gestrichelte Stellung in Abb.
4 und 5).