DE436726C - Einkammerdruckluftbremse - Google Patents

Einkammerdruckluftbremse

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DE436726C
DE436726C DEB115187D DEB0115187D DE436726C DE 436726 C DE436726 C DE 436726C DE B115187 D DEB115187 D DE B115187D DE B0115187 D DEB0115187 D DE B0115187D DE 436726 C DE436726 C DE 436726C
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brake
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piston
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LUDWIG BEYERLE
RAIMUND FEHRENBACHER
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LUDWIG BEYERLE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/18Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
    • B60T15/24Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures
    • B60T15/30Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures with a quick braking action
    • B60T15/302Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder
    • B60T15/304Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder with one slide valve

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Einkammerdruckluftbremse. Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung der Einkammerdruckluftbremsen, die mit einem Steuerventil nach Westinghouse-Art ausgerüstet sind.
  • Der größte Mangel an Bremsen dieser Art ist die Erschöpfbarkeit. Diese beruht auf dem Umstand, daß die Hilfsluftbehälter nur durch das Steuerventil aufgeladen werden können, wenn dasselbe in Lösestellung die in der Abb. i mit L bezeichnete Füllnut am hinteren Ende der Steuerkolbenbüchse freigelegt hat.
  • Ist aber diese Füllnut freigelegt, durch welche die Druckluft beim Aufladen in die innere Steuerkammer und von dort zum Hilfsbehälter strömt, so wird auch gleichzeitig der Bremszylinder mit der Außenluft verbunden. Der Bremszylinder entleert sich infolge dieser Anordnung, bevor der Hilfsbehälter nachgefüllt ist.
  • Bei der Fahrt auf langen Gefällstrecken, auch bei der Einfahrt in Bahnhöfe, wird das Anstellen der Bremsen. nach vorausgegangenem Auslösen- sehr oft nötig, bevor die Hilfsbehälter vollständig geladen sind. Wiederholt sich dieser Vorgang, dann wird die Bremskraft infolge Luftmangels so geschwächt, daß die Wirkung der Bremsen den erforderlichen Umständen nicht entspricht. Als besonders nachteilig zeigt sich in diesen Fällen, daß die zum --Anstellen der Bremsen erforderliche Druckverminderung in der Hauptleitung unverhältnismäßig zunehmen muß, je mehr der Hilfsbehälterdruck abfällt. Diese Umstände bedingen gerade dann, große Mengen Leitungsluft unverwertbar ins Freie abzuführen, wenn die Druckluft besonders nötig zur Erzeugung der Bremskraft im Bremszylinder gebraucht würde.
  • Die Erfindung beseitigt den Mangel der Erschöpfbarkeit an Bremsen dieser Art dadurch, daß die Hilfsbehälter während des Bremsens durch ein Zusatzsteuerventil aufgeladen werden können. Die Erfindung gibt außerdem den Vorteil, daß die Druckluft in der Hauptleitung und in den luftführenden Teilen der Notbremsevorrichtungen als Bremskraft nutzbar gemacht wird, und die Möglichkeit der direkten Bremsung, so daß während des Bremsens Hauptbehälterluft der Hauptleitung und durch das Zusatzsteuerventil den Bremszylindern zugeführt werden kann. Insbesondere werden beim Befahren langer Gefällstrecken durch diese Möglichkeit die Hilfsbehälter weniger beansprucht werden.
  • In einer schematischen Darstellung zeigt die Zeichnung eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens in drei Abbildungen, alle im senkrechten Längsschnitt.
  • Abb. i zeigt ein bekanntes Westinghouse-Steuerventil.
  • Abb. 2 ist das Zusatzsteuerventil, Abb. 3 das Wechselventil.
  • 'Durch Leitung 8 ist die Hauptleitung mit dem Zusatzsteuerventil verbunden, durch Leitung 9 das Zusatzsteuerventil mit dem Hilfsbehälter. Leitung io verbindet das Zusatzsteuerventil über das Wechselventil mit dem Bremszylinder; Leitung i i verbindet das Steuerventil.4 Über das Wechselventil mit dem Bremszylinder.
  • Das Zusatzsteuerventil (Abb.2), welches dazu bestimmt ist, beim Füllen die Hauptleitung mit dem Hilfsbehälter, beim Bremsen mit dem Bremszylinder zu verbinden, besteht im wesentlichen aus dem in seinem Gehäuse befindlichen Bremskolben i, einem Druckrsgler 2 und einer Steuerkammer 4. Der Bremskolben i ist ein Zylinder, der luftdicht im Gehäuse geführt wird. Derselbe ist mit horizontal lind vertikal geführten Luftkanälen versehen.
  • Vorn, .gegen die Hauptleitung, ist der Kolben i durch einen Kegel 13, der mit einer Kranzbohrung i2 versehen ist, .gegen Eindringen von 5emutz und Wasser geschützt. I-iinten, gegen ,die Steuerkammer ¢, wird .der Kolben i: durch ein Rückschlagventil 3 gegen das Zurückströmen der Druckluft .aus der Steuerkammer 4 .und dein Hilfsbehälter @5 nach der Hauptleitung gesichert. Im `Gehäuse befindet sich vorn ein Luftkanal r9 mit Anschluß für die Leitung io, der zum Bremszylinder führt. Der Druckregler 2 ist im Deckel des Gehäuses untergebracht. Derselbe besteht aus einem Kolben, einer Druckfeder und einer Reglerschraube. Im Gehäuse und dem Reglerkolben sind die zum Aufladen des I-Tilfsbehälter s erforderlichen Kanäle 16-17. Kanal 17 führt unter den Reglerkolben und nach dem Ansehiuß iß, an welchen Leitung 9, die zum Hilfsbehälter führt, angeschlossen wird, wodurch das Zusatzsteuerventil mit dem Hilfsbehälter verbunden ist.
  • Das Wechselventil (Abb. 3), das die Verbindung des Steuerventils (Abb. i) und des Zusgtzsteuerventils (Abb. 2) mit dem Bremszylinder 6 vermittelt, hat in seinem Gehäuse die zur Luftführung erforderlichen Kanäle.
  • Im Gehäuse beweglich befindet sich der Stufenkolben 2o. Derselbe wird im Gehäuse durch seinen Schaft und Kolben luftdicht geführt. Im Kolben 2o ist ein Luftkanal 2i angeordnet. Der Luftkanal wird oben durch ein Ventil 27 abgedeckt. Über dem Ventil 27 befindet sich der Zapfen 24, der mit feinen Bohrungen versehen ist.
  • Über dem Kanal 25 befindet sich Kanal 26, der durch ein Rückschlagventil abgedeckt ist. Der Kanal ist angeordnet, damit die Luft vom Hilfsbehälter auch dann zum Bremszylinder strömen kann, wenn der Kolben 2o angehoben ist. Eine Entlüftungsbohrung 29 im Ventilsitz hält den Kolben 2o unten druckfrei, so daß derselbe beim Schließen keinen Widerstand findet. Wirkungsweise der Bremsteile. Das Aufladen der Bremsorgane geht folgendermaßen vor sich: Das Steuerventil A (Abb. i) ist vermittels des Anschlusses 7 in Verbindung mit der Hauptleitung.
  • Das Aufladen des Hilfsbehälters ist von der Stellung des Steuerkolbens im Steuerventil A (Abb. i) nicht mehr abhängig. Die Füllnut L in .der Steuerkolbenbüchse des Steuerventils A wird verschlossen. Der Kanal-in wird gleichfalls verschlossen. Der Kanal n wird durch ein Ventil 28 abgedeckt. Das Ventil erhält .eine Drosselbohrung, so daß durch diese Bohrung .der Druck in der vorderen Steuerkammer von A nur langsam erhöht, durch -das Ventil 28 aber bei Bedarf schnell ermäßigt werden =kann (insbesondere bei einer nötigen Schnellbremsung).
  • Durch die Verbindungsleitung 8 wird die Luft von =der Hauptleitung dem Zusatzsteuerventii -(Abb. 2) zugeführt. Der Bremskolben i wird ,durch den Luftdruck :n die :in Abb. 2 gezeichnete Stellung <(Füllstellung) geschoben. Die Luft strömt durch Kranzbohrung 12 im Kegel 13, durch die Luftkanäle 1q.-15, durch das geöffnete Rückschlagventil 3 in die Steuerkammer q.. Von der Steuerkammer q. strömt die Luft durch den Kanal 16 über den Reglerkolben nach dem Kanal i f zu dem Anschluß 1$ und von dort durch die Verbindungsleitung g nach dem Hilfsbehälter 5 und in die innere Steuerkammer von A.
  • Der Druckregler 2 schließt - den Kanal 16, sobald der Hilfsbehälter auf 5 Atm. aufgeladen ist, weil in denn Falle der Druck auf der unteren Kolbenseite den Kolben gegen die Kraft der Feder nach aufwärts bewegt, wobei der Kanal 16 überdeckt wird. Sobald der Hilfsbehälterdruck abfällt, wird der Kanal 16 dadurch freigelegt, daß die nun größere Spannkraft der Druckfeder den Kolben wieder zurückbewegt. Der Hilfsbehälter 5 und die innere Steuerkammer des Steuerventils A werden mit 5 Atm. aufgeladen. In der Steuerkammer 4. und in der vorderen Kammer des Zusatzsteuerventils und in der vorderen Kammer des Steuerventils A und in der Hauptleitung wird der Druck auf 5,5 Atm. erhöht.
  • Dieses deshalb, damit das Zusatzsteuerventil beim Umsteuern in Bremsstellung dem Steuerventil voreilt, also vom Hilfsbehälterdruck unabhängig in Bremsstellung geführt werden kann.
  • Das Bremsen geschieht nach folgendem Verfahren Durch Druckverminderung in der Hauptleitung um o, i Atm. wird der Bremskolben i des Zusatzsteuerventils (Abb.2) durch den Überdruck in der Steuerkammer q. in Bremsstellung geschoben .(nach unten, entgegen der in Abb.2 gezeichneten Stellung). In dieser Stellung verbindet der Kolben i die Hauptleitung-mit dein Bremszylinder. Die Luft der Hauptleitung wird durch die Luftkanäle 12-14.-1g durch die Verbindungleitung 1o nach dem Wechselventil {Abb.3) geleitet. Der Luftdruck führt den Stufenkolben 2o nach obere, so daß der Kanal 21 .im Kolben 2o den Kanal 22 im Gehäuse deckt und die Luft der Hauptleitung in den Bremszylinder strömt. Durch die großen Luftkanäle wird der- Bremszylinder schnell (ungefähr in einer Sekunde) mit einem bestimmten Druck aufgeladen (z. B. mit oß Atm.). Ist dieser bestimmte Druck im Bremszylinder erreicht, so wird der Stufenkolben 2o geschlossen .(in,die gezeichnete Stellung gedrückt). Die Luft der Hauptleitung kann in dieser Stellung .des Kolbens 2o nur durch die feinen -Bohrungen im Zapfen 2q. strömen: Sinkt der Druck in der Hauptleitung infolge des Abströmens der Luft nach den Bremszylindern unter den des Hilfsbehälters, so führt der Überdruck des Hilfsbehälters 5 den Steuerkolben des Steuerventils A in Bremsstellung (Stellung rechts).
  • Durch diese Bewegung des Steuerkolbens wird das Abstufungsventil d von seinem Sitz gezogen, so daß Druckluft durch eine Seitenöffnung g in den Kanal e gelangen kann. Der Schieber f wird bei der weiteren Bewegung des Steuerkolbens nach rechts ebenfalls mitgenommen, bis der Kanal e der zum Bremszylinder führenden Bohrung a gegenübersteht und nun Druckluft aus dem Hilfsbehälter in die freigelegten Kanäle und durch die von der Leitung 11 hergestellte Verbindung nach dem Wechselventil (Abb. 3), dann von dort durch die Kanäle 25-22-23 in den Bremszylinder b strömt. Der durch ein Rückschlagventil abgedeckte Kanal26 führt, falls der Stufenkolben 2o (Abb. 3) den direkten Weg überdeckt, Luft über den Kolben, so daß derselbe nach abwärts gedrückt wird und der Hilfsbehälterluft den direkten Weg freigibt. Dieser Fall kann bei einer Zugtrennung vorkommen, bei welcher die Luft der Hauptleitung hauptsächlich ins Freie abströmt. Das Entleeren des Bremszylinders wird bei einer Zugtrennung durch das Rückschlagventil 27 im Kölbeh 2o @Abb. 3) verhindert; welches den Luftkanal2i gegen die offene Hauptleitung abschließt. Eine eingeleitete Bremsung steilt sich automatisch auf die Höchstwirkungein, wenn solche nicht vordem unterbrochen wird. Die Bremsung kann, nachdem der beabsichtigte Wirkungsgrad erreicht ist, dadurch unterbrochen werden, daß Druckluft vom Hauptbehälter .durch das Führerbremsventil kurz ungedrosselt der Hauptleitung zugeführt wird (durch einen sogenannten Füllstoß). Der entlastete Bremskolben i (Abb. 2) wird durch den in der Hauptleitung sich fortpflanzenden Luftstoß in Füllstellung geschoben und dadurch das Abströmen der Hauptleitungsluft nach dem Bremszylinder unterbrochen. Das Abstufungsventil 'd des Steuerventils A wird geschlossen, weil ein kleiner Überdruck auf .der Hauptleitungsseite den Steuerkolben so weit zurückbewegt, bis der Flachschieber f größeren (durch seine Belastung und Reibung verursachten) Bewegungswiderstand entgegenstellt. Der Hilfsluftbehälter kann, ohne die Bremsung aufzuheben, nachgefüllt werden, und zwar deshalb, weil der Bremskolben i des Zusatzsteuerventils -(Abb. -2) einen geringeren Bewegungswiderstand zeigt als .das Steuerventil A mit dem einselig belasteten Flachschieber f. Zudem ist die Anordnung so getroffen, daß ein Luftstoß, der in der Hauptleitung sich fortpflanzt, auf den Bremskolben i (Abb. 2) ungehindert wirken kann, so _daß .der Kolben i sofort in Füllstellung gedrückt wird und die Verbindung der Hauptleiturig mit dem Hilfsbehälter herstellt. Die Druckluft der Hauptleitung strömt nach dem Hilfsbehälter. Das Abströmen der Druckluft nach dem Hilfsbehälter verhindert, daß der Druck in der vorderen Steuerkammer von A durch die Drosselbohrung im Ventil 28 so hoch steigen kann (über den Hilfsbehälterdruck), daß das Steuerventil gegen den Widerstand des Flachschiebers f und der Belastungsfeder h in Lösestellung geführt wird. Will man den Hilfsbehälter aufladen, ohne die Bremsen zu lösen, so wird nach dem Umsteuern des Zusatzsteuerventils (durch den Füllstoß) die Luft vom Hauptbehälter so der Hauptleitung zugeführt, daß der Druck in derselben mit dem Hilfsbehälterdruck langsam auf 5 Atm. ansteigt, d. h. es wird in diesem Falle so viel Luft der Hauptleitung zugeführt, als durch die Druckregler der Zusatzsteuerventile abgenommen und den Hilfsbehältern zugeführt wird. Dieser Vorgang ist leicht an dem hierfür angebrachten Druckmesser (an der Hauptleitung und dem Hilfsbehälter der Lok) zu beobachten. Durch die. Verwertung der Leitungsluft, auch der Luft in den luftführenden Teilen der Notbremsevorrichtungen, werden die Hilfsbehälter weniger als bisher in Anspruch genommen.
  • Regulierbremsungen auf längen Gefällstrecken können durch Leitungsluft und vermittels direkter Bremsung ausgeführt werden. Zum Zweck einer direkten Bremsung braucht nur nach dem Anbremsen der Druck in der Hauptleitung auf 4,8 Atm. gehalten zu werden, und zwar dadurch, daß die Druckluft, die aus der Hauptleitung durch die Zusatzsteuerventile den Bremszylindern zugeführt wird, im gleichen Verhältnis aus dem Hauptbehälter durch das Führerventil ersetzt wird. In diesem Falle werden die Hifsbehälter kaum beansprucht, weil das Anstufüngsventil d des Steuerventils A geschlossen wird, sobald der Druck im Hilfsbehälter-etwas unter 4,8 Atmgesunken ist und darauf keine Luft vom Hilfsbehälter . nach dem Bremszylinder mehr abströmt.
  • Ist bei der Fahrt auf langer Gefällstrecke eine für die Geschwindigkeit des Zuges maßgebende Bremswirkung eingestellt, so werden die Hilfsbehälter, soweit dieselben beansprucht wurden, während des Bremsens aufgeladen. Nach dem Aufladen der Hilfsbehälter wird das Führerventil nicht (wie bisher üblich) in Abschlußsteilung verbracht, sondern bleibt in Fahrtstellung. Der Druckregler am Führerventil wird. so eingestellt, daß der Druck in der Hauptleitung auf 4.,8 Atm. gehalten wird. Ein solches Verfahren hat den Vorteil, daß fortwährend die Luftverluste in der Hauptleitung und den Hilfsbehältern ersetzt werden. Die Luftverluste in der Hauptleitung bewirken kein Nachbremsen mehr. Es ist dann nur nötig, entsprechend dem Gefällwechsel und dem Bahnwiderstand den Bremszylinderdruck zu regeln.
  • Sollen die Bremsen gelöst werden, so wird die Druckluft vom Hauptbehälter, nachdem die Hilfsbehälter geladen sind, mit Überdruck der Hauptleitung zugeführt.
  • ' Sind die Hilfsbehälter aufgeladen, so schließt sich der Druckregler 2 in Abb. 2. Der entstehende Überdruck auf der vorderen Steuerkolbenseite des Steuerventils A drückt den Steuerkolben mit dem Abstufungsventil d gegen den Grundschieber f und führt denselben in die gezeichnete Stellung (Lösestellung) ; in dieser Stellung verbindet die Schieberhöhlung b den zum Bremszylinder führenden Kanal ca mit dem Kanal c, der ins Freie mündet, so daß der Bremszylinder mit der Außenluft in Verbindung gebracht wird, demnach dieselben sich entleeren und so die Bremsen lösen.
  • Durch Einbau des Zusatzsteuerventils und des Wechselventils an die vorhandenen Einkammerbremsen wird die bisher "gebrauchte Einrichtung der nicht selbsttätigen Bremse für Gebirgsstrecken entbehrlich.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Einkammerdruckluftbremse, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, mit einem üblichen Steuerventil nach Westinghouse-Art, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Steuerventil (A) die Füllnut (L) geschlossen ist und statt dessen dag Füllen des Hilfsluftbehälters über ein Zusatzsteuerventil (Abb. 2) erfolgt, während die Verbindung der Hauptleitung und des Hilfsluftbehälters mit dem Bremszylinder durch ein Wechselventil (Abb. 3) vermittelt wird und das übliche Steuerventil die Verbindung des Bremszylinders mit dem Hilfsluftbehälter und der Außenluft regelt.
  2. 2. Einkammerdruckluftbremse mit einem üblichen Steuerventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein entlasteter Bremskolben (i) bei angezogener Bremse die Verbindung der Hauptleitung mit dem Hilfsluftbehälter infolge der verminderten Reibung gegenüber einem Flachschieber im Steuerventil (A) herstellt, ohne die Bremse auszulösen, so daß während des Bremsens die Hilfsluftbehälter aufgeladen werden können. '
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