DE43583C - Neues Natronsalz und Methode, dasselbe herzustellen - Google Patents

Neues Natronsalz und Methode, dasselbe herzustellen

Info

Publication number
DE43583C
DE43583C DENDAT43583D DE43583DA DE43583C DE 43583 C DE43583 C DE 43583C DE NDAT43583 D DENDAT43583 D DE NDAT43583D DE 43583D A DE43583D A DE 43583DA DE 43583 C DE43583 C DE 43583C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soda
bicarbonate
carbonic acid
equivalents
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT43583D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. I. WATTS und W. A. RICHARDS in Sandbach, Grafsch. ehester, England
Publication of DE43583C publication Critical patent/DE43583C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/14Preparation of sesquicarbonates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, ein bisher unbekanntes Natronsalz herzustellen, welches eine chemische Verbindung von einem Aequivalent doppeltkohlensauren Natron, einem Aequivalent einfachkohlensauren Natron und zwei Aequivalenten Wasser darstellt (Na* CO3, Na H CO*, 2H2O).
Das Verfahren zur Herstellung dieses Salzes besteht in der Bildung einer wässerigen Lösung, welche drei Aequivalente Natron und vier (oder zwischen drei und vier) Aequivalente Kohlensäure enthält und der Kristallisation bei einer Temperatur von nicht unter 350C. Am besten wird dieselbe aus doppeltkohlensaurem Natron erhalten, dem man ungefähr ]/3 seiner Kohlensäure entzieht, oder indem man dasselbe in Lösung mit einer chemisch äquivalenten Menge einfachkohlensauren Natrons mischt. Das Monocarbonat kann etwas im Ueberschufs vorhanden sein, nicht aber das Bicarbonat, denn sonst würde das überschüssige Bicarbonat sich im Producte wieder vorfinden.
Um die Erfindung praktisch zur Ausübung zu bringen, wenden die Erfinder zur Herstellung der Lösung folgende Methoden an.
a) Doppeltkohlensaures Natron wird durch irgend welche bekannte Mittel so lange erhitzt, bis demselben ungefähr a/3 seiner Kohlensäure entzogen ist; das so behandelte Salz wird dann in heifsem Wasser aufgelöst.
b) Oder einer Lösung von einfachkohlensaurem Natron wird die äquivalente Menge von doppeltkohlensaurem Natron zugesetzt,
d. h. ungefähr 84 Theile doppeltkohlensaures Natron auf ungefähr je 106 Theile einfachkohlensaures Natron.
c) Oder doppeltkohlensaures Natron wird mit Wasser so lange gekocht, bis Y3 seiner Kohlensäure entwichen ist.
d) Oder doppeltkohlensaures Natron wird mit einer hinreichenden Menge Aetzalkali behandelt, um denjenigen Betrag von einfachkohlensaurem Natron zu bilden, der dazu erforderlich ist, dafs das übrigbleibende doppeltkohlensaure Natron sich im Verhältnifs von ungefähr 106 Theilen Monocarbonat zu 84 Theilen Bicarbonat verbinde.
e) Oder doppeltkohlensaures Natron in Lösung wird mit dem Oxyd irgend einer alkalischen Erde in hinreichender Menge behandelt, um sich mit ungefähr einem Drittel der vorhandenen Kohlensäure zu verbinden. Aufser den alkalischen Erden können zu diesem Zwecke auch noch andere Substanzen gebraucht werden, die sich mit Kohlensäure verbinden, aber den seltenen Fall ausgenommen, wo man ein specielles Carbonat auf diese Weise bilden und das neu entdeckte Salz als Nebenproduct erhalten will, sind diese Substanzen für gewerbliche Zwecke zu theuer, so dafs es nutzlos sein würde, dieselben aufzuzählen. Die durch eine dieser Methoden erhaltene Lösung wird concentrirt und das neu entdeckte Salz bei einer Temperatur von nicht unter 35 ° C. auskrystallisirt; will man die Krystallisation beschleunigen, so setzt man der Lösung Chlornatrium zu.
Wird Chlornatrium nicht zugesetzt, so kann die Mutterlauge bei den nachfolgenden Operationen an Stelle von Wasser gebraucht werden.
Das neu entdeckte Salz kann in Gestalt von deutlichen Krystallen erhalten werden, es wird aus der Mutterlauge abgeschieden und durch Filterpressen, Centrifugaltrockenmaschinen oder andere ähnliche bekannte Apparate getrocknet.
Es ist den Erfindern wohl bekannt, dafs ein krystallinisches anderthalb kohlensaures Natron in der Natur vorkommt, und dafs es wissenschaftlich bekannt ist, dafs unter gewissen Umständen ein krystallinisches kohlensaures Natron gebildet wird, welches sich durch das in ihm vorgefundene Verhältnifs von Kohlensäure und Natron sowohl von dem einfach wie von dem doppeltkohlensauren Natron unterscheidet; aber diese Substanzen unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung von dem durch das Verfahren der Erfinder erhaltenen Producte. Denn .während die bisher bekannte Substanz drei Theile Kohlensäure auf zwei Theile Natron enthält, weist die Verbindung der Erfinder vier Theile Kohlensäure auf drei Theile Natron auf; sie enthält somit weniger doppeltkohlensaures Natron. Das früher hergestellte Product wurde niemals in grofsem Mafsstabe hergestellt und bildet gegenwärtig keinen Handelsartikel.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Natronsalzes, darin bestehend, dafs
    a) eine drei Aequivalente Natron auf vier oder nahezu vier Aequivalente Kohlensäure enthaltende Lösung dadurch gebildet wird, dafs dem Natriumbicarbonat ein Drittel seiner Kohlensäure entzogen wird, und zwar entweder durch Wärme und Zusatz von Wasser vor oder nach dem Erhitzen, oder durch Zusatz einer solchen Quantität Natriummonocarbonat oder Aetznatron oder Aetznatron oder einer alkalischen Erde zu der Lösung von Bicarbon'at, dafs in der Lösung mindestens drei Aequivalente Natron (Na2O) auf vier Aequivalente Kohlensäure (C OJ sich vorfinden, und
    b) dafs man dann die Lösung auskrystallisiren läfst, während sie auf einer Temperatur von nicht unter 350C. gehalten wird.
DENDAT43583D Neues Natronsalz und Methode, dasselbe herzustellen Expired - Lifetime DE43583C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE43583C true DE43583C (de)

Family

ID=318895

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT43583D Expired - Lifetime DE43583C (de) Neues Natronsalz und Methode, dasselbe herzustellen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE43583C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH629185A5 (de) Verfahren zur herstellung des monoalkalimetallsalzes von 8-amino-1-naphthol-3,6-disulfonsaeure.
DE645934C (de) Verfahren zum Trocknen von Diazoverbindungen
DE43583C (de) Neues Natronsalz und Methode, dasselbe herzustellen
DE2800760A1 (de) Verfahren zur herstellung von natriumpercarbonat aus einer sodaloesung bzw. -suspension
DE2425923A1 (de) Verfahren zur abtrennung von kaliumkationen von natriumkationen
AT110697B (de) Verfahren zur Herstellung des Natriumsalzes der Fluorwasserstoffsäure.
DE889290C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammonsulfat und Natriumbicarbonat aus Natriumsulfat, Ammoniak und Kohlensaeure
DE2009374A1 (de)
DE608667C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Zinkverbindungen der Oxymethansulfinsaeure
DE680595C (de) Verfahren zum Herstellen kristallisierter Citronensaeure
DE831542C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE365173C (de) Verfahren zur Herstellung eines chlorfreien, maschinenstreu- und lagerfaehigen Duengemittels aus gebranntem Kalk und magnesiahaltigen Ablaugen der Kaliindustrie
DE481996C (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalixanthogenaten
DE2449206A1 (de) Verfahren zur herstellung konzentrierter loesungen von harnstoffverbindungen
AT132690B (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Calciumhypochlorit.
DE553689C (de) Verfahren zur Beseitigung von an Calciumhypochlorit anhaftender Chlorcalciumlauge
DE60300259T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Tensiden
DE654610C (de) Herstellung von AEtzalkalilaugen
DE345050C (de) Verfahren zur Gewinnung von Natriumnitrit und Kaliumnitrat aus Gemischen von Natriumnitrit und Natriumnitrat
DE1467211C (de) Verfahren zur Herstellung von wasser freiem, stabilem, leicht löslichem Natrium cyanid
DE229537C (de)
DE294991C (de)
DE591097C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch wirkender schwefelsaurer Kalimagnesia
DE399824C (de) Verfahren zur Darstellung kaustischer Soda
DE256335C (de)