DE43422C - Elektrische Drosselvorrichtung für See-Dampfschiffsmaschinen - Google Patents

Elektrische Drosselvorrichtung für See-Dampfschiffsmaschinen

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DE43422C
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Germany
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Expired
Application number
DENDAT43422D
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English (en)
Original Assignee
A. CZERNICKI & R. MÜLLER in Kiel
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE43422C publication Critical patent/DE43422C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/21Control means for engine or transmission, specially adapted for use on marine vessels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wird bezweckt, das Durchgehen der Schiffsmaschine beim Herausschlagen der Schraube bezw. der Schaufelräder aus dem Wasser bei hohem Seegang zu verhindern und dadurch Brüche in der Maschine oder Welle zu verhüten.
Die Einrichtung besteht aus einer kleinen Dynamomaschine A, aus dem Dampfcylinder B mit elektrischer Schieberbewegung zur Bewegung der Drosselklappe, dem Seeventil E mit dem Communicationsrohr nach dem Manometer F, oder an Stelle des letzteren aus einer Quecksilberwaage C. Sämmtliche Haupttheile sind mit elektrischen Leitungen verbunden.
Mit dem Dampfcylinder B sind die Elektromagnete b bt , welche den Anker c je nach Schliefsung der Ströme 1 . 3 oder 2 . 5 oder 2 . 7 abwechselnd anziehen und dadurch mit Hülfe der Hebel d d die Schieberstange e bewegen, wodurch der Dampf in den Cylinder B eintritt, den Kolben vor- oder rückwärts bewegt und die Drosselklappe D dadurch schliefst oder öffnet. Um den Hub zu begrenzen, ist das Gleitstück G und der stellbare Hebel H eingeschaltet. Durch den Handhebel / wird die Drosselklappe D auf »Stopp«, »Langsam«, »Halbe Kraft« u. s. w. gestellt und das Keilstück f durch die Flügelschraube g auf dem Segment h in der betreffenden Stellung festgeklemmt. Der Stift i des Handhebels J greift in die Vertiefung des Keilstückes f und hält den Hebel daselbst fest. Wird nun die Drosselklappe D durch den Apparat B geschlossen, so bewegt sich der Hebel H vorwärts, bis die Knaggen k kl zusammenstofsen und die Feder / in die Vertiefung des Hebels eingreift und somit die Stange m nach der Drosselklappe D gedreht wird. Beim Rückgang bezw. Oeffnen der Drosselklappe wird der Stift i von dem Keilstück f abwärts gedrängt und zieht sich die Feder / aus dem Hebel H heraus, so dafs dieser leer weiter läuft, wodurch die Drosselklappe in der eingestellten Stellung verbleibt. Durch das offene Seeventil E tritt das Wasser ein und fängt gleichzeitig den Druck des plötzlich einschlagenden Wassers auf; der Wasserdruck pflanzt sich durch das Communicationsrohr nach dem Manometer F fort. Dieses Manometer schliefst bei zu niederem oder aufhörendem Wasserdruck, was sich an demselben einstellen läfst, den elektrischen Strom 4, 5, wodurch der Apparat ß in Thätigkeit gesetzt wird. Die Quecksilberwaage C besteht aus dem Glasrohr K und den beiden Verschlüssen L und M, durch welche die elektrischen Leitungen 6, 7 eingeführt werden. Der Leitungsdraht 6 leitet den Strom ununterbrochen in das eingefüllte Quecksilber, während der Leitungsdraht 7 nur so weit eingeführt ist, dafs bei einer bestimmten Schiffsneigung der Strom geschlossen und dadurch der Apparat B in Thätigkeit versetzt wird. Die schwimmende Metallkugel r verschliefst bei zu hohem Aufsteigen des Quecksilbers die Luftausströmungsöffnungen s s. Um zu grofse Schwankungen des Quecksilbers zu vermeiden, wird die Luftausströmung durch die Oeffnung u in der Verschraubung L mittelst der Stellschraube t entsprechend vermindert.
Der Vorgang ist folgender:
Ist die Schiffsschraube bezw. das Schaufelrad zu hoch aus dem Wasser getreten, so ist
durch den minderen Wasserdruck der Manometerzeiger auf der eingestellten Schliefsungsstelle angelangt und der geschlossene Strom tritt sofort in den Elektromagneten bl . In der Quecksilberwaage würde das Quecksilber bei dieser Neigung des Schiffes in demselben Zeitpunkte bis an den Leitungsdraht 7 gestiegen, der Strom dadurch geschlossen sein und ebenfalls in den Elektromagneten bl eintreten. Durch den Eintritt des Stromes 5 oder 7 in den Elektromagneten b{ zieht derselbe den Anker ρ an, unterbricht den Strom 1 des Elektromagneten b an der Schraube 0 und zieht sodann den Anker c an, wodurch der Dampf in den Cylinder des Apparates B eintritt und mittelst des Kolbens das Gestänge mit dem Hebel H bewegt und somit die Drosselklappe schliefst. Taucht der Schiffspropeller wieder ein, so wird der Strom 4, 5 am Manometer oder 6, 7 an der Quecksilberwaage unterbrochen, die Feder q hebt den Anker ρ und schliefst somit den Strom 1, welcher in den Elektromagneten b eintritt, so dafs letzterer den Anker c anzieht, wodurch der Dampf den Kolben zurückbewegt und die Drosselklappe wieder geöffnet wird.
Durch Einschaltung eines elektrischen Stromes von der Dynamomaschine A nach der Commandobrücke und von da nach dem Apparat -B ist es dem Commandanten möglich, im Collisionsfalle die Maschine von seinem Stande aus sofort zu stoppen.
Diese letztere Einrichtung läfst sich bei jeder stationären Maschine anbringen, so dafs dieselbe von jedem entfernten Punkte aus zum Stillstande gebracht werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine selbstthätige elektrische Drosselvorrichtung für See-Dampfschiffsmaschinen, bei welcher der jeweilig dicht beim Propeller herrschende Wasserdruck durch eine Rohrleitung auf ein Manometer übertragen wird, dessen beim Austauchen des Propellers sich bewegender Zeigermechanismus den Schlufs eines elektrischen Stromes bewirkt oder bei welcher infolge der Schiffsschwankung eine Quecksilberwaage den Schlufs eines elektrischen Stromes bewirkt und hierdurch unter Vermittclung von Elektromagneten und den Schieber einer kleinen Hülfsdampfmaschine bewegenden Hebeln die Drosselklappe der Schiffsmaschine beeinflufst bezw. schliefst.
2. Bei einer Vorrichtung wie in Anspruch 1. gekennzeichnet, die für die Elektromagnete angebrachte selbstthätige Stromumsteuerung, derart, dafs bei Erregung des Magneten O1 der kleine Anker ρ von demselben angezogen wird, wodurch der Contact des Stromes in dem Magneten b unterbrochen und der grofse Anker c von b{ angezogen wird, während bei aufhörendem Strome in &, der Anker ρ durch eine Feder gehoben und dadurch der Contact für b wieder geschlossen wird, also der Anker c zu dem Magneten b zurückkehren mufs.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT43422D Elektrische Drosselvorrichtung für See-Dampfschiffsmaschinen Expired DE43422C (de)

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