-
Zusammensetzbares kastenartiges Fahrzeug. Die Erfindung betrifft ein
Fahrzeug, welches für Spielzeugzwecke oder als kleineres Fahrzeug Verwendung finden
kann und dessen wesentliches Merkmal darin besteht, daß die Hauptteile des Wagens,
insbesondere der Wagenkasten bzw. der Wagenboden und die Radgestelle, durch eine
gemeinsame, an der Unterseite des Bodens angeordnete, unter Federwirkung stehende
Sperrstange- vereinigt «-erden.
-
Dadurch wird die .Möglichkeit gegeben, den `Vagen zwecks Zusanimenlegens
in einer Schachtel oder zwecks Unterbringens in beschränktem Raume durch wenige
Handgriffe auseirtaildernehmen, ebenso leicht aber wieder zwecks Ingebrauchsnahme
zusammenstellen zu können. Die Verwendung von Schrauben, Nägeln, Nieten oder sonstigen
Hilfsmitteln bei dein Zusammensetzen des Wagens ist völlig vermieden.
-
Die Stirnwände des Kastens sind am unteren Ende mit unterhalb des
Bodens des Wagenkastens sich erstreckenden Verlängerungen versehen, welche Aussparungen
aufweisen, durch die eine unterhalb des Bodens des Wagenkastens anzubringende Sperrstange
hindurchgeschoben wird. Die Stirnwände tragen Nasen, mittels welcher sie die Seitenwände
übergreifen.
-
Die Seitenwände sind ebenfalls mit an der Unterseite angeordneten
und in Aussparunguil des Bodens eingreifenden und die Seitenwände in ihrer Stellung
sichernden Verlängerungen versehen, von denen die einen außerdem zur Aufnahme der
Hinterradachse nel;st Rädern dienen. Die. Verlängerungen haben im oder am Boden
des Wagens so viel Spielraum, daß ihnen die zum Einsetzen der Hinterradachse erforderliche
Schrägstellung gegeben werden kann.
-
Der Drehzapfen für das Vorderachsengestell ist an einem in eine an
der Unterseite des Bodens des Wagenkastens angebrachte j Aussparung einsetzbaren
Tragstück befestigt, das ebenfalls mit einer zum Hindurchschieben der erwähnten
Sperrstange dienenden Aussparung versehen ist.
-
Die Wände .des Wagenkastens, dessen Boden und die Achsen nebst Rädern
werden also durch eine einzige Verriegelung lösbar vereinigt und zusammengehalten.
Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiele in der Zeichnung dargestellt, und
zwar zeigt: Abb. i ein Vorderansicht des Wagens, Abb. 2 eine Unteransicht, Abb.
3 eine Seitenansicht, Abb. 4. eine Oberansicht des Bodens des Wagenkastens, Abb.
5 einen senkrechten Längsschnitt, Abb. 6 eine Ansicht einer der Stirnwände, Abb.7
einen Schnitt nach Linie a-b der Abb. .I, Abb. 8a, b und c einen Schnitt durch das
Drehgestell für die Vorderräder unter Fortlassung der letzteren, Abb. 9 eine Hinteransicht
des Wagens, Abb. io eine Ansicht der Sperrschiene, Abb. i i eine Ansicht des Drehgestelles
der Vorderachse in zwei verschiedenen Stellungen.
-
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der kastenartige
Teil des Fahrzeuges aus dem Boden C, den Seitenwänden B und den Stirnwänden
A. D sind die auf den Zapfen f der Achse F aufsitzenden Hinterräder, D' die
auf den Zapfen e der Vorderachse 0 sitzenden Vorderräder. Die Achse 0 ruht
in dem um Zapfen G schwingbaren Drehgestell E.
-
Die Seitenwände B des Wagenkastens sind mit unter dem Boden C reichenden
Verlängerungen b' und mit kürzeren Verlängerungen b2 ausgestattet. Die Verlängerungen
b1 gehen durch Aussparungen c' des Bodens C hindurch, während die Verlängerungen
b3 in Aussparungen c' des Bodens C eingreifen. Die Verlängerungen b1 und b2 geben
den beiden Seitenwänden den erforderlichen Halt. Die Verlängerungen b1 tragen am
unteren Ende Durchbohrungen b2 zur Aufnahme der Zapfen f der Hinterradachse F.
-
Die Aussparungen cl im Boden C sind von solcher Weite, daß die Seitenwände
B in eine genügende Schrägstellung zueinander gebracht werden können, damit die
Achse F in die Bohrungen b2 der Verlängerungen b1 eingesetzt werden kann. Nachdem
dies geschehen ist, werden die Seitenwände B wieder in die
senkrechte
Stellung gebracht. Auf entsprechende Weise wird verfahren, wenn die Hinterradachse
abgenommen werden soll.
-
Die Stirnwände A des Wagenkastens besitzen Nasen a3, mittels deren
sie in Aussparungen b4 der Seitenwände B eingreifen und diese gleichzeitig
übergreifen.
-
An der Unterseite besitzen die Stirnwände A eine Verlängerung a1,
mittels deren sie durch im Boden C angebrachte Aussparungen c2 hindurchgreifen,
und welche Aussparungen a2 tragen, die zur Aufnahme einer Verriegelungsstange H
dienen.
-
Das Drehgestell E der Vorderachse 0 sitzt mittels des Drehzapfens
G in einem Tragstück T, das in eine an der Unterseite des Bodens C angebrachte Aussparung
N eingreift und eine Aussparung t1 zur Aufnahme der Sperrstange H aufweist. Diese
Stange ist mit einem Widerlager K und einer federnden Sicherung I versehen.
-
Die Vorderräder Dl werden auf ihren Achsen durch Vorstecker d'>' festgehalten.
-
M ist die an der Gabel L des Vorderachsengestelles befestigte Deichsel.
-
Das Zusammensetzen - des Wagens geschieht in folgender Weise: Zunächst
werden die Seitenwände B finit den Verlängerungen b1 und b3 in die Aussparungen
cl des Bodens C eingesetzt, und es wird ersteren eine solche Schrägstellung gegeben,
daß die Hinterradachse F, nachdem die Hinterräder D auf die Achszapfen f aufgesteckt
sind, in die Achslöcher b2 der Verlängerungen bl geschoben werden kann. Nunmehr
«-erden die Seitenwände B in senkrechte Stellung zurückgebracht. Hierauf werden
die beiden Stirnwände A mittels ihrer Verlängerung a1 durch die im Boden C vorgesehenen
Aussparungen C gesteckt, so <laß die Stirnwände A mittels der Haken a3 in die
Aussparungen b'1 der Seitenwände B eingreifen und diese dadurch in ihrer Lage festhalten.
-
Nunmehr wird die Riegel- oder Sperrstange H von der Rückseite des
Wagens aus durch die Aussparung a2 der hinteren Stirnwand A in der aus Abb. 2 ersichtlichen
Weise hindurchgeschoben. Nachdem das Vorderradgestell F_ mittels des Tragstückes
T in die Aussparung X des Bodens C eingesetzt ist, wird die Riegel- oder Sperrstange
H weiter durch die Aussparung t1 des Tragstückes T geschoben, bis sie die Aussparung
a2 der vorderen Stirnwand A durchgreift. In diesem Augenblick springt die an der
Sperrstange H angeordnete Feder T, entsprechend Abb. 2, in die Sperrstellung. Ein
zu weites Hineinschieben der Stange H wird durch den Kopf K verhindert.
-
Es werden also durch die Sperrstange I-I einerseits die oberen Wagenteile
A und B, andererseits die unteren Wagenteile, nämlich die Hinter- und Vorderachse,
mit dem Boden C zu einem Ganzen vereinigt.
-
Zum Zwecke des Auseinandernehmens des Wagens wird die Sperrstange
unter Zurückdrücken der Feder T aus den Aussparungen der Stirnwände und des Tragstückes
der Vorderradachse herausgezogen.