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Rundränderstrickmaschine zum Stricken von teils gerippter, teils glatter
Schlauchware uttd nahtloser Strumpf. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Rundrändermaschine
zum Stricken teils gerippter, teils glatter Schlauchware in selbsttätiger Aufeinanderfolge
derjenigen bekannten Gattung, bei welcher während des Glattstrickens die übliche
Spannung auf das Gewirk aufrechterhalten, aber für das Rippenstricken eine Sonderspannung
nahe dem Strickpunkt ausgeübt und der fertige Einzelstrumpf von den Nadeln abgezogen
wird. (Brut. Pat. 19612q.).
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Bei den bekannten auf der bekannten Maschine hergestellten Waren,
z. B. Strümpfe, verlaufen die Rippen längsweise, also in Richtung der Maschenstäbchen,
an welche sich die glatten Teile anschließen. Mit der vorliegenden Maschine sollen
gerippte Teile hergestellt werden, die in Richtung der Maschenreihe mit dem Glattgewirk
abwechseln, so daß also Rippenmaschen mit glatten Maschen in einer Richtung liegen.
So können z. B. Strümpfe hergestellt werden, bei welchen der Längen und der Spann
gerippt, während die Sohle und die Ferse glatt gestrickt sind. Zttr Herstellung
eines solchen Gewirks werden auf den gerippten und glatten Teil ebenfalls verschiedene
Spannungen ausgeübt. Das Stricken beginnt am Fußteil, während es bei der bekannten
Maschine am oberen Rande des Längens anfängt. Die beiden Nadelkränze (Zylindernadeln
und Scheibennadeln) werden von ihren Schloßteilen so angetrieben, daß sie an der
Über, gangsstelle von gerippten zu glatten Maschenreihen in der Längsrichtung des
Strumpfes eine besondere, aus übergehängten Maschen bestehende Maschenreihe stricken,
welche die dort auftretenden Maschenlöcher schließt.
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Die Zeichnungen zeigen als Ausführungsform der Erfindung die Maschine;
die Strümpfe mit geripptem Spann und geripptem Längen von unten nach oben strickt.
Es stellen dar: Abb. 1 eine rechte Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Abb.2 einen
Aufriß, teilweise im Schnitt nach der Linie ?--2 der Abb. i in größerem Maßstäbe,
Abb.3 den Aufriß einer zweiteiligen Scheibennadel, Abb. 3a und 3b Schnitte nach
den Linien 3a-3a, 3b-3b der Abb. 3, Abb. q den Aufriß einer Zylindernadel, Abb.5
die Abwicklung des Zylinderschlosses, Abb.6 einen wagerechten Schnitt für die Scheibenkurven
in ihrer Beziehung zu 'den Zylinderschloßteilen gemäß Abb. 3, Abb.7 einen Teilgrundriß,
teilweise im Schnitt nach der Linie 7-7 der Abb.2 für die Scheibenkappe nebst Antriebsteilen,
für den Schloßring; den Fadenzuführungsfinger, den Fadenabschneider und die Fadenklemme,
Abb.8 eine vergrößerte Außenabwicklung eines Teiles des Scheibenrades mit den Spannrippen,
Zylinder- und Scheibennadeln sowie Gewirkhaltern, Abb. 9 und 1.o Aufrisse für- den
Glatt- und Rippengewirkhalter, Abb. i i eine Einzelheit zu Abb. 2, Abb.12, 13, 1q.
Hinterseitenansicht, Grundruß und Unteransicht der Kurvenklappe für den Gewirkhalter,
Abb. 15, 16, 17 Schnitte nach den Linien 17-17, 1ö-18, 19-i9 der Abb. 12, Abb. 18
ein Schema für die Beziehungen der verschiedenen Antriebsfüße der strickenden und
das Gewirk spannenden Werkzeuge, Abb. i9 ein Schema für die Beziehungen zwischen
den verschiedenen Werkzeugen und dem Gewirk, Abb.2o einen die Erfindung besonders
kennzeichnenden fertigen Damenstrumpf,
Abb.21 den Strumpffuß vor
dem Schließen, wie er die Maschine verläßt, Abb.22 einen Längsschnitt durch den
oberen Teil des Längens und des Randes des in Abb.2o gezeigten Strumpfes, Abb.23
ein Schema für das Fadengebilde auf der Außenseite an den Stellen, wo das Matt-
in Rippengestrick übergeht, z. B. an -den Flächen 27a und 27b der Abb. 2o, Abb.24
bis 35 verschiedene schematische Darstellungen.
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Die mit der Maschine erreichten Vorteile . zeigt am einfachsten ein
auf ihr hergestellter Strumpf. Gerippte Winter-, Sport- oder Kinderstrümpfe haben
vermöge ihrer elastischen Eigenschaften bequemen, gut anliegenden Sitz und vortreffliches
Aussehen. Der Strumpf L (Abb. 2o) hat einen nahtlosen Ful9 mit der üblichen geminderten
und geweiterten glatten Spitze nebst glattem Ring t', eine glatte Sohle S, gerippten
Spann p, glatte Ferse h mit kurzem oberen glatten Abschnitt h'. Der
Längen L ist gerippt, vorzugsweise von gleichförmigem Muster, wie 2 und i,
3 und i (Abb.27), und an den Verbindungsstellen r1' und r2 zwischen dem gerippten
und glatten Teil ist eine . scharfe löcherlose Trennungslinie aus einem Gewirk von
hoher Zugfestigkeit und --vag gefälligem Aussehen durch das unten erläuterte Gebilde
festgelegt. Der Längen ist düich vorher bestimmte Änderung der Maschenlänge an der
Wade geschweift, das obere Ende hat einen glatten Rand-W, der in einem gerippten
Teil ,W' (Abb. 22) ausläuft; dieser kann der Dauerhaftigkeit wegen längs den beiden
Linien w2-w", w2-wz .genäht werden.
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JDie Maschine bestimmt selbsttätig vorher die Strumpflänge, die Maschenlänge,
die Fadenart und alle anderen Merkmale des auf -erzeugten Gebildes.
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Gemäß Abb.2i wird zuerst mit einer 1schenleiste s auf Leernadeln begonnen;
-dann werden Maschenrunden von glattem Gewirk hergestellt, bevor die Spitze arge-Iangeu
wird, darauf wird ein glatter, ,-,schlauchförmiger Teil hinter der Spitze t' gestuckt
(Abb. 24).
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Das Rippengewirk, welches an den Gebilden r1 und rz beginnt, schließt
besondere Masehenstäbchen xl, .x'; x$ usw. (Abb.23) ein; diese werden hergestellt,
indem maai Scheibennadeln a, b in die Zwischenräume zwischen beliebige in periodischer
Wiederholung arbeitende Zylindernadelpaare n (Abb.26) eintreten läßt. Damit die
Gebilde r1 und r2 zustande kommen, erfolgt dieser Eintritt (Abb. 23, 26, 27) unter
Aufnahnme der Maschen z in den Maschen-]reihen y6 oder r°, in welchen übergehängte
Maschen r" aus den Maschenreihen r3, r` festgehalten werden, um mit den gestrickten
,Maschen r7 der Maschenreihen re abgeschlagen zu werden. Der Strickvorgang an der
Stelle r2 (Abb. 2o und 23) ist aus den Abb.25 und 26 ersichtlich. Die übergehängten
Maschen re, r7 sind in solcher Anzahl z. B. in jedem abwechselnden von der Segmentgruppe
der Zylindernadeln gestrickten Maschenstähchen, in welches das Rippenmaschenstäbchen
xl, x2, x$ (Abb.23) eingeführt werden soll, vorhanden, daß sie immer in dem
einen oder dem anderen der Maschenstäbchen auftreten, welches neben der eine eiste
Scheibennadel;nasche z enthaltenden Reihe liegt. Der Schenkel der übergehängten
Masche r' verläuft immer quer über das Maschenloch, das sonst entstehen würde, wenn
die Nadeln a, b eingerückt werden, um ein Rippenmaschenstäbchen x1, x3 usw. in dem
von den Zylindernadeln n gebildeten glatten Gewirk zu beginnen.
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Um die Anschlagleiste s zu bilden, sind abwechselnde Nadeln
einer der beiden Arten, Zylinder- und Scheibennadeln, im dargestellten Falle die
Zylindernadeln n, als tätige und untätige Nadeln vorgesehen, der Rest ist immer
tätig. Die übergehängten Maschen r7, r° (Abb.23 und 25) an den Grenzgebilden rl
und r2 werden auf diesen gelegentlich tätigen Nadeln gebildet.
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Die Nadeln (Abb.4) des Zylinders 26o sind segmentweise gruppiert,
und zwar als langfüßige Gruppe (die später erwähnte mittelfüßige Nadeln einschließt)
für den Spann, und. als kurzfüßige Gruppe für Ferse und Spitzek zum Stricken der
Ferse und der Spitze arbeiten sie zusammen mit selbsttätigen Fadenwechslern F`,
mit der Schloßweiehe 415, zum Mindern mit den Platinen 650, zum Weitern mit
den Platinen 68o, dem Zylinderring 27i und den Strickdreiecken 357. 360, 361 (Abb.
5) in bekannter Weise, um Glattgewirk in geminderten und geweiterten Fersen und
Spitzen zu stricken. Die Zylindernadeln sind z. B. Zungennadeln n (Abb.4), und zwar
verschieden, je nachdem sie mit langen Füßen n', kurzen Füßen nz und Mittelfüßen
n$ versehen sind, die in periodischer Wiederholung arbeitenden Nadeln, als abwechselnde
Nadeln dargestellt (Abb.-5 und i9), sind immer tätige; sie sind in bekannter Weise
mit -Stößern 380 versehen, werden von dem Dreieck (366) @Abb. 5) gehoben
und gesenkt, unti zwar aus der Senkung 40 unter der Normalebene 41, wo die alte
Masche nicht Über die Zungen läuft, auf eine Ebene, die so hoch liegt, daß ein vorangehendes
Dreieck (die obere Fläche des Dreiecks 360, Abb.5) sie über ihre Zungen laufen läßt.
Die oberen Flächen der
entsprechenden Strickdreiecke 360,
361 heben die Zungen aller Nadeln, die sie erreichen 'und lassen die Maschen über
sie lauten.
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Die Trommel i2o (Abb. i) wird, wie üblich, stufenweise bewegt je nach
der Reihenfolge, in welcher die bestimmten Punkte des Zylinderringes an den lang-
oder kurzfüßigen -Nadelsegmenten vorbeilaufen. An diesen Punkten arbeiten die beweglichen
Schloßteile 4. und 25. Sie werden stufenweise gegen den Nadelzylinder und von ihm
fort bewegt, um sie teilweise während des Vorbeiganges der kurzfüßigen Nadeln einzuschalten,
zuerst die führenden langfüßigen Nadeln st' (Abb. i8) einzurücken, dann um
sie vor dem Vorbeigang der kurzfüßigen Nadeln n2 vollständig einzuschalten. Ihre
Zurückziehung erfolgt in ähnlichen Stufen, das folgende Ende des langfüßigen Segmentes
wird zuletzt eingerückt. Der abteilende Schloßteil4 (Abb.5) wird in Verbindung mit
einem beweglichen unteren Mittelschloßteil 9 in der durch Pfeil T angedeuteten Bahn
eingerückt, der bestimmt, ob die Nadeln ohne Stößer über das Dreieck 361 vorbeigehen
und tätig sein sollen oder untätig unter den führenden und folgenden Strickdreiecken
(Pfeil T', Abb.5) laufen oder unter dem führenden Dreieck 361 laufen und von dem
Schloßteil 9 (Pfeil T2) gehoben werden sollen, um einen Faden aufzunehmen und zu
weiteren später erläuterten Zwecken. Nadeln mit Stößern 38o sind immer tätig und
geben stets an den Dreiecken 360, 357, 361 arbeitend in der Bahn T (Abb.
5) vorbei, mit Ausnahme der lang- und mittelfüßigen, welche über der Schloßweiche
415 und der oberen Fläche des Mitteldreiecks 357 beim üblichen Hinundherstricken
laufen.
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Andere Schloßteile, wie später erwähnt, werden 'von der absatzweise
bewegten Kette C angetrieben, welche die Bewegung der Welle 8o und der Trommel i2o
(Abb. i) einleitet. Die Zeitpunkte aller Vorgänge sind von den Bewegungen- der Kette
C abhängig, also die Trommel 12o, Welle .8o usw., wie es die Musterkette
C vorschreibt.
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Der Nadelzylinder, der von der Welle 32 mittels der Kegelräder 31,
30 angetrieben wird, ist senkrecht zu der Scheibe D (Abb. i), dem Schloßring
550 und dem Zylinderring 271 beweglich, um die gegenseitige Lage von Zylinder
und Scheibe und auch die Grenzen des senkrechten Hubes der Zylindernadel n zu der
Abschlaglinie der Ebene, in' welcher die alten Maschen über den Köpfen der Nadeln
vorbeigehen, an dem Rande des Zylinders zu verändern. Dieses wird bewirkt durch
einen um Zapfen 450 drehbaren Hebel, dessen einer Arm 281 von Kurven der Trommel
i2o beeinflußt und dessen anderer Arm 286 unter einen Ansatz der Säule 28o greift,
auf welchem der Zylinder 26o ruht.
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Die Nadelscheibe. Die Nadelscheibe D (Abb. 2,. 8 und i i) sitzt fest
auf der durch Räder 33, g4, g8, gB, g2, gi angetriebenen Spindel d, trägt Radialnuten
da für die Strickwerkzeuge und eine Umfangsnute d' zur Bildung eines engen kreisförmigen
Randes d2 in kuizem Abstande von. dem innerhalb des durch die Rücken der Zylindernadeln
ya begrenzten konzentrigchen Raumes. Die untere Fläche der Scheibe ist bei d4 aufwärts
geneigt, und die Scheibe hat so viel Nuten da wie Zylindernadeln n oder nur einen
Bruchteil von diesen. Zylinder und Scheibe werden so- gedreht, daß die Scheibennuten
d$ in die Radialebenen zwischen die Nuten für die Zylindernadel gelangen. Die untere
Seite der Scheibe ist radial genutet zur Bildung von Rippen d5 in den Radialebenen
der Zylindernadeln (All. 8 und ii). Es sind halb so viel Scheibennadeln vorhanden,
als immer tätige Zylindernadeln (Stößernadeln) abwechselnd arbeiten, um ein Rippenmuster
vier und eins zu arbeiten. Wenn die dazwischenliegenden leeren Scheibennuten d$
mit Nadeln versehen wäre, würde ein Muster zwei und eins gearbeitet werden. Die
Nadelscheibe, die Nadeln, ihre antreibende Daumenkappe mit dem Fadenabschneider
und Fadenführer werden selbsttätig gehoben und gesenkt, um die Scheibe zu den gewünschten
Zeitpunkten einzustellen, wie noch beschrieben wird.
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Das Rippenmuster, ob es" um den ganzen Strumpf herum dasselbe ist
oder in verschiedenen Segmenten verschieden, ob es aus verhältnismäßig wenigen hinteren
oder Scheibenmaschenstäbchen besteht und ein sog. breitrippiges Muster bildet, wird
natürlich durch die Lage und das Zahlenverhältnis der Scheibennadeln bestimmt, die
innerhalb jeder Anzahl der Scheibennuten zulässigen Anordnung wechseln können.
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Wie oben erwähnt, werden die Scheibennadeln selbsttätig angetrieben,
derart, daß sie entweder untätig gehalten werden oder die Strickbewegungen machen,
oder sich zurückziehen und Maschen halten oder leer zurückgezogen werden und zurückgezogen
bleiben. Diese Vorgänge werden so geleitet, daß sie entweder von einer ausgewählten
Gruppe, einem oder mehreren Segmenten von Scheibennadeln allein ausgeführt werden,
wenn gerippte und glatte Abschnitte nebeneinander gestrickt werden sollen, oder
von allen Scheibennadeln, wenn der Schlauch ringsherum gerippt sein soll, oder wenn
das Gewirk ringsherum glatt sein soll, von den Zylindernadeln
allein,
wobei die Scheibennadeln untätig bleiben und nur in das Gewirk eingreifen, um eine
Masche zur Herstellung des Doppelrandes zu erfassen, zurückgezogen zti werden und
in dieser Lage zu verbleiben.
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Die Scheibennadeln (Abb.3 und 18) sind vorzugsweise zweiteilig; die
Teile a, b haben lange Füße a1, b1 oder kurze Füße a2, b2 und kehren ihre Haken
a1°, b'° einander zu. Um den in Abb. 20 gezeigten Strumpf zu strikken,.können diese
Scheibennadeln in Segmenten angeordnet sein (Abb. i8), die mit langen Füßen a1,
b1 entsprechend dem Spann, und mit kurzen Füßen a2, b2 entsprechend dem übrigen
Umfang des Strumpfes ver= sehen sind.
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Die Zylindernadeln (Abb. q. und 5) sind die Primärnadeln, denen Fäden
zugeführt wird, bevor sie durch die Radialebene y'-y" laufen und an der unteren
Spitze des Dreiecks 361 stricken. Die jeweilig tätigen Scheibennadeln sind sekundär,
sie nehmen Faden von den Zylindernadeln auf und strik-. ken in der Radialebene y-y,
nachdem die Zylindermasche abgeschlagen worden ist (Abb. 28 bis 32).
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Die Gewirkhalter. Um nach Wahl ganz glatte oder ganz gerippte, oder
teilweise gerippte und teilweise glatte Schlauchware zu stricken, werden, wie bei
der älteren eingangs erwähnten Maschine, Gewirkhalter benutzt. Diese arbeiten zunächst
wie üblich, indem sie, wie der Name besagt, das Gewirk gegen den Stoß der Stricknadeln
halten, und dann üben sie noch auf das Gewirk für das Rippenstricken die Sonderspannung
aus. Zur Unterscheidung dieser Arbeitsweise möge zwischen Glattgewirkhaltern, also
nicht spannenden, und Rippengewirkhaltern, also spannenden, unterschieden werden.
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In dem von den Scheibennadeln a, b gebildeten Nadelkranz arbeiten
die Glattgewirkhalter mit den Rippengewirkhaltern gruppenweise mit Gruppen des Nadelkranzes
zusammen, und die zum Rippenstricken führen ihre besondere Spannbewegung aus. Am
besten geschieht dies in der Weise, daß die Gruppen der Rippengewirkhalter in den
Kranz der Glattgewirkhalter eingeschaltet und alle Gewirk'halter am Glattstricken
beteiligt sind, aber die Rippengewirkhalter ihre besondere Spannbewegung ausführen.
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Der Nadelzylinder hat ein Bett 295 (Abb.2) für die Glattgewirkhalter
w1 und die Rippengewirkhalter w2 (Abb. g und io), ein .Gewirkhalter arbeitet immer
zwischen jedem Nadelpaar n (Abb.8) in seiner Radialebene unmittelbar unter denjenigen
Scheibennadeln, welche in die Nuten d8 eintreten. Zwischen zwei Gewirkhaltern ist
in den Radialebenen der Zylindernadeln die untere Fläche der Scheibe mit nach abwärts
gerichteten Rippen d5 (Abb. 2, 8, 11) 'versehen, welche als dünne Metallplättchen
zwischen den in die untere Fläche der Scheibe eingefrästen Radialnuten de-- verbleiben;
jede Rippe hat eine abgeschrägte `äußere Fläche und glatte Unterkante.
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Die Glattgew irkhalter w1 (Abb. 9) sind bei w3 unterhalb der Stufe
wll des Hakens w1° abgesetzt, um das Heben des Gewirkes mit den Nadeln zu verhindern.
Unter dem Oberarm w5 liegt parallel der Unterarm wo mit geradem Boden w',
gleichförmigen, kurzen und breiten Antriebsfüßen w" und einer Rast w9 für ein Federband
w$° (Abb. 2).
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Die Arbeitsweise der Gewirkhalter w1 ist die übliche; das Gewirk wird
durch die Haken w1° gegen das Anheben mit den Nadeln n niedergehalten, da die Abschlaglinie
mit Rücksicht auf die Fläche w11 eines leicht zurückgezogenen Gewirkhalters zur
gesenkten Nadel festgelegt ist. Die Gewirkhalter wl (Abb. 8, 18, ig) sind unter
die anderen Gewii-khalter in so häufiger periodischer Wiederholung verteilt, als
notwendig, ist, um einen Gewirkhalter w1 zwischen jedem vorderen Maschenstäbchen
des Gewirkes einzusetzen, ausgenommen zwischen denjenigen vorderen Maschenstäbchen,
welche neben einem Rippenmaschenstäbchen x, x1, x2 usw. liegen. An diese Stellen
wird ein Gewirkhalter wa eingesetzt (Abb. 18 und ig).
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Die Rippengewirkhalter w2 (Abb. io) haben auch Ober- und Unterarme
w5, we, Niederhalthaken w1° mit oberer 'Fläche w11; sie sind in wenigstens nvei
Gruppen mit verschiedenen Antriebsteilen, z. B. niedrigen Füßen w1' und hohen Füßen
w18, angeordnet. Diese Gruppen entsprechen den verschiedenen Segmenten a1, b1 und
a2, bz der Scheibennadeln, welche unabhängig angetrieben werden sollen. Das innere
Ende des Oberarmes w5 ist gerauht, gezahnt oder mit vorwärts und aufwärts vorspringenden
Spitzen w1$ versehen, die die im Bogen auslaufende Fläche wll besetzen. Sie sollen
beim Vorwärtshub des Gewirkhalters, der in einer weit zurückgezogenen Lage beginnt,
das vordere Rippenmaschenstäbchen erfassen und das Gewirk, das sich aus dem Bereich
der Fläche wll nach innen und über das Ende des Armes w6 erstreckt, vorschieben
und es beim Rückwärtshub freigeben, d. h. diese Wirkung tritt. ein, wenn das Gewirk
in.richtiger Lage den spannenden Haltern w2 dargeboten wird. Dieses geschieht, wenn
die Scheibe unten oder der Zylinder oben ist, so daß die Rippen d' auf der Scheibe
das Gewirk dann abwärts über jeden der Gewirkhalter
w2 ziehen und
es von derl Zähnen w" fest erfassen lassen. Abb. 2 zeigt die Scheibe in der Lage,
in welcher das Gewirk durch die Halter w2 .gespannt wird.
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Die Wirkung der Rippengewirkhalter wa ist aus den Abb. 33 bis 35 ersichtlich.
Wenn sie zum Spannen zurückgezogen worden sind (Abb.34), gleiten die Zähne i$ hinter
einige der Fäden 1, 2, 3, 4 der alten Maschenreihen, welche quer über den Gewirkhaltern
liegen, erfassen z. B. die Köpfe der vorher ,gestrickten Maschen und üben eine Spannung
auf' das Gewirk an den Nadeln sowie auf die neue Masche 5 auf der Nadel (Abb. 35)
aus, entsprechend der Kraft, mit welcher die Gewirkhalter w2 nach der Zylindermitte
gestoßen werden. Diese Wirkung tritt nur ein, wenn die Gewirkhalter so weit zurückgezogen
sind, daß die Zähne die Fäden an den Maschenköpfen erfassen können, wie durch die
Zahlen 1, 2, 3. 4 usw. an einem Punkt nahe der Nadeln angedeutet ist, wenn der Gewirkhalter
sich am äußersten Ende seines Rückwärtshubes befindet.
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Während der Herstellung von glatter Ware, während des Randstrickens
und während des Hinundher-Strickens für Ferse und Spitze kann die Scheide in einer
verhältnismäßig hohen Lage sein, während, dieser Zeit führen die spannenden Halter
w2 nur ihre gewöhnlichen Bewegungen aus und verrichten ihre üblichen Aufgaben nur
an deal Gewirk, das auf den benachbarten Zylindernadeln gestrickt wird.
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Die Halter w2 mit hohen Füßen . w1$ können in das für den Spann bestimmte
Segment des Nadelkreises gesetzt werden, entsprechend der Gruppe von Scheibennadelnmit
langen Füßen a', b' (Abb. i8 und ig).
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Während der Bildung von Rippengewirk in einem Segment und glattem
Gewirk in .einem anderen arbeiten die Rippengewirkhalter w2 wie gewöhnliche Glattgewirkhalter
in. dem glatten Gewirkabschnitt, für das Stricken in dem Rippenabschnitt erhalten
sie aber ihre die Sonderspannung ausführende Bewegung in folgender Weise: Wenn die
Scheibe gesenkt wird und die Halter w2 ihre gewöhnliche kurze Bewegung haben, dann
erfassen die Zähne wlg die Scheibennadelmaschenstäbchen des Rippengewirks oder die,
entsprechenden. Maschenstäbchen des glatten Gewirks, führen es nach innen und unten,
in demMaße, in dem es zunimmt, aber ohne eine größere Spannung auszuüben, als für
die mit glattstrickenden Zylindernadeln verwendeten Halter üblich ist. Diejenigen
Halter w2 aber, welche, wie unten erläutert, durch den beweglichen Daumen 325 weiter
zurückgezogen und wieder in die gewöhnliche Innenstellung vorgeschoben werden, üben
eine volle Sonderspannung auf das von ihren gezahnten Enden erfaßte Gewirk aus.
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Der Einwärtshub der Rippengewirkhalter w2 hängt von der `'Wirkung
eines einzigen federnden Daumens 3z2 ab, der einstellbar ist, um die Höchstspannung
zu verändern, und auf alle Füße der Halter w2 gleichmäßig einwirkt..
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Antrieb der Gewirkhalter. Gemäß Abb. 1, 2, g, 10, 13 bis 15
ist, wie üblich, das auf dem Nadelzylinder 26o befestigte Bett 295 für die Gewirkhalter
genutet und trägt eine Laufbahn innerhalb eines nach abwärts gerichteten Flansches
der Daumenkappe 300, welche durch die etwas Leerlauf gestattenden Laschen
302 (Abb. 1) gegen Drehung mit dem Zylinder in beiden Richtungen gesichert
ist; sie ist ferner mit einer flachen konzentrischen Nut 301
(Abb.2, 13 bis
15) von solcher Breite versehen, daß sie die breiten Füße 298 der Glattgewirkhalter
w1 aufnehmen kann und radiales Spiel dieser Gewirkhalter so weit nach innen gestattet,
daß die Haken w1° gegen den Faden der zuletzt gestrickten Reihe gehalten werden.
Das Federhand w$° hält die Halter in dieser Lage unter solcher Spannung, daß sie
nicht durch Zentrifugalkraft herausgeworfen werden. An einem Segment der Kappe 3oo,
die so breit ist, daß das Senken oder die strickende Phase der Bewegung der Zylindernadeln
an den Dreiecken 36o oder 361 stattfinden kann, ist die Nut 301 bei 303 nach
außen erweitert (Abb. r4), und gegenüber -dieser Erweiterung ist eine feste Auswurfkurve
304, vorzugsweise gehärtet und bei 3o5 oben abgestuft, befestigt. Die Halter w1
werden innen am Ende ihres durch Kurve 305 erfolgenden Rückzuges durch verhältnismäßig
dünne, einstellbar befestigte Kurven 3o6, 3o7 angetrieben, die in wagerechten durch
die Daumenkappe geschnittenen Schlitzen 3o8, 309 gelagert sind und auf, die Füße
der Halter wl einwirken. Die Kurve 307 ist in Richtung# des Rundundrund-Strickens
tätig, wobei die Relativbewegung zwischen Gewirkhaltern und Nadeln in Richtung des
Pfeiles lt (Abb.13 und 14) erfolgt, und bewegt die Halter radial nach innen ummittelbar
nach dem Senken der Zylindernadeln bis auf ihren tiefsten Punkt arm Dreieck 361
(Abb. 5), um das Gewirk in üblicher Weise zu halten.
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Die Rippengewirkhalter w2 werden unabhängig gesteuert. Sie haben Füße
zu", w18, die entsprechend höher und schmaler sind als die Füße w$ der Halter w1.
Die Kappe 30ö kann alle nötigen Nuten und Kurven in einer höheren Ebene tragen,
als die Kurven
für die Füße we liegen, um die Füße w"', w18 innerhalb
der radialen Grenzen der Nut 3oi oder ihrer Erweiterung verschieden zu leiten.
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Die Kappe 300 ist mit einer Nut 310 versehen, die tiefer und
schmaler ist als die Nut 301, um sie den Füßen der Rippengewirkhalter anzupassen.
Jene Nut ist nach einem möglichst kleinen Radius gekrümmt, am besten nach demselben
wie die Nut 3oi, und alle inneren Flächen der Halterfüße haben denselben radialen
Abstand von ihren Haken w1°, so daß die innere Grenze des Hubes beider Arten von
Gewirkhaltern dieselbe ist. Aber die Länge der Rippengewirkhalter w2 zwischen ihren
Haken w18 und äußeren Enden ist geringer als diejenige der Glattgewirkhalter w1,
damit jene weit nach. außen zurückgezogen werden, z. B. durch einen beweglichen
Daumen 325, ohne die Kurven für die Glattge-.wirkhalter w1 zu berühren und an den
Punkten w=8 das Gewirk zu erfassen. Die Wiedereinschaltung eines weit zurückgezogenen
Gewirkhalters w2 spannt dann das Gewirk zwischen den Punkten w18 und den Nadeln.
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Alle Rippengewirkhalter können aus der nur zum gewöhnlichen Halten
oder der zur Sonderspannung dienenden zurückgezogenen Lage gemeinsam - durch eine
bewegliche Kurve wieder eingeschaltet werden, die nach innen gegen einen einstellbaren
Anschlag durch . vorher eingestellten Federdruck gedrückt wird. Diese Kurve
312 ist bei 313 in dem Schlitz 309 in einer Ebene oberhalb
der Kurve 307 drehbar und wird von einem einstellbaren Federbolzen 315 so beeinflußt,
daß ihr einstellbarer exzentrischer Anschlag 314 an der Wandung der Kurvenkappe
anliegt. Wenn die Halter als Glattgewirkhalter wirken. sollen, dann schiebt die
Kurve 312 sie nur bis zu ihrer normalen Innengrenze vor.
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Beim Hinundher-Stricken ist es erwünscht, die Rippengewirkhalter sowohl
beim Rückwärtshub als auch beim Vorwärtshub einzurücken. Dieses erfolgt durch eine
Kurve 316, die um den Stift 317 im Schlitz :3o8 oberhalb der- Kurve 3o6 drehbar
ist, deren einstellbarer Anschlag 318 unten von einer Flachfeder 31g beeinflußt
wird und während des Rundundrund-Strickens durch einen von der Mustertrommel abhängigen
T-enker 134 zurückgezogen werden kann; sonst würde diese Kurve das Gewirk unnötigerweise
an den Haltern w' zerren.
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Da die Spannung eines jeden Halters w' davon abhängig ist, ob er durch
Daumen 325 zurückgezogen worden ist, bevor er die Kurve 312 erreicht, so wird gemäß
der Erfindung vorher bestimmt, ob nur ausgewählte .oder alle Halter zei2 zum. Spannen
weiter als gewöhnlich zurückgezogen werden sollen. Hierzu genügen Füße w`, w`$ von
nur zwei verschiedenen Längen, um den Strumpf gemäß Abb.2o herzustellen; die langfüßigen
Halter werden für den Spann p eingesetzt, die kurzfüßigen Halter füllen den übrigen
Kreis aus (Abb. 18 und i9); es kann aber jede andere Anordnung dieser Halter und
eine weitere Abstufung ihrer Füße für andere Zwecke gewählt werden. Diese Halter
werden von einer von der Mustertrommel gesteuerten Kurve 325 (Abb. 13 und 14) angetrieben.
In der oberen Fläche der Halterkurven 3oo ist eine öffnung 326 (Abb. 14 und 16)
angebracht, die mit der Nut 3io in Verbindung steht. In dieser Öffnung ist die Kurve
325 senkrecht beweglich, um mit den Füßen w18, w1' der Halter w" in und außer Berührung
zu kommen, die unterste Stellung der Kurve 325 wird durch die Stufe 305 in
der zurückziehenden Kurve 304 begrenzt.
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Zur Lagerung und zum Antrieb der Kurve 325 dient ein Segment 327 aus
Federstahl (Abb. 12 und 13), das sich über etwa die Hälfte der oberen Fläche der
Kurvenkappe 3oo erstreckt und mit Schrauben -328 befestigt ist. Das Federsegment
327 ist nahe den Schrauben 328 aufwärts gebogen zur Bildung eines ebenen Teiles
329, der gewöhnlich über der oberen Fläche der Kappe 3oo hochgehoben bleibt, und
auf dessen unterer- Fläche die Kurve 325 durch Schraube 33o befestigt ist. Der flache
Teil 329 der Feder 327 hat einen auswärts verlaufenden Ansatz 331 mit Rücksicht
auf die übliche Leerbewegung der Kappe 300.
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Um die Kurve 325 selbsttätig zu senken, ist eine der Schubstangen
460 (Abo. i), welche mit der Mustertrommel i2o verbunden sind, mit einem einstellbaren
Treiber 332 versehen, dessen innerer Arm auf dem Ansatz 331 (Abo. 13) ruht. Die
durch die Zugfeder 333 herbeigeführte Abwärtsbewegung der Stoßstange 46o drückt
das Federsegment 327 mit der Kurve 325 so weit. abwärts, als der Antriebsdaumen
der Stange 46o auf der Trommel i2o bestimmt. Dieser Daumen hat j e nach der Ware.
Teile, deren Höhe den untätigen, den teilweise gesenkten und den ganz gesenkten
Stellungen der Kurve 325
entspricht, der Winkel aber der Länge des Glattgewirkes,
den teilweise gerippten und teilweise glatten und den ringsherum gerippten Teilen
des Gewirkes.
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Wenn der Treiber 332 in die in Abb. gezeigte Stellung angehoben ist,
dann wird z. B. die Kurve 325,durch die Feder 327 zurückgezogen, und alle Gewirkhalter
werden nur zum Halten angetrieben. Jedesmal, wenn die Kurve 325 auf einen Teil ihrer
nutzbaren Bewegungsfreiheit niedergedrückt
wird, berührt sie zuerst
den führenden hohen Fuß w1$ der Gruppe von Haltern w2 und zieht dann jeden der hochfüßigen
Halter wl zum Spannen weit zurück. Wenn die Kurve 325 in ihrer niedrigsten Lage
anliegt, dann wirkt sie auf alle Halter & und zieht sie zurück. Die Stufen der
Abwärtsbewegung der Kurve 325 sind durch die üblichen, die Trommel i2o bewegenden
Mittel zeitlich bemessen, so daß sie gerade vor dem Durchgang der führenden langfüßigen
Scheibennadeln a1, b1 und der führenden kurzfüßigen Scheibennadeln a2, b2 der entsprechenden
Segmente (Abb.18) eintreten. Die Kappe 3oo kann bei 324 (Abb. 13 und 14) fortgeschnitten
sein, um die weite Auswärtsbewegung der Gewirkhalter w2 zu gestatten.
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Diß gegenseitigen Bewegungen, zwischen Zylinder, Scheibe und Gew irkhaltern
werden herbeigeführt wie folgt: Gemäß Abb. i und 2 werden senkrechte Bewegungen
der Nadelscheibe durch eine beliebige selbsttätige Verbindung mit der Mustertrommel
vermittelt, wie durch einen Daumen auf der Hauptwelle 8o, der z. B. an der Stirnfläche
des Zahnrades 122 an dem Ende der Welle 8o befestigt ist, durch einen von diesem
Daumen beeinflußten Hebel und Schubstange 125.
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Die Schubstange 125 geht hinter der Trommel 12o zu einem Lenker 126,
der an der Stange 125 und an dem Träger 552 für den Schloßring angelenkt ist. Das
obere Ende der Stange 125 greift mit einem Stellstück 127 unter einen Hebel
128, der um Bolzen 129 drehbar in dem durchgehenden Schlitz 13o (Abb. 2)
des Zahnradgehäuses BI gelagert ist; das letztere bildet einen Teil des an dem Schloßring
55o befestigten Lagerbockes A. Der Hebel r28 steht so zwischen der oberen Verlängerung
der Scheibenspindel d und dem Zahnrad g2 des Spindelantriebes. Die Spindel ist bei
g5 mit Feder und Nut versehen, um sieh mit dem Zahnrad g-' zu verschieben und mit
ihm zu drehen, und trägt einen Arm d11, der mittels eingeschraubter Kappe dl' befestigt
ist. Der Arm dl' trägt eine Stellschraube d.16 für den Hebel 128 und ist durch Stange
d'°, die durch den Lagerbock A bis zu der Scheibenkappe Dl hindurchtritt, verstieft.
Bei der Auf- und Abwärtsbewegung des hinteren Endes des Hebels 128 bewegt sich die
Scheibe (und die auf ihrer oberen Fläche ruhende Kappe) senkrecht in den gewünschten
kleinen Abständen gleichzeitig mit den Drehungen der Welle 8o und dem Zahnrade i22.
Die senkrechten Bewegungen des Zylinders 26o, die durch den Hebel 281 und die Trommel
12o gesteuert werden, erfolgen gleichzeitig mit den senkrechten Einstellbewegungen
der Nadelscheibe. Die Nadelscheibe kann durch diese Einrichtung in die hohen Lagen
für das Glattstricken an der Maschenleiste, an den Maschenrunden, der Spitze, dem
Spitzenteil des Fußes, an der Ferse und an dem Rand gehoben werden. Die Scheibe
kann in eine Tiefstellung gesenkt werden für den teilweise gerippten und den teilweise
glatten Schlauch am Spann und an der Sohle, für den teilweise gerippten und teilweise
glatten Abschnitt an der Ferse, für die Ferse und den Längen sowie für den sich
an diesen anschließenden gerippten Teil.
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In einigen Fällen, wie beim Fadenwechsel während des Längenstrickens,
um die zunehmende Maschenlänge und die höheren Stellungen des Nadelzylinders, die
zur Schweifung des Wadenteiles des Längens und für andere Zwecke herbeigeführt werden,
kann die Scheibe gehoben werden, uni sich besser dem dickeren, durch den schwereren
Faden erzeugten Gewirk und der höheren Stellung des Nadelzylinders und der Gewirkhalter
anzupassen.
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Die Schubstange i25 beeinflußt auch den Winkelhebel 133 zum Antrieb
des Lenkers 134, der die Kurve 316 auf der Kurvenkappe des Gewirkhalters
(Abb. i3 und 14) bewegt, um die Gewirkhalter für das Hinundher-Stricken der Ferse
und Spitze vorzurükken. Diese Anordnung ist derart, daß der Nadelscheibe jede Einstellung
gegeben werden kann, die durch die Bewegungen der Stange 125 innerhalb einer oberen
Grenze ihrer Bewegungen gewünscht wird, daß ferner der Lenker 134 hochgezogen werden
kann, um die Kurve 316 zurückzuziehen, wenn die Scheibe in ihrer tiefen Stellung
zum Rippenstricken ist.
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Die Bewegungen der Nadels c h e i b e. Beim Rippenstricken arbeiten
die zweiteiligen Scheibennadeln als sekundäre Nadeln, stricken in der Radialebene
y (Abb. 5 und 6), folgen in der Drehrichtung der Maschine der radialen Ebene k,
in welcher die Zylindernadeln stricken, und entnehmen ihre Fäden den zwischen den
Haken der Zylindernadeln liegenden Fadenläufern. Die Rippenmaschenstäbchen x1,
x2, x$ usw. (Abb. ig und 23), die durch die Scheibennadeln gestrickt werden,
werden von diesen Fäden gebildet.
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Zum Antrieb der Scheibennadeln (Abb. 2, 6 und 7) trägt die Scheibendaumenkappe
dl, welche gegen Drehung durch die Stange dlo gehalten wird, Daumenringe d°, welche
eine breite, konzentrische Nut d7 begrenzen. "In. diese Nut sind bewegliche Strickdaumen
eingesetzt, welche mit bescimmten festen Daumenrändern der Nut zusammenarbeiten.
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Die beweglichen Strickdaumen sind der
Daumen 13 zum
\-orschieben der Hakenteile a der Nadeln, der Daumen 12 zum Vorschieben der Spitzenteileb
der Nadeln, und der Daumen i o, der sowohl auf den Haken a als auch auf die Spitze
b der Scheibennadeln einwirkt. Die Scheibendaumen können auch einen festen Trenndaumen
14. enthalten.
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Wenn die entsprechenden Füße der Teile a und b der Nadeln konzentrisch
mit der breiten Nut laufen, sind die Scheibennadeln a, b in ihrer untätigen oder
randstrickenden Stellung (Abb. 2, 28 bis 32, in welchen der senkrechte Abstand zwischen
der Scheibe D und den Gewirkhaltern, ebenso wie die Stichlänge übertrieben dargestellt
ist).
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Vor der Aufnahme frischen Fadens werden beide Nadelteile durch die
Daumen 12 und 13 vorgeschoben, und die letzte alte Scheibenmasche wird, da das Gewirk
von den Gewirkhaltern verhindert wird zu folgen, auf den Schaft des Hakens a (Abb.
29) aufgeschoben, angehoben und in die Lage gebracht, in welches die Spitze b1°
des Teiles b von außen eintreten kann. Der Teil b wird dann zurückgezogen (Abb.3o),
um diese Masche auf Spitze b1° aufzutragen. Diese Bewegung wird durch die feste
zurückziehende Kurve 15 vermittelt. Der Haken a1° des Teiles a der Nadel wird dann
zur Fadenaufnahme herausgezogen, was durch Senken der Zylindernadeln, deren Haken
neue Faden haben, geschieht (Abb.3.1).
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Diese sekundäre Zuführung tritt zwischen den Ebenen y8 und k (Abb.
5) ein, so daß der Nadelteil a beim weiteren Rückgang die Scheibenmasche nach dem
Abschlagen der Zylindermasche und während des Hebens der Zylindernadeln zwischen
k und y anzieht. Die Einwärtsbewegung des Nadelteiles a wird an der Spitze des Daumens
io in der Ebene y (Abb. 32) in derjenigen Lage der hebenden Zylindernadel vollendet,
in welcher der Zug auf den Faden am meisten naehläßt; und während der von den Haltern
w2 .und w1 auf das Gewirk ausgeübten Spannung, da die Halter wieder eingeschaltet
worden waren. Die von den Haltern w2 auf das Gewirk ausgeübte Spannung wird von
ihren verhältnismäßig weit abliegenden gezahnten Enden übertragen, duich den Feder=
druck auf die Kurve 31.2 bestimmt und in den den Scheibennadeln entsprechenden Maschenstäbchen
anisgeübt.
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Das Zurückweichen der Scheibennadel bis zu dem in Abb. 2 angegebenen
Punkt, gerade Innerhalb des Scheibenrandes d2, würde nicht genügen, um die vorige
Masche abzuwerfen, wenn die Scheibennadeln die gewöhnlich verwendeten wären. Aber
die Auswärtsbewegung der Spitze b1°, die von der auf das Gewirk durch die spannenden
Halter w2 ausgeübten Spannung unterstützt wird, hebt jetzt die .Yiaschen von den
Nadelteilen a ab, da das Vorschieben der Spitze b die Maschen löst und sie auf die
neuen Maschen senkt.
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Diese Maschenhebe- und Abschlagbew egung der Teile b wird durch die
Auswerfliäche i i des Daumens i o (Abb. 6) bewirkt. Die Teile a und
b der Scheibennadeln werden jetzt in ihre untätige Stellung durch die Daumenneigungen
loa und iob zurückgef ührt.
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Die Daumen i 1, 12 und 13 der strickenden Daumengruppe sind einstellbar
auf der Scheibenkappe dl gegen die Nadeln und von ihnen fort beweglich gelagert,
z. B. auf einem Träger615 (Abb.- 7), der mit Löchern auf den senkre=chten Stiften
616 und 618 auf der Scheibenkappe Dl geführt wird und über dem Stift 618 ein Gehäuse
617 für eine Feder trägt, die auf den Stift 618 drückt. Die Scheibenkappe ist bei
d8° ausgeschnitten, um die von dem Träger 616 getragenen Daumen mit den Nadelfüßen
in Berührung zu bringen, wenn das Federgehäuse 617 von dem inneren Ende eines Hebels
55o niedergedrückt wird, der bei 612 an einem z. B. am Schloßring 613 befestigten
Arm drehbar ist.
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Der Hebel 613 wird durch Kurven der Trommel i2o und durch die Schubstange
46i angetrieben, deren oberes Ende an einem Stift 529 anliegt, der an dem äußeren
Ende des' Hebels 613 zwecks Einstellung exzentrisch gelagert ist (Abb. i und 7).
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Wenn der Träger 615 nur so weit niedergedrückt wird, daß seine
Kurven an die langfüßige Reihe der Nadeln a, b stoßen, dann werden nur die Scheibennadeln
in denn dem Gewirkabschnitt entsprechenden Segment eingerückt und angetrieben.
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Beim weiteren Senken arbeiten alle Scheibennadeln, Nach den Stricken
werden alle Scheibennadeln in der in Abb. 2 gezeigten Stellung belassen, und die
Scheibenmaschen werden zur Randbildung oder zu einem anderen Zweck zurückgehalten.
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Wenn, wie oben erwähnt, die Scheibe während des Rippenstrickens gehoben
werden soll, wird das innere Ende des Hebels 613
durch seine Schubstange vom
Daumen der Trommel i2o angehoben, um die Bewegung der strickenden Kurven der Scheibe
zur Kappe Dl, welche sich mit der Scheibe hebt, zu vermeiden.
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Antrieb der Zylindernadeln. Gemäß Abb. 21 bis 23 und Abb. 5 wird die
Maschenleiste s, an welcher das Gewirk auf den leeren Nadeln nach Abwerfen des letzten
Strumpfes begonnen wird, hergestellt, indem der Anfangsfaden von einem der Fadenfinger
F1 zuerst nur den immer tätigen periodisch sich wiederholenden Zylindernadeln
zugeführt
wird, während der übrige Teil untätig bleibt; und dann alle Zylindernadeln einrückt
und sie mit. Faden versorgt. Zu diesem Zweck läfft man das abteilende Dreieck 4
(Abb. 5) in zwei Stufen. eintreten, senkt dann abwechselnd alle lang- und kunzfüßigen
Nadelreihen ohne Stößer 380 unter das führende Strickdreieck 36o. Die Stößer
380 arbeiten ari dem Dreieck 366, um ihre immer tätigen Nadeln hinter die normale
Bahn oberhalb des Dreiecks 36o zu heben. Die gesenkten stößerlosen Nadeln laufen
unter die normale (punktierte) Stellung des unteren Mitteldreiecks 9 und schließen
sich den anderen Nadeln unter dem Dreieck 361 an. Das Dreieck 4 wird dann zurückgezogen,
um an dem Ende der langfüßigen Reihen (die mittelfüßigen n2 eingeschlossen) abzulaufen.
Wenn der Fadenfinger F" seinen Faden, gerade bevor die langfüßige Nadel an ihm vorbeigegangen
ist, aufnimmt, wobei das Dreieck 4 innen, liegt, ist der, Faden allen Nadeln mit
Stößern zugeführt worden und wird innen an den Stellen der dazwischentretenden Nadeln
durch die Einwirkung der Gewirkhalter gehalten. Bei der nächsten Runde, bei welcher
das Dreieck 4 zurückgezogen ist, stricken alle Nadeln und bilden so die Maschenleiste
s, und das sich anschließende Gewirk kann hergestellt werden. Das Dreieck4 liegt
auf einem Schlitten, der mittels eines wagerechten Hebels 24 von einer Kurve 23;
der Schubstange 461 beim Vorbeigehen gewisser Nadelsegmente in einem vom den Daumen
der Trommel i2o bestimmten Zeitpunkt angetrieben wird.
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Die beschriebenen Vorrichtungen werden mit anderen vereinigt, um die
Maschenreihen r1 und r2 (Abb. 2o und a3) zum Schließen der Maschenlöcher und zur
Begrenzung des Rippengewirks durch überhängende Maschen zu bilden. .
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Das sonst feste Mitteldreieck 9 (Abb. 5) ist um Stift 7 drehbar und
trägt einen Stift 9Q, der durch ein Loch des Nadelzylinders 271 hindurchtritt (Abb.
i)., um von einem gegabelten Ende eines Treibers 2o erfaßt zu werden, der durch
Schrauben an der Schubstange 46o einstellbar befestigt ist. Wenn die Stange 46o
gesenkt wird, kommt das Dreieck g quer zur Bahn der Nadelfüße zu liegen, die durch
Dreieck 4 gesenkt unter dem Dreieck 36o vorbeigehen, und diese Nadeln, welche ihre
früheren Maschen nicht abgegeben haben, gehen über Dreieck 9 in der Richtung des
Pfeiles P, um neben ihrer früheren Masche von dem gerade arbeitenden Finger Ff Fäden
aufzunehmen. Obgleich diese Nadeln dann am Dreieck 361 abw ärtslaufen, stricken
sie nicht, da sie nicht maschenfrei sind. Aber bei der nächsten Runde, wenn sie
nicht wieder durch Dreieck 4 gesenkt worden sind, werden die alte Masche ;-e und
der Henkel r'r (Abb. 23) des aufgenommenen Fadens auf die Masche abgeschlagen, die
in der Maschenreihe r5 ndrmalerweise aufgenommen worden ist.
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Wenn Dreieck 9 geschwungen wird (Abb. 5), dann ist seine normale Wirkung
die, daß die Nadeln über Dreieck 36o und unter Dreieck 357 beim Rundundrund-Stricken
vorbeigehen, und es braucht nur dann in seiner normalen Lage zu sein, wenn die durch
Dreieck 4 gesenkten Nadeln an den Fadenführern vorbeilaufen, ohne Garn aufzunehmen,
d. h. für die Maschenleistes und während des Fersen- und Spitzenstrickens. Eine
entsprechende Kurve auf Trommel i2o hebt die Stange 46o, um Dreieck 9 in seine normale
Lage zurückzuführen, nachdem es seine Sonderaufgabe erfüllt hat. Das Dreieck 4 wird
eingerückt, wenn die stößerlosen Nadeln Maschen in den ganzen oder Teilmaschenreihen
überhängen sollen, wobei diese Nadeln zu senken sind. Das gezeigte Gebilde hält
die Maschen r" nur während einer folgenden Maschenreihe fest.
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Die normale Arbeitsweise des Dreiecks 4 zur Bildung einer einzigen
überhängende Maschen enthaltenden Maschenreihe, wie in den Maschenreihen r4, r8
(Abb. 23), erfolgt durch eine Bewegung der Trommel i2o mittels der Schubstange 46i
; Dreieck 4 wird eingeschaltet, um zuerst das langfüßige, dann das kurzfüßige Segment
anzutreiben und von der letzten Nadel des langfüßigen Segmentes bei seinem zweiten
Vor beigang abzulaufen. Um die vereinigte Wirkung der Dreiecke4 und 9 auf eine einzige
Maschenreihe oder nur auf ein Segrhent einer einzigen Maschenreihe zu beschränken,
ist der Daumen 25 angeordnet, tim in Zusammenwirkung mit den Nadeln die führende
langfüßige Nadel und diejenigen vorzuschieben, welche über den Bereich des Dreiecks
r4 hinausfolgen. Wenn z. B. Daumen 25 während des Vorbeiganges der kurzfüßigen Nadeln
eingeschaltet und Dreieck 4 tätig ist, würde die Wirkung des Dreiecks 4 auf die
langfüßigen und kurzfüßigen Nadeln beschränkt sein, und Dreieck 4 kann aus dem Bereich
der kurzen Füße jedesmal nach einer einzigen ganzen Umdrehung zurückgezogen werden.
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Wenn aber nur auf einem Segment der Nadeln, das durch ihre Füße ausgewählt
worden ist, die Maschen übergehängt werden sollen, z. B. nur auf den langfüßigen
Nadeln n1, so kann dieses in folgender. Weise herbeigeführt werden: Die Einwärtsbewegung,
des Dreiecks 4 wird durch eine entsprechende Antriebskurve auf der Trommel i2o darauf
beschränkt, daß
die Berührung nur mit dem langfüßigen Nadelsegment
zustande kommt. Die vereinigte Wirkung der Dreiecke 4 und 9 äußert sich dann nur
auf das Segment der Nadeln n', welches den Scheibennadeln mit den längeren Füßen
a' und bi entspricht. Die so begrenzte Einwärtsbewegung des Dreiecks 4 kann daher
zur Herstellung.d'es Grenzgebildes r' am Anfang des Rippengewirkes für den Spann
des Strumpfes verwendet werden.
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Das Stricken des Grenzgebildes r2 auf dem anderen Nadelsegment, also
auf den kurzfüßigen Nadeln n2 und den mittelfüßigen Nadeln n8, .erfolgt durch ,Daumen
25 und Dreieck 4, welche zusammen einwärts gestellt sind, so daß der Daumen 25 den
längeren Füßen begegnet und sie aus dem Bereich des Dreiecks 4 hebt, während dieses
so eingestellt ist, daß es auf seiner ganzen Bahn den mittel- und kurzfüßigen Nadeln
begegnet, die Nadeln ohne Stößer 38o über das Dreieck 9 in Richtung des Pfeiles
TZ laufen und Faden aufnehmen läßt, ohne über diesen zu streichen. Es ist klar,
daß zur Auswahl der Maschen', die übergehängt werden sollen, jede Nadelgruppe mit
verschiedenen Füßen, z. B. mittelfüßige Nadeln n3, dienen kann.
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Um die Bewegungen des Daumens 25 mit den Bewegungen des Dreiecks 4
zu vereinigen, wird der Daumen 25 besser von der Musterkette C (Abb. i) als von
der Hauptmustertrommel i2o angetrieben. Zur Herstellung des besonderen Strumpfes
(Abb..2o bis 23) setzt die Tätigkeit des Daumens 25 kurz nach dem Stricken der Fersen
und Spitzen ein, und aus diesen und anderen Gründen ist es zweckmäßig, den Daumen
25, die Weiche 41'5 und zum Weitern die Platine 68o, die alle etwa um dieselbe Zeit
tätig sind, gemeinsam anzutreiben auf folgende Weise.
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Gemäß Abb. i trägt ein Zapfen Zoo einen Schwinghebel 2oi,' dessen
Arm 2o2 links über dem Nocken 203 der Musterkette C steht, und dessen Gabelarm
2o4 unter den Bund 2o5 einer Schubstange2o6 greift; diese tritt durch es Bett B
und trägt oben einen Bund 207, dessen Finger (nicht dargestellt) die kurze Welle
der Platine 68o (Abb. 5) antreibt. Beim Niederdrücken der Stange 2o6 wird die Platine
68o in bekannter Weise für das übliche Stricken eingerückt. Das untere Ende der
Schubstange 2o6 greift bei 21o an einem Hebel 211 an, der mit einem Ende auf den
Kurven der Trommel 12o aufruht, um die Stange 2o6 zu senken und die Platine einzurücken.
Das geschieht an der Stelle der Kette C, wo ein Nocken 203 ausfällt; der
den Schwinghebel 201 anhebt.
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Das Senken der Schubstange 2o6 erfolgt in zwei Stufen, in der ersten.
wird die Weiche 415 eingerückt, in der zweiten die Platine 68o. Wie üblich, dreht
sich die Weiche q.15 mit einer kurzen Welle416 (Abb. i), deren Arm q.17 auf dem
oberen Ende der Stange 2o6 aufruht. Nachdem Ferse und Spitze gestrickt sind, werden
die langfüßigen Nadeln für den Spann, welche durch die Weiche 415 gehoben worden
sind, in ihre normale Lage zurückgeführt, indem die Stange 2o6 durch Hebel 21o,
211 und Trommel i2o gehoben wird.
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Um den Daumen 25 einzurücken, wird durch Schwinghebel toi usw. die
Schubstange 2o6 gehoben und diese Bewegung auf Daumen 25 übertragen durch Arm 42o
auf der Welle 416, einen wagerechten Hebel 421, der unter den Stift 423 eines drehbaren,
den Daumen 25 tragenden wagerechten Armes greift, den eine Feder 426 nach innen
gegen den Schwinghebel 421 zu drücken sucht (Abb. i).
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Die Aufwärtsbewegungen der Schubstange 2o6 erfolgen durch den Schwinghebel
2oi, Nocken 203, Hebel 21o, 2i i von den üblichen Antriebskurven der Trommel
i2o aus.
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Damit die Nadeln auf der Leiste4i laufen, um sie durch die S'chloßteile
4 und 25 genau auszuwählen oder um den Fadenbedarf für die Zylinder- und die Scheibenmaschenstäbchen
des Gewirkes einzustellen, oder um die Nadeln zu senken, oder um Raum einem Ausrücker
(nicht dargestellt) zu schaffen, oder zu irgendeinem anderen Zweck wird, auch- in
Berücksichtigung des Umstandes, daß die Scheibennadeln zuletzt stricken, die Einrichtung
getroffen, daß alle Zylindernadeln um ein geringeres Maß gesenkt werden, als für
das Stricken erforderlich ist, nachdem beide Nadelsätze abgestrickt haben. Hierzu
dient ein federnder Daumen 8 (Abb. 5), der durch seine Feder nach innen gedrückt
und durch einen Schwinghebel nach außen bewegt wird; dieser wird durch Stange 139
und Schubstange 14o angetrieben (Abb. i), die um Zapfen 45o drehbar ist, und deren
unteres Ende von der Kurvenbahn der Trommel 12o beeinflußt wird. Die Stange 139
entfernt den Daumen 8 während des Strickens der Ferse und der Spitze.
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Fadenzuführung. Die -Maschine ist mit der üblichen Fadenzuführung
ausgestattet, welche aus einer Reihe von durch die Mustertrommel gesteuerten Fingern
F' besteht, die in die Arbeitssteltung gesenkt (Abb..7) und in die Ruhestellung
gehoben werden. Ein oder mehrere Fadenführer werden zur Zuführung von Verstärkungs-
oder anderen Hilfsfäden sowie für Fadenwechsel wie üblich angetrieben. Mit Ausnahme
des Verstärkungsfadens wird der Faden, der vom Stricken zurückgezogen ist, über
die obere Fläche der Scheibenkappe D' geworfen, auf
welche er unter
die Klemme c gelangt und von der ,`schere cl abgeschnitten wird. Klemme und Messer
werden von dem Hebel 611 und einer der Schubstangen46o angetrieben. Um die zurückgezogenen
Fäden zu verhindern, über den Träger 615 zu laufen, dient ein Dorn 615a, der radial
aus dem Träger 615 hervorragt.
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Der übliche Bürstenzungenöffner 425 (Abb. 5) wird verwendet, und die
Maschine kann mit einem selbsttätigen Geschwindigkeitswechselgetriebe angetrieben-
werden.
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Arbeitsweise. Angenommen, die Nadeln seien leer, die Nadelscheibe
in ihrer untersten Lage und die Fadenfinger F1 atigehoben, ihre Fäden unter der
Klemme c' gehalten und zur Wiedereinführung bereit. Dann beginnt der Vorgang- durch
die Einwärtsbewegung des Dreiecks .4, uni zuerst den langfüßigen Nadeln und während
seines Überganges in die Innenstellung allen Nadeln zu begegnen. Das Dreieck g ist
in seiner normalen oberen Lage. Die Scheibennadeln sind in ihre randbildende Stellung
(Abb.2) zurückgezogen, die Nadeln mit den Stößern :18o folgen ihrer normalen Strickbahn,
und die Nadeln ohne Stößer gehen unter den Dreiecken 36o, g und 361 hindurch. Ein
Fadenfinger Ft wird jetzt in die Arbeitsstellung gesenkt vor und nahe dem Vorbeigang
des folgenden Endes der langfüßigen Nadeln, und Dreieck 4 wird auswärts bewegt,
um von dem Ende der langfüßigen Reihe abzulaufen, worauf alle Nadeln Fäden für eine
zweite Maschenreihe und die folgenden aufnehmen. So wird genügend Gewirk auf allen
Nadeln gestrickt, um die Maschenreihen rl, r2, ys (Abb. 23) zu bilden.
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Eine Bewegung der Trommel 12o rückt den Hebel 281 ein, um eine lose
Maschenreihe durch Anheben des Nadelzylinders und der Gewirkhalter während einer
Umdrehung zu machen, und die weitere Bewegung der Mustertrommelwelle 8e hebt die
Antriebsteile der Maschine für die Hinundherbewegung, senkt die Weiche ,1.15, um
die lang-und mittelfüßigen Nadeln über die Strickdreiecke zu heben, und die Maschine
strickt die Fußtasche t wie gewöhnlich, wobei die mindernden Platinen
630 die Anzahl der tätigen Nadeln verringern. Eine kurze Bewegung der Trommel
i2o rückt die weiternden Platinen 68o ein, und eine weitere Bewegung der Welle 8o
läßt den Nadelzylinder mit der Scheibe die Drehung Wiederaufnehmen, die Weiche 41
5 wird angehoben, um die lang- und mittelfüßigen Nadeln zu senken, und ein
etwaiger Fadenwechsel 'kann eintreten. Die Maschine strickt jetzt einige Maschenreihen
für den Ring des Gewirkes il im Anschluß an die Spitze. ' Die nächste Bewegung der
Mustertrommel senkt das untere Mitteldreieck 9, schaltet Daumen 8 und Dreieck
a, nur für die langfü ,igen Nadeln ein, worauf das Übergangsgebilde r1 auf dem langfüßigen
Sgginent der Zylindernadeln gestrickt wird. Dreieck 4 wird
entfernt.
-
Die Scheibe D senkt sich jetzt in ihre untere Stellung, der Kurventräger
dis wi:<1 abwärts bewegt, nur um die Strickdreiecke zur Berührung mit der langfüßigen
Gruppe von Scheibtrnnadeln zu bringen. Diese Nadeln treten in die Maschenreihe r5
(Abb. 23) ein, und jede von ihnen nimmt eine Anfangsmasche W in dem Spann p und
der Sohle S auf und verstrickt sie.
-
Während dieser Vorgänge ist die den Gewirkhalter zurückziehende Kurie
325 in ihrer oberen untätigen Lage gewesen, und alle Gewirkhalter haben normal gearbeitet.
Diese Kurve wird jetzt abwärts bewegt und ziehe: nur die Gewirkhalter w2 mit den
langen Füßen w111 weit zurück. Wenn der teilweise gerippte, teilweise glattgestrickte
Fußteil fertig ist, wird die Bewegung in eine hin und her gehende verwandelt, Weiche
415 gesenkt, gleichzeitig werden die Scheibennadeln durch Aufwärtsbewegung des Trägers
dis zurückgezogen mit der Wirkung, daß die Scheibenmaschen festgehalten werden;
die Kurve 325 für den Gewirkhalter wird ausgerückt, die Nadelscheibe wird gleichzeitig
mit dem Heben des den Spann strickenden Zylindernadelsegmentes an der Weiche 415
gehoben und die Ferse gestrickt, wie beim Glattstricken üblich.
-
Ist die Ferse fertig, wird die Nadelscheibe gesenkt, die Kurve 325
`wieder in die Lage gebracht, in welcher sie auf die langen Füße w"1 der Gewirkhalter
w2 einwirkt, und die Scheibenkurven werden eingerückt, indem der Träger 6i5 wieder
gesenkt wird, was mit der Wiederaufnahme der Drehung des Nadelzylinders und der
Nadelscheibe zusammenfällt. In diesem Zustande fertigt die Maschine den glattgestrickten
Abschnitt lal oberhalb der Ferse und setzt das Rippenstricken an dem Spann fort.
-
Bei dem dargestellten Strumpf nimmt der gerippte Spann p weniger als
die Hälfte des Umfanges des gestrickten Schlauches ein, die mittelfüßigen Nadeln
11g liegen zwischen den Enden der die Ferse und Spitze strickenden kürzfüß'igen
Nadeln und den rippenstrickenden Nadeln. Infolgedessen kann der Fuß p, S eng gemacht
werden, da die Zahl der Rippezmaschenstäbchen verhältnismäßig klein ist und ihre
Neigung, die Breite des Gewirkes zu vergrößern, durch den verhältnismäßig weit .breiteren
Abschnitt des auf den kurz- und
mittelfüßigen Nadeln gesti#ickten
glatten Gewirkes ausgeglichen wird, natürlich mit einer kurzen Masche, wie sie durch
die senkrechte Lage des Nadelzylinders vorgeschrieben wird.
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Die Maschine ist jetzt bereit, das Rippen--stricken um den Längen
herum zu beginnen, und zu diesem Zweck wird der Daumen, 25 nach innen bewegt, um
die langfüßigen Nadeln über das abteilende Dreieck q. zu heben. Das Dreieck q. wird
nach innen bewegt, um die mittel- und kurzfüßigen Nadeln zu senken und Maschen überzuhängen,
in der nächsten Maschenreihe werden die von dem Träger 615 getragenen Nadelscheibenkurven
und die Gewirkhalterkurve 325 bis in ihre äußerste Lage gesenkt, um alle Scheibennadeln
einzurücken und das Rippengewirk um den ganzen Schlauch herum richtig zu spannen.
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Das Stricken wird jetzt fortgesetzt mit kurzer Masche für den Knöchelteil,
mit allmählich zunehmender Masche für die Wade, gewünschtenfalls mitFadenwechsel
(schwerere Fäden), wie oben erläutert. Nach Fertigstricken der Länge werden die
Scheibennadelkurven zurückgezogen, um die Scheibennadeln in ihre randstrickende
Lage zurückzuziehen, während die Zylindernadeln etwa zwei Maschenreihen fortsetzen;
der Gewirkhalterdaumen 325 wird zurückgezogen, die Nadelscheibe aufwärts bewegt,
vorzugsweise in Stufen entsprechend den Zwischenräumen von einer oder zwei Maschenreihen,
wobei das Zunehmen des Randes diese Bewegung ohne Zug gestattet.
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Nachdem der glattgestrickte Rand W lang genug gestrickt, umgelegt
und mit der letzten Maschenreihe vereinigt ist, wird die Nadelscheibe wieder gesenkt,
die Scheibennadeln werden durch Senken des Trägers 618, ebenso die spannenden Gewirkhalter
eingerückt, und es wird so lange weitergestrickt, z. B. fünf bis zehn Maschenreihen,
als zur Bildung des Rippenabschnittes WI (Abb. 22) nötig ist.
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Der fertige Strumpf wird dann ausgeworfen durch Ausheben des letzten
tätigen Fadenfingers F1, der Faden wird festgeklemmt und abgeschnitten, die Maschine
läuft während einiger Umdrehungen leer, wobei die Nadelscheibe für einen neuen Arbeitsgang
während des Leerlaufes etwas angehoben wird.