DE433262C - Vorhangschloss - Google Patents
VorhangschlossInfo
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- DE433262C DE433262C DEL62627D DEL0062627D DE433262C DE 433262 C DE433262 C DE 433262C DE L62627 D DEL62627 D DE L62627D DE L0062627 D DEL0062627 D DE L0062627D DE 433262 C DE433262 C DE 433262C
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Links
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B67/00—Padlocks; Details thereof
- E05B67/02—Cases
Landscapes
- Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Vorhangschloß. Das Neue besteht im wesentlichen
darin, daß das Gehäuseinnere durch eine fest eingebaute, quer zur Schlüsselachse
angeordnete Trenn- oder Sperrwand in zwei je einen Riegel mit Zuhaltungen enthaltende
Kammern unterteilt ist. Dadurch wird die Sicherheit des Schlosses gegen Aufbrechen
insofern wesentlich erhöht, als es auch, nach
ίο Öffnung des Schloßgehäuses durch Abreißen
des Bodens oder der Decke nicht möglich ist, die Sperrung des Schloßbügels aufzuheben,
da der Riegel nach Entfernung der durch die einseitige öffnung des Gehäuses freigelegten
Verriegelungsglieder immer noch durch das auf der anderen Seite der Sperrwand bzw. in
der anderen Kammer befindliche Eingerichte gesichert ist.
Die Erfindung ist insbesondere bei solchen
ao Vorhangschlössern anwendbar, welche ein aus Umschweif, Boden und Decke bestehendes
Gehäuse besitzen. Die Trennwand ist dabei mit dem Umschweif fest verbunden, und zwar
vorteilhaft damit verschweißt. Die im Umschweif vorgesehenen Löcher zum Eintritt
der beiden Enden des Schloßbügels sind ringsum geschlossen, so daß der Schloßbügel
nach Entfernung des Bodens und der Decke nicht etwa nach der offenen Seite des Gehäuses
herausgenommen werden kann.
Das neue Schloß kann in an sich bekannter Weise als Panzerschloß eingerichtet sein, indem
derUmschweif als Panzerring ausgebildet und Boden und Decke durch in diesen Ring
eingesetzte Kappen abgedeckt sind. Dabei ermöglicht die Trennwand eine besonders einfache
und sichere Befestigung der Panzerkappen in der Weise, daß Teile ihrer Ränder um die nach innen gerichteten Ränder von
Boden und Decke herum nach einwärts gebogen oder gebördelt sind. Dieses Umbiegen
oder Bördeln der Ränder der Panzerkappe ge-
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schicht beim Eindrücken der letzteren in den Umschweif selbsttätig durch die Sperr- oder
Trennwand.
Um das Einführen von Haken oder ähnliehen Werkzeugen in das Schlüsselloch zu
erschweren, kann im Schloßgehäuse, wie an sich bekannt, ein drehbarer Führungsdorn
für einen Flachschlüssel gelagert sein, so daß nur ein schmaler Einführungsschlitz für den
ίο Schlüssel verbleibt. Dieser Drehdorn ist so angeordnet, daß er gleichzeitig das Schlüsselloch
in der Trenn- oder Sperrwand größtenteils verschließt. Durch die Vereinigung von
Trennwand und Schlüsselführungsdorn wird das öffnen des Schlosses mittels Haken o. dgl.
ganz besonders erschwert.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigen die
Abb. ι und 2 eine Vorderansicht und eine »Seitenansicht des neuen Vorhangschlosses,
Abb. 3 und 4 zwei Vorderansichten bei abgenommener vorderer Panzerkappe und
Decke einmal in der Schließ- und das andere Mal in der Offenstellung,
Abb. 5 eine Ansicht des Schlosses von der Rückseite bei abgenommener hinterer Panzerkappe
und Boden,
Abb. 6 einen wagerechten Querschnitt nach der Linie A-A der Abb. 3,
Abb. 7 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie B-B der Abb. 3, wobei das Schloßeingerichte
weggelassen ist, um den Zusammenbau des Gehäuses deutlicher erkennen zu lassen, und
Abb. 8 eine Ansicht des zugehörigen Schlüssels.
Das dargestellte Schloß besitzt ein im wesentlichen rechteckiges Gehäuse, das aus
einem als Panzerring ausgebildeten Umschweif ι, einem Boden 2, einer Decke 3 und
zwei Panzerkappen 4, 5 besteht. Gemäß der Erfindung ist das Innere des Schloßgehäuses
durch eine in der Mittelebene desselben Hegende Trennwand 6 in eine vordere und eine
hintere Kammer unterteilt, von welchen jede zur Aufnahme eines Eingerichtes dient. Die
Trennwand 6 ist mit dem Umschweif 1 fest verbunden, indem sie entweder mit ihm verschweißt
ist oder gar mit dem Umschweif ein gemeinsames Schmiede- oder Preßstück bildet.
Schloßboden 2 und Decke 3 sind miteinander und mit dem Umschweif 1 durch vier
Niete 7 bis 10 verbunden, welche durch entsprechend angeordnete IÄher der Trennwand
6 hindurchtreten. Sie schließen die auf beiden Seiten der Trennwand liegenden Räume bis auf das in der Decke befindliche
Schlüsselloch ab. Die zum Abdecken der den Schloßboden 2 und Schloßdecke 3 haltenden
Niete dienenden Panzerkappen 4, 5, von wel- ! chen die vordere (5) wiederum ein Schlüsselloch
11 enthält, sind, wie üblich, stramm schließend
in den Panzer ring 1 eingepreßt. Sie j greifen dabei mit ihren Rändern in zwischen
den Rändern von Schloßboden 2 und Decke 3 einerseits und Panzerring 1 anderseits belassene
Zwischenräume, so daß sie den Boden und die Decke ringsum umschließen. Infolge der Anordnung der Trennwand b ist es mög-Hch,
die Panzerkappen 4 und 5 noch dadurch besonders gegen gewaltsame Lösung zu sichern, daß Teile ihrer Ränder, im Beispiel
die zungenartigen Verlängerungen 12, 13,
um die nach innen gerichteten Ränder von Schloßboden und Decke herum nach einwärts gebogen oder gebördelt sind. Dieses
Biegen oder Bördeln der Randteile 12, 13 geschieht beim Einpressen der Kappen in
den Panzerring selbsttätig durch die dabei als Bördel- oder Rollgesenk dienende Trennwand
6 (s. Abb. 6 und 7).
Das Schloß besitzt, wie üblich, einen in der Mittelebene des Schloßgehäuses angeordneten
aufklappbaren Bügel 14, der mit seinen beiden Schenkelenden in Löcher des Umschweifes
ι eingreift, wobei er mit seinem einen Ende um das Niet 7 drehbar gelagert ist,
während sein anderes Ende einen Ausschnitt 15 für den Riegeleingriff enthält. Die Löcher
im Umschweif zum Eintritt der Bügelenden sind ringsum geschlossen, so daß der Bügel
nach Entfernung der Decke oder des Bodens und der zugehörigen Panzerkappe nicht nach
vorn oder hinten aus dem Schloßgehäuse herausgenommen werden kann. Da der Schloßbügel
14 und die Trennwand 6 in einer Ebene liegen, muß natürlich die letztere an ihren
beidei oberen Ecken Ausschnitte 16, 17 zur
Aufnahme der Bügelenden besitzen. Außer diesen Ausschnitten und den durch die Niete7 bis 10 ausgefüllten Löchern enthält die
Trennwand 6 nur noch ein mit dem Schlüsselloch in der Decke 3 und der vorderen Panzerkappe
5 übereinstimmendes Schlüsselloch 18, wohingegen alle entbehrlichen Löcher und
öffnungen in der Trennwand vermieden sind, damit nicht von der einen Kammer her
in die andere Kammer eingegriffen werden kann.
Zur Verriegelung des Schloßbügels 14 in seiner Schlußlage dienen zwei Riegel 19, 20,
welche auf entgegengesetzten Seiten der Trennwände je in einer der beiden Gehäusekammern
angeordnet sind. Die unter Wirkung von Vorschubfedern stehenden Riegel 19, 20 sind, wie üblich, auf zwei Niete 9 und
10 geführt und tragen an ihrem vorderen Ende eine zum Eingriff in den Ausschnitt 15
des freien Bügelendes bestimmte Schließnase. Sie werden je durch eine Gruppe von federbelasteten
Zuhaltungen 21, 22 gesperrt, die
in der hinteren Schloßkammer um eines der Niete (io) drehbar sind und mit einem am
Riegel 19 vorgesehenen Sperrstift 23 zusammenwirken, während sie in der vorderen Gehäusekammer
um einen am Riegel 20 befestigten Stehstift 24 drehbar lagern und mit
dem Niet 10 zusammenwirken. In der vorderen Gehäusekammer ist zwischen den Zuhaltungen
22 und dem Riegel 20 noch ein als Auswerfer für den Schloßbügel 14 dienender
Hebel 25 gelagert. Dieser dreht sich an seinem einen Ende um das Niet 9, während er
am anderen Ende eine quer zur Hebelebene stehende Nase 26 trägt, die unter das freie
Ende des Schloßbügels 14 greift. Der Hebel 25 ist durch eine Feder 27 so belastet, daß er
nach dem Zurückschließen der Riegel 19, 20 das freie Bügelende aus dem Schloßgeh'Iuse
herausdrückt.
ao Zur Bewegung der beiden Riegel 19, 20 und zur Einstellung der beiden Gruppen von Zuhaltungen
2i, 22 dient ein gemeinsamer Schlüssel 28, der durch die Schlüssellöcher 11,
18 hindurch in beide Kammern des Gehäuses eingeführt wird, und der entsprechende Bartstufen
zur Verstellung der verschiedenen Teile besitzt. Um die Schlüssellöcher sowohl in der Decke 3 und der vorderen Panzerkappe
5 als auch in der Trennwand 1 mögliebst klein halten zu können, gelangt ein an
sich bekannter flacher Schlüssel zur Anwendung, während das Schloßgehäuse einen runden,
mit einem Schlitz zur Aufnahme des Schlüssels versehenen Führungsdorn 29 enthält.
Dieser Führungsdorn 29 ist mit seinen abgesetzten Enden in Schloßboden 2 und -decke 3 drehbar gelagert, er greift somit
durch beide Kammern des Schloßgehäuses hindurch, wodurch die Einführung von Haken
oder ähnlichen Einbrecherwerkzeugen sowohl in die vordere als auch ganz besonders in die
hintere Schloßkammer unmöglich gemacht ist.
Durch die Anordnung der Trennwand 6
und zweier auf entgegengesetzten Seiten dieser Wand angeordneter, je für sich gesperrter
Riegel 19,20 ist das gewaltsame Aufbrechen des Schlosses ganz wesentlich erschwert.
Selbst wenn es gelingt, eine der beiden Panzerdecken zu entfernen und damit das Schloß von einer Seite zugänglich zu
machen, können nur die auf dieser Seite der Trennwand 6 liegenden Teile des Eingerichtet
unwirksam gemacht werden. Der Schloßbügel 14 bleibt dann aber immer noch durch
die auf der anderen Seite der Trennwand 6 liegenden Sohloßteile verriegelt, so daß es unmöglich
ist, den Bügel aufzuklappen. Dadurch, daß die Löcher im Umschweif 1 zum
Eintritt der Bügelenden ringsum geschlossen sind, ist es ferner unmöglich, den Bügel 14
nach einseitiger öffnung des Schloßgehäuses herauszunehmen.
Natürlich sind mancherlei Abänderungen des gezeichneten Beispiels sowie auch andere
Ausführungen der Erfindung möglich. Insbesondere könnte das Schloßgehäuse statt eckig auch rund ausgeführt werden. Ferner
ist die Erfindung außer bei Schlössern mit aufklappbarem Bügel auch bei Schlössern mit
verschiebbarem und um eine Schenkelachse drehbarem Bügel sowie gegebenenfalls bei
Schlössern mit in der Längsrichtung des Gehäuses einführbarem Schlüssel und endlich
auch bei Schlössern anwendbar, bei welchen die Panzerdecken durch Umbördelung des
Umschweife« gehalten sind.
Claims (5)
1. Vorhangschloß, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseinnere -durch
eine fest eingebaute, quer zur Schlüsselachse angeordnete Sperrwand in zwei je einen Riegel mit Zuhaltungen enthaltende
Kammern unterteilt ist.
2. Vorhangschloß nach Anspruch 1 mit aus Umschweif, Boden und Decke bestehendem
Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand mit dem Umschweif fest verbunden, und zwar vorteilhaft
damit verschweißt ist. g0
3. Vorhangschloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Löcher im Umschweif zum Eintritt der Enden des in der Ebene der Trennwand angeordneten Schloßbügels ringsum geschlossene
Ränder besitzen und daß der Drehzapfen des Bügels sowohl im Boden als auch in der Decke des Schloßgehäuses
eingenietet ist.
4. Vorhangscbloß nach Anspruch 1 und 2, bei welchem der Umschweif als
Panzerring ausgebildet und Boden und Decke durch. Panzerkappen - abgedeckt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten der Panzerkappen Teile ihrer Ränder um die nach innen gerichteten
Ränder von Boden und Decke herum nach einwärts gebogen oder gebördelt sind.
5. Vorhangschloß nach Anspruch 1 mit
im Schloßgehäuse gelagertem Führungs- n0
dorn für einen Flachschlüssel, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsdorn durch beide Kammern des Schloßgehäuses
hindurchgreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL62627D DE433262C (de) | 1925-03-05 | 1925-03-05 | Vorhangschloss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL62627D DE433262C (de) | 1925-03-05 | 1925-03-05 | Vorhangschloss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE433262C true DE433262C (de) | 1926-08-25 |
Family
ID=7280653
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL62627D Expired DE433262C (de) | 1925-03-05 | 1925-03-05 | Vorhangschloss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE433262C (de) |
-
1925
- 1925-03-05 DE DEL62627D patent/DE433262C/de not_active Expired
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