DE430732C - Verfahren zur Darstellung von Carbaminsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Carbaminsaeureestern

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DE430732C
DE430732C DEK86164D DEK0086164D DE430732C DE 430732 C DE430732 C DE 430732C DE K86164 D DEK86164 D DE K86164D DE K0086164 D DEK0086164 D DE K0086164D DE 430732 C DE430732 C DE 430732C
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DE
Germany
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carbamic acid
acid esters
alcoholate
preparation
chloral
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Expired
Application number
DEK86164D
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English (en)
Inventor
Dr Eduard Sproengerts
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Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern. Es ist gefunden worden, daß die Carbaminsäureester der Chloralalkoholate wertvolle Arzneimittel sind. Sie zeigen eine gute, hypnotische Wirkung und keinerlei störende Nebenwirkungen. Da ihre schlaferzeugenden und toxischen Dosen sehr stark auseinanderliegen, erfüllen sie in weitgehendem Maße die Anforderungen, die man an brauchbare Schlafmittel stellen muß. Ein derart günstiges Ergebnis war nicht zu erwarten, da durchaus nicht alle Carbaininsäureester unschädliche Schlafmittel sind. Die Herstellung des Carbaminsäureesters des Trichloräthylalkohols und seine Anwendung als Schlafmittel ist bekannt. Die neuen Carbaminsäureester gemäß der vorliegenden Erfindung haben gegenüber diesem bekannten Produkt den großen Vorzug, daß ihre Herstellung sehr einfach und sehr billig ist. Ihre Ausgangsmaterialien, die C'hloralkoholate, entstehen aus dem wohlfeilen Chloral und den entsprechenden Alkoholen lediglich .durch Vermischen in quantitativer Ausbeute.
  • Die Bildung der Carbaminsäureester aus den Chloralkoholaten war nicht vorauszusehen, da man damit rechnen mußte, daß die Alkoholate bei der Einwirkung der Reagenzien zur Überführung in die Carbaminsäureester in ihre Komponenten zerfallen würden.
  • Es war auch nicht zu erwarten, daß die nach der vorliegenden Erfindung erhältlichen Produkte Schlafmittel sein würden, die gleichzeitig einerseits wirksam, anderseits unschädlich sein würden, da derartige Produkte sehr häufig durch den Eintritt selbst einfacher Radikale in ihren Eigenschaften völlig vierändert werden.
  • Die Herstellung der Carbaminsäureesterder Chloralalkoholate erfolgt nach den für diese Körper üblichen Verfahren. So kann man beispielsweise so vorgehen, da.ß man die Chloralalkoholate durch Phos;gen mit Hilfe von geeigneten tertiären Basen, wie Dime;thylamlin oder Chinolin, in die Chloralalkoholatkohl:ensäurechloride verwandelt und die Chloride dann mit Ammoniak oder organischen Basen, wie Anilin, zu den Cafbaminsäureestern umsetzt. Aus dem Chloraläthylalkoholat und Ammoniak erhält man auf diese Weise den Carbaminsäureester des C'hloraläthylalkoholats.
  • An Stelle des Phosgens kann man auch Alkyl- oder Arylkohlensäurechloride .anwenden und gelangt so auf dem Wege über die, gemischten Carbonate durch Umsetzung mit z. B. Ammoniak ebenfalls zu den Carbaminsäureestern der Chloralalkoholate.
  • Beispiele. i. 46 Gewichtssteile Chloraläthylalkoholat werden unter Zusatz von 3 5 Gewichtsteilen Dimnethylanilin in Äther oder einem anderen, organischen Lösungsmittel gelöst und durch Einleiten von 23 Gewichtsteilen Phosgengas in den Chlorkohlensäuxeester .des Chloraläthylalkoholats umgewandelt. Man saugt vom ausgeschiedenen salzsauren Dimethylamlim ab und leitet in die beispielsweise ätherische Lösung des Esters Ammoniak bis zur Sättigung ein. Die Lösung wird zuerst mit Wasser, hierauf mit verdünnter Salzsäure durchgeschüttelt. Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels hinterbleibt der Carbaminsäureester des Chloraläthylalkoholats als weiße Kristallmasse. Er ist löslich in allen organischen Lösungsmitteln mit Ausnahme von Benzin, sehr schwer löslich in Wasser. Sein Schmelzpunkt liegt bei 1o9°.
  • z. Behandelt man eine Lösung d°r Chlorkohlensäureesüer des Chloralamylalkoholats, die man durch Einwirkung von Phosgen auf Chloralisoamylalkoholat unter Zusatz einer organischen Base erhält, mit Ammoniak, so erhält man den Carbaminsäureester des Chloralisoamylalkoholats. Er bildet weiße Kristalle, die leicht löslich in allen organischen. Lösungsmitteln sind, schwer löslich in Wasser. Sein Schmelzpunkt liegt bei 70 bis 72°.
  • 3. In :die nach Beispiel 1 erhältliche Lösung des C'hlorkohlensäureesters aus q.o Gewichtsteilen Alkoholat, 3o Gewichtsteilen Dimethylanilin und 2o Gewichtsteilen Phosgen in Äther läßt man unter Kühlung langsam q.o Gewichtsteile Anilin eintropfen. Es findet Reaktion unter Abscheidung von salzsaurem Anilin statt. Die Lösung wird mixt Wasser und verdünnter Salzsäure durchgeschüttelt. Nach dem Verdampfen des Äthers hinterbleibt der Phenylcarbaminsäureester des Chloraläthylalkoholats. Er bildet weiße Nädelchen, die leicht löslich in den meisten Lösungsmitteln sind. Sein Schmelzpunkt liegt bei 78°.
  • 4.. Läßt man auf eine Lösung des Chlorkohlensäureesters des ChdoraläthyIalkoholats p-Phenetidin in der im Beispiel 3 beschriebenen Weise einwirken, so erhält man den p-Äthoxyphenylcarbaminsäureester des Chloraläthylalkoholats. Er ist löslich in den meisten organischen Lösungsmitteln und schmilzt bei 0t)00.
  • O5. 2o Gewichtsteile Chlo,raläthylalkoholat werden in Schwefelkohlenstoff gelöst und in Gegenwart von 1o Gewichtsteilen Pyridin mit 1 7 Gewichtsteilen P enolkohlensäuTechlorid behandelt. Man isoliert den gemischten Kohlensäureester des Chloralalkoholats und Phenols in der üblichen Weise. In eine ätherische Lösung dieses Esters leitet man so lange Ammoniak unter Kühlung ein, bis eine Probe des Reaktionsgemisches nach dem Vexdunsten des Äthers und vorsichtigem Zusatz von verdünnter Natronlatuge Abschedung van Kristallen zeigt. Nach dem Abdestillieren des Äthers und vorsichtigem Behandeln. des Rückstandes mit verdünnter Natronlauge zur Entfernung des abgespaltenen Phenols erhält man den Carbaminsäureester des Chloraläthylalkoholats.
  • Ersetzt man in den angegebenen Beispielen das Chloraläthyl- oder Chloralamylalkoholat durch andere Alkoh olate, z. B. das Methyl-, Propyl. oder Allylalkohoiat, so erhält man die entsprechenden Carbaminsäureester, die ähnliche schlafmachende Wirkungen besitzen.
  • Der Schmelzpunkt des Chloraimethylalkoho-Iats liegt bei 12i°, der des Chloralpropylalkoholats bei 85° und der des Chloralallylalkohoiats bei 6q.°.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Darstellung von Carbaminsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man Chloralalkoholate nach dem üblichen Verfahren in ihre Carbaminsäureester überführt.
DEK86164D 1923-06-09 1923-06-09 Verfahren zur Darstellung von Carbaminsaeureestern Expired DE430732C (de)

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