DE4304239C2 - Befestigungsvorrichtung für Zubehör an Rohren oder Stangen - Google Patents
Befestigungsvorrichtung für Zubehör an Rohren oder StangenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Zubehör
an Rohren oder Stangen mit einer bandförmigen Rohrschelle, einem
Schließstück, mindestens einer Spannschraube, mit mindestens einem Kanal für das das
Rohr umschließende Schellenelement im Schließstück, mindestens einem
stiftförmigen Riegel für das Band, mindestens einem Kanal für das
Verriegelungswerkzeug im Schließstück, wobei der Kanal und der
Bandkanal einander im Schließstück durchdringen.
Das Problem der Befestigung von Zubehör an Stangen oder
Rohren stellt sich hauptsächlich bei Fahrrädern, Rollstühlen,
Kinderwagen und ähnlichen in Rohrrahmenbausweise erstellten
Gegenständen.
Aus der DE 40 03 474 A1 ist eine Vorrichtung zur Befestigung
von Zubehör an Fahrradlenkern bekannt. Die dort gezeigte Lösung
hat ein Schließstück, zwei rohrschellenartige Bügel, die die
Lenkstange umschließen und das Schließstück reibschlüssig an
der Lenkstange befestigen. Die rohrschellenartigen Bügel sind
steif und können nur in geringem Umfang unterschiedliche
Durchmesser der Lenkstange ausgleichen. Sie haben verdickte
Enden, in die Spannschrauben eingedreht werden können. Die
Schellen und ihre Verschraubungen sind speziell aufeinander
abgestimmt, damit die notwendigen Spannkräfte aufgebracht
werden können. Die Enden der Rohrschellen sind in je einem
Kanal im Schließstück eingeführt. An der der Lenkstange
abgewandten Seite des Schließstückes ist ein Adapter
vorgesehen, an den Zubehör, z. B. eine Packtasche, angehängt
werden kann.
Aus der EP 0437211 A1 ist eine Befestigungsvorrichtung
für Zubehör an Rohren oder Stangen mit einer bandförmigen
Rohrschelle, einem Schließstück, einer Spannschraube, mit einem
Kanal für das das Rohr umschließende Schellenelement im
Schließstück, einem stiftförmigen Riegel für das Band, einem
Kanal für das Verriegelungswerkzeug im Schließstück, wobei
der Kanal und der Bandkanal einander im Schließstück
durchdringen, bekannt.
Das dort verwendete Kunststoffband erlaubt keine
ausreichend hohen Spannkräfte, mit denen nennenswerte Gewichte
in dynamisch beanspruchender Situation befestigt werden können.
Insbesondere bei Fahrrädern, bei denen auf holpriger Strecke
erhebliche Beschleunigungskräfte auftreten, ist die bekannte
Befestigung insbesondere wegen des möglichen Kriechverhaltens
von Kunststoffen unzureichend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Befestigungsvorrichtung für Zubehör an Stangen und Rohren zu
schaffen, die es erlaubt mit metallischem Schellenband eine
hochfeste Spannverbindung mit einfacher Montage zu verbinden.
Zusätzlich soll erreicht werden, daß weitestgehend auf
standardisierte Bauelemente zurückgegriffen werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß
im Kanal in Bewegungsrichtung des Riegels hinter der Kreuzung
mit dem Bandkanal ein Abschnitt vorgesehen ist, der den Riegel
mit Spiel umschließt und der Kanal einen Gewindeabschnitt für das
Verriegelungswerkzeug aufweist. Dieses Spiel dient dazu, die beim
Durchstechen oder Durchschrauben auf der Rückseite des Bandes
entstehende rohrstutzenförmige Ausarbeitung oder ggf. beider
Bandenden aufzunehmen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß
das Durchbohren des Bandes mit einem Werkzeug wesentlich
leichter möglich ist, wenn für die herausgedrückten Bandteile
Spiel vorhanden ist, das nicht erst durch Wegquetschen des
Materials aus dem Schließstück geschaffen werden muß. Dieses
Merkmal ist für metallische Bänder wichtig, damit die
Schraubverbindung zum einen eine ausreichende Festigkeit
aufweist und zum anderen mit normalen Handwerkzeugen
hergestellt werden kann. Aber auch bei Bändern aus Kunststoff
erlaubt diese Maßnahme ein erleichtertes Einbringen des Riegels
zur Befestigung des Bandes.
Die Verwendung von im Handel erhältlichem, vorzugsweise
endlosem Bandmaterial für die Rohrschelle hat den Vorzug, daß
sich das Band jedem Querschnitt des Rohres anpassen kann und
daß ein im Handel erhältliches standardisiertes, in großen
Mengen preiswert hergestelltes Produkt verwendet wird. Das Band
ist jedenfalls ursprünglich vom Schließstück unabhängig und
vorzugsweise aus einem anderen Material als dieses. Es kann
jedoch sehr wohl vormontiert und mit einem Ende mit dem
Schließstück verbunden sein. Bei dem erfindungsgemäß
ausgewählten Band ist die Breite mehr als 10 mal so groß wie
die Dicke. Das Dickenmaß beträgt ca. 0,2 mm. Der Riegel, z. B.
ein Nagel oder eine Schraube, wird in den dafür vorgesehenen
Kanal im Schließstück eingeführt und verriegelt das Band mit
dem Schließstück, sobald der Riegel mit seinem vorderen Ende
den Bandkanal quert. Die Verriegelung kann dadurch erfolgen,
daß der stiftförmige Riegel das Band verformt oder daß er durch
vorhandene, vorgefertigte Löcher durchgesteckt wird.
Wie in Anspruch 2 erwähnt, ist vor allem daran gedacht, als
Riegel einen Stift mit Spitze zu verwenden, der geeignet ist,
das Band zu verformen, d. h. im wesentlichen ein Loch in das
Band einzutreiben. Auf diese Weise kann mit geringer Kraft, die
auch von einem Schließstück aus Kunststoff aufgebracht werden
kann, die zur Verriegelung notwendige Kraft auf den Riegel
aufgebracht werden.
In der bevorzugten Ausführungsform ist das
Verformungswerkzeug nach Anspruch 3 ausgebildet. Die dabei
Verwendung findende Schraube bietet zum einen die Möglichkeit,
eine ausreichende Kraft zum Durchbohren des Bandes mit einem
Handwerkzeug aufzubringen und in der Folge, nach dem
Durchbohren, das Band zu spannen. Die Schraube kann als
sogenannte Spax-Schraube ausgebildet sein und weist eine Spitze
auf. Beim weiteren Eindrehen schneidet die Schraube selbst
einen Gewindegang in das Band.
In Ausgestaltung der Erfindung ist das Merkmal von Anspruch
4 vorgesehen, das es erlaubt, den Teil des Schließstückes mit
dem Bandkanal für die formschlüssige Verriegelung der Bandenden
vorzusehen, während der zweite Teil des Schließstückes die
reibschlüssige Verbindung zwischen dem Rohr und der
Befestigungsvorrichtung besorgt.
Nach einem weiterbildenden Merkmal entsprechend Anspruch 5 der Erfindung ist
vorgesehen, als Material für das Band rostfreien weichen Stahl
zu verwenden, der einerseits ausreichend fest ist, dennoch
von der Schraube oder dem Nagel verformt werden kann und der an
der Verformungsstelle eine ausreichende Umformbarkeit aufweist.
In erster Linie ist daran gedacht, daß das Verformungswerkzeug,
das von der Einsteckseite her kommend den Bandkanal und das
Band durchdringt, sich im hinteren Teil seines Kanals im
Schließstück abstützt. Damit ist das Band mit dem Schließstück
verriegelt. Durch die Spannschraube kann nunmehr der
reibschlüssige Verbund mit dem Rohr hergestellt werden.
Der weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung dient der nach Anspruch 6 erweiterte
Bandkanal. Damit ausreichend Platz vorhanden ist, um das Band an
der Schraube durch deren Drehung hochzuziehen, ist der
Bandkanal im Bereich der Durchdringung mit dem Kanal für die
Schraube so hoch ausgebildet, daß der erforderliche Spannweg
zur Verfügung steht. Die Höhe des Bandkanals an der Stelle der
Durchdringung von Werkzeugkanal und Bandkanal beträgt mehr als
das 10-fache der Banddicke. Ergänzend oder alternativ kann, bei
zweiteiligem Schließstück, das Band mit dem inneren Teil des
Schließstücks relativ zu dem äußeren Teil des Schließstücks
hochgezogen werden.
In Anspruch 7 ist eine weitere Ausgestaltung der Erfindung
wiedergegeben. Die Bandenden werden nicht in die gleiche
Öffnung am Schließstück eingeführt, sondern durch
unterschiedliche Eintrittsöffnungen, die vorzugsweise auf
gegenüberliegenden Seiten des Schließstückes angeordnet sind.
Bevorzugt ist an eine Ausgestaltung der Erfindung nach
Anspruch 8 gedacht, wobei die Anordnung der Schraube etwa der
Spannrichtung des Bandes entspricht.
Die Erfindung geht im wesentlichen davon aus, daß das
Verriegelungswerkzeug geeignet ist, das Band zu durchbohren.
Deshalb soll entsprechend Anspruch 9 das Verriegelungswerkzeug länger sein als der Teil
des Kanals für das Verformungswerkzeug im Schließstück, den das
Werkzeug durchdringt, bevor es das Band durchbohrt, also länger
als der Einsteckteil des Kanals für das Verriegelungswerkzeug.
Bei besonders bildsamem Material für das Band muß dieses aber
nicht vollständig durchbohrt sein, es genügt auch, wenn eine
tiefe Delle in das Band gedrückt wird, ohne daß es zu einem
Durchbruch kommt. In diesem Falle muß das Verriegelungswerkzeug
in jedem Falle eine Schraube sein, da bei fehlendem Durchbruch
das verformte Band ständig unter Einspannung verbleiben muß.
Die Länge des Verriegelungwerkzeuges muß aber in jedem Falle
größer sein als der Einsteckteil des Werkzeugkanals im
Schließstück, damit es zu einer Verformung kommen kann.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung wird mit
Anspruch 10 verfolgt. Der verengte Querschnitt im Bereich der
Einstecköffnung für die Schraube erlaubt die Ausbildung eines
Stückes Muttergewinde. Dieses Muttergewinde erfaßt aber nur die
Spitzen des Schraubgewindes und zwar soweit, daß die Schraube
gerade in der Lage ist, sich selbst durch das Band zu bohren.
Besonders die letztgenannte Weiterbildung der Erfindung entsprechend Anspruch 11
läßt sich vorteilhaft in einem Schließstück aus Kunststoff
ausbilden und die Variationsmöglichkeiten bezüglich der
Festigkeit und anderer mechanischer Kennwerte erlauben eine
optimale Anpassung des Schließstückes an die Erfordernisse der
Bandendenbefestigung und -verspannung.
Zum Schutz gegen Verschmutzung der Technik der
erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung und zur Vermeidung
von Verletzungen an dem Band oder seinen Enden ist die
Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 12 vorgesehen.
Aus Vereinfachungsgründen kann die erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung entsprechend Anspruch 13 ausgebildet
sein. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, beide Bandenden
von ein und derselben Schraube durchbohren und versapnnen zu
lassen oder auch von zwei Schrauben nebeneinander verriegeln zu
lassen, was den größtmöglichen Spanneffekt erhöht und die
Sicherheit gegen Ausreißen des Bandes an der Stelle der
Verformung durch die Schraube oder den Nagel verbessert.
Wenn es aufgrund des gewählten Bandes nicht möglich ist,
beide Bandenden gleichzeitig von einem Werkzeug
durchbohren zu lassen, weil die erforderliche Kraft nicht
aufgebracht werden kann, soll die Ausgestaltung der Erfindung
anch Anspruch 14 vorgesehen werden, wobei die Bandenden
nacheinander durchbohrt werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist, wie mit
Anspruch 15 verfolgt, vorgesehen, für die Befestigung
beliebigen, unterschiedlichen Zubehörs, einen Adapter am
Schließstück vorzusehen, an dem die Befestigung des Zubehörs
erfolgen kann.
Die Erfindung wird im einzelnen anhand der Zeichnung näher
erläutert, dabei zeigen.
Fig. 1: Eine erfindungsgemäße
Befestigungsvorrichtung im Schnitt;
Fig. 2: eine andere Ausführungsform in gleicher
Darstellungsart;
Fig. 3: eine weitere Ausführungsform wiederum im
Schnitt;
Fig. 4: eine Seitenansicht von Fig. 1 in gedrehter
Darstellung;
Fig. 5: eine weitere alternative Ausführungsform dei
Befestigungsvorrichtung;
Fig. 6: ein gelochtes Bandende nach Fig. 4;
Fig. 1 zeigt eine Befestigungsvorrichtung 1 für (nicht
gezeigtes) an einem Rohr 2 zu befestigendes Zubehör, mit einer
Rohrschelle 3 aus Blechband 9, und mit einem Schließstück 4 mit
einem Adapter 8. Das Schließstück 4 besteht aus einem Riegelstück
und einer Haube 13, wobei der Adapter 8 an der Haube 13
ausgebildet ist. Der Adapter 8 ist ein T-förmiger Steg mitten auf
der Haube 13.
Das Riegelstück 12 schmiegt sich an seinem Grund an das Rohr 2
an und hat, etwa in Umfangsrichtung des Rohres 2, einen
Bandkanal 7, der das Riegelstück 12 ganz durchquert und an beiden
Seiten offen ist. Die Bandenden 44, 72 werden von
entgegengesetzten Seiten in den gleichen Bandkanal 7
eingeführt. Quer zum Bandkanal 7 sind zwei Werkzeugkanäle 10,
11 im Riegelstück 12 angeordnet, die sich etwa in radialer
Richtung zum Rohr 2 erstrecken und die den Bandkanal 7 beide
durchdringen. In die Werkzeugkanäle 10, 11 sind zwei als
Spannschrauben ausgebildete Riegel 5, 6 eingedreht, die die in
den Bankanal 7 eingeführten beiden Bandenden 44, 72 beide
durchbohrt haben und so mit den Bandenden 44, 72 verriegelt sind. Die
beiden als Spannschrauben ausgebildeten Riegel 5, 6 haben einen
Gewindegang in beide Bandenden 44, 72 geschnitten und ziehen bei
weiterem Eindrehen der Schrauben 5, 6 das Band in dem
Riegelstück 12 gegen die Haube 13 und verspannen auf diese
Weise das Schließstück 4 mit dem Rohr 2. In dieser befestigten
Position kann ein Zubehörteil, z. B. eine Packtasche oder ein
batteriebetriebener Scheinwerfer am Rohr 2 zuverlässig
befestigt werden und nach Beendigung der Fahrt ohne Mühe wieder
abgenommen werden.
Fig. 4 zeigt die Ausführungsform der Fig. 1 in Seitenansicht,
und läßt erkennen, daß das Schließstück 4 mit zwei Bändern 9,
20 am Rohr 2 befestigt ist und dadurch eine hohe Belastung des
langgestreckten Adapters 8 mit durch das Zubehör eingeleiteten
Kräften und Momenten erlaubt. Beide Bänder 9, 20 werden von
als Spannschrauben ausgebildeten Riegeln 6, 26 gespannt, die
durch ein weiteres Paar Riegel ergänzt werden, wovon in
Fig. 1 nur der Riegel 5 gezeigt ist. Fig. 4 macht zudem
deutlich, daß die Haube 13 die gesamte Technik der Spannung und
Verriegelung von Riegelstück 12 mit der Verankerung der
Bandenden 44, 72 abdeckt, und eine Verletzung an den Bandenden
verhindert, sowie Verschmutzung und in beschränktem Umfang auch
Korrosion unterhalb der Haube 13 vermeidet. Bei einer Überlastung
des vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildeten Riegelstücks 12
reißt zwar der als Schraube ausgebildete Riegel 5 aus dem
Gewinde im Kunststoff aus, der in das Band eingeschnittene
Gewindegang verhindert jedoch ein Herausrutschen der Schraube 5
und es stellt sich die in der linken Hälfte der Fig. 1 gezeigte
Band - Schraube - Konstellation ein: Die verbleibende
Spannkraft wird unmittelbar von dem als Spannschraube
ausgebildeten Riegel 5 in das Band 9 eingeleitet. Hierzu ist
die Höhe 14 des Bandkanals 7 etwa 10 mal so groß wie die
Banddicke bemessen. Die rechte Hälfte der Darstellung der
Bandenden im Bandkanal 7 in Fig. 1 stellt den Normalfall der
ordnungsgemäßen Befestigung dar.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung für das Rohr 2 mit einem Band 19 und
einem Schließstück 47, die das Rohr 2 umspannen. Das
Schließstück 47 besteht aus einem Riegelstück 22 mit zwei
übereinander angeordneten, parallelen, sich etwa in
Umfangsrichtung zum Rohr 2 erstreckenden Bandkanälen 15, 17, in
die je ein Bandende 30, 40 in entgegengesetzter Richtung
eingeführt ist. Die Bandkanäle 15, 17 werden beide von einem
Werkzeugkanal 21 durchdrungen, in den eine Spannschraube 16
eingeführt ist, die beide Bandenden 30, 40 nacheinander durchbohrt hat
und deren Verriegelung mit dem Schließstück 47 sicherstellt.
Sobald beim Eindrehen der Spannschraube 16 der Schraubenkopf
die Haube 23 des Schließstückes 47 erreicht hat, beginnt die
Verspannung von Band 19, Schließstück 47 und Rohr 2.
Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform stellt eine
Befestigungsvorrichtung 31 dar, die ein Band 39 mit Bandenden
27, 28, ein Schließstück 24 mit einer Haube 50 mit Adapter 58,
einem Riegelstück 32 sowie einer Spannschraube 45 umfaßt. Das
Bandende 27 in der Einstecköffnung 29 ist nur von einer
Schraube 52 durchbohrt und so mit dem Schließstück 24
verriegelt. Das andere Bandende 28 ist durch eine
Einstecköffnung 25 im Riegelstück 32 in einem separaten
Bandkanal 37 im Riegelstück 32 geführt. Der Bandkanal 37 wird
von dem Kanal 51 für die Spannschraube 45 durchdrungen und das
Riegelstück 32 wird beim Spannvorgang angezogen. Der Werkzeugkanal
51 ist aufgeteilt in einen Einsteckteil 53 vor dem Bandkanal 37
und in ein hinter dem Band angeordnetes Loch. Der
Einsteckteil 53 des Werkzeugkanals 51 ist im Querschnitt
kleiner als das Nennmaß der Spannschraube 45. Beim Eindrehen
der Spannschraube 45 schneidet diese zunächst Gewinde mit
geringer Eindringtiefe in den Einsteckteil 53, das der
Spannschraube 45 ausreichend Halt gibt, um das Band 39 zu
durchbohren. Nach dem Durchbohren des Bandes 39 ist die
Verankerung im metallischen Band jedoch stärker als der
Gewindehalt und die Schraube 45 zerstört beim weiteren
Eindrehen aufgrund der einsetzenden Abstützung des
Schraubenkopfes an der Haube 50 das selbst geschnittene Gewinde
in der Einstecköffnung und verspannt das Bandende 28 gegen die
Haube 50.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung 61 mit einem einstückigen Schließstück
64 aus Kunststoff gezeigt. Auf dem Schließstück 64 ist eine
Platte 62 befestigt, die z. B. Informationen über
Versorgungsleitungen etc. wiedergeben kann. Das Rohr 2, ist von
einem Band 69 umschlungen und ist durch dieses mit dem
Schließstück 64 verbunden. Das Band 69 ragt mit seinen Enden
66, 68 in einen Bandkanal 67 im Schließstück 64 hinein, der von
einem Werkzeugkanal 63 durchdrungen wird. Der dem Rohr 2
zugewandte Teil des Kanals 63 ist so dimensioniert, daß das
Ende einer Schraube 65 mit Spiel darin geführt wird. Die
Schraube 65 ist durch die Platte 62 durchgesteckt und in den
Werkzeugkanal 63 eingedreht. Mit ihrer Spitze 60 durchdringt
sie die Bandenden 66, 68. Hierzu ist im Bereich eines
Einsteckteils 71 im Schließstück 64 ein Innengewinde
vorgesehen, das so ausgebildet ist, daß seine Gewindegänge von
Hand überbeansprucht werden können, wonach sich bei weiterem
Drehen der Schraube 65 die Bandenden 66, 68 an dieser
hochziehen und die gesamte Befestigungsvorrichtung verspannen.
Die Enden 66, 68 des Bandes 69 (s. Fig. 6) sind mit einer
Vielzahl von Löchern 70 ausgestattet, durch die die Schraube 65
mit ihrer Spitze 60 gesteckt werden kann. Das Gewinde der Schraube
65 schraubt sich dann unter leichter Aufweitung der Löcher 70
in die Bandenden ein. Der Bandkanal 67 ist bezüglich seiner
Höhe so ausgelegt, daß eine ausreichende Spannung des Bandes 69
durch die Schraube 65 selbst erfolgen kann.
Claims (15)
1. Befestigungsvorrichtung (1; 31; 41; 61) für Zubehör an
Rohren (2) oder Stangen mit einer bandförmigen Rohrschelle (3,
9; 20, 19; 39), einem Schließstück (4; 24; 47; 64), mindestens
einer Spannschraube (5, 6; 16; 45, 52; 65), mit
mindestens einem Kanal (7; 15, 17; 37, 67) für das das Rohr (2)
umschließende Schellenelement im Schließstück (4; 24; 47; 64), mindestens
einem stiftförmigen Riegel (5, 6; 16, 45, 52; 65) für das Band (9; 19, 20; 39,
69), mindestens einem Kanal (10, 11; 21; 51; 63) für das
Verriegelungswerkzeug im Schließstück (4; 24; 47; 64), wobei
der Kanal (10, 11; 21; 51; 63) und der Bandkanal (7; 15, 17;
37; 67) einander im Schließstück (4; 24; 47; 64) durchdringen
dadurch gekennzeichnet,
daß im Kanal (7; 15, 17; 37; 64) in Bewegungsrichtung des Riegels (5, 6, 16, 45, 52, 65) hinter
der Kreuzung mit dem Bandkanal (7; 15, 17; 37, 64) ein Abschnitt vorgesehen
ist, der den Riegel (5, 6; 16; 45, 52; 65) mit Spiel umschließt und der
Kanal (10, 11; 21; 51; 63) einen Gewindeabschnitt für das
Verriegelungswerkzeug (5, 6; 16; 45, 52; 65) aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Riegel (5, 6; 45, 52; 65) als Verformungswerkzeug
ausgebildet ist und eine Spitze (60) aufweist.
3. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (65)
als Schraube ausgebildet ist, daß der Kanal (63)
eingangsseitig ein Stück Muttergewinde aufweist oder dessen
Ausbildung erlaubt.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schließstück (4; 24; 47) aus zwei Teilen (12, 13; 22, 23; 32, 50) besteht.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 3,
gekennzeichnet durch die Verwendung eines metallischen
Schellenbandes (9; 19, 20; 39; 69).
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Höhe (14) des Bandkanals (7) ein
Mehrfaches der Dicke des Bandes (9) aufweist.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Eintrittsöffnungen (25, 29) für die Bandenden (27, 28) im
Schließstück (24) vorgesehen sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß der
Kanal (21) für das Verriegelungswerkzeug (16) etwa radial zu
Rohr (2) oder Stange ausgerichtet ist.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß das
Verriegelungswerkzeug (5) länger ist als der Einsteckteil (38)
des Kanals (11) des Verriegelungswerkzeuges (5).
10. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß im
Einsteckteil (53) ein Längsabschnitt vorgesehen ist, dessen
Querschnitt kleiner ist als der der Schraube (45).
11. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Teil des Schließstücks (4; 24; 47; 64) aus Kunststoff ist.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß eines der beiden Teile (12, 13; 22, 23; 32, 50)
des Schließstücks (4; 47; 24) eine Haubenform hat und in der
Spannstellung den anderen Teil abdeckt.
13. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
gemeinsamer Bandkanal (7; 67) für beide Bandenden (44, 72; 66, 68)
vorgesehen ist.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Bandende (30, 40; 27, 28) ein separater Bandkanal (17, 15; 37, 29) im
Schließstück (47; 64) vorgesehen ist.
15. Befestigungsvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am
Schließstück (4; 24) ein Adapter (8; 58) zur Befestigung von Zubehör
vorgesehen ist.
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| DE4304239A DE4304239C2 (de) | 1993-02-12 | 1993-02-12 | Befestigungsvorrichtung für Zubehör an Rohren oder Stangen |
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| DE4304239A1 DE4304239A1 (de) | 1994-08-18 |
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