DE430280C - Induktionsofen - Google Patents
InduktionsofenInfo
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- H05B6/02—Induction heating
- H05B6/16—Furnaces having endless cores
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Description
Die bisher bekannten Induktionsöfen, bei welchen die Primärwicklung des Transformators
von einer mit dem Schmelzraum in Verbindung stehenden Schmelzrinne umgeben ist, haben den Nachteil, daß die Primärwicklung
nur von einer einzigen Sekundärwindung, nämlich der Sc'hmelzrinne, umschlossen wird»
Die Folge davon ist, daß die von der Primärwicklung ausgehenden Kraftlinien nur zu einem
ίο kleinen Teil induktiv ausgenutzt werden, während
der größere Teil auf keinen Sekundärleiter trifft und infolgedessen auch keine Heizwirkung
ausüben kann. Ein weiterer Nachteil der bisher bekannten Induktionsöfen besteht darin, daß in ihnen nur dasjenige Metall
geschmolzen werden kann, für welches der Querschnitt der Schmelzrinne und das daraus
sich ergebende Stromverhältnis berechnet ist. Auch ist es bei diesen Öfen wärmetechnisch
ungünstig, daß einer einzigen Schmelzrinne mit kleinem Querschnitt, die im Verhältnis zu dem eigentlichen Tiegelinhalt
nur ein kleines Fassungsvermögen hat, die Aufgabe zufällt, das gesamte Metall zu erhitzen
und flüssig zu halten. Schließlich wird bei den bisher bekannten Induktionsöfen die
Phasenverschiebung dadurch sehr groß, daß man, um in der einen Sekundärwindung eine
genügend starke Induktion zu erzielen, der Primärwicklung sehr viele Wicklungslagen
geben muß, wodurch der Abstand zwischen Primär- und Sekundärwicklung und infolgedessen
die magnetischen Streuungen sehr groß werden.
Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile beseitigt.
Die Erfindung besteht darin, daß eine oder mehrere mit dem' Schmelzraum in Verbindung
stehende Schmelzrinnen in Form von Schraubenlinien von engem Querschnitt um die Primärwicklung über deren ganze oder
nahezu ganze Länge herumgeführt werden* so daß sie einen Sekundärleiter von engem
Querschnitt und beliebiger Länge bilden können, der die induktiven Kräfte des Primär-Stromkreises
in vollem Umfang aufzunehmen vermag. Auf diese Weise wird es möglich, das Kraftlinienfeld der Primärwicklungen
nahezu restlos durch Induktion auf die als regelrechte Sekundärwicklung wirkenden
Schmelzrinnen arbeiten zu lassen und dadurch den Wirkungsgrad und den Wärmeeffekt
in einem Maße zu steigern, wie es bei dem bisherigen Stand der Technik nicht möglich
war.
Bei einem Induktionsofen gemäß vorliegender Erfindung können ferner einzelne Windungen
der Schmelzrinnen durch Verstopfen mit feuerfestem Material nach Bedarf abgeschaltet
werden, um den elektrischen Widerstand des Sekundärstromkreises zu verändern. Auf diese Weise läßt sich das Stromverhältnis
beliebig regeln, so daß der Ofen auch zum Schmelzen verschiedener Metalle verwendbar
ist. Ebenso läßt sich durch dieselbe Maßnähme die während des Betriebes unvermeidlich
einsetzende Querschnittsvergrößerung der Schmelzrinne ausgleichen, was bei den bis-
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her bekannten Öfen nicht möglich war. Die Veränderung des elektrischen Widerstandes
des Sekundärstromkreises kann dabei, wie noch weiter unten beschrieben wird, durch
die verschiedensten Sc'haltungsmöglichkeiten, wie Parallelschaltung und Hintereinanderschaltung
einzelner Windungen oder Windungsgruppen der Schmelzrinnen, vorgenommen werden.
ίο Ein Induktionsofen gemäß vorliegender Erfindung arbeitet auch wärmetechnisch
viel günstiger als die bisherigen Ofenarten, da das Fassungsvermögen derin vielen
Windungen geführten Schmelzrinnen viel größer sein kann als dasjenige einer einzigen
Windung, während gleichzeitig dem Sekundärleiter ein besonders kleiner Querschnitt und
besonders große Länge gegeben weiden kann, so daß der Wärmeeffekt viel günstiger wird.
Auch wird durch besonders enge Ausgestaltung der Schmelzrinnen die Wärmeisolation
viel besser und das von ihnen umschlossene feuerfeste Material stärker und haltbarer.
Schließlich ist gemäß vorliegender Erfindung infolge der Vielzahl von Sekundärwindungen
nur wenige oder nur eine einzigie Wicklungslage der Primärspule nötig, wodurch
der Abstand zwischen der Primärspule und den Schmelzrinnen und infolgedessen auch
der Streuverlust auf das kleinste Maß zurückgeführt werden kann. Die Phasenverschiebung
wird dadurch wesentlich kleiner.
In den Abb. 1 bis 10 der Zeichnung sind
verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes als Beispiele dargestellt.
Die Abb. 1 bis 3 zeigen einen Induktionsofen gemäß vorliegender Erfindung mit zwei
Primärwicklungen, die unterhalb des Schmelzraumes nebeneinander angeordnet sind, in drei
4.0 Schnitten; die Abb. 4 und 5 zeigen in zwei Schnitten einen ähnlichen Ofen, jedoch mit
anderer Ausführung der Schmelzrinnen. In Abb. 6 und 7 ist ein ähnlicher Ofen wie in
Abb. ι bis 3, jedoch mit drei Primärspulen/,
dargestellt. In Abb. 8 ist ein Induktionsofen mit zwei untereinanderliegenden Primärwicklungen
und in den Abb. 9 und 10 ein solcher Ofen, jedpch mit von dem vorhergehenden
abweichender Gestaltung der Schmelzrinnen, dargestellt.
Für die Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist es an sich nebensächlich, wie viele
Primärspulen in dem Ofen angeordnet sind; es können den jeweiligen Stromverhältnissen und
Zwecken enisprech;nd entweder eine oder zwei oder auch mehrere Primärspukn. angewandt werden.
In den dargestellten Ausführungsformen hat man in vier Fällen zwei Primärspulen
angenommen, und zwar in zwei Fällen nebeneinanderliegend und in den anderen beiden
Fällen untereinanderliegend," außerdem ist in Abb. 6 ein Ofen mit drei Spulen veranschaulicht.
Die beiden Primärspulen, bestehend aus dem Transformatorschenkel a mit seiner
Primärwicklung c und dem Transformatorschenkel b mit seiner Primärwicklung d, sind
durch die Querjoche e und / verbunden und liegen unterhalb des Schmelzraumes k, der
durch den hitzebeständigen Mantel I und den Deckel m gebildet wird. Djie Spulen c und d
sind jede von einem feuerfesten Mantel g umgeben. Zwischen diesem Mantel g· una
dem Gehäusemantel I sind in zahlreichen Windungen Schmelzrinnen / und h frei gelassen,
die mit dem Schmelzraum k derartig in Verbindung stehen, daß das in dem Schmelzraum
befindliche flüssige Metall die Rinnen vollständig ausfüllen kann.
In der Ausführungsform gemäß Abb.i bis 3
verlaufen die Schmelzrinnen i und h in Form je einer Schraube um ihre zugehörigen Mäntel
g. Der schraubenförmige Verlauf ist aus Abb. 3 klar zu ersehen. Die. Windungen dieser
Schrauben münden in ihrem oberen Teil alle in den Schmelzraum k, so daß hier durch
Verstopfen einzelner Mündungen nach Belieben einzelne Windungen oder Windungsgruppen zu- und abgeschaltet, parallel oder
hintereinander geschaltet werden können. Die einzelnen Windungen haben in etwa drei Vierteln
ihrer Länge gleichen, und zwar engen Querschnitt. Auf dem letzten Viertel erweitern
sie sich nach dem Schmelzraum zu; zwischen den beiden Schmelzrinnen steht eine
feuerfeste Wand η mit senkrechten Seitenflächen, so daß die Rinnen hier etwa trichterförmig
ausmünden. Durch die Wand η werden gleichzeitig die von den magnetomotorischen
Kräften hervorgerufenen Bewegungserscheinungen des flüssigen Metalls geregelt.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 und 5, die im übrigen derjenigen nach Abb. 1 bis 3
entspricht, ist die Verbindung der Schmelzrinnen / und h mit dem Schmelzraum k in
anderer Weise ausgeführt. Man ging dabei aus von der Überlegung, daß der elektrische
Wirkungsgrad und der Wärmeeffekt bedeutend verbessert wird, sobald die Schmelzrinne
in ihrem Querschnitt unverändert bleibt und hierbei die Primärspule vollkommen und in
gleichem Abstand umschließt. Der Stromdurchgang erfolgt nämlich dann in dem
Leitungsquerschnitt gleichmäßig, so daß in der ganzen Schmelzrinne auch gleichmäßiga
Wärmewirkungen auftreten. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß infolge
der gleichmäßigen Wärmewirkungen in der feuerfesten Auskleidung keine Spannungen
entstehen.. Die Abb. 4 und 5 zeigen eine solche Ausführung, bei welcher die Windungen der
Schmelzrinnen h und i überall in gleichem Abstand und in gleichem Querschnitt ihre züge-
hörigen Primärwicklungen c und d vollkommen umschließen und nur durch gerade Kanäle
ο mit dem Schmelzraum k in Verbindung stehen. Die Verbindungskanäle ο können
entweder nur die erste und letzte Windung der Schmelzrinne oder auch mehrere
oder alle Windungen derselben mit dem Schmelzraum k verbinden.
Wie erwähnt, können gemäß vorliegender
Wie erwähnt, können gemäß vorliegender
to Erfindung beliebig viele Primärspulen bzw. Transformatoren angewandt und dem Ofen auf
diese Weise jede gewünschte Größe gegeben werden. Beispielsweise ist in Abb. 6 ein solcher
Ofen mit drei. Einphasentransformatoren dargestellt. Die Ausführung entspricht im
übrigen der in Abb. 1 dargestellten. Der Ofen kann durch Hinzufügung beliebig vieler
Einzeltransformatoren vergrößert werden. Natürlich läßt sich ein Ofen gemäß Abb. 6 auch
ao für Drehstrom anwenden, indem man die Kerne a, b, α der Transformatoren zu einem
Drehstromtransformator vereinigt. Abb. 7 ist ein Querschnitt des eben erwähnten Ofens, und
zwar mit schraubenförmig gewundenen Heizflächen, deren Anzahl ebenfalls nach Belieben
vermehrt werden kann.
Die Abb. 9 und 10 zeigen eine sinngemäße Anwendung der Ausführungsform gemäß
Abb. 4 und 5 auf einen Induktionsofen mit zwei untereinander angeordneten Primärspulen.
Auch hier werden die Primärspule c und die Primärspule d jede für sich in gleichem Abstand
und mit gleichem Querschnitt von den Windungen der Sehmelzrinne h bzw. / vollkommen
umschlossen. Die untere Schmelzrinne / steht mit der oberen Schmelzrinne //
durch einen oder mehrere Kanäle s und die obere Schmelzrinne h mit dem Schmelzraum k
durch senkrechte Kanäle r in Verbindung.
Die Abb. 8 zeigt ebenfalls einen Induktionsofen mit zwei untereinanderliegenden Primärspulen,
jedoch mit einer von der vorhergehenden abweichenden Ausführung der Schmelzrinnen.
Die obere Primärwicklunge ist ebenso wie in der vorbeschriebenen Ausführung von
den Windungen der Sehmelzrinine h in gleichem
Abstand und mit gleichem Querschnitt vollkommen umschlossen. Die Schmelzrinne h
ist durch einen oder mehrere Kanäle ρ mit
go dem Schmelzraum k verbunden. Die Windungen der Schmelzrinne / dagegen umschließen
die untere Primärwicklung d nur zum Teil, etwa zur Hälfte, in gleichem Abstand. Von da
al) verlaufen sie in den senkrechten Kanälen q unmittelbar zum Schmelzraum k. Durch diese
Anordnung vieler und hoher senkrechter Schmelzgutsäulen q wird die magnetomoto-
risclie Bewegung in dem Schmelzgut besonders gut unterstützt.
Claims (5)
1. Induktionsofen mit um die Primärspulen herumgeführten und mit dem
Schmelzraum in Verbindung stehenden Schmelzrinnen als Sekundärleitern,, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzrinnen
ihre zugehörigen Primärwicklungen über deren ganze oder nahezu ganze Länge
hinweg in Form von Schraubenlinien von engem Querschnitt umgeben.
2. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne
Windung der Schraubenlinie mit dem Schmelzraum in Verbindung steht, so daß man durch Verstopfen von Verbindungskanälen
mit feuerfestem Material die einzelnen Windungen hintereinander oder
parallel oder ab- und zuschalten kann.
3. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärspule
nur wenige oder eine einzige Wicklung» lage besitzt, so daß der Abstand zwischen
ihr und der Schmelzrinne und daher auch der Streuverlust auf das kleinste Maß zurückgeführt
werden kann.
4. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere
Primärwicklungen (c, d) unterhalb des Schmelzraumes untereinander angeordnet
sind und jede von den Windungen g0 ihrer zugehörigen Schmelzrinne (h bzw. i)
in gleichem Abstand und mit gleichem Querschnitt vollkommen umschlossen ist, wobei die untere Schmelzrinne (/) mit der
oberen Schmelzrinne (k) durch einen oder mehrere Kanäle (s) und die letztere mit
dem Schmelzraum (k) durch Kanäle (/') verbunden ist.
5. Induktionsofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei unterhalb
des Schmelzraumes (k) untereinander angeordneten Primärspulan (c, d) die obere
Spule (c) von den Windungen einer Schmelzrinne (h), die durch einen oder
mehrere Kanäle (p) mit dem Schmelzraum (k) verbunden ist, in gleichem Abstand
und mit gleichem Querschnitt vollkommen umschlossen wird, während die
untere Spule (d) von den Windungen einer Schmelzrinne (Ji) nur zum Teil, etwa bis
zur Hälfte, in gleichem Abstand umschlossen wird, von wo ab diese Windungen in senkrechten Kanälen {q) unmittelbar zum
Schmelzraum (k) verlaufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE430280C true DE430280C (de) | 1926-06-15 |
Family
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Family Applications (1)
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| DER60838D Expired DE430280C (de) | 1924-03-29 | 1924-03-29 | Induktionsofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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1924
- 1924-03-29 DE DER60838D patent/DE430280C/de not_active Expired
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