DE430165C - Kuppelvorrichtung fuer Foerderwagen - Google Patents
Kuppelvorrichtung fuer FoerderwagenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G7/00—Details or accessories
- B61G7/04—Coupling or uncoupling by means of trackside apparatus
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Description
480165
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kuppel- und Lösevorrichtung -für Förderwagenkupplungen
derjenigen Gattung, bei welcher die an den Enden eines jeden Wagens gelagerten
Kuppelhaken mit Hilfe einer gemeinsamen, mit ihren Enden wagerecht drehbaren Zugstange
ein- und ausschwenkbar sind. Mittels der Vorrichtung können beliebig viele zu einem Zuge zusammengestellte und gleichmäßig
mit einer derartigen Kupplung ausgerüstete Förderwagen zu gleicher Zeit ge- oder entkuppelt werden.
Die Erfindung besteht darin, daß die Schwenkung der Zugstangen eines Zuges gemeinsam
durch zwei zwischen dem An- und Ausfahrgleis angeordnete, an den Enden drehbarer
Verbindungshebel angelenkte, gegen- und voneinander verschiebbare Anschlagschienen
erfolgt, deren Verschiebung ein die Verbindungshebel vor- und zurückdrehender, von der Lokomotive aus steuerbarer Druckluftmotor
mit einer weiten und einer engen Druckleitung bewirkt, wobei die weite, den Kolben des Motors stark beeinflussende
Druckleitung die Bewegung der Schienen in die Arbeitsstellung bzw. bei Belastung durch
die Kuppelglieder hervorruft, während die enge, den Kolben schwächer beeinflussende
Druckleitung die Bewegung der unbelasteten Schienen in die Ruhestellung bewirkt.
In der Zeichnung zeigt Abb. 1 die Seitenansicht einer solchen von einem Druckluftmotor
angetriebenen Kuppel- und Lösevorrichtung. Abb. 2 ist ein Grundriß der Vorrichtung.
Abb. 3 ist ein Querschnitt durch dieselbe. Abb. 4 und 5 zeigen die Lage der durch die Vorrichtung beeinflußten Anschlagschienen.
Am Standort der Lokomotive sowohl beim Anfahrgleis α (Abb. 4) als auch beim Ausfahrgleis
b (Abb. 5) in der Nähe des Füllorts o. dgl. ist zwischen den Schienen des
Gleises α und b je ein Kasten c eingebaut,
der durch eine abnehmbare Platte d überdeckt ist. In jedem Kasten c ist ein Druckluftmotor
e gelagert, dessen Kolbenstange / unter Vermittelung einer Schubstange g an den
Exzenterhebel h eines mit ihm fest verbundenen, in einem Lagerbock i wagerecht drehbaren
Doppelhebels k greift, den er entsprechend der Bewegung des Kolbens im
Druckzylinder in Uhrzeigerrichtung oder entgegengesetzt dazu um seinen mittleren
Drehpunkt verschwenkt. Der Hebel k verbindet zwei über der Deckplatte d zwischen
dem Gleis angeordnete Anschlagschienen L Diese haben die Länge eines Zuges von etwa
70 Wagen und bewegen sich bei der Drehung der in kreisförmigen Schlitzen der Platte d
geführten Hebelenden parallel aufeinander zu oder voneinander fort. Die Schienen sind
durch weitere Hebel k1 an mehreren Stellen
miteinander verbunden, zum Zwecke, eine parallele Verschiebung der Schienen in ihrer
ganzen Länge zu gewährleisten.
Der Kolben des Druckzylinders e wird durch ein Hebelgetriebe in, n, 0, p vom Lokomotivführer
gesteuert, der, wenn seine Maschine über dem Hebel m steht, eine senkrecht
geführte Stange η mit am unteren Ende angebrachter Rolle ή1 niederdrückt und damit
den durch einen Längsschlitz der Platte d aus dem Kasten c herausragenden Hebel m umlegt.
Letzterer ist mit seinem hinteren Ende in einem Bock q gelagert und ruht mit seinem
vorderen hochliegenden Ende unter Vermittlung einer Stange 0 auf einer Druckfeder r
auf, die nach Abgleiten der Rolle«1 von dem niedergedrückten Hebel m diesen selbsttätig
wieder in die angehobene Ruhestellung zurückführt. An dem Hebel m ist in der Nähe
seines Drehpunktes eine Schubstange p befestigt,
die den in einem Gehäuse s gleitenden Steuerschieber bewegt, wodurch abwechselnd
die weite Druckleitung t für die Vorwärtsbewegung oder die enge Druckleitung u für
die Rückwärtsbewegung des Kolbens geöffnet wird.
Die Kuppelhaken ν der auf das Ausfahrgleis (Abb. 5) auffahrenden Wagen, die in
bekannter Weise durch eine gemeinsame, mit ihren Enden wagerecht drehbare Zugstange w
ein- und ausschwenkbar sind, tragen die in
ίο Abb. 3 strichpunktiert dargestellten Anschlagbolzen
x, welche sich von innen gegen die geöffneten, kuppelbereiten Anschlagschienen
legen (Abb. 5 links). Nach Zusammenstellung eines Zuges gelangen durch Niederdrücken
des Hebels m seitens des Lokomotivführers die Anschlagschienen in die Mittellinie
des Gleises gemäß Abb. 5 rechts, wodurch unter Drehung der Zugstangen w und
Schwenkung der Kuppelhaken ν in die
ao Kuppelstellung alle Wagen gleichzeitig gekuppelt werden. Ist die über dem herunter- j
gedrückten Bügel stehende Lokomotive in gleicher Weise mit dem Zuge gekuppelt, so
wird die Stange η vom Führerstand aus an-
S5 gehoben, und der Bügel gelangt unter der Wirkung
der Feder r während der Ausfahrt des Zuges aus dem Gleis b in die in Abb. 1 dargestellte
angehobene Ruhestellung. Hierbei steuert die Schubstange ρ den Schieber j derart
um, daß der Kolben des Druckzylinders den Hebel k nebst den Schienen I in die
kuppelbereite Lage nach Abb. 5 links zurückführt. Während das Kuppeln sämtlicher
Wagen eines stillstehenden Zuges auf dem Ausfahrgleis b durch Gegeneinanderbewegen
der Anschlagschienen I erfolgt, geschieht das Lösen sämtlicher Kupplungen durch Auseinanderbewegen
der Anschlagschienen gemäß Abb. 4. Hier liegen die Schienen I in der
Ruhelage, d. h. in der das Lösen sämtlicher Kupplungen vorbereitenden Lage in der
Mitte des Gleises vollständig dicht aneinander, so daß die Bolzen χ eines auf das
Gleis α auffahrenden Zuges von außen sich gegen die Schienen I legen und bei dem Auseinanderbewegen
der letzteren nach außen gedrückt werden. Da die Auseinanderbewegung
der Schienen I beim Gleis α durch Zug an der Stange g erfolgt, wobei die Schienen
/ belastet sind, so ist es erforderlich, daß für das Anfahrgleis α (abweichend von der
Anordnung beim Gleis b) die Leitung u- weiter ist als die Leitung t. Die enge Leitung bewirkt
immer die Verschiebung der Schienen I in die Ruhestellung, wobei die Schienen unbelastet
sind.
Da der Abstand der Schienen voneinander beim Anfahrgleis α kleiner ist als beim Ausfahrgleis
b, für beide Gleise aber die gleiche Vorrichtung verwendet werden soll, so ist
entweder die Stellung der Hebel k3 k1 der
jeweiligen Lage der Schienen durch mehr oder weniger schräge Anordnung anzupassen
(Abb. 5), oder es müssen die Enden der Hebel in Querschlitzen des Schienenfußes ver- und
feststellbar geführt sein, damit die Schienen I entsprechend zusammengerückt werden
können.
Bei Verwendung eines Elektromotors zum Antrieb des Hebels k tritt an Stelle des Gehäuses
j mit Steuerschieber ein Umschalter bekannter Art, der durch die Schubstange p
bedient wird, während die Vorrichtung im übrigen unverändert bestehen bleiben kann.
Claims (2)
1. Kuppelvorrichtung für Förderwagen, bei denen die Kuppelhaken, die
durch eine gemeinsame, mit ihren Enden wagerecht drehbare Zugstange ein- und ausschwenkbar sind, gekuppelt oder gelöst
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkung der Zugstangen eines Zuges gemeinsam durch zwei zwischen dem An-
und Ausfahrgleis angeordnete, an den Enden drehbarer Verbindungshebel (k, kx)
angelenkte, gegen- und voneinander verschiebbare Anschlagschienen (Z) erfolgt, deren Verschiebung ein die Hebel (k) vor-
und zurückdrehender, von der Lokomotive aus steuerbarer Druckluftmotor mit einer
weiten und einer engen Druckleitung (i- und u) bewirkt, wobei die weite, den
Kolben des Motors stark beeinflussende Druckleitung (i) die Bewegung der Schienen
(I) in die Arbeitsstellung bzw. bei Belastung durch die Kuppelglieder hervorruft,
während die enge, den Kolben schwächer beeinflussende Druckleitung (11)
die Bewegung der unbelasteten Schienen
(I) in die Ruhestellung bewirkt.
2. Kuppelvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerung des Druckluftmotors durch Druck auf einen durch eine Stange (p)
mit seinem Steuerventil verbundenen Bügel (m) erfolgt, der mit seinem hinteren
Ende in einem Drehpunkt lagert und mit dem vorderen Ende auf einer Druckfeder (r) aufruht, die den niedergedrückten
Bügel (m) nach Aufhebung des Druckes unter Umschaltung des Steuerventils
in die Ruhelage anhebt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH101968D DE430165C (de) | Kuppelvorrichtung fuer Foerderwagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH101968D DE430165C (de) | Kuppelvorrichtung fuer Foerderwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE430165C true DE430165C (de) | 1926-06-09 |
Family
ID=7168913
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH101968D Expired DE430165C (de) | Kuppelvorrichtung fuer Foerderwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE430165C (de) |
-
0
- DE DEH101968D patent/DE430165C/de not_active Expired
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