DE276909C - - Google Patents
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- DE276909C DE276909C DENDAT276909D DE276909DA DE276909C DE 276909 C DE276909 C DE 276909C DE NDAT276909 D DENDAT276909 D DE NDAT276909D DE 276909D A DE276909D A DE 276909DA DE 276909 C DE276909 C DE 276909C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
- B66C9/00—Travelling gear incorporated in or fitted to trolleys or cranes
- B66C9/04—Travelling gear incorporated in or fitted to trolleys or cranes to facilitate negotiation of curves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ Λ! 276909 -■ KLASSE 35 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. April 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Durchfahren von Kurven, vornehmlich
mit geringem Krümmungsradius, für Fahrzeuge jeglicher Art, im besonderen für auf
Schienen fahrbare Hebezeuge.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß in den Kurven Hilfsschienen
verlegt sind, auf welche die Vorderräder des Fahrzeuges übergeführt werden, während seine
ίο Hinterräder auf dem Hauptgleis verbleiben. Des weiteren besteht die Erfindung in einer
besonderen Stellvorrichtung, mittels welcher die Überführung des Vordergestelles des Fahrzeuges
auf das Hilfsgleis und die Weiterführung des Hintergestelles auf dem Hauptgleis selbsttätig durch das Fahrzeug bewirkt wird.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in einer als Beispiel gewählten Ausführungsform
dargestellt.
ao Fig. ι zeigt eine Gesamtanordnung der ganzen Schienenanlage mit ihren Stellvorrichtungen.
Fig. 2 ist eine Oberansicht der Stellvorrichtung in größerem Maßstab, mit Schnitt nach
Linie 2-2 in Fig. 3.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 2.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen verschiedene Stellungen des Fahrgestelles in den Kurven.
Die Stränge des Hauptkurvengleises verlaufen in normaler Weise in einer Kurve mit dem jeweiligen Halbmesser, während für das Hilfsgleis Schienen von ganz besonderer Form vorgesehen sind, auf denen sich, wie aus Fig. 4 bis 6 ersichtlich, die um ihre Senkrechte am vorderen Untergestell drehbar angeordneten Räder stets mit ihrer Achse senkrecht zu den Schienen einzustellen vermögen; das Hintergestell des Fahrzeuges verbleibt dabei mit seinen Rädern auf dem Hauptgleis. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß an den Stellen, an welchen das Fahrzeug in die Kurve einfährt, Stellvorrichtungen bzw. Weichen vorgesehen sind, die es ermöglichen, das Untergestell des Vorderwagens auf das Hilfsgleis zu fahren, und die, nachdem dies geschehen ist, von dem Wagen selbsttätig derart umgestellt werden, daß der Hinterwagen auf dem Hauptgleis verbleibt.
Die Stränge des Hauptkurvengleises verlaufen in normaler Weise in einer Kurve mit dem jeweiligen Halbmesser, während für das Hilfsgleis Schienen von ganz besonderer Form vorgesehen sind, auf denen sich, wie aus Fig. 4 bis 6 ersichtlich, die um ihre Senkrechte am vorderen Untergestell drehbar angeordneten Räder stets mit ihrer Achse senkrecht zu den Schienen einzustellen vermögen; das Hintergestell des Fahrzeuges verbleibt dabei mit seinen Rädern auf dem Hauptgleis. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß an den Stellen, an welchen das Fahrzeug in die Kurve einfährt, Stellvorrichtungen bzw. Weichen vorgesehen sind, die es ermöglichen, das Untergestell des Vorderwagens auf das Hilfsgleis zu fahren, und die, nachdem dies geschehen ist, von dem Wagen selbsttätig derart umgestellt werden, daß der Hinterwagen auf dem Hauptgleis verbleibt.
Diese Weichen bzw. Stellvorrichtungen bestehen zweckmäßig in bekannter Weise aus
je einer um einen Zapfen α drehbaren Platte b, welche ein gerades und ein der Krümmung
der Schiene des Hauptgleises angepaßtes Schienenstück trägt. Auf je einer Schienenseite
steht die Platte b im Bereiche einer Kurvenscheibe c (Fig. 2 und 3), die auf einer
festgelagerten Welle c' sitzt, welche oberhalb der Platte δ einen gegabelten Arm d aufgekeilt
trägt. Dieser steht beim Einfahren eines Fahrzeuges in die Kurve derart, daß ein an
dem Fahrzeug A (Fig. 3) zwischen den Vorder- und Hinterrädern vorgesehener Mitnehmer,
zweckmäßig eine Rolle d', in die Gabel d eingreifen und den ganzen Anschlag sowohl
beim Vor- wie beim Rückwärtsfahren um etwa 90 ° drehen kann.
Beim Vorwärtsfahren wirkt die Kurven-
scheibe c auf eine an der Platte b gelagerte Rolle e und beim Rückwärtsfahren auf eine
ähnliche Rolle f, so daß die Scheibe c die Weiche in die Stellung drückt, in der sie
für die Einfahrt der einzelnen Räder stehen muß. Die Verstellung der Platte b
auf der anderen Schienenseite wird durch Stangen g vermittelt.
Die Scheibe c hat eine solche Gestaltung,
ίο daß sie mit ihren ansteigenden Flächen auf
die Rollen e oder f einwirkt, also dadurch die Weiche einstellt und sich nach der Verstellung
vor die betreffende Rolle legt, so daß sie also dann die Weiche verriegelt.
Es sei angenommen, ein Kran soll in Richtung des in Fig. 4 angegebenen Pfeiles in die
Kurve einfahren; dann haben die Platten b eine solche Stellung, daß sich das gerade
Schienenstück der Platten in der Richtung der Schienen h'', h' befindet. Die Mittellinie
des Armes d liegt dann gegenüber der in den Fig. ι und 2 gezeichneten Stellung um etwa
90° nach links gedreht. Beim Einfahren des Fahrzeuges in die Kurve werden also die
Vorderräder auf die Hilfsschienen h", h" geleitet.
Die an dem Gestell des Fahrzeuges A vorgesehene Rolle d' tritt in den gegabelten
Arm d dann ein, wenn sich die Vorderräder bereits auf den Schienenteilen h", h", die
Hinterräder dagegen noch auf den Schienenteilen h', h' befinden. Die Platten b können
daher beim Weiterfahren des Fahrzeuges durch den Mitnehmer d' unbehindert in
die in der Zeichnung Fig. 1 und 2 dargestellte Lage gedreht werden. Dabei wälzt
sich die Kurvenscheibe c mit ihrer rechten Steigfläche (Fig. 2) an der an der Platte b
gelagerten Rolle e ab und legt sich schließlich vor diese Rolle, wodurch die Stellung der
Weiche für die Durchfahrt der Hinterräder verriegelt wird, bei der also die auf den Platten
b befindlichen gekrümmten Schienenteile (Fig. 2 und Fig. 1 rechts) die Hauptschienen
h', hf" schließen.
Die umgekehrte Wirkung tritt ein, wenn das Fahrgestell A wieder aus der Kurve herausfährt
bzw. die Kurve rückwärts durchfährt. Wenn dann die Hinterräder über die Weiche hinweg sind, greift der Mitnehmer d'
in den gegabelten Arm d und schwenkt die Weiche mittels der Scheibe c zurück, die sich
dabei mit ihrer linken Steigfläche (Fig. 2) an der Rolle f abwälzt und sich in der Endstellung
vor diese Rolle legt, also ebenfalls die Weiche in ihrer jetzigen Stellung verriegelt.
Der Vorteil des Befahrens von Kurven nach der vorliegenden Erfindung besteht zunächst
darin, daß jegliche Drehscheibe entfällt, und daß beim Durchfahren der Kurve keine Bedienungsmannschaft
erforderlich ist, da die Weichen vom Fahrzeug in die notwendige Stellung selbsttätig gedreht werden. Im
übrigen bedarf die Einrichtung keines größeren Raumes, als für eine Drehscheibe vorgesehen
sein müßte.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Ermöglichung des Fahrens von Fahrzeugen, insbesondere von
Kranwagen, in Kurven von geringem Krümmungshalbmesser, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kurven ein besonderes
Hilfsgleis ih", h") für die Vorderräder verlegt ist, deren Achszapfen in bekannter
Weise um eine senkrechte Achse drehbar angeordnet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Anschlußstellen
des Hilfsgleises an das Hauptgleis drehbare Weichenplatten (b) vorgesehen
sind, die je ein gerades und ein gekrümmtes Schienenstück tragen und unter dem Einfluß einer von dem Fahrzeug
selbsttätig in Bewegung gesetzten Anschlagvorrichtung stehen, derart, daß beim Einfahren in die Kurve z. B. die
geraden Schienenstücke eine Verbindung zum Hilfsgleis [h", h") und nach dem Über- go
fahren der Weichenplatten durch die Vorderräder des Fahrzeuges die gekrümmten Schienenstücke eine Verbindung zum Hauptgleis
(h"', h'") herstellen.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellen
der Weichenplatten (b) durch eine Kurvenscheibe (c) o. dgl. bewirkt wird, die durch
einen an dem Fahrzeug vorgesehenen Mitnehmer (d') o. dgl. mittels eines auf der
Drehachse der Kurvenscheibe festsitzenden Armes (d) eingestellt wird und in ihrer
Schlußstellung die jeweilige Weichenlage verriegelt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276909C true DE276909C (de) |
Family
ID=533060
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276909D Active DE276909C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276909C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2640286A1 (de) * | 1976-09-08 | 1978-03-16 | Krug & Co Heinrich | Weiche fuer zwei- oder mehrspurige gleise, insbesondere fuer portal- und baukraene |
-
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- DE DENDAT276909D patent/DE276909C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2640286A1 (de) * | 1976-09-08 | 1978-03-16 | Krug & Co Heinrich | Weiche fuer zwei- oder mehrspurige gleise, insbesondere fuer portal- und baukraene |
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