DE42900C - Neuerungen an elektrischen Bogenlicht-Lampen - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Bogenlicht-Lampen

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DE42900C
DE42900C DENDAT42900D DE42900DC DE42900C DE 42900 C DE42900 C DE 42900C DE NDAT42900 D DENDAT42900 D DE NDAT42900D DE 42900D C DE42900D C DE 42900DC DE 42900 C DE42900 C DE 42900C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1887 ab.
Der Gegenstand dieser Erfindung ist eine Nebenschlufslampe, bei welcher der obere Kohlenhalter c an einem Metallbande m oder einer Metallschnur hängt, welche sich auf eine um ■ die Achse y drehbare Trommel d aufwickelt. Diese Trommel ist, wie das Federhaus einer Uhr, mit einer Uhrfeder t versehen, die das Metallband aufrollt, sobald man den oberen Kohlenhalter c anhebt. Dieser Kohlenhalter ist jedoch so schwer, dafs er, wenn er sich selbst überlassen wird, die Trommel der Uhrfeder entgegen bewegt. Mit der Trommel ist ein Räderwerk in Eingriff, dessen letzte Achse eine Schwungscheibe oder ein Pendel mit Echappement (oder einen Windfang) besitzt, wodurch die Bewegung der Trommel so verlangsamt wird, dafs sich das Metallband langsam abwickelt und der obere Kohknhalter sich langsam senkt.
Die Trommel mit dem Räderwerk ist in einem Rahmen rr angebracht, welcher nahe dem Mittelpunkt der Trommel um eine horizontale Achse χ χ drehbar auf dem Teller der Lampe befestigt ist. Ein auf dem Lampenteller befindlicher Elektromagnet e e dreht, wenn er seinen an jenem Rahmen befestigten Anker h anzieht, diesen Rahmen, der durch eine justirbare Feder _/j vom Elektromagneten abgezogen wird. Durch die beim Anzug des Ankers stattfindende Drehung des Rahmens wird zunächst die Trommel so gedreht, dafs sich der obere Kohlenhalter senkt, und alsdann wird, wenn die Drehung noch weiter fortschreitet, die obengenannte Schwungscheibe frei gemacht, so dafs die Trommel langsam ablaufen kann und die obere Kohle sich senkt, bis sie die untere berührt. In diesem Moment wird aber der Elektromagnet, der im Nebenschlufs zum Lichtbogen geschaltet ist, .stromlos, da durch die Kohlen jetzt ein Kurzschlufs für ihn entstanden ist. Es überwiegt die Abreifsfeder, welche den Rahmen zurückdreht, das Laufwerk arretirt und durch die rückgängige Bewegung des Rahmens die Trommel !ebenfalls rückwärts dreht, bis der obere Kohlen-, halter so weit gehoben und der Lichtbogen so gro.fs geworden ist, dafs durch die hierdurch vergröfserte elektrische Spannung am Lichtbogen die Anziehung des Elektromagneten auf den Anker h im Gleichgewicht mit der Spannung der Abreifsfeder Jf1 steht. Wächst im weiteren Verlaufe des Brennens der Lichtbogen und mit ihm die Spannung ,an ihm., so wird der Rahmen mehr und mehr vom Elektromagneten angezogen "und der obere Kohlenhalter gesenkt, schliefslich die Arretirung des Laufwerkes aufgehoben und nun im Mafse des Abbrennens der Kohlen der obere Kohleohalter nachgerückt.
Hierbei lauift die Uhrfeder schnell ab, .indem der Eingriff R1 i?2 gelöst wird. Es ist nämlich die Nase der Uhrfeder auf dem Stift S befestigt, welcher seinerseits in dem Rahmen r verschraubt ist. Das Ende der Feder ist in der Trommelwand befestigt. Da nun, wie aus der Zeichnung ersichtlich, beim Sinken des oberen Kohlenhalters die Feder aufgewunden wird, so wird, wenn dieses Gewicht aufgehoben ist, die Feder im entgegengesetzten Sinne wirken. Nun ist das Rad R1 auf dem auf der Achse y lose drehbaren Stücke u gelagert, dessen Trieb im Eingriff mit dem Feder-

Claims (5)

  1. hausrade R ist. Die Kraft der sich abwickelnden Feder drückt somit das Rad R1 aus dem Eingriff R1 i?s , das Echappement braucht also beim Drehen der Trommel nicht bewegt zu werden, und vom Kupferband wird der Betrag auf die Trommel gewickelt, um den der obere Kohlenhalter nach oben geschoben wird. Wird der Kohlenhalter sich selbst überlassen, so drückt sein Gewicht durch den Eingriff R R1 das Rad R1 in das Trieb i?2, und nun tritt die hemmende Wirkung des Echappements ein.
    Statt eine Uhrfeder in die Trommel zu legen, welche beim Anheben des oberen Kohlenhalters die Trommel dreht, kann man beim Sinken des Kohlenhalters eine Schnur sich auf die Trommel wickeln lassen. Will man dann neue Kohlen einsetzen, so hebt man den oberen Kohlenhalter an, zieht jetzt an der Schnur, dreht dadurch die Trommel, löst dadurch den Eingriff zwischen den Rädern R1 und R2 und kann dann die Schnur abwickeln und dadurch das Metallband aufwickeln, ohne dabei das Echappement zu bewegen. Endlich kann man an diese Schnur ein Gewicht hängen, welches durch das Sinken des oberen Kohlenhalters gehoben wird, oder aber den unteren Kohlenhalter an dieser Schnur befestigen. Es wird dann das Gewicht oder der untere Kohlenhalter beim Sinken des oberen Kohlenhalters gehoben, und dieses an der Schnur hängende Gewicht wirkt dann beim Einsetzen neuer Kohlen in der gleichen Weise wie die vorhin erwähnte Uhrfeder, indem durch dasselbe der .Eingriff zwischen den Rädern R1 und R2 gelöst und durch das Gewicht die Trommel gedreht wird, ohne dafs sich das Echappement bewegt.
    Zur Ausgleichung des Gewichtes der oberen Kohle ist eine besondere Vorrichtung angebracht; dieselbe besteht in einer kleinen Spiralfeder _/2, welche in dem Mafse, wie die obere Kohle kürzer wird, mehr und mehr gespannt wird und dadurch den Rahmen um denselben Betrag, um welchen das Gewicht der oberen Kohle geringer wird, stärker herabzieht.
    Patenτ-Ansprüche:
    ι. Die Anordnung der Trommel, auf welcher sich das den oberen Kohlenhalter tragende Metallband oder -Schnur aufwickelt, in der Weise, dais sie infolge des Gewichtes des oberen Kohlenhalters, der an dem Metallband hängt, in dem einen Sinne und durch die in der Trommel befindliche Uhrfeder im entgegengesetzten Sinne gedreht wird.
  2. 2. Die Verbindung der den oberen Kohlenhalter tragenden Trommel mit einem Räderwerk in der Weise, dafs, wenn der obere Kohlenhalter angehoben wird, der Eingriff zwischen einem Zahnrade und dem nächstfolgenden Triebe sich löst und nun eine Uhrfeder das Metallband oder -Schnur auf die Trommel aufwickelt, indem sich das genannte Rad frei rückwärts dreht, andererseits aber, wenn der obere Kohlenhalter sich selbst überlassen wird, der eben erwähnte Eingriff sich wieder herstellt.
  3. 3. Die Verbindung der oben beschriebenen Trommel mit einer Vorrichtung zur Ausgleichung des Gewichtes der oberen Kohle, bestehend in einer Spiralfeder, welche durch die fortschreitende Drehung der Trommel mehr und mehr gespannt wird und so angeordnet ist, dafs sie auf den Rahmen mehr und mehr wirkt, je mehr sich der Zug am Metallband durch Abnehmen des Kohlengewichtes verringert.
  4. 4. Die Verwendung einer Schnur an Stelle der Uhrfeder in der Trommel, welche Schnur sich beim Ablaufen des Metallbandes auf die Trommel aufwickelt, und durch welche Schnur, wenn an derselben gezogen wird, die Verbindung zwischen Trommel und Räderwerk gelöst wird und dann das Aufwinden des Melallbandes auf die Trommel in der oben beschriebenen Weise erfolgt.
  5. 5. Die Anordnung in der Weise, dafs an Stelle der oben beschriebenen Trommel· mit einer Uhrfeder eine Scheibe mit tiefer Nuth verwendet wird, in welche Nuth eine Schnur läuft, die auf der einen Seite den schweren oberen, auf der anderen Seite den leichteren unteren Kohlenhalter oder bei feststehender unterer Kohle ein Gegengewicht trägt, zur Spannung dieses Endes der Schnur.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT42900D Neuerungen an elektrischen Bogenlicht-Lampen Expired - Lifetime DE42900C (de)

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