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Trockenvorrichtung für Schlauchwaren. Schlauchwaren werden nach dem
Färben, Waschen usw. allmählich von unten nach oben über ein Hohlgestell hinweggezogen,
wobei heiße Trockenluft in das Innere des Gestells eingeführt wird, die den ausgebreiteten
Schlauch durchdringt. Die Schlauchware, in der Regel in einem längeren Stück von
etwa .4o m, muß dabei zunächst in eine unterhalb des Gestelles gelagerte ringförmige
Schüssel gebracht werden, aus welcher sie durch oberhalb des Trockengestelles befindliche
Förderwalzen o. dgl. dann allmählich über das Gestell hinweggezogen wird.
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Bisher mußte die nasse Schlauchware, um sie in die erwähnte Ringschüssel
zu bringen, von oben her über das Trockengestell gestreift werden, bis sie die Schüssel
entsprechend anfüllte, alsdann erfolgte erst die Bewegung der Schlauchware in umgekehrtem
Sinne, d. h. von unten nach oben hin. Ferner ist schon vorgeschlagen worden, das
Überstreifen der nassen Schlauchware über das Trockengestell von oben her dadurch
zu erleichtern, daß Bürstenwalzen um das Gestell bzw. um die Schlauchware herum
angeordnet wurden, und daß dann während des Überstreifens ein Luftstrom in die Scbläüchware
geblasen wurde, der diese aufblähen und gegen die angetriebenen Bürstenwalzen andrücken
sollte, wobei gleichzeitig eine gewisse Vortrocknung beabsichtigt war.
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Auch das Überstreifen der langen Schlauchwaren über das Trockengestell
von oben her, iin wesentlichen, um die Ware unter das Gestell
oder
in die unter dem Gestell befindliche Vorratsschüssel zu bringen, war umständlich
und zeitraubend. Erfindungsgemäß ist deswegen die Einrichtung so getroffen, daß
die Schüssel selbst unter dem Gestell fortgenominen und gefüllt wieder zurückgebracht
oder durch eine schon gefüllte ersetzt werden kann. Das zweimalige Überstreifen
der Ware über das Gestell entfällt dabei, es wird nur noch die Ware aus der Schüssel
heraus, also von unten nach oben, über das Trockengestell gezogen, was natürlich
notwendig bleibt, um die Ware trocknen zu können. Die Ände-_rung wird dadurch ermöglicht,
daß für das Trockengestell zwei Haltevorrichtungen vorgesehen sind, die abwechselnd
zur Wirkung kommen; während der Trockenarbeit ruht das Gestell auf einem unteren,
innerhalb der Schlauchware angeordneten Halter auf; wenn aber die das nasse Arbeitsgut
aufnehmende Schüssel nach Leerwerden neu gefüllt oder durch eine gefüllte ersetzt
werden soll, so wird das Trockengestell von oberhalb der ringförmigen Warenschüssel
angeordneten Haltern, die an sich beliebiger und bekannter Art sein können, getragen,
so daß der untere Halter entfernt werden kann, um den Raum für die Schüsselauswechslung
frei zu machen.
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Eine besonders zweckmäßige Ausführung ergibt sich dann, wenn der untere
Halter als ein Rohrkörper ausgebildet wird, der die ringförmige Warenschüssel durchdringt
und der zur Zuführung der Trockenluft in das Innere des Trockengestells dient.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung
in einem senkrechten Schnitt dargestellt.
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Das Trockengestell besteht aus einer Anzahl von Ringen a geeigneten
Querschnitts, die in entsprechenden Abständen übereinander an einer gemeinsamen
mittleren Tragstange b befestigt sind.- Zweckmäßig werden einige Ringe, wie das
bei den beiden oberen angedeutet ist, verstellbar gemacht, so daß sie nach verschiedenen
Durchmessern eingestellt werden können. Die einzelnen Teile der zu dein Zweck mehrteilig
ausgebildeten Ringe werden dann durch verlängerbare Arme a1 mit der Tragstange b
verbunden. Statt aus Ringen kann das Traggestell auch aus irgendwelchen anderen
.Teilen bestehen. Auf derartige Einzelheiten kommt es für die Erfindung nicht an.
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Die Arme a= des untersten Ringes a dienen gleichzeitig zum Auflagern
des Traggestells auf den unteren Halter, der als Rohr c ausgebildet ist. Vorsprünge
a' an den Armen a= sichern die richtige gegenseitige Stellung der Teile. Das Rohr
c ist in dem Bock d auf und ab verschiebbar gelagert, seine Verschiebung erfolgt
durch eine mit Handrad ei versehene Welle e, die durch Schraubenräder e2
auf Zahnstangengetriebe r einwirkt. Unten mündet in den rohrförmigen Halter c das
Zuführungsrohr g für die Trokkenluft ein.
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In der Höhe eines der oberen Ringe a sind backenartige Halter 7a mittels
irgendeiner nicht dargestellten Einrichtung so gelagert, daß sie mit ihren Tragstangen
hl in radialer Richtung beweglich sind.
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CJnter dem Trockengestell a, b ist die ringförmige Warenschüssel
k auf Rollen ni des Tragbockes d so gelagert,' daß sie gewisse Kreisbewegungen
ausführen kann.
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Die Abbildung zeigt die Teile in der Arbeitsstellung. Das Warenstück
wird aus der Schüssel 7e über die Gestellringe a aufwärts gezogen, und zwar
durch ein über dem Gestell angeordnetes Walzenpaar o. Die Heißluft strömt dabei
vom Zuführungsrohr g durch das Halterrohr c aufwärts, verteilt sich innerhalb der
ausgespannten Ware und tritt durch sie hindurch. Ist das Warenstück abgezogen, so
daß das Trockengestell von ihr frei ist, dann werden die oberen Halter la an das
Gestell heran bewegt, es wird der untere Halter c herabgelassen, so daß die ringförmige
Schüssel k unter dem Halter fortgezogen und durch eine andere mit einem neuen Warenstück
ersetzt werden kann. Alsdann wird der Halter c wieder in die gezeichnete Lage zurückgeführt,
und es kann dann der neue Trockenvorgang beginnen. Die erläuterte Einrichtung ist
für Schlauchwaren beliebiger Art anwendbar, sie eignet sich besonders für solche
aus Kunstseide.