CH146818A - Verfahren zur Vorbereitung von in Form von Spinnkuchen ersponnener Kunstseidefäden, Bändchen und dergleichen für das Auswaschen und die Nachbehandlung. - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung von in Form von Spinnkuchen ersponnener Kunstseidefäden, Bändchen und dergleichen für das Auswaschen und die Nachbehandlung.

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CH146818A
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A-G Verein Glanzstoff-Fabriken
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Glanzstoff Ag
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  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

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  Verfahren zur     Vorbereitung    von in Form von     Spinukuchen        ersponnener    Kunstseide  fäden, Bändchen und dergleichen für das     Auswaschen    und die Nachbehandlung.    Beim Auswaschen und Nachbehandeln  von in Form von Spinnkuchen     ersponnener     Kunstseide hat man bisher folgende Wege  eingeschlagen, erstens indem man die frisch  hergestellten Fäden zum Beispiel durch Auf  bringen auf Haspeln oder dergleichen in       Strangform    überführt und die Kunstseiden  stränge dann salz- und säurefrei wäscht und  nachbehandelt.

   Dann hat man auch den Vor  schlag gemacht, die     Kunstseidenspinnkuchen     durch besondere Vorrichtungen in den Spinn  zentrifugen selbst auszuwaschen und auch  anschliessend nachzubehandeln, und weiter  hin ist vorgeschlagen worden, die frisch ge  sponnenen Spinnkuchen aus den Spinnzentri  fugen zu entfernen und sie mit Hilfe von be  sonderen maschinellen Einrichtungen, welche  dem System der Spinnzentrifuge und gleich  zeitig auch einer Haspel nachgebildet sind,  salz- und säurefrei zu waschen und nachzu  behandeln.

   Es ist dann noch empfohlen wor  den, die Spinnkuchen auf hülsenartige Trag-         körper    zu bringen, auf welchen sie straff  aufliegen, um sie auf diese Weise den     Au-          wasch-    und Nachbehandlungsprozessen     zii     unterwerfen. Alle bisher genannten Verfah  ren, sofern sie eine direkte Behandlung des  Spinnkuchens vorsehen, gehen von dem Ge  danken aus, beim Auswaschen und Nach  behandeln des Spinnkuchens unbedingt dafür  zu sorgen, dass die Form des Spinnkuchen  möglichst gewahrt bleibt, in der     Absicht,     eine Verwirrung der Fäden zu vermeiden.  



  Die Erfindung legt keinen Wert auf die       Erhaltung    der Ringform des     Spinnkuchen     und verzichtet ausdrücklich auf einen ver  steifenden Tragkörper. Gemäss der Erfindung  werden Spinnkuchen für die     Nassbehandlun-          gen,    wie Auswaschen,     Entschwefeln,    Blei  chen,     Absäuern,        Avivieren    usw., vorbereitet,  indem sie einzeln in durchlässige netzartige,  weitmaschige Gewebe eingehüllt oder ein  gebunden und zu einem flachen     Strähn    oder  Strang zusammengedrückt werden.

   Diese      Stränge werden nun einzeln auf einen Stab       gehängt        bezw.    aufgereiht, und zwar zweck  mässig so, dass die Stränge sich in grösseren  oder geringeren, jedenfalls möglichst gleich  mässigen Abständen voneinander befinden.  Gegenüber andern Vorschlägen, nach wel  chen die Spinnkuchen ebenfalls ohne Ver  steifungskörper den Nachbehandlungen zu  geführt werden, zeichnet sich das vorliegende  Verfahren dadurch aus, dass die einzelnen  Kuchen durch die eigenartigen Umhüllungen       -egen    jede Störung der Fadenlagen gesichert  sind, so dass sie ohne Gefahr gedreht, gekippt.

    und transportiert werden können, wodurch  auch während der Behandlung beliebige  Lageänderungen zwecks Beschleunigung und       Verbesserung    der Einwirkung von Flüssig  keiten ermöglicht werden.  



  In beiliegender Zeichnung ist das Ver  fahren veranschaulicht und sind beispiels  weise Vorrichtungen zu dessen Ausführung  dargestellt.  



       Fig.    1 bis 3 zeigen, auf welche Weise die  Spinnkuchen in ein Gewebe eingeschlagen  werden;       Fig.    4 zeigt im Aufriss eine Vorrichtung  zum     Auseinanderziehen    der Kuchen zu einem  flachen Strang;       Fig.    5 ist eine Seitenansicht zu     Fig.    4;       Fig.    6 zeigt beispielsweise eine Form  eines     gestreckten    und flachgedrückten Ku  chens;       Fig.    7 und 8 geben schematisch eine Ein  richtung zum Auswaschen der vorbereiteten  Kuchen wieder, wobei     Fig.    7 eine Längs- und       Fig.    8 eine     Seitenansicht    darstellt;

         Fig.9    zeigt ein Schema einer     Barken-          waschvorrichtung.     



  Zur Ausführung des Verfahrens nach der  Erfindung kann man zum Beispiel in fol  gender Weise vorgehen:  Die frisch gesponnenen     Kunstseidespinn-          kuchen    werden,     wie    üblich, aus den Spinn  zentrifugen herausgehoben. Dann wird  zweckmässig jeder Spinnkuchen für sich in  ein netzartiges oder weitmaschiges Gewebe  oder sonst leicht durchlässigen Stoff ein  geschlagen oder eingebunden und zu einem    flachen Strange oder     Strähn    zusammen  gedrückt.

   Diese Stränge werden nun einzeln  auf einen Stab gehängt     bezw.    aufgereiht,  und zwar zweckmässig so,     class    die     Stränge     sich in geringem, aber möglichst gleich  mässigem     Abstande    voneinander befinden.  



  Das Einschlagen der Spinnkuchen und  das Zusammenlegen derselben zu den flachen  Strängen geschieht zweckmässig auf folgende  Weise:  Das netzartige Gewebe kann den Charak  ter eines Haarnetzes, eines engen Fischer  netzes, eines Trikotstoffes,     Tullgewebes,    lose  gewebten Batistes, geklöppelter Ware und  dergleichen mehr oder weniger gut durch  lässigen Stoffes besitzen.  



  Das netzartige Gewebe wird am besten  verwendet in Gestalt von Schlauchabschnit  ten 2     (Abb.    1). Der Schlauchabschnitt 2 wird  in den Spinnkuchen 1 eingeführt, und zwar  so, dass er zu beiden Seiten um ein beträcht  liches vorsteht, dann wird zuerst das eine  Ende des Schlauches aussen über den Spinn  kuchen umgeschlagen und dann das andere  Ende ebenfalls nach aussen um das Ganze  gelegt.  



  Man kann auch so vorgehen, dass der  Schlauch von Anfang an über den     Kuchen     gezogen wird und dass dann die beiden Enden  nach innen um und durch den Kuchen ein  geschlagen werden (vergleiche     Fig.    2).  



  Man kann die so eingepackten Kuchen  noch dadurch sichern, dass man durch den  Ring noch ein oder mehrere     Verschnürungs-          fäden    zieht.  



  Eine andere Art und Weise, den Kuchen  in das netzartige Gewebe einzupacken, be  steht darin, dass man die Länge des Schlau  ches gerade nur so gross wählt,     da,ss    eine Über  1 < a.ppung der Enden des Gewebes nach dem  Umschlagen desselben nicht stattfindet (ver  gleiche     Fig.    3).     Diesfalls    werden die beiden  Enden des Schlauches mit     Bindefä,den    ver  sehen, mit welchen der Kuchen eingebunden  wird. Statt der     Bindefäden    kann man auch  einen einzigen     Bindefaden    abwechselnd durch  die Maschen des einen oder andern Endes des      Schlauches ziehen, um so eine Sicherung nach  der Art eines     Tabakbeutels    zu erhalten.  



  Die so eingepackten Spinnkuchen können  nun entweder von Hand oder auf maschinel  lem Wege zu einem flachen Strang geformt  werden.  



  Das     Auseinanderziehen    der Kuchen zu  einem flachen     Strang    kann zweckmässig auch  auf mechanische Art und Weise dadurch ge  schehen, dass der Kuchen s nach     Fig.    4 und 5  über zwei zweckmässig senkrecht stehende  Bolzen gestreckt wird, welche dann vermit  telst     Schraubenantrieb    oder Hebelantrieb oder  dergleichen     auseinandergetrieben    werden, um  den Kuchen auf diese Art und Weise bis zu  der gewollten gestreckten     strangartigen     Form k zu verziehen. Die     Fig.    4 zeigt eine  solche Vorrichtung im Aufriss.     Fig.    5 ist eine  Seitenansicht zu     Fig.    4.

   Der gestreckte Ku  chen hat zum Beispiel eine Form nach     Fig.    6.  



  Die in der beschriebenen Weise vorberei  teten Spinnkuchen können nun auf die ver  schiedenen Arten von Waschvorrichtungen,  wie Berieselungsvorrichtungen oder Barken  waschvorrichtungen, gebracht werden, welche  die üblichen Behandlungen, wie Waschen,       Entschwefeln,    Bleichen,     Absäuern,        Avivieren     usw. ermöglichen. Die     Tragstangen    für die  Kuchen können drehbar sein, wodurch eine  Verschiebung der Auflageflächen des Ge  spinstes ermöglicht wird. Man kann auch in  den untern Teil der Kuchen einen zweiten  Stab einlegen, der beim Umsetzen in den  Waschvorrichtungen zwecks Drehung des  Kuchens um<B>180'</B> an die Stelle des Trag  stabes     tritt.     



  Die     Fig.    7 und     i8    zeigen schematisch die  Anordnung der vorbereiteten Kuchen in einer  Berieselungsvorrichtung, wobei     Fig.7    eine  Längs- und     Fig.    8 eine Seitenansicht dar  stellt.  



  Durch das Zuführungsrohr 14 und die  Tropfrinne 8, 9 können die     Behandlungsflüs-          -ngkeiten    den in mehreren Reihen überein  ander angeordneten Kuchen k zugeführt wer  den.  



  Man kann auch, bevor die zu Strängen  zusammengedrückten Spinnkuchen auf die    Stäbe verbracht werden, die in netzartige  oder dergleichen, Gewebe eingeschlagene       Kunstseidestränge    in Wasser eintauchen und  durch leichtes Bewegen unter der Wasser  oberfläche und darauf folgendes Zusammen  drücken unter Wasser von den zwischen den  Fäden eingeschlossenen Luftblasen befreien  und auf diese Weise gleichzeitig für eine  erste gute     Durchtränkung    des Stranges mit  der Waschflüssigkeit sorgen. Der     Auswasch-          prozess    wird dadurch bedeutend erleichtert  und auch abgekürzt.  



  Die     Fig,    9 zeigt das Schema einer     Ba.r-          kenwaschvor        richtung.     



  In dem gemäss     Fig.9    mit der Behand  lungsflüssigkeit beschickten Barke 15 hän  gen die auf einen Stab 1,6 gebrachten Spinn  kuchen k. Dieselben können bei dieser An  ordnung     während    der Behandlungsdauer je  nach Erfordernis entweder in der Ruhe ver  bleiben, oder auch mit der Hand umgezogen       bezw.    mechanisch bewegt werden.  



  Bei den     erwähnten    früher in Vorschlag  gebrachten Verfahren, bei welchen die Ku  chen auf Hülsen oder Spulen gesteckt wer  den, findet eine Verschiebung des Spinn  kuchens, und damit der einzelnen Fadenteile  und eine Freilegung der Auflagefläche nicht       statt,    und der Zutritt der Waschflüssigkeit  von der Innenseite der Spinnkuchen her ist  demnach behindert. Dies dürfte auch der  Grund     sein,        weshalb    die Nachbehandlungs  operationen der gemäss vorliegender Erfin  dung vorbereiteten Spinnkuchen erheblich  rascher und gründlicher durchführbar sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vorbereitung von in Form von Spinnkuchen ersponnener Kunstseide fäden, Bändchen und dergleichen für das Auswaschen und die Nachbehandlung, da durch gekennzeichnet, dass man die Spinn kuchen in leicht durchlässige Umhüllungen aus weitmaschigen Textilstoffen einschlägt und auf Tragstäben lose aufhängt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Spinn- kuchen in weitmaschige, netzartige Ge webe eingeschlagen, dann zu einem fla chen Strang geformt und auf Tragstäbe lose aufgehängt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu Strängen zusammengeleg ten Spinnkuchen zwecks Entfernung von zwischen den Fäden eingeschlossenen Luft- oder Gasbläschen unter einer Flüs sigkeit auspresst 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die in leicht durchlässige Umhüllungen eingeschlagenen Spinn kuchen auf drehbare Tragstäbe auf gehängt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die eingehüllten Spinn kuchen auf den Tragstäben in Beriese- lungsvorrichtungen eingesetzt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die eingehüllten Spinn kuchen auf den Tragstäben in Barken waschvorrichtungen eingesetzt werden.
CH146818D 1929-03-12 1930-03-11 Verfahren zur Vorbereitung von in Form von Spinnkuchen ersponnener Kunstseidefäden, Bändchen und dergleichen für das Auswaschen und die Nachbehandlung. CH146818A (de)

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CH146818D CH146818A (de) 1929-03-12 1930-03-11 Verfahren zur Vorbereitung von in Form von Spinnkuchen ersponnener Kunstseidefäden, Bändchen und dergleichen für das Auswaschen und die Nachbehandlung.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851393C (de) * 1945-12-05 1952-10-02 American Viscose Corp Umhuellungen fuer ringfoermige Fadenwickel
DE911170C (de) * 1947-05-26 1954-05-10 American Viscose Corp Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen einer durchlaessigen Umhuellung auf einen Spinnkuchen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851393C (de) * 1945-12-05 1952-10-02 American Viscose Corp Umhuellungen fuer ringfoermige Fadenwickel
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