DE565757C - Spulenspinnmaschine mit Einrichtung zum Nachbehandeln der Spulen - Google Patents
Spulenspinnmaschine mit Einrichtung zum Nachbehandeln der SpulenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, um Kunstseidenspinnspulen unmittelbar
auf der Spinnmaschine der erforderlichen Naßbehandlung zu unterwerfen.
Es ist zwar bekannt, Spinnspulen von Kunstseide während des Bewickeins in Behandlungsflüssigkeiten, beispielsweise Säure oder Wasser, eintauchen zu lassen; auf diese Weise läßt sich aber eine Behandlung mit
Es ist zwar bekannt, Spinnspulen von Kunstseide während des Bewickeins in Behandlungsflüssigkeiten, beispielsweise Säure oder Wasser, eintauchen zu lassen; auf diese Weise läßt sich aber eine Behandlung mit
ίο mehreren Flüssigkeiten kaum anwenden.
Man hat diese Nachteile dadurch zu beheben versucht, daß man atn Einzelfaden auf
seinem Weg von der Spinndüse zur Spule mit den notwendigen Flüssigkeiten hintereinander
behandelte. Dieses Verfahren bedingte allerdings einen langen Fadenweg; eine einzelne
Spinnvorrichtung hierfür war daher von großen Abmessungen und war weiter auch schwierig zu bedienen, da der Faden
ao vielfach über Rollen und durch Bäder hin und her geführt wurde.
Diese Verfahren haben sich daher in der Technik nicht durchsetzen können. Das meistgeübte
Verfahren für die Nachbehandlung der Kunstseide erfolgte daher in Strähnform.
Erst neuerdings kamen Verfahren zur Behandlung von Kunstseide in Spulenform in
Aufnahme. Die Spulen wurden hierbei, auf besondere Träger aufgesteckt, nacheinander
mit den nötigen Behandlungsflüssigkeiten berieselt. Dieses Verfahren schont zwar die
Kunstseide, erfordert aber viel Zeit.
Man ging daher zu dem in der Färberei anderer Garne bekannten Aufsteckverfahren
über, um eine größere Wirksamkeit bei der Spulenbehandlung zu erzielen. Zu diesem
Zweck wurden die Spulen, welche an ihrem Mantel gelocht waren, dicht an Leitungen angeschlossen,
durch welche die verschiedenen Flüssigkeiten nacheinander unter Druck zugeführt wurden, um die Spule durch die
Löcher ihres Mantels und dann die aufgewik-» kelte Kunstseide zu durchdringen. Ein ähnliches
Verfahren besteht darin, daß die Flüssigkeiten mittels Vakuum, von außen nach
innen durch die Spule gesaugt werden.
Mit diesen Verfahren wird eine wesentliche Zeitersparnis erzielt, so daß für die Nachbehandlung
insgesamt im allgemeinen nicht mehr benötigt wird als für das Bewickeln der Spule.
Recht störend bei der weiteren Mechanisierung macht sich jedoch der Transport der
voll bewickelten Spinnspulen zu der Aufsteckvorrichtung und das Aufdichten derselben
auf die Leitungen bemerkbar. Hierfür muß nicht nur Zeit und Arbeit aufgewendet
werden, sondern es wird auch die Güte der sehr empfindlichen nassen Kunstseide
nachteilig beeinflußt.
Mit der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile vermieden. Die Nachbehandlung
wird nicht mehr in besonderen Aufsteckvorrichtungen
durchgeführt, sondern auf der Spinnmaschine selbst.
Zu diesem Zweck sind an der Spinnmaschine für alle Düsen je zwei Spulen um
eine gemeinsame Achse schwenkbar angeord-
Claims (4)
- net, die abwechselnd in Arbeits- bzw. Ruhestellung gebracht· werden können. Mittels einer besonderen Kupplung werden die Spulen in Arbeitsstellung mit dem Antrieb verbunden und in Ruhestellung von diesem gelöst. Die Spulenhalter sind an ihrem Fuß mit Dichtungen versehen, um die eine Stirnseite der aufgesetzten Spulen abzudichten.Außerdem befindet sich an der Spinnmaschine ein verschwenkbares Rohr, mit Anschlußstutzen in der Anzahl und Teilung, der Spinndüsen. Die Anschlußstutren sind dazu eingerichtet, durch Verschwenken auf die offene Stirnseite der in Ruhestellung befindliehen Spinnspulen aufgepreßt werden zu können. Zu diesem Zweck sind die Anschlußstutzen mit einer Dichtung versehen, welche unter Zuhilfenahme einer Gewichts- oder Federbelastung eine dichte Verbindung zwisehen Rohr und Spule gewährleistet. Jeder Anschlußstutzen wird zweckmäßigerweise mit einem Hahn versehen, um den Austritt der Flüssigkeit an einzelnen Stutzen zu unter-' binden, falls dies aus irgendeinem Grunde erwünscht ist.Die nähere Ausführung und die Wirkungsweise der Einrichtung sei an Hand der Zeichnungen beispielsweise erläutert. Es bedeutet die. Fig. ι eine Seitenansicht, teilweise einen Schnitt der Einrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht.
Die Spulenantriebswelle 22 ist mit ihren Doppelkegelrädern 6, 6' im Innern eines Rohres 5 gelagert, welches als schwenkbarer Spulenträger dient. An diesem Spulenträger sind die Spulen in zwei einander gegenüberliegenden Reihen und versetzt angeordnet, und zwar derart, daß durch Verschieben der Antriebswelle 22 die Doppelkegelräder 6, 6' abwechselnd mit den Kegelrädern 7 bzw. 7' der Spulenhalter 8 bzw. 8' in Eingriff gebracht werden können. Die Umschaltung des Antriebs der Spulenhalter 8 geschieht selbsttätig vom Spulenträger 5 aus, indem dieser an einer Stirnseite ""mit einer Führungskurve 18 versehen ist, welche beim Verschwenken des Spulenträgers 5 über eine Rolle 19 und ein Gestänge 20 die Welle 22 durch die Muffe 21 verschiebt. . ■Die Spulenhalter 8 weisen an ihrem Fuß einen Gummiring 9 auf, welcher zum dichten Aufstecken der Spulen 1, 1' dient. Die Spulen selbst bestehen aus an ihrer Mantelfläche gelochten Hohlzylindern. Die Fadenverlegung geschieht durch hin und her schwingende Fadenführer 2.Für die Naßbehandlung der stillstehenden Spulen ist· an einer Welle 15 mittels Armen 14 ein Rohr 13 schwenkbar und axial verschiebbar aufgehängt. Die Anschlußstutzen für die Spulen bestehen aus einer in der Mitte einer Platte io angeordneten Düse 12. •Auf der Platte sitzt ein Gummiring 11.Unterhalb der stillstehenden Spulenhalter 8 befindet sich eine Wanne 17 mit einem umklappbaren Schutzblech 16. Die Wanne 17 läßt sich auch an dem verschwenkbaren Rohr 13 anbringen.Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Die vollbesponnenen Spulen 1 werden aus ,der Arbeitsstellung durch Verschwenken des Spulenträgers 5 in die Ruhestellung gebracht, gleichzeitig werden hierbei durch die Führungskurve 18 die Kegelräder 6' außer Eingriff mit den Spulenhaltern 8', die Kegelräder 6 dagegen in Eingriff mit den nicht dargestellten Spulenhaltern der andern Reihe gebracht. Während nun „die aus den Düsen 4 austretenden Fäden 3 mittels der schwingenden Fadenführer 2 auf den in Arbeitsstellung befindlichen drehenden Spulen 1 aufgewickelt werden, stehen die in Ruhestellung befindlichen Spulen ι' still.Das Rohr 13 wird jetzt bis zu den Anschlagen 24 auf der Achse 15 verschoben, bis die Anschlußstutzen gegenüber den Spulenenden liegen und dann heruntergeschwenkt, bis die einzelnen Anschlußstutzen dicht auf den offenen Spulenenden aufliegen. Gewichts- 9" oder Federbelastung gewährleistet einen ausreichenden Anpreßdruck. Jetzt wird die Zuflußleitung, zweckmäßigerweise ein Druckschlauch, mit dem Rohr 13 verbunden. Die betreffende Flüssigkeit fließt durch das Rohr 13, die einzelnen Anschlußstutzen, durch den Hohlraum zwischen Spulenhalter 8' und Spule 1' und durchdringt die Löcher der Spule und ihre Bewicklung. Auf diese Weise werden nacheinander alle erforderlichen Flüs- i°° sigkeiten durch die Spulen geschickt, während die Spulen der andern Reihe bewickelt werden. Sind diese. Spulen genügend bewickelt, so ist auch die Naßbehandlung der andern Spulen beendigt.Dann wird das Rohr 13 hochgeschwenkt, die behandelten Spulen durch leere ersetzt, das Schutzblech 16 heruntergeklappt und der Spulenträger wieder verschwenkt. Das Rohr ist dann, um die Anschlußstutzen mit der «» Stellung der Spulen 1 in Einklang zu bringen, bis zum Anschlagen der Arme 14 an dem Anschlag 23 zu verschieben, bevor das bereits erläuterte Verfahren wiederholt wird.PATEN-rANSPHÖCHE:i. Spulenspinnmaschine mit Einrichtung zum Nachbehandeln der Spulen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spinnvorrichtung (4, 2.) und eine. Naßbehandlungs- lao vorrichtung (12, 13) an der Maschine so .angeordnet sind, daß die in mehrfacherAnzahl der Spinndüsen vorhandenen Spinnspulen wechselweise mit diesen Vorrichtungen in Verbindung gebracht werden. - 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansatzstutzen (12) des Rohrs (13) mit Dichtungen (io, 11) zwecks Durchpressens von Nachbehandlungsflüssigkeit durch die Spulen (1, 1') versehen sind.
- 3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (1, 1') in mehreren Reihen an Querwellen (25, 25') eines verschwenkbaren Tragkörpers (S) angeordnet sind und abwechselnd in Spul- und Waschstellung gebracht werden können.
- 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim Verschwenken des Tragkörpers (5) mittels einer im Innern desselben verlaufenden, längsverschiebbaren Antriebswelle (22) selbsttätig eine Kupplung (6, 7, 6', 7') betätigt wird, welche die Spulen (i, 1') in Arbeits- (Spul-) Stellung antreibt und sie in Ruhe- (Wasch-) Stellung stillsetzt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Family
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Also Published As
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| GB353197A (en) | 1931-07-23 |
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