DE4265C - Desinfectionsapparat - Google Patents
DesinfectionsapparatInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
1878.
Klasse 30.
ALEXANDER POEHL und ADAM MELTZER in ST. PETERSBURG.
Desinfections-Apparat.
Patentirt im Deutschen Reiche~vom 19. Mai 1878 ab.
Die ätherischen OeIe, welche Terpen (C 10H16)
enthalten, wie z. B. Terpentinöl, Bergamotöl, Eucalyptusöl etc. besitzen die Eigenschaft,
unter Einflufs von Licht und Luft den Sauerstoff der letzteren in Ozon zu verwandeln, sowie
denselben zu absorbiren und schliefslich bei Einwirkung von Wasser Wasserstoffhyperoxyd
zu bilden; letzteres zerfällt unter gewissen Bedingungen leicht, wobei wiederum Ozonbildung
stattfindet. Da Ozon energisch desinficirend wirkt, so können oben erwähnte Eigenschaften
benutzt werden, um Desinfectionsmittel herzustellen. Zu diesem Zwecke wird das ätherische OeI, welches dem Einflüsse der Luft
■und des Lichtes ausgesetzt war, mit Wasser geschüttelt, das bis zu 2 pCt. mit Schwefel-,
Salz- oder Salpetersäure angesäuert ist; darauf trennt man die wäfsrige Flüssigkeit von
der sich über derselben befindenden Schicht des ätherischen Oeles. Zu gleichem Resultat
gelangt man, indem man durch eine Mischung von ätherischem OeI und Wasser anhaltend
einen Luftstrom oder auch Sauerstoff leitet. Die sich alsdann von dem ätherischen OeIe
trennende wäfserige Flüssigkeit enthält gleichfalls Wasserstoffhyperoxyd. Die in oben erwähnter
Weise erhaltene Flüssigkeit wird in dem zu desinficirenden Räume zerstäubt und
ruft energische Desinfection durch beträchtliche Ozonification der Luft hervor.
Diese Desinfectionsmethode ist ebenso praktisch wie billig, da zur Bereitung der Desinfectionsflüssigkeit
ein und dieselbe Menge ätherischen Oeles mehrfach in Anwendung gebracht werden kann.
Um ein möglichst günstiges Resultat bei der Zerstäubung erwähnter Desinfectionsflüssigkeit
zu erreichen, ist ein Apparat construirt worden, dessen Einrichtung aus beiliegender Zeichnung,
welche den Apparat im verticalen Durchschnitt zeigt, zu ersehen ist.
Vermittelst einer Pumpe, eines Ventilators, oder eines ähnlichen Apparates wird comprimirte
Luft durch ein Gummi- oder anderes Rohr in den Zerstäubungsapparat (Pulverisator)
geführt, dessen obere Kammer D einen Windkessel darstellt, und zu dem Zwecke mit dem
Ansatzrohr C versehen ist, auf welches das Verbindungsrohr mit der Pumpe angesetzt wird.
Aufser der Oeffnung C befinden sich in der Kammer D noch zwei Oeffnungen m und o,
von denen erstere die Verbindung der Kammer D mit dem Reservoir E der Zerstäubungsflüssigkeit
herstellt, die zweite dagegen nach aufsen unmittelbar unter der offenen Spitze der kleinen
Röhre i mündet, welche letztere in der Fortsetzung der Röhre p bis an den Boden des
Reservoirs E reicht und hier zur Seite gebogen ist. Die Oeffnung m schliefst sich durch den
Schraubenhahn g, vermittelst dessen man den Zuflufs der Luft in das Reservoir E genau reguliren
kann.
Die Zerstäubung der Flüssigkeit vermittelst dieses Apparates wird durch nachstehende Umstände
bedingt:
1. Durch das Ausströmen der comprimirten Luft aus der Oeffnung 0 unter der offenen
Spitze i der Röhre p (welche mit der Zerstäubungsflüssigkeit in Verbindung steht) wird
die Flüssigkeit in dieser Röhre emporgehoben und beim Ausflufs aus derselben durch den
Strom comprimirter Luft bei 0 zerstäubt.
2. Je nach dem Oeffnen des Schraubenhahnes q kann man die Menge der zu zerstäubenden Flüssigkeit
reguliren; da infolge dieser Einrichtung ein Theil der Luft aus dem Raum D in das Reservoir
E gelangt, hier durch Druck auf die Flüssigkeit dieselbe in die Röhre / hebt, und
schliefslich zur Oeffnung i bringt, wo die Zerstäubung stattfindet.
Das Reservoir E wird durch die bei k verschliefsbare
Oeffnung mit der Flüssigkeit gefüllt.
Der beschriebene Apparat zerstäubt, je nach Oeffnung des Hahnes q, 50 bis 400 cm Flüssigkeit
in der Minute, bei einer Länge des Strahles von Flüssigkeitsstaub von 3 bis 3 1/2 m. Die
Zerstäubung ist hierbei eine vollkommene. Eine geringe Ozonification der Luft findet schon bei
Zerstäubung von reinem Wasser statt.
Die Richtung des Strahles von Flüssigkeitsstaub wird durch beliebiges Beugen des
Apparates bedingt. Die Röhre p ist an ihrem Ende zur Seite gebogen, damit bei gebeugter
Haltung des Apparates auch der Rest der Flüssigkeit zur Verstäubung gelangt.
Die zu zerstäubende Flüssigkeit kann in das Reservoir E selbst während der Thätigkeit des
Pulverisators durch die Oeffnung k zugegossen
werden, wobei nur der Hahn q zu schliefsen ist, um einen eventuellen Verlust an Luftdruck
zu vermeiden.
Beschriebener Apparat ist leicht transportabel und so einfach in der Handhabung, dafs jeder
gewöhnliche Arbeiter damit betraut werden kann..
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Anwendung eines Zerstäubungsapparates für terpenhaltige ätherische OeIe und Wasser, wesentlich so construirt, wie beschrieben und durch beiliegende Zeichnung verdeutlicht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen."i.1-
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4265C true DE4265C (de) |
Family
ID=283040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4265D Active DE4265C (de) | Desinfectionsapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4265C (de) |
-
0
- DE DENDAT4265D patent/DE4265C/de active Active
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