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Logarithmischer Rechenstift. Die vorliegende neue Erfindung hat eine
weitere Ausgestaltung des logarithmischen Rechenstiftes gemäß dem Hauptpatent zum
Gegenstande.
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Bei dem logarithmischen Rechenstifte gemäß dem Hauptpatent ergibt
sich sowohl beim Multiplizieren als auch beim Dividieren der Nachteil, daß die Länge
der am Schieber fehlenden Skalenhälften in vielen Fällen durch entsprechendes Verschieben
ergänzt werden muß, wie aus der Beschreibung des Hauptpatents hervorgeht.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesem Übelstande abzuhelfen.
Es ist hierzu erfindungsgemäß eine Änderung in der Anordnung der Skalen vorgenommen
worden, und zwar in der Weise, daß eine der an den Leitlinien des Zylinders aufgetragenen
logarithmischen Einheitsskalen sowie die an derselben anliegende Skalenhälfte des
verschiebbaren Zylindermantels 'im entgegengesetzten Sinne aufgetragen sind als
die andere logarithmische Einheitsskala mit der an ihr anliegenden Skalenhälfte
des Schieberzylinders. Hierdurch werden die Resultate beim Multiplizieren und beim
Dividieren durch einmalige Einstellung gefunden, wobei die Verschiebungen rascher
und kürzer sind als bei den bisher bekannt gewordenen Rechenstiften.
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In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Erfindung in zwei Abbildungen
dargestellt. Abb. 1 ist der Querschnitt wie im Hauptpatent.
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Abb. z ist eine Draufsicht mit geänderten logarithmischen Skalen.
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Wie im Hauptpatent stellt in der Zeichnung in Abb. r und ? A den Schreibstift
mit zwei an seiner Mantelfläche ausgebildeten Leitlinien t und z dar. Mit
B
ist der verschiebbare, aus elastischem Material angefertigte Zylindermantel
bezeichnet, der mit halben Skalen an seinen beiden abgefalzten Rändern, an den Leitlinien
t und z, elastisch und federnd anliegt. Die Führungsnut für den Läufer ist mit n
und der für die Auftragung von Hilfsskalen bestimmte Teil der Mantelfläche des Zylinders
A mit H bezeichnet. Gemäß der neuen Erfindung sind die Teilstriche einer der logarithmischen
Skalen D sowie der an derselben anliegenden Skalenhälfte c des Schieberzylinders
in entgegengesetzter Richtung, d. h. von rechts nach links, aufgetragen, wodurch
dieselben den normal aufgetragenen Teilstrichen des zweiten Skalenpaares
C d
als Reziprokwerte gegenüberliegen, sowie auch umgekehrt den Teilstrichen
dieser Skalen auf der -normal aufgetragenen die Reziprokwerte entsprechen. Reziproke
logarithmische Skalen an Rechenschiebern sind an sich bekannt; es sind dies jedoch
einreihige logarithmische Skalen, die, in umgekehrter Richtung aufgetragen, dazu
dienen. Rückverschiebungen der
Zunge wegen Überschreitung der logarithmischen
Einheit zu vermeiden. Beim Gegenstande der vorliegenden Erfindung werden sie als
zugehöriges Skalenpaar verwendet und dienen zugleich dem Zwecke, die durch die Zweiteilung
der Schieberskala erforderlichen Ergänzungen der fehlenden Schieberlänge überflüssig
zu machen, so daß die Vorrichtung eine geringere Länge als der Rechenstift nach
dem Hauptpatent haben kann. Gibt man ihr aber die gleiche Länge, so werden die Skalen
wegen der größeren Teilungsabstände erheblich deutlicher. Im letzteren Falle wirken
die Skalen C und c sowie D und d (Abb. 2, wenn man sich die rechten
Hälften von C und D wegdenkt) als je ein halbes, reziprokes Skalenpaar und bilden,
entsprechend zusammengelegt, ein ganzes reziprokes Skalenpaar, wie es auf neueren
Rechenschiebern angetroffen wird.
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Die Wirkungsweise des logarithmischen Rechenstiftes ist die folgende:
Das Multiplizieren zweier Zahlen, von denen jede einen kleineren Ziffernwert als
316, und solcher, von denen jede einen größeren Ziffernwert als 316 darstellt, die
also auf der Schieberskala d bzw. c vorkommen, erfolgt durch Verschieben der diese
Zahlenwerte enthaltenden Schieberhälften, entlang den ihnen anliegenden Skalen C
und D, wie auf den bekannten Rechenschiebern. Diese Verschiebungen erfolgen jedoch
nur von links nach rechts, da wegen der Reziprokteilung die Anfangs- und Endstriche
aller Teilungen in eine Linie fallen. Bei zwei Faktoren, von denen der eine ziffernmäßig
kleiner und der andere größer als 3 16 ist, die also auf den Schieberskalen
d und c zu finden sind, kommt die Reziprokskala zur Anwendung. Es werden hierbei
nur die linken Skalenhälften des Zylinders A benutzt, und es wird der Schieberzylinder
nur von links nach rechts verschoben. Von den gegebenen zwei Faktoren wird derjenige,
dessen Teilstrich weiter nach rechts fällt, als erster Faktor auf der linken Hälfte
der Skalen C oder D mit dem Läufer markiert. Ein Blick auf diese gegenüberliegenden
Skalen gibt hierbei darüber sofort Aufschluß, welcher Faktor weiter nach rechts
fällt. Der Teilstrich des zweiten Faktors wird auf der gegenüberliegenden, mit gleichen,
kleinen Buchstaben bezeichneten Schieberskala abgelesen, unter die Marke des Läufers
geschoben und das Produkt am linken Ende des Schieberzylinders auf der Ausgangsskala
abgelesen.
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Divisionen werden als Multiplikationen auf die Weise durchgeführt,
daß man den Läufer über dem Divisor auf einer der Skalen C oder D einstellt, auf
der gegenüberliegenden Skala den reziproken Ziffernwert desselben abliest oder mit
dem Läufer markiert, und den also gefundenen Wert als Faktor behandelt, der mit
dem Dividenden als zweitem Faktor nach dem für das Multiplizieren beschriebenen
Vorgang multipliziert wird.
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Wie im Hauptpatent können auf der Mantelfläche des Zylinders
A Hilfsskalen H, wie
die Quadrat- und die Kubusskala, die trigonometrischen
Skalen u. a., aufgetragen «-erden und mittels des Läufers oder der Enden des Schieberzylinders
mit der logarithmischen Skala C in Beziehung gebracht werden. Infolge der vorhandenen
Reziprokteilung ist der Gebrauch dieser Skalen noch erweitert, da man Divisorenwerte
mittels des Läufers auf der gegenüberliegenden Reziprokskala ohne weitere Verschiebung
als Faktoren abliest und mit denselben, wie beschrieben, multipliziert.
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Es werden demnach, infolge der beschriebenen Neuanordnung, mit dem
logarithmischen Rechenstift die Resultate beim Multiplizieren und beim Dividieren
nur durch einmalige Einstellung des Schieberzylinders, wie auf den vollkommensten
Rechenschiebern mit Reziprokteilung, gefunden, wobei diese Einstellungen mit dem
kurzen, handlichen Schieberzylinder rascher ausgeführt werden können als mittels
der schmalen, in enger Stabnut beweglichen Zunge, und wobei die Verschiebungen nur
halb so lang ausfallen. Es bedeutet dies, abgesehen von der nützlichen Verbindung
mit einem Schreibgerät, einen technischen Erfolg auf diesem Gebiete.