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Zeichengerät, insbesondere Maßstab Im Patent 8q.6 968 ist ein Zeichengerät,
wie z. B,. ein Lineal, Kurvenlineal, Zeichenwinkel, Maßstab od. dgl., beschrieben,
dessen Breitflächen eine derartige - Oberflächengestaltung aufweisen, daß sie nur
an den Ziehkanten oder diesen benachbarten, vorzugsweise parallelen Linien die Zeichenebene
berühren. Der Vorteil dieses Zeichengerätes besteht darin, daß die Auflagefläche,
mit der das Zeichengerät die Zeichenfläche berührt, sehr klein ist, so daß ein Verwischen
einer Bleistiftzeichnung praktisch vollständig verhindert wird. Auch wird dadurch
ein Verbiegän des Zeichengerätes und eine Beschädigung der Zeichenfläche durch Eindrückungen
verhindert.
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Wird dieses Zeichengerät nun als Maßstab ausgebildet, ;so befindet
sich' die Teilung des Maßstabes in einem verhä.ltnismäßig großen Abstand von der
Zeichenfläche, wodurch ein genaues Messen erschwert wird. Es wäre zwar möglich,
die Meßleiste, die den Maßstab trägt, 'geneigt anzuordnen, um so die Teilung der
Zeichenebene näher zu bringen. Diese Anordnung wäre jedoch nur auf einer Seite des
Maßstabes möglich.
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Ein derartiges Lineal hat auch den Nachteil, daß es nur in der Gebrauchsstellung
eine geringe Berührungsfläche mit der Zeichenunterlage besitzt, während es beispielsweise
möglich ist, daß ein derartiges Zeichengerät versehentlich auch mit seiner Oberseite
auf die Unterlage gelegt wird, so daß in diesem Fall die Zeichnung durch das Zeichengerät
verwischt wird. Außerdem ist ein derartiges Lineal uhhrandlic'h, und es isst erforderlich,
zur
leichteren Handhabung einen Knopf oder eine Griffleiste an dem
Zeichengerät anzuordnen.
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Die Erfindung beseitigt nun diese Nachteile dadurch, daß jeder Breitfläche
des Zeichengerätes bzw. des Maßstabes j e eine Ziehkante zugeordnet ist und an jeder
Ziehkante eine gegen :die Ebene der Breitfläche geneigte Meßleiste angeordnet ist
und die der Ziehkante abgewandte Kante der Meßleiste über die Ebene der Breitflächen
herausragt. Ein derartiges Zeichengerät nach der Erfindung zeigt im Querschnitt
bzw. an ,der Stirnfläche eine ungefähr Z-förmige Gestalt. Der DiagonalbaIken: wird
dabei vom Gerätekörper gebildet, .der von beiden Breitflächen begrenzt ist, währen,
der obere und untere Querbalken die Meßleiste darstellen. Der Winkel zwischen .einem
Querbalken und dem, Diagon.albalken, d. 1z.., der Winkel der Neigung der Meßleiste
gegen die Bireitfläche beträgt 'etwa 30°, während sich. die Tiefe der Breitflächen
zu derjenigen der Meßleiste ungefähr wie 3 : i verhält. Ein derartiges Zeichengerät
liegt nun einerseits im Bereich der Ziehkante auf der Unterlage auf, während die
andere Aufliegekante von der der anderen Ziehkante abgewandten Kante der anderen
Meßleiste gebildet wird. Die an sich parallelen Breitflächen des Zeichengerätes
sind sn der Gebrauchsstellung um einen geringen Betrag gegen die Zeichenunterlage
geneigt. Das Zeichengerät nach der Erfindung hat den Vorteil, daß es, gleich in
welcher Lage es auf der Unterlage aufliegt, die Unterlage immer nur mit zwei Linien
berührt. Die einfache Handhabung dieses Zeichengerätes ergibt sich daraus,, daß
die eine der Ziehkante abgewandte Kante der oberen Breitfläche die Auflagekante
um die Breite der unteren Meßleiste überragt, so daß das Zeichengerät durch Druck
auf diese Kante leicht schräg gestellt und erfaßt werden kann. Dadurch erübrigt
sich auch ein Knopf oder eine Griffleiste, und das Zeichengerät kann zu beiden Seiten
gleichartig verwendet werden. Es können daher z. B. auch beide Breitflächen für
die Unterbringung von Formelzusammenstellungen, Tabellen od. dgl. verwendet werden.
Diese beiden Breitflächen liegen immer hohl, so daß die Beschriftung nicht beschmutzt
und dadurch unleserlich wird.
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Es ist vorteilhaft, wenn die Meßleiste auf dem Körper des Zeichengerätes
aufgesetzt und mit diesem durch Kleben verbunden. ist. Die Meßleiste kann natürlich
auch angeschraubt oder in anderer Weise befestigt sein. Jede Meßleiste bildet dabei
mit ihren den Ziehkanten abgewandten Kanten eine Aufliegekante des Gerätes. Es ist
dabei möglich, dem Gerätekörper im Querschnitt die einfache Form eines Parallelogrammes
zu geben.
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Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist an der Ziehkante
unter @de@r Meß leiste eine Hohlkehle derart angeordnet, daß die Aüfliegekante des
Zeichengerätes im Bereich der Ziehkante gegenüber dieser zurückversetzt ist. Dadurch
liegt die Ziehkante selbst nicht direkt auf der Unterlage auf, was z. B-: beim Ausziehen
einer Zeichnung mit Tusche von Vorteil ist.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. z die perspektivische Darstellung eines Zeichengerätes nach. der Erfindung
und Fig.2 eine andere Ausführungsform.
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Im Querschnitt lrzw. an der Stirnfläche besitzt das Zeichengerät eine
Z-förmige Gestalt, die durch die Meßleisbe i und 2 und durch den Mittelteil 3 gebildet
wird. Der Mittelteil - 3 wird einerseits durch die _Breitfläche 4' und andererseits
durch die andere nicht sichtbare Breitfläche begrenzt. Der Bireitfläche 4 ist dite
Meßleiste i und der anderen Breitfläche die Meßleiste 2 zugeordnet. Bei der Verwendung
der Meßleiste i liegt das Zeichengerät im. Bereich der Ziehkante 5 und an der Kante
6 der Meßleiste 2 auf. Bei der Verwendung der anderen Seite dienen die Kante 7 und
die Ziehkante 8 als Auflagekante.
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In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel mit aufgesetzten Meßleisten
dargestellt. Die Meßleisten i und 2 sind dabei an den Flächen 9 und io mit dem Körper
3 verbunden. In diesem Fall besitzt der Körper des Zeichengerätes im Querschnitt
etwa die Gestalt eines Parallelogrammes, das durch. die Flächen 9. und i o, die
Breitfläche 4 und die dazu parallel nicht sichtbare Breitfläche gebildet ist. Im
Bereich der Ziehkanten 5 und 8 sind Hohlkehlen ii und iz angeordnet, so daß die
Auflagekanten i33 und 14 im Bereich der Ziehkanten gegenüber diesen zurückversetzt
sind.