DE42588C - Hinterrad-Bremse für zweirädrige Fahrräder - Google Patents

Hinterrad-Bremse für zweirädrige Fahrräder

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DE42588C
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DE
Germany
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brake
wheel
rear brake
connecting wire
lever
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42588D
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English (en)
Original Assignee
J. BAUM in Solingen, Nordstr. 20
Publication of DE42588C publication Critical patent/DE42588C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L3/00Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof
    • B62L3/02Brake-actuating mechanisms; Arrangements thereof for control by a hand lever

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei und Wagenbau.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1887 ab.
Die Anordnung der Bremse bei zweirädrigen Fahrrädern am Vorderrade weist folgende Nachtheile auf: Dadurch, dafs durch die Bremse die Drehung des grofsen Vorderrades gehindert wird, aber das Hinterrad ungehindert fortläuft, liegen der Unterstützungspunkt, die Achse des Vorderrades, und der Belastungspunkt, der Sattel, beim Bergabfahren nahezu senkrecht über einander, oder der Sattel liegt bei grofser Abschüssigkeit noch vor dem Unterstützungspunkt. Die Folge davon ist, dafs das Fahrrad leicht nach vorn überschlägt, welche Gefährlichkeit noch erhöht wird, wenn sich ein Steinchen zufällig zwischen Bremse und Radrand setzt und somit jede Drehung plötzlich aufhebt, — Bei starken Bremsen schiebt sich der Gummiring zu einem Wulst zusammen, klemmt sich zwischen Rad und Vorderradgabel, verhindert dadurch ebenfalls die Drehung und hat dann auch ein Ueberschlagen des Fahrrades nach vorn zur Folge. — Durch die Bremsanordnung leidet der grofse Gummiring des Vorderrades. Dagegen wird durch die Anbringung der Bremse am Hinterrad erreicht, dafs die Drehung des Vorderrades nicht behindert wird und das Vorderrad durch Steinchen nicht gehemmt werden kann. Es entsteht kein Zusammenschieben des Vorderradringes zu einem Wulst. Das gefährliche Ueberschlagen des Fahrrades nach vorn wird vermieden. — Die so angeordnete Bremse greift nur den kleinen Gummiring des Hinterrades an.
Die Verlegung der Bremse vom Vorderrade zum Hinterrade ist durch folgende Construction erreicht: An der Lenkstange α ist der in dem Scharnier b bewegliche Bremshebel c (Fig. 3) befestigt. Letzterer greift mit seinem freien Ende in den Schlitz d (Fig. 4) des Winkelhebels e, welcher durch Scharnier f an dem Schlammkratzer g der Vorderradgabel h (Fig. 1 und 2) befestigt ist. Die unter den Schlammkratzer g genietete Druckfeder i drückt gegen den mit der Rolle k versehenen Hebelarm des Winkelhebels e, wodurch dieser in seiner Ruhestellung gehalten wird. Ueber die Rolle k läuft an beiden Seiten der Vorderradgabel h vorbei die mit ihren Enden an der Oese / des Verbindungsdrahtes m befestigte Kette η (Fig. 4 und 5). Der Verbindungsdraht m liegt in dem hohlen Rücken 0 und endigt in einen Haken (Fig. 7), welcher in der Oese χ an dem Stiel ρ des Bremslöffels q befestigt ist. Bremslöffel q ist beweglich aufgehängt an dem Hängewinkel r in dem Scharnier s und wird durch Druckfeder t von dem Hinterradrande u abgehalten. Hängewinkel r ist an der Hinterradgabel ν genietet, ebenso Druckfeder t. Hinterradgabel ν und Druckfeder t haben die Oeffnung w zum Durchlassen des nach der Oese χ führenden Verbindungsdrahtes m (Fig. 6 und 7).
Wird Bremshebel c gegen Lenkstange α gedrückt, so wird durch das freie Ende von Bremshebel c in dem Schlitz d der Winkelhebel e von der Vorderradgabel h abgedrückt. Der Winkelhebel e nimmt die Kette η mit, welche wiederum den Verbindungsdraht m nach sich zieht. Durch Verbindungsdraht m wird der Stiel ρ des Bremslöffels q gehoben und letzterer gegen den Reifen des Hinterrades u gedrückt, wodurch dessen Drehung aufgehoben wird und das Hinterrad nachschleift.
Wird Bremshebel c losgelassen, so hebt Druckfeder t den Bremslöffel q und Druckfeder i drückt den Winkelhebel e an. Wäre Verbindungsdraht m zwischen der Vorderradgabel h hindurch unmittelbar an dem Winkelhebel e befestigt, so würde sich der Verbindungsdraht m beim Bremsen während einer Drehung zwischen Radrand und Vorderradgabel klemmen und somit die Bremse nicht wirken. Um daher die Bremse auch während des Drehens mit Sicherheit benutzen zu können, ist die Rolle k mit der zu beiden Seiten der Vorderradgabel vorbeigehenden Kette η eingeschaltet. Der Verbindungsdraht m ist übersponnen, um ein Klappern während des Fahrens zu vermeiden.

Claims (1)

  1. Pa TENT-A NSPRU CH.
    Hinterradbremse für zweirädrige Fahrräder, bestehend aus dem durch Bremshebel c bewegten Winkelhebel e mit der Rolle k und Druckfeder i in Verbindung mit der Kette η nebst dem im Fahrradrücken liegenden Verbindungsdraht m.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42588D Hinterrad-Bremse für zweirädrige Fahrräder Expired - Lifetime DE42588C (de)

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