DE425700C - Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers - Google Patents

Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers

Info

Publication number
DE425700C
DE425700C DEG57780D DEG0057780D DE425700C DE 425700 C DE425700 C DE 425700C DE G57780 D DEG57780 D DE G57780D DE G0057780 D DEG0057780 D DE G0057780D DE 425700 C DE425700 C DE 425700C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weir
weirs
pressure
water level
level
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG57780D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEG57780D priority Critical patent/DE425700C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE425700C publication Critical patent/DE425700C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/205Barrages controlled by the variations of the water level; automatically functioning barrages

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Betätigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers. Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum selbsttätigen Einstellen der Stauhöhe von Wehren und zum selbsttätiaren Ziehen derselben unter Verwendung des Überdruckes an einer oberhalb des Wehres, etwa an der Grenze des Staubereiches bei höchstem Wehrstau, oder darüber gelegenen Stelle des Wasseroberlaufes.
  • Auf der Zeichnung sind einige Anwendungsformen der Erfindung dargestellt.
  • Abb. z zeigt eine Wehranlage mit Klappenwehr in einem Längsschnitt nahe am Ufer durch das Wehr mit Oberwasser- und Unterwassergraben, Abb. 2 die Ausführung für ein Walzenwehr und Abb. 2a die für ein feststehendes Wehr mit selbsttätiger Entleerungseinrichtung.
  • Bei der Einrichtung nach der Abb. t wird ein sogenanntes Klappenwehr (amerikanische Bärenfalle) an sich bekannter Bauart verwendet. Es besteht aus zwei Klappen. Das Wehr ist durch ein Rohr V, das einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schieber S2 trägt, mit einer am einen Ufer vorgesehenen Kammer KG verbunden, die durch einen Abfluß E mit Absperrschieber S3 in den Untergraben entleert werden kann.
  • Sie steht durch eine neben den Fluß verlegte Leitung Z mit Absperrschieber S1 in Verbindung mit einer Uferkammer Uk, die an einer oberhalb des Wehres mindestens an der oberen Grenze des Staubereiches gelegenen Stelle angeordnet ist und dort mit dem Oberwasser in freier Verbindung steht. Infolgedessen stellt sich in ihr und in der Kammer KG ungefähr der gleiche Wasserspiegel von der als höchst zulässig angenommenen Höhe 0W ein. KG ist etwas höher aufgeführt und mit dem Untergraben durch einen Saugheber H verbunden, der mit dem Scheitel ungefähr in der Höhe des höchsten Wasserspiegels 0W liegt.
  • Im gewöhnlichen Betriebe sind die Schieber Sl und S2 offen, S1 kann mit einem Schwimmer Sv in der Kammer KG durch ein Gestänge derart in Verbindung stehen, daß dieses S1 abschließt, wenn der Spiegel 0W unter eine Mindesthöhe herabgesunken ist. Das Klappenwehr ist derart berechnet, daß es bei dem höchsten Wasserstand Oll' bei Uk gerade voll aufgerichtet ist, bei niedrigem Wasserstand aber entsprechend niedriger sich einstellt. Steigt jedoch das Wasser, z. B. infolge starken Regens, über den Höchststand 0W-, so steigt der Spiegel in K, so hoch, daß der Heber H anspringt und die Kammer KG zu entleeren anfängt, weil sein Querschnitt wesentlich größer ist wie der der Zuleitung Z. Sobald der Spiegel in K, unter 0W gesunken ist, sperrt der Schwimmer Sv das Ventil S1 ab, und Kd wird durch den Heber H vollkommen entleert, ebenso auch das Wehrinnere, und das Klappenwehr legt sich selbsttätig infolge des Wasserdruckes nieder.
  • Will man das Wehr bei einem anderen Wasserstande niederlegen, so schließt man nur von Hand das Ventil S1 und öffnet den Schieber S3, bzw. bei genügend großem Querschnitt von S3 und der Entleerungsleitung E gegenüber der Zuleitung Z öffnet man nur S3. Dann sinkt der Spiegel in K, so weit, daß Sv selbsttätig S1 abschließt und KO sich so weit entleeren kann, daß das Wehr sich selbsttätig niederlegt.
  • Soll das Wehr wieder aufgerichtet werden, so verschließt man S3 und öffnet S1, wodurch sich K, wieder von der Leitung Z her anfüllt und je nach dem Wasserspiegel in Uk das Wehr wieder mehr oder weniger hoch selbsttätig aufgerichtet wird. Der Schieber S2 am Rohr V zwischen K, und dem Wehrinnern ermöglicht, K, vorübergehend zu entleeren, ohne daß das Wehr zusammenfällt.
  • Die Abb. 2a zeigt, wie gemäß der Erfindung auch bei einem festen Wehr der Stau vor dem Wehr durch einen Saugheber selbsttätig bei Hochwasser oder auch bei niedrigem Wasserstand gesenkt werden kann. Über die Wehrkrone ist ein Saugheber H von genügend großem Querschnitt derart gelegt, daß er bei Ansteigen des Wasserspiegels 0W über die höchst zulässige Höhe selbsttätig anspringt. Er ist im Scheitel mit der durch den Schieber S1 absperrbaren Zuleitung Z von der oben erwähnten Uferkammer Uk wie bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform verbunden, so daß er bei niedrigerem Wasserstand auch durch Öffnen des Schiebers S1 zum Anspringen gebracht werden und nach Abschluß des Ventils S1 den Wehrteich entsprechend weit aushebern kann.
  • Bei dem Walzenwehr nach Abb. z wird die Wehrwalze Ww, die auf schrägen, gezahnten Bahnen E gelagert ist, bei gewöhnlichem Betrieb auf dem Wehrboden aufliegt und mit ihrer Oberkante den Wasserspiegel Hw einstellt, mittels Seilen, Ketten o. dgl. und Trommeln durch einen als Gegengewicht dienenden Wasserbehälter B angehoben, der in einem Schacht Sk mit Ablauf A nach dem Untergraben frei beweglich hängt und im Boden kleine Auslässe 01 besitzt.
  • Der Behälter wird durch eine mit Schieber S1 absperrbare Zuleitung Z1 von der mindestens am oberen Ende des Staubereiches des Wehres vorgesehenen Uferkammer Uk her gespeist, so daß bei entsprechend weit geöffnetem Schieber S1 ständig eine gewisse Wassermenge in B hineinfließt. Diese Menge wird durch die Druckhöhe der Uferkammer Uk über dem Ausfluß von Z1 bestimmt und gegebenenfalls durch entsprechende Einstellung des Schiebers Sl derart geregelt, daß gerade so viel Wasser in B zufließt, als daraus durch die Öffnungen 0, entweicht, und daß bei Steigen des Wasserspiegels in Uk infolge Hochwassers durch die dann zufließende größere Wassermenge der Behälter B so weit gefüllt und beschwert wird, daß er die Walze Ww hochzieht und damit den Stau senkt. Ist dann der Wasserstand bei Uk wieder der gewöhnliche oder ein niedrigerer, so fließt durch Z1 dem Behälter B wieder weniger Wasser zu, er entleert sich durch die Öffnungen 0." sein Gewicht wird geringer, die Walze Ww rollt selbsttätig abwärts bis auf den Wehrboden und bringt den Behälter B in die gezeichnete Höchstlage zurück.
  • Um das Wehr auch, ohne daß Hochwasser eingetreten ist, ziehen zu können, legt man noch eine zweite Leitung Z, mit dem Schieber S4 von einer nach oberhalb Uk gelegenen Stelle aus nach dem Wehre.
  • Die Stauhöhe des Wehres läßt sich auch bei Klappenwehren dadurch regeln, daß man, wie in Abb. 2 angegeben, mehrere Zuleitungen Z von verschieden hoch liegenden Uferkammern Uk am Oberlauf zum Wehr führt und dadurch je nach Öffnen der einen oder der anderen Zuleitung Z einen höheren oder tieferen Wasserspiegel in K, und .damit einen -größeren oder kleineren Druck im Wehrkörper K erzeugt und dementsprechend das Wehr mehr oder weniger weit aufrichtet.
  • Auch durch entsprechende Einstellung der Schieber S1 bzw. S2 und S3 hat man es in der Hand, die Wehrkörper höher oder tiefer einzustellen und die Stauhöhe zu regeln.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcIi: Einrichtung zum Betätigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers, gekennzeichnet durch eine stromaufwärts mindestens etwa an der Grenze des Staubereiches bei höchstem Wehrstau aus dem Wasserlauf abgezweigte Zuleitung zumWehr, die bei beweglichen Wehren in einer gegebenenfalls noch einen Saugheber für selbsttätige Entleerung bei Überschreitung des Höchstwasserstandes besitzenden Kammer neben dem Wehr mündet, bei festen Wehren aber dem Scheitel eines über das Wehr gelegten Saughebers zugeführt ist.
DEG57780D 1922-11-07 1922-11-07 Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers Expired DE425700C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG57780D DE425700C (de) 1922-11-07 1922-11-07 Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG57780D DE425700C (de) 1922-11-07 1922-11-07 Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE425700C true DE425700C (de) 1926-02-23

Family

ID=7131697

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG57780D Expired DE425700C (de) 1922-11-07 1922-11-07 Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE425700C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN115596457A (zh) * 2022-09-22 2023-01-13 立信阀门集团有限公司(Cn) 一种盾构机前端闸门

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN115596457A (zh) * 2022-09-22 2023-01-13 立信阀门集团有限公司(Cn) 一种盾构机前端闸门

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2506126C3 (de) Regenüberlaufbauwerk
DE425700C (de) Einrichtung zum Betaetigen von Wehren durch den Druck des Oberwassers
US3208225A (en) Sinking float-operated irrigation gate
DE3108440C2 (de) Drosselschacht zur Steuerung des Abflusses aus einer Regenwasserrückhalteanlage
DE1130766B (de) Neben einer Schleuse angeordnetes Wasserkraftwerk
DE3102544C2 (de) Steuervorrichtung für flexible Wehrkörper
DE427896C (de) Selbsttaetiges Segmentwehr
DE649470C (de) Selbsttaetige Vorrichtung zum Regeln von hydrostatischen Wehren
CH126538A (de) Reguliervorrichtung für mit Wasserdruck bewegbare Wehrkörper.
DE435723C (de) Verfahren und Vorrichtungen zur Verhuetung der UEberlastung von Klaeranlagen durch Niederschlagswasser und durch Geschiebe
DE53100C (de) Spülheber
DE2603665A1 (de) Regenueberlaufbecken
DE3534494A1 (de) Vorrichtung zum steuern mindestens eines gasstromes
DE455519C (de) Abtrittbecken mit einer in seinem oberen Teil unterhalb des Sitzes vorgesehenen, beiNichtgebrauch wasserfreien Spuelkammer um den Trichterrand
DE239516C (de)
DE526165C (de) Abflussregler fuer Staubecken
DE360521C (de) Selbsttaetiges Klappenwehr
AT140287B (de) Einrichtung zum selbsttätigen Regeln der Einstellung von hydraulisch zu betätigenden Wehren.
DE583038C (de) Vorrichtung zum Verhueten des Nachtropfens bei der Warmwasserentnahme aus Heisswasserspeichern
DE198428C (de)
DE910040C (de) Abortspuelkasten
AT130318B (de) Wehrverschluß mit Versenkwalze.
CH159100A (de) Selbsttätige Wehrregulierungseinrichtung.
DE326265C (de) Absperr- und UEberlaufvorrichtung fuer Fluessigkeiten, vorzugsweise fuer Abtrittspuelkasten
DE19549703B4 (de) Konstruktion zur Absperrung von Wasserläufen unter Vermeidung des Geschiebeeintrags