DE42394C - Verfahren, Tabak zu veredeln - Google Patents

Verfahren, Tabak zu veredeln

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DE42394C
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tobacco
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DENDAT42394D
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N. WALLACH in Duisburg
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    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/18Treatment of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/28Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances
    • A24B15/287Treatment of tobacco products or tobacco substitutes by chemical substances by inorganic substances only
    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 79: Tabak.
Es giebt eine Menge Tabak, welcher schlecht brennt und schlecht riecht, und welcher deswegen theils nur einen sehr geringen Preis erzielt, theils ganz unverkäuflich ist. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, diesen Tabak von seinem schlechten Geruch zu befreien und ihn gut brennend zu machen, also zu veredeln.
In ein genügend grofses Gefäfs werden bei einem Quantum von 3,5 kg sehr schlechten Tabaks 1,5 kg grob zerkleinerte Holzkohle (oder Knochenkohle), 70 g Alaun, 50 g Borax und 80 g Kalisalpeter gebracht. Darüber wird der Tabak gleichmäfsig aufgelegt und mit kochendem Wasser begossen, so dafs das Wasser über den Blättern steht. Alaun, Borax und Salpeter können auch in dem Wasser vorher aufgelöst werden und diese Lösung über den mit Kohle aufgeschichteten Tabak heifs übergegossen werden. Die Blätter werden durch auf Holzgitter liegende Gewichte unter dem Wasser gehalten. In diesem Bade bleibt der Tabak 18 Stunden. Dann wird er herausgenommen, in ein Bad von laufendem Wasser gebracht, bis das Wasser klar abläuft, und ausgepreist.
In einem anderen Gefäfse haben indessen 1,5 kg Stengel (ζ. B. 750 g Sumatrastengel und 750 g Brasilstengel) 12 Stunden in heifsem Wasser gelegen. Es werden nun hierzu noch 30 g ,Borax und 20 g Salpeter gegeben und der nach dem ersten Verfahren ausgepreiste Tabak eingelegt und wieder so viel heifses Wasser zugegossen, dafs dasselbe den Tabak bedeckt. Das Gefäfs wird zugedeckt und bleibt 6 Stunden in Ruhe. Dann wird der Tabak herausgenommen und auf dem Speicher getrocknet.
Der Tabak hat nun seinen schlechten Geschmack verloren, brennt vorzüglich, riecht nicht mehr unangenehm, sondern hat das Aroma der angewendeten Stengel angenommen, und ist daher nicht blos verkäuflich, sondern auch zu einem guten Preise geworden.
Es versteht sich, dafs die angegebenen Gewichte der zu den Bädern verwendeten Stoffe bezw. Chemikalien nur Durchschnittszahlen sind und je nach der Güte des Tabaks geändert werden müssen. Brennt der Rohstoff ziemlich gut, stinkt aber dabei, so wird mehr Holzkohle und Alaun, aber weniger Salpeter genommen, und umgekehrt, und mufs diese Bestimmung den jedesmaligen Verhältnissen und dem gewünschten Ergebnifs gemäfs von dem Werkführer bezw. Kenner getroffen werden. Je bessere feinere Stengel für das zweite Bad genommen werden, ein desto feineres Aroma bekommt der fertige Tabak, so dafs auch hier viele Abweichungen hervorgebracht werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, Tabak zu veredeln, welches darin besteht, dais der Rohtabak, mit Kohlenklein vermengt, ca. 18 Stunden in ein heifses Bad aus Alaun, Borax und Kalisalpeter, und zwar im Verhältnifs von ungefähr 3,5 kg Tabak, 1,5 kg Kohle, 70 g Alaun, 50 g Borax und 80 g Salpeter gelegt, gewaschen, ausgepreist und dann auf 6 Stunden in ein heifses Bad aus Tabakstengeln, Borax und Salpeter, und zwar im Verhältnifs von ungefähr 750 g Sumatrastengel, 750 g Brasilstengel, 30 g Borax und 20 g Salpeter gebracht und schliefslich getrocknet wird.
DENDAT42394D Verfahren, Tabak zu veredeln Expired - Lifetime DE42394C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3380458A (en) * 1966-02-15 1968-04-30 Eastman Kodak Co Method for producing a cigarette with low tar yield

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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