DE423600C - Verfahren zum Wasserdichtmachen, Fuellen und Faerben von Geweben - Google Patents

Verfahren zum Wasserdichtmachen, Fuellen und Faerben von Geweben

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DE423600C
DE423600C DER59513D DER0059513D DE423600C DE 423600 C DE423600 C DE 423600C DE R59513 D DER59513 D DE R59513D DE R0059513 D DER0059513 D DE R0059513D DE 423600 C DE423600 C DE 423600C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/08Cleaning containers, e.g. tanks
    • B08B9/20Cleaning containers, e.g. tanks by using apparatus into or on to which containers, e.g. bottles, jars, cans are brought
    • B08B9/36Cleaning containers, e.g. tanks by using apparatus into or on to which containers, e.g. bottles, jars, cans are brought the apparatus cleaning by using brushes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/693Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural or synthetic rubber, or derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zum Wasserdichtmachen, Füllen und Färben von Geweben. Es sind bereits Verfahren zum Wasserdichtmachen usw. von Geweben bekannt, bei welchen man das Gewebe mit einer natürlichen Kautschukmilch behandelt, welche durch Zusatz von zweckentsprechenden Mitteln am Koagulieren gehindert ist, und das Erzeugnis dann trocknet bzw. die Kautschukmilch darin koaguliert. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Kautschukmilch sowohl beim Imprägnieren wie beim Auftragen oder Ansprühen infolge ihrer Dünnflüssigkeit zwar schnell eindringt, jedoch nicht genügend an dem Erzeugnis festgehalten wird, so daß sich mehrmaliges Imprägnieren nötig macht. Sehr schwierig ist es dabei, Farben, Fäll- und Beschwerungsmittel in dem Gewebe gleichmäßig zu verteilen, da die Pigmente usw. sich in der- leichtflüssigen Kautschukmilch nicht verteilen, sondern rasch absetzen und beim Auftragen auf das Erzeugnis sich von der Milch trennen und auf der Oberfläche bleiben. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß der Kautschukmilch eine größere Zähflüssigkeit durch Vermischen derselben sei es mit solchen Mitteln verliehen wird, welche den Kautschuk aufquellen, sei es mit solchen, die Schutzkolloide sind und im Wasser selbst aufquellen. Dadurch lassen sich Farben usw. leicht und gleichmäßig verteilen, und obwohl das Imprägnieren usw. langsamer vor sich geht als mit der natürlichen Kautschukmilch, so wird anderseits ein besseres Verteilen und Festhalten erreicht.
  • Die Erfindung ist besonders vorteilhaft beim Wasserdichtmachen, Färben und Füllen von Geweben, welche in ihren Poren vollständig ausgefüllt werden sollen und an der Oberfläche eine hochglänzende und glatte Beschaffenheit oder Appretur besitzen sollen. Gewöhnlich werden solche Gewebe mit Füll-, Steif- und Beschwerungsstoffen, wie Stärke, Leinen, chinesischen Ton, Kreide, Mineralsalzen u. dgl., appretiert, jedoch sind solche Mittel nicht wasserecht und werden durch Feuchtigkeit beschädigt, indem das Gewebe seine steife Beschaffenheit einbüßt. Durch Zusatz einer bestimmten Menge von in genannter Art vorbehandelter Kautschukmilch zu den Füllstoffen usw. erhält das Gewebe nach dem Appretieren eine vollkommene Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und Dämpfe und behält sein schönes -äußere auch bei wiederholten Benetzungen. Wenn erforderlich, kann das Gewebe mit bestimmten Mustern bedruckt oder gepreßt werden. Das Verfahren eignet sich ferner für Kunstleder, Seile, Schnüre, Papiergarne, Strohhüte, Reiseutensilien usw. Das Aufbringen des Kautschukmilchgemisches erfolgt durch Eintauchen, Aufbürsten, Aufsprühen usw. Eine Komposition, bestehend aus Farbstoffen (mit oder ohne Zusatz von Füllstoffen und vorbehandelter Kautschukmilch als Bindemittel, kann auch zum Aufdrucken auf Geweben benutzt werden oder auch zum Bemalen derselben nach Art der Künstlerfarben. Das Erzeugnis wird zum Schluß vulkanisiert. Obwohl es üblich ist, die Kautschukmilch durch Eintauchen oder Aufsprühen auf das Material aufzubringen, kann dieselbe vorteilhaft auch durch Ausbreiten, z. B. mittels Bürsten, angewendet werden. Das Verfahren kann in folgender Weise ausgeführt werden.
  • Das Kautschukmilchgemisch wird in folgender Weise hergestellt: Die natürliche Kautschukmilch wird durch Zusatz von Lein, Stärke, Mehl oder ähnlichen in Wasser aufquellbaren Schutzkolloiden verdickt. Bei Zusatz von Leim wird sowohl die Kautschukmilch wie der Leim erwärmt und dann gemischt, wobei der Leim mit etwas alkalischem Stoff versetzt wird, um dessen Säure zu neutralisieren. Bei Anwendung von Stärke, Mehl usw. werden dieselben mit kaltem Wasser aufgerührt und dann mit Kautschukmilch versetzt, worauf das Gemisch bis zur erforderlichen Zähflüssigkeit erhitzt wird. Eine. geringe Menge von gewöhnlicher Seife kann hinzugesetzt werden, um den Kautschukgehalt in dem Teig besser zu verteilen und ebenfalls als Schutzkolloid zu wirken. Die färbenden und füllenden Stoffe werden, wenn dieselben eine kristallinische, erdige oder körnige Beschaffenheit besitzen, zunächst mit Wasser fein gemahlen und aufgeschlämmt sowie mit Schutzkolloid, wie Leim, Stärke usw., versetzt, bevor sie dem Kaütschukmilchgemisch hinzugefügt werden. Diese Komposition wird durch das Gewebe usw. aufgetragen.
  • Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß man der natürlichen Kautschukmilch einen bestimmten Prozentsatz, z. B. 5 bis 5o Prozent, von Naphtha, Aceton, Amylacetat o. dgl. Kautschuklösungsmittel bzw. aufquellendem Mittel hinzufügt und das Gemisch in einer Mischmaschine längere Zeit umrührt, damit sich die Naphtha usw. verteilt und die Kautschukteilchen aufquellen, wobei die Komposition zähflüssig wird. Die Naphtha oder das aufquellende Mittel werden in gewissen Fällen, um den Kautschuk gleichzeitig mit dem Aufquellen zu koagulieren, vor dem Zusatz zu dem Kautschukmilchgemisch mit Essigsäure oder anderer Säure versetzt. Wenn beschwert oder gefärbt werden soll, so wird der Beschwerungs- oder Färbestoff zunächst in Wasser fein gemahlen und dann mit dem erforderlichen Prozentsatz der Kautschukmilch versetzt. Es wird dann Naphtha hinzugefügt, um die erforderliche Zähflüssigkeit durch das Aufquellen des Kautschuks zu erzielen. Wenn es wünschenswert ist, den Prozentgehalt der Naphtha niedrig zu halten, so wird der Kautschukmilch mehr Wasser vor dem Zusatz der Naphtha hinzugefügt, mit anderen Worten, die Kautschukmilch wird mehr verdünnt, und die Zähflüssigkeit wird durch Wasserzusatz geregelt. Soll dagegen die Komposition eine wesentliche Zähflüssigkeit besitzen und der Kautschukgehalt bedeutend sein, so wird eine bestimmte Menge, z. B. i bis i o Prozent Stärke, Leim, Mehl, Seife usw. oder Gemisch derselben, zu der Kautschukmilch hinzugefügt und erhitzt. Wird der gleiche Prozentgehalt der Naphtha zu der Kautschukmilch hinzugefügt, wie oben angegeben, so wird bei Anwesenheit von Leim u. dgl. die Komposition von geringerer Zähflüssigkeit sein, da der Leim eine Schutzkolloidschicht um die Kautschukteilchen bildet und das Aufquellen der letzteren durch die Naphtha bis zu gewissem Grade verhindert. Diese Komposition kann ebenfalls mit Füllungs- und Farbstoffen sowie mit Vulkanisierungsmitteln vermischt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Wasserdichtmachen, Füllen und Färben von Geweben, bei welchem man das Gewebe mit einer Kautschukmilch behandelt, welche durch Zusatz von zweckentsprechenden Mitteln am Koagulieren gehindert ist, und das Erzeugnis dann trocknet bzw. die Kautschukmilch darin koaguliert, dadurch gekennzeichnet, daß die Kautschukmilch 'mit Stoffen vermischt wird, welche die Leichtflüssigkeit derselben aufheben und die Lösung zähflüssig machen. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kautschukmilch mit Naphtha o. dgl. Kohlenwasserstoffei vermischt wird, um den Kautschukgehalt zum Aufquellen zu bringen, wodurch das Gemisch auf das Erzeugnis durch Auftragen aufgebracht wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kautschukmilch mit einem in Wasser aufquellbaren Schutzkolloid vermischt wird. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Farbstoffe, Füll- und Beschwerungsmittel mit Wasser fein gemahlen und reit dem Schutzkolloid vermischt werden, wonach das Gemisch oder ein Teil desselben mit der Kautschukmilch versetzt wird. Verfahren nach Anspruch i bis dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch von Farbstoffen, Füll- und Beschwerungsmitteln mit Schutzkolloid und Kautschukmilch mit Naphtha oder ähnlichem Kautschuklösungsmittel oder anderem aufquellenden Mittel, wie Aceton, Amylacetat o. dgl., im Verhältnis von 5 bis 5o Prozent versetzt wird, um eine zähflüssige, zum Aufsprühen geeignete Flüssigkeit zu erhalten. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daB die Naphtha oder das aufquellende Mittel vor dem Zusatz zu dem Gemisch mit Essigsäure oder anderer Säure versetzt wird, um den Kautschuk gleichzeitig mit dem Aufquellen zu koagulieren.
DER59513D 1922-10-17 1923-10-17 Verfahren zum Wasserdichtmachen, Fuellen und Faerben von Geweben Expired DE423600C (de)

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