DE421307C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohgummiplatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohgummiplatten

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DE421307C
DE421307C DED44402D DED0044402D DE421307C DE 421307 C DE421307 C DE 421307C DE D44402 D DED44402 D DE D44402D DE D0044402 D DED0044402 D DE D0044402D DE 421307 C DE421307 C DE 421307C
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    • B29C70/00Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts
    • B29C70/04Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts comprising reinforcements only, e.g. self-reinforcing plastics
    • B29C70/28Shaping operations therefor
    • B29C70/30Shaping by lay-up, i.e. applying fibres, tape or broadsheet on a mould, former or core; Shaping by spray-up, i.e. spraying of fibres on a mould, former or core
    • B29C70/32Shaping by lay-up, i.e. applying fibres, tape or broadsheet on a mould, former or core; Shaping by spray-up, i.e. spraying of fibres on a mould, former or core on a rotating mould, former or core
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
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    • B29K2105/06Condition, form or state of moulded material or of the material to be shaped containing reinforcements, fillers or inserts
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    • B29K2105/10Cords, strands or rovings, e.g. oriented cords, strands or rovings
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohgummiplatten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohgummiplatten, welche auf einer oder auf beiden Seiten in der Oberfläche versenkt liegende, parallel verlaufende Fäden oder Schnüre besitzen, wie sie hauptsächlich zur Erzeugung von Mänteln oder Decken von Fahrrad- oder Kraftfahrzeugreifen Verwendung finden.
  • Wesentlich ist dabei, daß die Fäden (Cordzwirn o. dgl.) gleichmäßig und zuverlässig in die Oberfläche eingebettet bzw. versenkt sind, so daß kein Faden oder Schnur in Berührung mit der nächsten Lage kommen kann. Nun besitzen die Gespinstfäden, wie sie zur Herstellung der Einlagen in die Gummireifen Verwendung finden, nur eine engbegrenzte Reißfestigkeit. Sie können deshalb nicht durch bloßes Anspannen oder Einpressen in die zähe, elastische Gummimasse eingebettet oder eingepreßt werden.
  • Dieses Einbetten oder Versenken der Fäden in die Röhgummiplatten in rascher, wirtschaftlicher und zuverlässiger Weise zu ermöglichen, ist Zweck der Erfindung. Dabei wird die parallele Lagerung der Fäden in bekannter Weise dadurch erzeugt, daß man den endlosen Faden auf die auf einen rasch sich drehenden Zylinder oder auf eine Trommel aufgelegte Rohgummiplatte in erforderlichen Falles vorgeritzten, spiral- bzw. schraubenförmigen Windungen aufwickelt.
  • Wichtig ist dabei die Regelung der Fadenspannung. Da der Zylinder bzw. die Trommel bei fabrikmäßiger Herstellung der Platten zur raschen Aufwickelung des Fadens größere Umfangsgeschwindigkeit haben muß, dadurch der Gummimantel infolge der Fliehkraft sich nach außen erweitern, der Faden somit in ungenügender Spannung aufgewickelt würde, wird.erfindungsgemäß der auf die rotierende Trommel aufgezogene Gummimantel durch Erzeugung von Unterdruck in der Trommel gegen diese gesaugt. Zu diesem Zweck ist sie durchlocht, oder sie besteht aus einem Drahtgewebe. Der Gummimantel behält durch das Absaugen der Luft aus ihr auch bei größter Umdrehungsgeschwindigkeit seinenormale Größe bei, und die Fäden ziehen sich genau auf den Gummimantel bzw. in die vorgeritzten Furchen ein, sich mit der Gummimasse fest verbindend.
  • Das Einziehen bzw. Einbetten der Fäden wird dann noch durch inneren Überdruck nach dem Aufziehen der Fäden auf den Gummimantel durch Einpressen von Luft, Gas oder Däm.pfen in die Trommel vergrößert. Die Fäden dringen noch tiefer in den Gummi ein, was auch noch durch die Erwärmung der Trommel oder die Einführung von erwärmter Luft, Gas oder von Dampf gesteigert werden kann.
  • Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist m einer Ausführungsform auf der Zeichnung schematisch dargestellt. Abb. i ist eine Stirnansicht mit teilweisem Schnitt, Abb. 2 eine Draufsicht.
  • a ist die m einem entsprechenden Gestell b gelagerte Trommel. Sie hat einen durchlochten Mantel, oder sie besteht aus einem Drahtgewebe. Sie besitzt eine hohle Welle s, und ihre 'Stirnwände sind luftdicht abgeschlossen. Die hohle Welle ist im Trommelinnern durchlocht oder geschlitzt, um in der Trommel Unterdruck oder Überdruck bei aufgelegtem Gummimantel -herstellen zu können, Unterdruck während des Fadenaufziehens, Überdruck nach vollendetem Aufziehen.
  • Bei Trommeln mit kleinem Durchmesser wird eine Roligummiplatte d aus einem Stück aufgezogen. Bei Trommeln von größerem Durchmesser werden mehrere Gummiplatten, die nur bis zu einer Breite hergestellt werden können, nebeneinander Glicht so aufgelegt, daß sie eine glatte Zylinderoberfläche bilden.
  • Zweckmäßig wird ein weitmaschiges Gewebe zwischen Trommelmantel und Gummiplatte eingeschaltet.
  • Der einzubettende Faden wird durch den Fadenführer 1 aufgebracht. Dieser wird durch eine Schraubenspindel r, die mit einem entsprechenden Getriebe des Trommelvorgeleges verbunden ist, betätigt. Die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel läßt sich dabei mit der Schaltung des Fadenführers so regeln, daß die Fadenlagen enger oder weiter erzeugt werden. Ferner trägt der Fadenführer das in seiner Ritz- bzw. Schnittiefe durch Schraube o regelbare, federbeeinflußte Messer m, das z. B. elektrisch heizbar ist und das bei der Drehung der Trommel die Fadenfurche schneidet.
  • Der Faden, der sich in die von dem Messer erzeugte Furche einlegen soll, wird nun, je nach der Drehrichtung der Trommel, durch eine obere und untere, am Messer angeordnete Rolle i in die Furche geführt. Die Anwendung der zwei Rollen ist deshalb zweckmäßig, damit die Trommel einmal in der einen Richtung und unmittelbar ohne Zurückstellung des Fadenführers in der anderen Richtung verwendet werden kann. Der Faden kommt von der Spule e, wird unter genauer Spannungsregelung über Rollen feines Trägers: h zweckmäßig zu einem Gefäß g, welches Gummilösung o. dgl. enthält, .geführt, von wo aus der Faden über weitere Rollen zum Fadenführer i geleitet, von den Messerrollen aufgenommen und mit der erforderlichen Spannung in die vorgeritzte Furche gezogen wird.
  • So ergibt sich also folgender einfacher Herstellungsvorgang für die Erzeugung von Röhgummiplatten mit in ihrer Oberfläche eingebetteten oder versenkten, parallel laufenden Fäden oder Schnüren.
  • Der Rohgummimantel ist auf die Trommel dicht -aufgezogen. Diese wird maschinell mit entsprechender Geschwindigkeit gedreht und dabei gleichzeitig der Fadenführer bewegt. Mit der Drehung der Trommel wird Luft in dem Verhältnis der Umdrehungsgeschwindigkeit abgesaugt und dadurch der Gummimantel auf der Trommel glatt aufliegend erhalten.
  • Der Fadenanfang ist am Trommelanfang befestigt. Bei Beginn der Trommeldrehung beginnt auch das Messer die Bahn für den Faden zu ritzen. Der Faden zieht sich dabei, über eine Rolle oder Öse des Messers geführt, unmittelbar und gleichmäßig in diese Furche ein, wobei eine Vorrichtung zur Spannungsregelung des Fadens eingeschaltet sein kann.
  • Der Faden kann dabei. durch ein Gefäß mit Gummi- oder sonst entsprechender Lösung geführt werden, welche die Verbindung zwischen Faden und Gümmimasse erhöht. Wenn nun auf solche Weise die Fäden oder die Schnüre in paralleler Lage in rascher, sicherer und absolut gleichmäßiger Weise in die Oberfläche des Röhgummimantels versenkt aufgebracht werden können, so kann dieses Versenken oder Einbetten auch ohne vorheriges Einritzen noch dadurch erhöht werden, daß man den Mantel nach dem Aufziehen der Fäden einem inneren Überdruck dadurch aussetzt, daß man durch die Hohlachse in die Trommel gespannten Dampf einführt oder Gas oder Luft eindrückt, dadurch den Gummimantel gegen die gespannten Fäden und diese damit noch mehr in die Gummimasse einspannt- bzw. einpreßt. Wird dabei Dampf verwendet, die Gase oder die Luft erwärmt, so ist die Wirktalg durch die Erweichung des Gummimantels und damit die leichtere Versenkung des Fadens besonders günstig. Aus diesem Grunde kann auch die Trommel heizbar gemacht sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Rohgummiplatten mit in die Oberfläche in paralleler Lage eingebetteten Fäden oder Schnüren durch Aufziehen derselben in schrauben- oder spiralförmigen Windungen auf den auf eine rotierende Trommel aufgezogenen Gummimantel, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummimantel durch Erzeugung von Unterdruck in der Trommel gegen diese gesaugt und das Einziehen bzw. Einbetten der Fäden in den Gummimantel durch inneren überdruck auf letzteren. vergrößert wird. z. Vorrichtung zur Ausführung des Verfa;hrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer den zu belegenden Gummimantel tragenden rotierenden Trommel (a) und einem 'durch Schraubenspindel (r) bewegten Fadenführer (i) besteht, welcher ein die Fadenfurchen ritzendes Messer (m) trägt, von dessen öse oder Rolle (L) der Faden direkt in die Fadenfurchen geführt und gespannt wird. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an ihren Stirnseiten luftdicht abgeschlossene Trommel (a) einen durchlochten oder aus Drahtgewebe bestehenden Mantel und eine Hohlachse (a) in der Weise besitzt, daß durch letztere Unterdruck oder Überdruck in der mit dem Gummimantel belegten Trommel hergestellt werden kann.
DED44402D Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohgummiplatten Expired DE421307C (de)

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