DE418079C - Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere von Motorpfluegen - Google Patents
Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere von MotorpfluegenInfo
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- A01B71/06—Special adaptations of coupling means between power take-off and transmission shaft to the implement or machine
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26.AUGUST1925.
26.AUGUST1925.
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 a GRUPPE
(M81917 IIIJ4sa)
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A. G. in Nürnberg.
Vorrichtung zur kontinuierlichen Änderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen,
insbesondere von Motorpflügen.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, bei Motorfahrzeugen, insbesondere Motorpflügen
u. dgl., verschiedene Fahrgeschwindigkeiten mit einer einzigen Übersetzung zu
ermöglichen, ohne daß eineUberbea*ispruchung der Triebwerkteile infolge unzulässiger Steigerung
der Motorleistung erfolgen kann.
Erfindungsgemäß wird dieser Zweck' dadurch
erreicht, daß der Motor mit einem Regler von während des Betriebes veränderlicher
Belastung in der Weise zusammenwirkt, daß bei Verstellung der Belastung
die Drehzahl und das Drehmoment des Motors ohne Änderung der Motorleistung
verändert werden kann, so daß bei Steigerung der Fahrgeschwindigkeit eine gleichzeitige
Erhöhung der Motorleistung nicht möglich ist.
Die Regelung der Fahrgeschwindigkeit erfolgt erfindungsgemäß in der Weise, daß
das Hubmoment der Reglerfeder im gleichen Augenblick verstärkt oder geschwächt wird,
indem eine Änderung des Zylinderfüllungsrades durch Verstellung einer Drosselklappe
ίο erfolgt, so daß z. B. eine verstärkte Drosselung
der Brennstoffzufuhr von einer Verstärkung des Hubmomentes der Reglerfeder begleitet
ist, die eine Entlastung des. Reglers herbeiführt.
Die Einrichtung ist dabei so getroffen, daß die Drosselklappe durch ein mittels Hebels
verstellbares Zwischenglied gesteuert wird, dessen Verstellung gleichzeitig die Veränderung
des Hubmomentes der Reglerfeder zur Folge hat, durch welche eine Zusammenziehung
der Reglergewichte und eine rückläufige Bewegung des Zwischengliedes bewirkt wind, so daß die Drosselwirkung nur
teilweise in Erscheinung tritt, also eine Entlastung des Reglers unter geringfügiger
Abdrosselung des Brennstoffes und somit eine \rergrößerung der Umdrehungszahl ermöglicht
wird.
Da die Verstellung der Drosselklappe je nach der Güte des zur Verfügung stehenden
Brennstoffes verschieden sein muß/ ist erfindungsgemäß auch dafür Sorge getragen,
daß bei gleichen Bewegungen des Stellhebels und gleicher Änderung des Hubmomentes der
Reglerfader eine verschiedene Drosselwirkung eingestellt werden kann. Dies wird dadurch
erreicht, daß der Angriffspunkt des die Drosselklappe steuernden Hebelsystems am
Zwischenglied und dadurch die Normallage des letzteren in bezug auf den Reglerhebel
verschieden eingestellt werden kann.
Der Stellhebel ist in einer mit Marken versehenen Rastenführung in der Weise verstellbar,
daß eine stufenweise Regelung der für die Fahrgeschwindigkeit maßgebenden
Größen (Brennstoffmenge und Reglerbelastung) möglich ist, so daß der Übergang
von einer Mindestgeschwindigkeit zur Höchstgeschwindigkeit unter kontinuierlicher Steigeruug
erfolgen kann und umgekehrt; das Hubmoment der Reglerfeder und der Zylinderfüllungsgrad
werden dabei einander stets selbsttätig angepaßt, und zwar bedient man
sich dazu eines einzigen Steuergestänges, welches die Einstellung sowohl der Drosselklappe
und der Reglerfeder während des Betriebes wie auch die Abstellung der Brennstoffzufuhr
bei Stillsetzung des Fahrzeuges ermöglicht.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Abb. 1 in der
Stellung" bei langsamer Fahrt und in Abb. 2 in der Stellung bei höchster Fahrgeschwindigkeit
dargestellt.
Gemäß der Darstellung wird die in der Brennstoffzuführungsleitung 1 des Motors
befindliche Drosselklappe 2 durch ein Hebelsystem 3, 4, 5, 6 gesteuert, das an einem mit
Führungsschlitzen 7, 8, 9 versehenen kulissenartigen Zwischenglied 10 angreift. Mit diesem
Zwischenglied ist einerseits der in einer mit Skala versehenen Rastenführung π verstellbare
Handhebel 12 durch einen starren Lenker 13 mit Anschlag 14 und den Hebel 15
sowie den federnden Lenker 16 verbunden, und andererseits steht dieses Zwischenglied
unter dem Einfluß des Reglerhebels 17, dessen einer Arm an der Reglermuffe 18 angreift,
während sein anderer Arm durch einen an seinem Ende angeordneten Bolzen 19 in dem
bogenförmigen Schlitz 8 des Zwischengliedes ι ο
geführt ist. Dieser Arm ist selbst mit einem Längsschlitz 20 versehen, in welchem ein in
dem horizontal verlaufenden, gleichfalls bogenförmigen Schlitz 9 des Zwischengliedes
10 geführter Bolzen 21 verschiebbar ist, an welchem die bei 22 ortsfest angehängte
Reglerfeder 23 angreift. Eine zweite einerseits an der Drehachse des Reglerhebele 17
und andererseits an dem Bolzen 21 befestigte Feder 24 hat das Bestreben, den Bolzen 21
und damit das- Zwischenglied 10 ständig in die Höchstlage zu ziehen.
• Der Angriffspunkt des die Einstellung der Drosselklappe 2 vermittelnden Lenkers 6 an dem Zwischenglied 10 kann dadurch verändert werden, daß man den zur Befestigung dienenden Bolzen 25 in dem Schlitz 7 verstellt. Es ergibt sich dann eine Änderung der Normallage des Zwischengliedes 10 mit Bezug auf den Reglerhebel 17 und damit eine Änderung der Winkelstellung des Schlitzes 8 mit Bezug auf diesen Hebel, so daß beim Heben und Senken des Zwischengliedes eine entsprechend größere oder kleinere seitliche Bewegung !desselben erfolgt, durch welche die Verstellung der Drosselklappe bestimmt wird, so daß je nach der Güte des Brennstoffes eine größere oder geringere Drosselung herbeigeführt werden kann.
• Der Angriffspunkt des die Einstellung der Drosselklappe 2 vermittelnden Lenkers 6 an dem Zwischenglied 10 kann dadurch verändert werden, daß man den zur Befestigung dienenden Bolzen 25 in dem Schlitz 7 verstellt. Es ergibt sich dann eine Änderung der Normallage des Zwischengliedes 10 mit Bezug auf den Reglerhebel 17 und damit eine Änderung der Winkelstellung des Schlitzes 8 mit Bezug auf diesen Hebel, so daß beim Heben und Senken des Zwischengliedes eine entsprechend größere oder kleinere seitliche Bewegung !desselben erfolgt, durch welche die Verstellung der Drosselklappe bestimmt wird, so daß je nach der Güte des Brennstoffes eine größere oder geringere Drosselung herbeigeführt werden kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Angenommen, das Fahrzeug komme bei voller Motorleistung mit etwa 800 Umdrehungen,
also bei der in Abb.-1 dargestellten Stellung der Reglerorgane in leichten Boden,
der eine Steigerung der Fahrgeschwindigkeit zuläßt. Der Führer wird dann versuchen, die
höchste Geschwindigkeit herauszuholen und stellt den Handhebel 12 in die aus Abb. 2
ersichtliche Lage, die einer Geschwindigkeit von etwa 1400 Umdrehungen entspricht.
41807Ö
Durch den Hebel 15 und die Lenker 13, 16
wird dann das Zwischenglied 10 in die gleichfalls aus Abb. 2 ersichtliche " Tiefstellung
gebracht, wobei es auf dem Bolzen 19 gleitend nach links verschoben wird. Infolgedessen
wird die Drosselklappe 2 der Brennstoffzuführung durch das Hebelsystem 3 bis 6 mehr oder weniger umgelegt, so daß die
Brennstoffzufuhr entsprechend abgedrosselt wird. Gleichzeitig ist aber auch der in dem
Schlitz 20 des Reglerhebels 17 geführte Bolzen 21 nach unten verschoben worden,
so daß der Abstand des Angriffspunktes der Reglerfeder 23 von der Drehachse des
Hebels 17 vergrößert und das Hubmoment j der Feder verstellt worden ist. Infolgedessen
>' kommt der Hebel 17 zum Ausschlagen, und die Reglermuffe 18 wird nach unten gezogen,
während gleichzeitig das Zwischenglied 10 dvirch den Bolzen 19 wieder etwas nach rechts bewegt
wird. Infolgedessen wird die Drosselung des Brennstoffes teilweise wieder aufgehoben.
Ist die Drosselung nicht 'zu stark, so wird jetzt infolge der Entlastung des Reglers die
Umdrehungszahl der Maschine steigen und der Motor kann sich unter Erhöhung der
Fahrgeschwindigkeit auf seine alte Leistung wieder einstellen. Geht der Wagen nicht
schneller, so zeigt das, daß die Drosselung des Brennstoffes zu stark ist, und der Führer
muß durch Zurückstellen des Handhebels 12 auf eine mittlere Geschwindigkeit zurückgehen,
bei welcher der Motor seine Leistung beibehalten kann.
Soll das Fahrzeug stillgesetzt werden, so wind der Handhebel 12 auf die Nullmarke
der Rastenskala eingestellt, wobei durch den Anschlag 14 des starren Lenkers 13 das
Hebelsystem 3, 4, 5, 6 unmittelbar so zum Ausschlag gebracht wird, daß die Brennstoffzufuhr
vollständig abgeschlossen wird.
Die Reglerorgane nehmen alsdann die in Abb. 2 punktiert angegebene Stellung ein,
bei welcher der federnde Denker 16, dessen Federkraft erst zur Geltung kommen kann,
wenn der Bolzen 19 eine weitere Senkung des Zwischengliedes 10 verhindert, auseinander
gezogen wird, so daß bei Auslösung des Hebels 12 aus der Rast alle Teile der Vorrichtung
durch die Federn wieder in die Ausgangslage zurückgebracht werden. -
Claims (5)
- Pat ent-Ansprüche:i. Vorrichtung zur kontinuierlichen Änderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere Motorpflügen, durch Änderung der Füllung mittels Drosselklappe, welche sowohl von Hand, wie auch durch einen Regler verstellt werden kann, dessen .Belastung während der Fahrt veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Regelung des Brennstoffluftgemischeinlasses dienende Handhebel werk mit dem Regler (18) so verbunden ist, daß bei Verstärkung der Drosselung eine teilweise Entlastung und bei Verminderung der Drosselung eine Mehrbelastung des Reglers in solchem Maße erfolgt, daß sich aus der verringerten bzw. vermehrten Zylinderfüllung und der durch den Regler ohne Einfluß auf die Drosselung ermöglichten größeren bzw. kleineren Umdrehungszahl stets die gleiche Motorleistung ergibt, so daß die Fahrgeschwindigkeit mit nur einer Übersetzung ohne Änderung der Motorleistung verändert werden kann.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung der Reglerbelastung durch ein verstellbares Zwischenglied (10) erfolgt, das durch Einstellung des Hubmomentes der Reglerfeder gleichzeitig eine Änderung des Zylinderfüllungsgrades herbeiführt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied mit mehreren Schlitzen versehen und mit einem durch den Wagenführer zu bedienenden Gestänge (12, 13, 15, 16) go verbunden ist und zur Einstellung einer in die Brennstoffzuführung eingebauten Drosselklappe (2) dient und ferner unter dem Einfluß des Reglerhebels (17) steht, dessen wirksame, das Hubmoment der Reglerfeder bestimmende Länge bei Verstellung des Zwischengliedes (10) durch Verschiebung eines in diesem geführten, auf dem einen Arm des Reglerhebels ver- . stellbaren Bolzens (21) verändert wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte Lage des verstellbaren Zwischengliedes (10) zum Reglerhebel (17) durch Verstellung des Angriffspunktes eines Armes (6) des zum Einstellen der Drosselklappe (2) dienenden Hebelsystems (3, 4, 5, 6) an dem Zwischenglied eingestellt werden kann.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, n0 dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Reglers und der Drosselorgane zwangläufig durch ein und dasselbe mit einem Handhebel verbundene Gestänge erfolgt, das gleichzeitig die Still-Setzung des Fahrzeuges ermöglicht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM81917D DE418079C (de) | 1923-07-05 | 1923-07-05 | Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere von Motorpfluegen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM81917D DE418079C (de) | 1923-07-05 | 1923-07-05 | Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere von Motorpfluegen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE418079C true DE418079C (de) | 1925-08-26 |
Family
ID=7319167
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM81917D Expired DE418079C (de) | 1923-07-05 | 1923-07-05 | Vorrichtung zur kontinuierlichen AEnderung der Fahrgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen, insbesondere von Motorpfluegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE418079C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3130599A (en) * | 1959-06-01 | 1964-04-28 | Continental Aviat & Eng Corp | Variable speed governor control |
-
1923
- 1923-07-05 DE DEM81917D patent/DE418079C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3130599A (en) * | 1959-06-01 | 1964-04-28 | Continental Aviat & Eng Corp | Variable speed governor control |
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