DE417884C - Verfahren zur Vorbereitung oolithischer Eisenerze fuer die magnetische Aufbereitung - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung oolithischer Eisenerze fuer die magnetische Aufbereitung

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DE417884C
DE417884C DEB111816D DEB0111816D DE417884C DE 417884 C DE417884 C DE 417884C DE B111816 D DEB111816 D DE B111816D DE B0111816 D DEB0111816 D DE B0111816D DE 417884 C DE417884 C DE 417884C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C1/00Magnetic separation
    • B03C1/005Pretreatment specially adapted for magnetic separation
    • B03C1/015Pretreatment specially adapted for magnetic separation by chemical treatment imparting magnetic properties to the material to be separated, e.g. roasting, reduction, oxidation

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Description

  • Verfahren zur Vorbereitung oolithischer Eisenerze für die magnetische Aufbereitung. Es ist bekannt, oolithische Eisenerze dadurch für die Verhüttung vorzubereiten, daß man das Roherz zwecks Erleichterung der magnetischen Aufbereitung zunächst einer oxydierenden Röstung unterwirft und das Produkt dann reduziert, wodurch die magnetischen Eigenschaften der eisenhaltigen Bestandteile verbessert und das Erz mürbe gemacht werden soll. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, Eisenerze unter Erhitzung mit Wasser-Stoff oder anderen reduzierenden Gasen zu behandeln, um sie dadurch für die magnetische Aufbereitung geeigneter zu machen. Auch ist es bekannt, Erze durch Röstung zum Zerfall zu bringen.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß es möglich ist, gewisse arme Eisenerze, insbesondere solche oolithischer Struktur (Doggererze), dadurch ohne weiteres für die magnetische Aufbereitung vorzubereiten, daß man über die erhitzten Roherze Wasserdampf leitet. Eigenartigerweise findet bei diesem Verfahren gleichzeitig eine Reduzierung der eisenhaltigen Bestandteile des Erzes statt, und zwar derart, daß die eisenführenden Oolithe dann nur noch ganz locker in dem solchergestalt behandelten Roherz eingebettet liegen. Wie die Wirkung des Wasserdampfes theoretisch zu erklären ist, konnte bisher noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Offenbar bewirkt die katalysierende Wirkung des hoch erhitzten Eisenerzes Fee 03 eine Aufspaltung der Moleküle des Wasserdampfes und eine durch s--kundäre Erscheinungen, die noch nicht ganz geklärt werden konnten, eintretende Bindung des Wasserstoffes mit den Sauerstoffatomen des Fe203-Moleküls. Nach den bisherigen Anschauungen müßte eine Rückoxydation durch den gleichzeitig freiwerdenden Sauerstoff des Wasserdampfes eintreten; dies ist aber überraschenderweise nicht der Fall. Jedenfalls zeigen die in großem Maße schon vorgenommenen Aufbereitungsproben, daß das an sich nur ganz schwach magnetische Roherz, dessen Oolithe sich nur sehr schwer von der Gangart trennen ließen, nach der Behandlung gemäß dem vorliegenden Verfahren außerordentlich starke magnetische Eigenschaften aufweist, die eine Separation durch normale Magnetschneider ermöglichen, da auch das Gefüge des behandelten Erzes sich dergestalt verändert hat, daß die vorher beinahe untrennbar mit der Gangart verkitteten Oolithe sich vollkommen von der Gangart gelöst haben und sich dank der nunmehr bröckeligen Eigenschaften des Roherzes leicht rein abscheiden lassen. Das Aussehen vieler Erze der gekennzeichneten Art zeigt nach Anwendung des Verfahrens eine erhebliche Veränderung gegenüber dem Aussehen des Roherzes. Die Veränderungen erstrecken sich auf Veränderung der Farbe, auf Veränderung der Bruch-Räche und die Veränderung der Dichte. Je nach Art der Zusammensetzung der Roherze,ergeben sich typische Veränderungen des Aussehens. Beispielsweise sind die sogenannten Achtaleize, die als Roherze meistenteils homogen dunkelgrauschwarz erscheinen, nach der Reduktion durch das vorliegende Verfahren so sehr verändert, daß man unmittelbar in der grau oder bräunlich gelben Kalkmasse der Gangart eingebettet die dunklen nur lose eingebetteten Oolithkörner einzeln eingesprengt findet.
  • Manche Erze,_ insbesondere auch das letzterwähnte, zeigen nach Anwendung des Verfahrens die Eigenschaft, daß eine mechanische Zerkleinerung durch Druckanwendung nicht mehr nötig ist, da sie, offenbar durch die Luftfeuchtigkeit, von selbst in eine lockere pulverige Masse zerfallen, die durch Magnetscheider einfachster Art eine Ausscheidung der Oolithe erreichen läßt. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Rohr erze in ganz grobstückigem Zustande ohne feine Zerkleinerung der Reduktion durch Wasserdampf unterzogen werden können. Die Reduktionswirkung des Wasserdampfes wirkt bis tief hinein in die dicksten Erzstücke, so daß eine Vorzerkleinerung der Erze in Wegfall kommen kann. Selbstverständlich können die auf diese Weise aufbereiteten Erze auch durch die bekannten mechanischen Aufbereitungsverfahren weiter bearbeitet werden.
  • Der Reduktionsprozeß durch den erhitzten Wasserdampf kann in vifen beliebiger Art vorgenommen werden. Es können sowohl Öfen (Retorten) mit Außenerhitzung Verwendung finden als auch Schacht- oder Muldenfeuerungen. Als besonders zweckmäßig hat sich die Anwendung von Schachtöfen erwiesen, da diese Öfen eine direkte Einwirkung der Feuerung auf die zu erhitzenden Erze gestatten, was bei Retortenöfen infolge der zwischenliegenden Wandungen der Retorten nur mit Wärmeverlusten möglich ist. Das Verfahren wird demgemäß zweckmäßig in Schachtöfen so, geleitet, daß man in einem ersten Gange die zu reduzierenden Eisenerze durch bekannte Mittel auf die erforderliche Reaktionstemperatur bringt und daß man dann in einem zweiten Gange des Verfahrens über die solchermaßen erhitzten Erze den reduzierenden Wasserdampf leitet.
  • Es kann jedoch auch Erhitzung und Reduktion durch Darüberleiten von Wasserdämpfen gleichzeitig erfolgen.
  • Die auf diese Weise reduzierten Erze verlassen die Öfen in hoher Glut, die zweckmäßig weiter ausgenutzt wird. Beispielsweise kann die den Erzen innewohnende Wärmemenge dazu verwendet werden, daß man den für die Ausübung des Verfahrens erforderlichen Wasserdampf oder die für die Beheizungszwecke zur Erzeugung von Wassergas bzw. Generatorgas erforderlichen Gasmengen damit erzeugt.
  • Die bei der geschilderten Behandlung stattfindende Reduzierung ist übrigens keine vollständige, zu metallischem Eisen führende; sie genügt aber, um ein hoch konzentriertes, für die Weiterverarbeitung geeignetes Erz zu erzeugen sowie die eisenhaltigen Bestandteile von der Gangart loszulösen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vorbereitung oolithischer Eisenerze, insbesondere der Doggererze, für die magnetische Aufbereitung, dadurch gekennzeichnet, daß über die erhitzten Erze Wasserdampf geleitet wird, um das Erz mürbe und die eisenhaltigen Bestandteile für die Abscheidung auf Magnetscheidern geeignet zu machen.
DEB111816D 1923-11-23 1923-11-23 Verfahren zur Vorbereitung oolithischer Eisenerze fuer die magnetische Aufbereitung Expired DE417884C (de)

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