DE417809C - Trockenelement - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Trockenelemente derjenigen Art, bei welchen bis zu dem
Moment der Ingebrauchnahme die Flüssigkeit innerhalb der Zelle in einem besonderen geschlossenen
Behälter derart untergebracht ist, daß sie von beiden Elektroden und dem Aufsaugemittel
getrennt ist, und bei welchem mindestens eine der Elektroden in solcher Weist* beweglich angeordnet ist,, daß sie gegen den
ίο Behälter bewegt werden kann, um diesen zu
zerstören oder zu öffnen.
Der Zweck dieser Anordnung ist die Erzielung unbegrenzter Lagerfähigkeit des Elements
bis zum Moment der Auslösung', die bei der Ingebrauchnahme durch Bewegung" der Elektrode erfolgt, da der bei vorzeitiger Vereinigung
von Elektroden und Flüssigkeit stattfindende Selbstverbrauich vor der Ingebrauchnahme
ausgeschaltet ist. Des weiteren wird durch diese Anordnung· eine bequeme und
sichere Auslösung des Elements ermöglicht, und handelt es sich, wie gewöhnlich bei Trokkenelementen,
um ein Leclanche-Element, so wird dadurch, daß die Kohlepuppe zur bewegliehen
Elektrode gemacht und mit dem Auf: saugemittel eng anschließend an den Zinkbecher
umwickelt wird, eine rasche und vollständige Durchtränkung von Kohlepuppe und
Aufsaugemittel mit der Flüssigkeit und damit das rasche Einsetzen voller Spannung bewirkt.
Es ist bekannt, den Flüssigkeitsbehälter, der durch die Bewegung der Elektrode zerstört
wird, aus Glas, Celluloid, Gummi, Gelatine und Papierstoff herzustellen.
Es ist auch bekannt, hierfür Stoffe zu verwenden, die chemisch und physikalisch nicht
widerstandsfähig gegen die Flüssigkeit sind, und sie durch Oberzüge von Lack, Paraffin
o. dgl. zu schützen.
Es ist ferner bekannt, nur einen Teil des Flüssigkeitsbehälters aus zerbrechlichem Material
zu machen oder einen eindrückbaren Deckel an dem Behälter anzubringen, so daß
durch die Bewegung der Elektrode der Be= halter nicht völlig zerstört, sondern nur geöffnet
wird. Für eine derartige Anordnung ist auch die Verwendung von Metallkapseln als Flüssigkeitsbehälter bekannt, deren eine
Seite - durch ein leicht einzudrückendes Hautehen aus indifferentem Material oder durch
einen mit Paraffin oder Lack einzusetzenden Deckel aus gleichem Metall geschlossen ist.
Für die Anordnung, bei der der Flüssigkeitsbehälter zerstört wird, kam bisher praktisch
lediglich Glas als Material für den Behälter in Frage. Celluloid ist kaum hinreichend
dünn herzustellen, um durch die hier in Betracht kommenden Kräfte zerstört werden
zu können, und selbst der beste Gummi wird nach einer gewissen Lagerungsdauer spröde. Außerdem empfehlen sich beide Materialien
nicht wegen ihrer Kostspieligkeit. Auch Gelatine und Papierstoff sind praktisch kaum anzuwenden.
Die Verwendung von Glas bringt nun den Nachteil mit sich, daß es keine vollständige
Ausnutzung des verfügbaren Raumes zuläßt, da Glas nicht in jeder Form geblasen werden
kann und Raum beanspruchende Abschmelz-
stellen erfordert, außerdem den. weiteren.'Nachteil eines verhältnismäßig großen Bruchrisikos.
Bei der ebenfalls bekannten Verwendung von Metallkapseln, mit eindrückbarem Deckel
als Flüssigkeitsbehälter1 fallen beide Nachteile fort, da sich Metall in jede Form bringen läßt
und unzerbrechlich ist, aber bei den Kapseln mit eindrückbarem Deckel besteht der Nachteil,
daß sich die Seitenwand der Kapsel bei dem Eindrücken des Deckels zwischen beide
Elektroden schiebt, so daß ein Teil der Elektroden für den vorschriftsmäßigen elektrolytischen
Vorgang ausscheidet.
Die vorliegende Erfindung wendet den Vorteil der leichten Formbarkeit und Unzerbrechlichkeit
des Metalls auf die Flüssigkeitsbehälter an, die durch die Bewegung der Elektrode
vollständig zerstört werden, indem sie diese Behälter aus so dünnen Metallfolien herstellt,
daß die verfügbaren Kräfte hinreichen, um sie zu zerreißen und zusammenzudrücken.
Geeignet für diesen Zweck sind Metalle, die leicht in Folien, zu walzen sind, wie Zinn,
Blei und Aluminium. Geeignet für die Herstellung der Metallfolien ist das Walzverfahren,
bei Auswahl geeigneter Metalle auch die Elektrolyse.
Um eine etwaige Empfindlichkeit der Mefallfolien gegen die Elektrolytflüssigkeit auszuschalten,
kann vorteilhaft eine anfängliche Trennung des Elektrolytsalzes vom Wasser in der Weise vorgenommen werden, daß ein
nicht hygroskopisches Elektrolytsalz außerhalb des Flüssigkeitsbehälters, bei dem Leclanche-Element
z. B. in der Kohlepuppe, untergebracht und der Flüssigkeitsbehälter, je nach der Beschaffenheit des Leitungswassers, mit
gewöhnlichem oder destilliertem Wasser gefüllt wird.
In jedem Falle empfiehlt es sich, die für die Flüssigkeitsbehälter verwandten Metallfolien
mit t'berzügen von Lack, Paraffin o.dgl. zu
versehen, um etwa beim Walzen entstandene Poren zu schließen und sie gleichzeitig gegen
eine etwaige Einwirkung der Flüssigkeit zu schützen.
Dem aus Metallfolie hergestellten Flüssigkeitsbehälter wird man der Form des EIementbechers
entsprechend am besten eine zylindrische Form geben. Er kann aus einem oder mehreren Teilen bestehen. Vorteilhaft
wird man ihn aus einem zylindrischen Hauptteil mit Boden und einem in diesen hineinpassenden,
ebenfalls zylindrischen Deckel zusam- | mensetzen, welch letzteren man mit zwei kapillaren
Öffnungen zum Einfüllen versieht, von denen die eine als Luftloch gedacht ist.
Das Verschließen der Öffnungen und des Deckelrandes kann mit irgendeinem geeigneten
Dich'.ungslack, z. B. einer Lösung von Schellack in Alkohol, erfolgen.
In der Abbildung ist als Ausführungsbeispiel ein Leclanche-Element gewählt, bei dem
die eine, aus Zink bestehende Elektrode« als Elementbecher ausgebildet ist, während die
andere, aus Kohle bestehende Elektrode δ als Stift ausgebildet ist und mit der Depolarisationsmasse
c und dem Aufsaugemittel d umgeben ist. Der aus Metallfolien hergestellte
Flüssigkeitsbehälter besteht aus dem zylindrischen Hauptteil e und dem Deckel / mit zwei
kleinen Öffnungen g und g·1, die mit Dichtungslack
h verschlossen sind.
Claims (4)
- 75 Patent-An Sprüche:i. Trockenelement, bei welchem bis zu dem Moment der Ingebrauchnahme die Flüssigkeit innerhalb der Zelle getrennt von den Elektroden in einem besonderen geschlossenen Behälter untergebracht ist, der bei der Ingebrauchnahme durch die Bewegung einer Elektrode zerstört wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Flüssigkeitsbehälters aus Folie von Metall besteht, die auf mechanischem oder elektrolytischem Wege so dünn, hergestellt ist, daß sie durch einen mit der Hand auf die Elektrode ausgeübten Druck leicht zerrissen und zusammengedrückt werden kann.
- 2. Trockenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nicht hygroskopische Elektrolytsalz außerhalb des Flüssigkeitsbehälters, beim Leclanche-Element z. B. in der Kohlepuppe, untergebracht und der Flüssigkeitsbehälter mit gewöhnlichem oder destilliertem Wasser gefüllt ist, das sich erst nach Zerstörung des Behälters mit dem Salz zum wirksamen Elektrolyten vereinigt.
- 3. Trockenelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Metallfolie bestehende Wandung des Flüssigkeitsbehälters zur Abdichtung poröser Stellen und zur Isolation gegen die 10g Flüssigkeit mit einem Überzug von Lack, Paraffin o.dgl. versehen ist.
- 4. Trockenelement nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch, gekennzeichnet, daß die Öffnung'en des Flüssigkeitsbehälters mittels no eines geeigneten Dichtungsmittels abgedichtet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE417809C true DE417809C (de) | 1925-08-18 |
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ID=7186336
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE417809C (de) |
-
1923
- 1923-04-19 DE DEI23645D patent/DE417809C/de not_active Expired
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