DE417686C - Verstemmung von genieteten Laengs- und Rundnaehten - Google Patents

Verstemmung von genieteten Laengs- und Rundnaehten

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Publication number
DE417686C
DE417686C DEA42242D DEA0042242D DE417686C DE 417686 C DE417686 C DE 417686C DE A42242 D DEA42242 D DE A42242D DE A0042242 D DEA0042242 D DE A0042242D DE 417686 C DE417686 C DE 417686C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
caulking
boiler
seams
longitudinal
rollers
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Expired
Application number
DEA42242D
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Apostel
Karl Fauss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE417686C publication Critical patent/DE417686C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/38Accessories for use in connection with riveting, e.g. pliers for upsetting; Hand tools for riveting
    • B21J15/48Devices for caulking rivets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automatic Assembly (AREA)

Description

  • Verstemmung von genieteten Längs- und Rundnähten. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Verstemmung von Längs- und Rundnähten an Dampfkesseln, Druckbehältern o. dgl. Bisher wurde eine derartige Verstemmung von Hand mit einem einfachen Werkzeug oder mittels eines schlagweise wirkenden Preßluftstemmers vorgenommen. Die Güte dieser Handbearbeitung ist einerseits in hohem Maße von der Geschicklichkeit des Arl,eiters abhängig, und andererseits ist diese Art der Verstemmung außerordentlich zeitraubend. Es kommt hinsichtlich der Arbeitsgüte ferner nicht nur darauf an, daß eine befriedigende Dichtung erzielt wird, sondern diese muß auch unter mögliehster Schonung des Kesselbleches herbeigeführt werden. In dieser Beziehung entspricht die Verstenimung von Hand zufolge der hierbei bestehenden Gefahr einer gewaltsamen Behandlung des Bleches durchaus nicht den zu stellenden Forderungen. Es hat sich gezeigt, daß Einkerbungen oder Quetschungen des Bleches im Zusammenhang mit nachfolgender Erwärmung die betreffenden Stellen spröde machen, was wiederum der Anlaß zu Brucherscheinungen und Rißbildungen sein kann.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist von den angegebenen Mängeln frei und entspricht in bezug auf Zeitersparnis, Schonung des Bleches, Güte der Abdichtung und Unabhängigkeit vom Arbeiter den neuzeitlichen, durch den Bau von Höchstdruckkesseln gesteigerten Anforderungen an die Herstellung von Kesselnähten u. dgl. Kennzeichnend für das neue Verfahren ist, daß die Verstemmung mittels Abwälzens von Stemm- oder Profilrollen längs der Nähte erfolgt. Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Ausführung dieses Walzverfahrens.
  • An Hand der Abb. i bis 3 soll zunächst eine Stemmvorrichtung für Rundnähte beschrieben werden.
  • Abb. i ist ein Längsschnitt durch die Stemmvorrichtung, sie zeigt den Bearbeitungsvorgang an der überlappten Rundnaht zweier Kesselschüsse.
  • Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B, Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie C-D der Abb. i.
  • Erfindungsgemäß wird der Stemmdruck durch das Anpressen zweier um die Überlappung zueinander versetzter, gegenüberliegender, sich drehender Stemmrollen erreicht. Die Stemmrollen wälzen sich auf etwa einem Drittel des Kesselumfanges an den Stemmkanten des Schusses mehrmals in hin und her gehender Bewegung ab, bis die Verstemmung vollzogen ist, worauf die anschließenden Drittel des Kesselumfanges entsprechend bearbeitet werden. Die Bearbeitung eines Umfangteiles geht dabei stufenweise vor sich, indem die Rollen nach jedem Hin- und Hergang entsprechend dem Fortschreiten der Materialverschiebung um ein kleines Stück näher an die Kanten heranrücken, um den Stemmdruck von neuem ausüben zu können. Ein U-förmig gebogenes Rohr trägt auf seinen beiden Schenkeln i und 2 je einen Support 3 und 4, auf welchem mit Hilfe einer Gegenlagerleiste 5 und eines verstellbaren Anschlagbolzens 6 ein die Stemmiolle 7 antreibender Motor 8 gelagert ist.
  • Als Antriebsmaschine für die Stemmrollen kann jeder beliebige Motor verwendet werden, der sich durch geringes Gewicht und Handlichkeit auszeichnet; dies kann z. B. ein Motor sein, der entweder elektrisch oder mittels Preßluft angetrieben wird. Im letzteren Falle kann man zweckmäßig eine Preßluftbohrmaschine verwenden, da eine solche in jeder Kesselschmiede bereits vorhanden ist, so daß die Kosten einer Neuanschaffung fortfallen. In den Ausführungsbeispielen der Zeichnung ist eine solche vorausgesetzt worden.
  • Zufolge der Drehung der Bohrspindel und der mit ihr fest verbundenen Stemmrolle gleitet die letztere unter Mitnahme der ganzen Vorrichtung an der Stemmkante des Kesselbleches entlang. Der Support ist auf dem Rohr verschiebbar, und zwar erfolgt die Verschiebung zwangläufig durch ein auf einer Schneckenwelle 9 sitzendes Sternrad 1o, das nach jedem Hin- und Hergang der auf dem Kesselmantel z i gleitenden Stemmvorrichtung gegen einen festen Anschlag 12 schlägt, wodurch das Sternrad io entsprechend seiner Teilung eine Drehung erfährt, die sich auf die Schnecke 13 überträgt. Mit Hilfe einer in die Schnecke eingreifenden, auf dem Rohr befestigten Zahnstange 14 schiebt sich der Support infolgedessen um ein kleines Stück weiter. Die Anschläge 12 werden in geeigneter Weise inner- und außerhalb des Kessels befestigt. Um die beiden Schenkel i und 2 des Rohres stets im gleichen Abstand von der zwischen ihnen liegenden Kesselwand i i zu halten, ist an jedem Schenkel j e ein Bügel 15 vorgesehen, der nach Lösung der Schrauben 16 verschoben werden kann. Der Bügel stützt sich mit den an ihm befestigte i Rollen 17 auf die Kesselwand.
  • Abb. 4 bis 8 stellt ein Ausführungsbeispiel einer Stemmvorrichtung für Kessellängsnähte dar.
  • Abb. 4 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung; sie veranschaulicht den Bearbeitungsvorgang an einer doppelt gelaschten Längsnaht eines Kesselschusses.
  • Abb. 5 ist eine Ansicht der Antriebsvorrichtung mit der Lagerung des Führungsrohre.
  • Abb.6 zeigt eine besondere Ansicht des unteren Schlittens in Arbeitsstellung, Abb. 7 die Seilführung am Schlitten, während Abb. 8 die Umleitungsrolle und ihre Lagerung auf dem Führungsrohr erkennen läßt, Auf den beiden Schenkeln 2o und 21 des U-förmig gebogenen Führungsrohres ist j e ein Schlitten 22 bzw. 23 in einer an dem Schenkel befestigten Führungsleiste 24 verschiebbar. Der Schlitten trägt zwei Stemmwalzen 25 und 26 (Abb. 6), deren Zapfen 27 und 28 im Schlitten schwenkbar gelagert sind. Mittels eines Spannschlosses 29 können die Zapfen 27 und 28 und damit die Stemmrollen an die Stemmkanten der Lasche angepreßt werden. Die beiden Schlitten 22 und 23 werden durch eine Antriebsvorrichtung (Abb. 5) mittels eines endlosen Seiles in gegensätzlicher Bewegung zueinander auf den beiden Schenkeln des Rohres hin und her geschoben, wobei die Rollen oder Walzen den Stemmdruck auf die Stemmkanten der Lasche übertragen. Als Antriebsmotor ist wieder eine Preßluftmaschine 3o vorgesehen, deren Drehung durch das Winkelräderpaar 31 (Abb. 5) auf eine feste Seilscheibe 32 übertragen wird; auf der Antriebswelle 33 befindet sich außerdem die lose Seilscheibe 34; über der Antriebswelle 33 ist eine zweite Welle 35 gelagert, auf der- zwei lose Seilscheiben 36 und 37 sitzen. An dem freien Ende der beiden Schenkel 2o und 2z des Führungsrohres ist je eine weitere lose Seilscheibe 38 bzw. 39 mittels einer Schelle 40 befestigt. Das endlose Seil ist .mit einer doppelten Schlinge 41 (Abb. 5) um die Antriebsrolle 32 geschlungen und geht alsdann über die Seilscheibe 37 zu dem Schlitten 22, in dem es durch zwei Klemmschrauben 42 und 43 (Abb.7) festgehalten wird. Nun läuft das Seil weiter um die Rolle 38 herum, geht über die losen Rollen 44 und 45 des Schlittens 22 zurück zur Seilscheibe 36 auf der Welle 35 und von dieser auf die lose Rolle 34 und alsdann, in derselben Weise wie vorher beschrieben, lose über den Schlitten 23, die Seilscheibe 39, zurück durch die Klemmen 43 und 42 des Schlittens 23 zur Antriebswelle. Die ganze Stemmvorrichtung kann an einem Krane mittels der Osen 46 während der Bearbeitung aufgehängt werden.
  • Als Antriebsmaschine ist in beiden Ausführungsbeispielen eine Preßluftmaschine vorgesehen. Es ist dabei an die Verwendung und Weiterbenutzung der in der Kesselschmiede vorhandenen Einrichtungen gedacht. An dem Wesen der Erfindung wird selbstverständlich nichts geändert, wenn man diesen Antriebsmotor etwa durch einen Elektromotor oder durch andere Vorrichtungen ersetzt.

Claims (6)

  1. PATE1`TT ANsPRücIiE: z. Verfahren- zur Verstemmung von genieteten Längs- und Rundnähten von Dampfkesseln, Druckbehältern u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die V erstemmung durch Abwälzen von Stemm- oder Profilrollen (7) längs der Nahtkanten erfolgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r bei Kesselrundnähten, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zur Bearbeitung der beiden Kanten der Kesselnaht dienende Stemmrollen (7) vorgesehen sind und jede Stemmrolle zusammen mit ihrem Antriebsmotor (8), beispielsweise einer Preßluftmaschine, in einem Support (3 bzw. 4) gelagert ist, der auf j e einem Schenkel eines U-förmig gebogenen Führungsrohres (r, 2) verschiebbar gelagert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch r und 2, gekennzeichnet durch eine einstellbare Schaltvorrichtung (9, so, 123 13, z4), mittels der die Verschiebung des Supports (3 bzw. 4) zwangläufig nach jedem Hin-und Hergang der Stemmvorrichtung erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z und 2 bei Kessellängsnähten, dadurch gekennzeichnet, daß die Stemm- oder Profilrollen (25, 26) in zwei auf den Schenkeln eines U-förmig gebogenen Führungsrohres (2o, 2z) verschiebbaren Schlitten (22, 23) gelagert sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch r, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stemm- oder Profilrollen (25, 26) in den Schlitten (22, 23) schwenkbar gelagert sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch r, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stemm- oder Profilrollen (25, 26) mit Hilfe eines Spannschlosses (29) an die Stemmkanten angepreßt werden. -7. Vorrichtung nach Anspruch i, 2, 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitten (22, 23) mittels einer als Antriebsmaschine dienenden Preßluftmaschine (3o) auf dem Führungsrohr (2o, 21) in gegensätzlicher Bewegung zueinander verschoben werden.
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