DE41559C - Elektropneumatik für Orgeln - Google Patents

Elektropneumatik für Orgeln

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DE41559C
DE41559C DENDAT41559D DE41559DA DE41559C DE 41559 C DE41559 C DE 41559C DE NDAT41559 D DENDAT41559 D DE NDAT41559D DE 41559D A DE41559D A DE 41559DA DE 41559 C DE41559 C DE 41559C
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DENDAT41559D
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Brüder E. brauner und W. brauner, und F. drexler in Wien
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B1/00General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus
    • G10B1/02General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs
    • G10B1/04General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs with electric action

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
Elektropneumatik für Orgeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. October 1886 ab.
Der beständig mit Orgelwind gefüllte Windkasten A, dessen Inneres durch den abschraubbaren Spund F zugänglich ist, trägt an seinem Boden die Membranen D, deren so viele vorhanden sind, als die Klaviatur Tasten hat. Um Raum zu sparen, können die Membranen auch im Zickzack angeordnet sein, damit sämmtliche Bälge der pneumatischen Maschine bequem in einer Reihe ohne Etagenanordnung Platz finden.
Unter jeder Membran D ist aus dem Windkastenboden eine Kammer V ausgestochen, welche durch die oben belederte hölzerne Schlufsplatte G abgedichtet ist und in welcher Kammer V das aus einem aufgebogenen Eisenblech gefertigte T-förmige Kippventil / spielt. Dasselbe wird durch zwei Stifte i und Z1 an seinem Standort fixirt, Fig. 3.
Das Querstück d des Eisenventils. J, Fig. 3, dient zugleich als Anker für den Elektromagneten E. Am hinteren Ende ist dasselbe durch ein kleines Bleigewicht χ balancirt.
Die Platte G hat zwei Bohrungen 1 und 2, welche von dem Kippventil J abwechselnd verschlossen werden können; 1 führt ins Freie, 2 leitet Wind aus A unter die Membran D. Der Elektromagnet E, welcher aus gebogenem weichen Rundeisen hergestellt ist, wird, nachdem die Drahtspulen aufgesteckt sind, mit seinen Polen in die hölzerne Schlufsplatte G gesteckt.
Seine Polflächen werden mit der oberen Fläche der Platte eben gefeilt und hierauf erst das Ganze beledert.
Die Belederung dient: 1. zur Abdichtung des Ventilraumes, 2. als Sitzfläche für das Kippventil, 3. verhindert dieselbe das Hängenbleiben des eisernen Ventils an dem Magnetkern infolge des zurückbleibenden Magnetismus nach Unterbrechung des elektrischen Stromes.
Die Befestigung des Elektromagneten E an der Schlufsplatte L ist aus Fig. 4 ersichtlich.
In die Schenkel m und jw, des Magneten sind bei α und b zwei Nuthen eingefräst, welche ein T- förmig ausgeschnittenes Messingblech 0 oder ein Blech aus anderem unmagnetischen Metalle aufnehmen, mittelst welchen der Elektromagnet an der Platte G mit zwei Schrauben c und d befestigt wird.
Die Platte G selbst ist durch zwei eingeschnittene Vorreiber r und T1 am W7indkastenboden festgehalten und kann rasch und leicht sammt Magnet und Ventil losgenommen werden. An derselben befinden sich gleichzeitig die Polklemmen s und t, Fig. 3, des Elektromagneten. Mit der Membran D sind durch den Zugdraht K noch zwei Ventile verbunden, von denen das untere, zwischen zwei Ledermuttern gehaltene Scheibenventil L die Verbindung zwischen dem Raum A und dem Balg B herstellt oder aufhebt. Das obere, ein metallenes Kippventil M, ist an seinem freien Ende durch ein Bleigewicht JV beschwert und ermöglicht die Verbindung zwischen dem Pneumatikbalg B und der Atmosphäre. Gleichzeitig dient die Oeffnung O2 des Kippventils M auch als obere Führung für den Zugdraht K.
Das Gegengewicht N gleicht das Gewicht des Zugdrahtes und der daran hängenden Theile aus, welche durch Drehung des Zugdrahtes von aufsen leicht regulirbar sind.
Die Functionirung der ganzen Einrichtung ist folgende: Sobald durch Niederdrücken der betreifenden Taste der Stromkreis des Elektromagneten E geschlossen ist, zieht derselbe das eiserne Kippventil J an und stellt, durch die geöffnete Bohrung ι die Communication zwischen der Ventilkammer V und der Atmosphäre her, wobei die Membran D durch den in A herrschenden Druck herabgedrlickt wird und die beiden Ventile L und M so bewegt werden, dafs Wind aus A in den Balg B einströmen kann; derselbe wirkt durch seine Bewegung entweder direct auf einen Stecher oder mit Hülfe des Hebels C auf eine Abstracte. Beim Loslassen der Taste wird der Strom unterbrochen, der Elektromagnet lä'fst das Kippventil J wieder los, wobei durch die Bohrung 2 aus A Wind unter die Membran D strömt. Hierdurch herrscht gleicher Druck ober- und unterhalb der Membran. Der Druck in A schliefst das Scheibenventil L, zugleich öffnet sich das Kippventil M, und der Balg B entleert sich in die Atmosphäre.
Die Fig. 1, 2 und 3 stellen die Lage der einzelnen Theile bei niedergedrückter Taste, also bei geschlossenem Strom dar.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Construction und Anwendung einer pneumatischen Maschine, bestehend in einem Windkasten A mit einer im Boden ausgesparten Ventilkammer V, welcher Windkasten in seinem Innern die Membran D, das Scheibenventil L und aufsen das Kippventil M aufnimmt, so dafs somit alle in directer Verbindung stehen, das Ganze daher derart construirt, dafs das Innere des Windkastens und die genannten Theile leicht und von aufsen zugänglich sind.
  2. 2. An der in Anspruch 1. gekennzeichneten pneumatischen Maschine die Anbringung und Anwendung einer elektromagnetischen Vorrichtung, bestehend aus einem aufsen am Windkasten angebrachten Elektromagneten E und dem letzteren als Anker dienenden Kippventil J, welches wechselweise den Ein- und Auslafs des Orgelwindes unter der Membran bewerkstelligt.
  3. 3. An der unter 1. charakterisirten pneumatischen Maschine die Anwendung einer leicht abnehmbaren und jede einzelne Ventilkammer V abschliefsenden Verschlufsplatte G, welche den Elektromagneten sammt seinen Klemmschrauben trägt, die Ein- und Auslafsbohrungen 1 und 2 enthält und zum Zwecke der Abdichtung der Ventilkammer, ferner als Sitz für das eiserne Kippventil / und zur Verhinderung des Hängenbleibens dieses letzteren durch den zurückbleibenden Magnetismus an ihrer die Kammer abschliefsenden Seite mit Leder versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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