DE13645C - Neuerung an Telephonen durch elastische Suspension der Magnete - Google Patents
Neuerung an Telephonen durch elastische Suspension der MagneteInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1880 ab.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt eine aus drei Lamellen kreuzweise zusammengeleimte
Platte aus weichem Holz vor, in deren Mitte über einer flachen Aushöhlung die Membran c
mittelst Holzschrauben befestigt ist. Der punktirte Kreis d deutet ein Loch an; welches, durch
die ganze Platte gebohrt, zur Aufnahme eines Schalltrichters bestimmt ist und durch diesen
die akustischen Schwingungen der Membran an die Luft übermitteln soll. An den Ecken der
Holzplatte befinden sich die vier Füfschen a a a a, aus hartem Holz gefertigt und aufgeleimt. Rechts
und links von der Membran sind die Messingschienen b h in das Holz eingelassen, die viereckigen
Löcher derselben dienen zur Führung zweier Schraubenhaken, welche durch die ganze
Platte hindurchgehen und an der anderen Seite derselben von den auf kleinen Metallbrücken
aufsitzenden Mutterschrauben ee, Fig. 2, gehalten
werden, vermittelst deren sie nach Bedürfnifs höher oder tiefer geschraubt werden
können.
Fig. 3 zeigt dieselbe Holzplatte im Längendurchschnitt, bereits mit Schalltrichter und Magnet
versehen. Der Magnet M, im übrigen geformt wie die bei den neueren Siemens'schen Telephonen
angewendeten, hatin der Mitte der Biegung einen Haken g, dessen Zweck sich aus dem
folgenden ergiebt. Aufserdem sind dicht unter den Polaufsätzen die Messingarme h h angeschraubt,
deren äufsere, mit Haken versehene Enden mittelst Stahldrahts oder Darmsaite mit
den Schraubenhaken der Holzplatte verbunden sind, und zwar so, dafs die Pole // des Magneten
genau in der Mitte der Membran aufliegen und durch den Zug der Schraubenhaken sanft an diese angedrückt werden. Die Einrichtung
ist aus der Zeichnung leicht verständlich. Der Schalltrichter f ist, wie auch die
Membran, aus dünnem gewalzten Eisenblech angefertigt.
In Fig. 4 ist das durch Fig. 3 dargestellte System so in den flachen Resonanzboden K gehängt,
dafs die Füfse der Holzplatte auf dem etwas gewölbten Deckel desselben aufstehen,
der Magnet aber unten durchkommt. Um dies zu gestatten, hat der obere Deckel des Resonanzbodens
ein längliches, der untere aber ein rundes Schallloch. Das obere mufs grofs genug sein,
um den Magneten mit seinen Messingarmen durchgleiten zu lassen, während das untere nur
den Magneten selbst durchzulassen braucht. Um die untere Fläche des Resonanzbodens, noch
unter dem Magneten herumreichend, ist der schmale, aus hartem Holz gefertigte SpannbügelZ
angebracht, dessen Enden an den Seiten des Kastens angeleimt sind.
In der Mitte des Spannbügels sitzt der Schraubenhaken o, welcher mit dem schon erwähnten
Haken g des Magneten durch Darmsaite oder Stahldraht verbunden ist und den
Zweck hat, vermittelst seiner Mutterschraube r den Magneten nach unten zu ziehen.
Durch abwechselndes Anziehen der Mutterschraube des Spannbügels und derjenigen der
Holzplatte wird die letztere fest auf den Resonanzboden gedrückt und das ganze System in
immer gröfsere Spannung versetzt. Diese kann als genügend bezeichnet werden, wenn der
Magnet bei Umdrehung des Apparates seine Lage nicht im geringsten verändert oder auch
einem ziemlich starken Druck mit der Hand
nicht nachgiebt. Nachdem zuletzt noch die Entfernung der Magnetpole von der Membran
genau regulirt worden ist, kann der Apparat als zum Gebrauch fertig betrachtet werden.
In der Zeichnung ist das Gröfsenverhältnifs der einzelnen Theile zu einander gewahrt, bestimmte
Dimensionen sind aber nicht angegeben, weil weder die Gröfse noch selbst die Form
hierbei von wesentlicher Bedeutung sind. Durch die elastische Suspension des Magneten erhält
dieser die Fähigkeit, frei zu schwingen und diese Schwingungen durch den Resonanzboden
verstärkt dem Ohr hörbar zu machen. Bei den bisher gebräuchlichen Telephonen ist dies nicht
der Fall; der Magnet ist immer entweder ganz von Holzwerk eingeklemmt oder doch durch
Schrauben fest mit diesem verbunden; es gehen daher seine Schwingungen für das Ohr fast
gänzlich verloren, und die Schwingungen der schwachen Blechmembran sind in der Regel
nicht kräftig genug, um auf die geringste Entfernung vom Apparat gehört zu werden. Es
bedarf keiner besonderen Vorrichtungen zum Avertiren; ein kurzer Ruf in den einen Apparat
oder leichtes Klopfen an den Resonanzboden desselben genügt, um im ganzen Zimmer, in
welchem der andere Apparat aufgestellt ist, selbst bei bedeutendem anderen Geräusch gehört
zu werden. Auch ist es nicht nöthig, den Apparat an das Ohr zu nehmen, da selbst auf
eine Entfernung von 3 bis 4 m es noch möglich ist, jedes Wort deutlich zu verstehen.
Jede Unterbrechung wird sofort gehört und dadurch ein gleichzeitiges Sprechen unmöglich gemacht.
Auch was in einer Entfernung bis zu zwei Meter von dem einen Apparat in gewöhnlichem
Tone gesprochen wird, kann durch den anderen noch verstanden werden, jedoch ist es
in diesem Falle nothwendig, das Ohr dicht an die Oeffnung des Schalltrichters zu legen. Die
Sprachlaute selbst kommen ungleich klarer und deutlicher, wie bei anderen Telephonen; namentlich
sind die Consonanten gut zu unterscheiden, auch ist der Blechton nicht so hart und vorherrschend.
Der Apparat braucht nur selten regulirt zu werden, da der Zug der angespannten Saiten sich entgegenwirkt und durch Temperaturveränderungen
wohl der Druck unbedeutend gestärkt oder gemindert wird, die Lage der Magnetpole zu der Membran jedoch unverändert
bleibt.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Anwendung elastischer Saiten mit Spannvorrichtungen zur elastischen Suspension und Anspannung der zur Verwendung kommenden Magnete, wodurch dieselben nicht nur die Fähigkeit erhalten, frei zu schwingen, sondern auch durch starke Anspannung geeignet werden, Laute von sehr hoher Schwingungszahl getreu aufzunehmen bezw. wiederzugeben.
- 2. Die Anwendung hölzerner, aus mehreren Lamellen zusammengesetzter Platten, welche, mit Membran und Schalltrichter versehen, mit den Polenden der Magnete mittelst elastischer Saiten und Spannvorrichtungen in der beschriebenen und durch Zeichnung erläuterten Weise verbunden sind.
- 3. Die Anwendung von hölzernen, für correspondirende Apparate möglichst gleichgestimmten Resonanzböden der angegebenen Construction, welche den Druck der Spannung auszuhalten haben, um die ihnen durch die unter 2. erwähnte Holzplatte übermittelten Schwingungen der Blechmembran und der Magnete zu verstärken und für das Ohr auch auf weitere Entfernung vom Apparat hörbar zu machen, wobei die gleiche Stimmung der Resonanzböden zweier correspondirender Apparate von wesentlichem Einflufs ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE13645C true DE13645C (de) |
Family
ID=290788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT13645D Active DE13645C (de) | Neuerung an Telephonen durch elastische Suspension der Magnete |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE13645C (de) |
-
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