DE41475C - Schneidapparat zum Abtrennen von Corseteinlagen aus Absteifstoff - Google Patents
Schneidapparat zum Abtrennen von Corseteinlagen aus AbsteifstoffInfo
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- DE41475C DE41475C DENDAT41475D DE41475DA DE41475C DE 41475 C DE41475 C DE 41475C DE NDAT41475 D DENDAT41475 D DE NDAT41475D DE 41475D A DE41475D A DE 41475DA DE 41475 C DE41475 C DE 41475C
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Description
PATENTAMT.
(Illinois, V. S. A.).
Um einen in gröfseren Längen aus zwei Decklagen und Absteifstreifen hergestellten Absteifstoff
zur Herstellung von Korseteinlagen leicht zerschneiden zu können, kommt nach vorliegender Erfindung ein mit rotirenden
Schneidscheiben und Scheerenblättern versehener Schneidapparat in Anwendung, der für sich
oder von einer bei der Herstellung des Absteifstoffes zu verwendenden Walzenpresse betrieben
werden kann, mittelst welcher die mit Klebmitteln bestrichenen Decklagen auf die
A^steifstreifen gedrückt werden. Die wesentlichen Merkmale des Schneidapparates sind
Einrichtungen, die es ermöglichen, das bewegliche Scheerenblatt in längeren oder kürzeren
Intervallen gegen das feste Scheerenblatt zu verschieben, um von dem gleichmäfsig vorbewegten
Absteifstoff entsprechend längere oder kürzere Stücke abzuschneiden. Es geschieht
dies durch Versetzen des Kurbelzapfens einer Kurbelscheibe und damit verbundener Aenderung
des Drehungsmafses eines Schaltrades. Ist dies Drehungsmafs gröfser, so findet das
Einrücken einer die Bewegung auf das Scheerenblatt übertragenden Kupplung durch Abwärtsverschiebung
einer Schubknaggen tragenden Anschlagplatte häufiger statt; das Scheerenblatt wird dann häufiger bewegt. Ist dagegen das
Mafs dieser Drehung kleiner, so wird die Scheere weniger oft thätig und von dem durch
die Walzenpresse oder eine besondere Transportvorrichtung gleichmäfsig vorgeschobenen
Absteifstoffe werden dann längere Stücke abgeschnitten.
Beiliegende Zeichnung stellt in Fig. ι bis 6 den Schneidapparat zum Abtrennen der Korseteinlagen
in Verbindung mit einer Walzenpresse dar, während Fig. 8 bis 15 die Beziehung der
Anschlagplatte zu den Kupplungsorganen in gröfserem Mafsstabe zeigen.
Der Schneidapparat ist mit den Walzen B einer Walzenpresse, durch welche die mit Klebstoff
bestrichenen Decklagen zusammen mit den zwischenliegenden Absteifstreifen behufs Verklebung
mit einander hindurchgeführt werden, auf derselben Grundplatte A1 gelagert. Der
Schneidapparat besteht im wesentlichen aus einer Anzahl rotirender Schneidscheiben O mit
darunterliegender Gegen walze O !. Diese sind
entsprechend den Walzen B mit Rillen o8, Fig. 3, für die Aufnahme der durch die Streifen
gebildeten Erhabenheiten im Absteifstoff versehen und aufserdem mit ringsum laufenden
schmalen Einschnitten o6 für den Eintritt der Schneidscheiben O.
Dadurch, dafs man den Absteifstoff zwischen diese Schneidscheiben und die Gegenwalze O1
einführt, wird bei der Drehung der Messer und der Gegen walze der Stoff in parallele Streifen
zerschnitten. Die Schneidscheiben O auf Achse O2 mit Lagern 0 und die rotirende
Gegen walze O' mit Lagern o1 sind in den Seitengestellen JV' gelagert, die mit dem
Scheerengestell ZV passend verbunden sind. Die Lager 0 werden durch Druckschrauben nl gehalten,
während die Lager ol in Schlitzen w2,
Fig. i, verschiebbar sind, so dafs die Gegenwalze von den Schneidscheiben O nach Bedarf
abgerückt werden kann. Zu diesem Zwecke liegen die Lager o1 auf den Stützen O3, und
diese 'wieder mit ihren unteren Enden auf den Hubscheiben Q. der in Ständern q auf der
Grundplatte A1 gelagerten Achse Q.1, auf der"
ein in Fig. ι punktirter Handhebel Q.2 sitzt,
der sich in passender Weise feststellen läfst. Der Antrieb der Schneidscheiben O erfolgt
von der Achse O4 der Gegenwalze O1 aus
durch die Zahnräder O6 und O5, Fig. 3. Auf
Achse O4 wird Drehung durch Schneckenrad o2
und Schnecke o3 übertragen, die auf der mittelst Schnurscheibe o5, Fig. 1 und 3, gedrehten
Achse o4 sitzt. Die Schneidscheiben O lassen
sich auf ihrer Achse O2, auf der sie mittelst
Keiles o7, Fig. 3, gegen Drehung gesichert sind, für die verschiedenen Breiten der auszuschneidenden
Absteifeinlagen passend verschieben. Die weniger tiefen Rillen o8 der Gegenwalze O'
entsprechen nach Form und Gröfse den den Durchgang der Absteifstreifen des Stoffes ermöglichenden
Rillen in den Walzen B, Fig. 1, der Walzenpresse.
Die beiden Scheerenblätter P und P1 des Schneidapparates, von welchen das obere BlattP1
im Gestell N auf- und abbeweglich ist, dienen dazu, die gewonnenen parallelen Absteifstreifen
für Korsets in passende Längen zu zerschneiden. Das untere. Scheerenblatt P liegt im Gestell N
fest; das obere Blatt P' ist mittelst Führungsschuhe P2 bei n3 am Gestell geführt und unter
einem für die Scheerenwirkung passenden Winkel zum festen Blatt P gerichtet.
Die Auf- und Äbbewegung des oberen Scheerenblattes P1 erfolgt mittelst zweier Excenterj?,
Fig. 2, der bei nl gelagerten Welle P3,
indem diese'Excenter, nach Fig. i, in Schuhen P4
der mit dem Scheerenblatt P verbundenen, die Welle P3 mit einem Schlitz umfassenden
Schubstangen P5 sich drehen. Den Antrieb der Welle P3 bewirkt Riemscheibe P6 mittelst
einer Kupplung, die selbstthätig eingerückt und nach einmaliger Drehung der Welle und einmaligem
Niedergang des Scheerenblattes P1 ausgerückt wird. Zu diesem Zw;ecke ist die
einen seitlich schiebend wirkenden Keilrand p6
und aufserdem einen vertical schiebend wirkenden Keilrand p7 tragende Anschlagplatte ^5,
Fig. 4a und 8 bis 15, vorgesehen. Die Kupplung wird eingerückt, sobald der Kuppelstiftp3,
welcher von einer Feder nach aufsen angedrückt, in einer Nuth der Nabe der losen
Riemscheibe P6 liegt, beim Niedergang der Anschlagplattep5 in die vorgeschobene Stellung
gelangt und auf den Anschlag p2 der auf Excenterwelle
P3 festsitzenden Kuppelmuffe p1 trifft, Fig. 14 und 15. Alsdanu findet eine
Drehung der Welle nach Pfeilrichtung und ein Auf- und Niedergang des Scheerenblattes P1
statt. Wird dagegen die Anschlagplatte ps gehoben,
Fig. 10 und 11, so wird die Kupplung
ausgerückt, dann tritt augenblicklich Stillstand der Welle P3 und somit Stillstand des beweglichen
Scheerenblattes P1 ein, und zwar dadurch, dafs der seitlich keilförmige Schubrand
ρβ der Anschlagplatte hinter den Stift p3,
Fig. ip, tritt und diesen einwärts drückt, während der radial verschiebbare Sperrriegel p*
später in die Kerbe von p3 einspringt und dadurch p3 arretirt, Fig. 8.
Die Abwärtsbewegung der Anschlagplatte p5 erfolgt mittelst Stange ρ 8, die am Gestell N,
Fig. 2 und 4, geführt ist, durch den bei s drehbaren Hebel 5 und unter der Gegenwirkung
der Federp9, wenn Stift s1 des Schaltrades
S1, das auf Achse s2 am Gestell S2 gelagert
ist und seine Drehung durch Schaltklinke ss und Arm S3 erhält, auf das Ende
des Hebels -S trifft, Fig. 4. Bei dieser Abwärtsbewegung
der Änschlagplattep5 wird
durch Drehung der Riemscheibe P6 der Sperrriegel
ρ 4 durch den Keilrand ρη , Fig. 15, aus
dem Kuppelstift p3 herausgedrängt, so dafs
dieser dann den Anschlag ρ 2 mitnimmt und
Drehung der Welle P3 erfolgt.
Der Arm S3 sitzt an dem durch Zahnstange S5 gedrehten Zahnrade S4 und die Bewegung
der die Zahnstange verschiebenden Schubstange s4 erfolgt durch eirje ■ Kurbelscheibe
S6, in deren Schlitz s6 ein Stein mit
einem Kurbelzapfen S'5, an cjen d,ie Schubstange
si angreift, sich einstellen läfst. Durch
Zahnrad Bs" einer der oberen Walzen B1,
Fig. ι und 4, der Walzenpresse wird Drehung auf die Kurpelscheibe S6 übertragen.
Das Mais der Drehung des Schaltrades S1
läfst sich durch eine Verstellung des Kurbelzapfens. S5 in. der Kurbelscheibe Se leicht
ändern. Macht man dies Drehungsmafs gröfser,
so findet ein Einrücken der Kupplung durch Abwärtsverschiebung der Anschlagplatte ρ 5
häufiger statt, denn die Schaltklinke s8 macht
dann eine gröfsere schwingende Bewegung und dreht somit das Schaltrad entsprechend weiter,
so dafs Hebel S1 vom Stift's;1 in kürzeren
Intervallen getroffen wird. Das Scheerenblatt P1 wird infolge dessen durch Hebung des Hebels
S dann häufiger bewegt und kürzere Stücke werden dann vom Äbsteifstoff abgeschnitten werden. .
Macht man dagegen das Mais dieser Drehung kleiner, so wird umgekehrt die Scheere weniger
oft thätig, infolge langsamerer Drehung des Schaltrades, und von dem durch die Walzenpresse
gleichmäfsig vorgeschobenen Stoff werden, dann längere Stücke abgeschnitten.
Gleich nach dem Schnitt schnellt Anschlagplatte p5 unter der Wirkung der Feder p9 des
Hebels. S hoch, ihr nach der Seite schiebend
wirkender Schubrand ρβ drängt dann durch
Eintreten zwischen Muffep' und Stiftp3 diesen
letzteren in die Riemscheibennabe zurück,
vorher hat ihr verticaler, gebogener Keilrandpn
den Ansatz pw des Riegels p* freigelassen, so
. dafs dieser nunmehr unter dem Druck seiner Feder gegen die Welle hin verschoben wird,
in die Kerbe des Kuppelstiftes p3 einspringt, diesen dadurch wie beschrieben arretirt und
die Riemscheibe ausgerückt hält.
Bis zum Niedergang der Anschlagplatte pn
bleibt dann infolge der beschriebenen Entkupplung der Antriebsriemscheibe Pe die Excenterwelle
P3 wieder unthätig, indem die Riemscheibe P6 sich lose darauf dreht.
Nach Modification Fig. 6 und 7 wird der Hebel S durch Ansätze t eines Riemens T
niedergedrückt, der über Riemscheiben T1 und T2 führt. Erstere Riemscheibe wird von
einem Zahnrade jB5 der Walzenpresse mittelst Zahnrades B6 gedreht, während die andere
Riemscheibe T^ im Schlitze t2 eines Ständers T3
auf der Grundplatte A1 mittelst Zapfens i1 i2
und Mutter i3, Fig. 7, behufs Anspannung und Aufbringung anderer Riemen horizontal einstellbar
ist. Die Riemenansätze treffen auf Anschläge s7 des Hebels S, während die Stange^8
für die Anschlagplatte ps unter der Gegenwirkung
der Feder p9 steht, die den Hebel S
nach dem Niederdrücken jedesmal wieder hebt und die Kupplung dadurch ausrückt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Ein Schneidapparat zum Abtrennen von Korseteinlagen aus Absteifstoff, gekennzeichnet durch rotirende Schneidscheiben (O) mit Gegenwalze (O1J zum Schneiden paralleler Streifen, sowie durch ein festes Scheerenblatt (P) und ein bewegliches Scheerenblatt (P1J, das mittelst einer auf die Kupplung der Excenterwelle (P3) wirkenden und in längeren oder kürzeren Intervallen bewegten Anschlagplatte (ps) mit zwei keilförmigen Schubrändern (pe p7j zur Einwirkung auf einen Kuppelstift (p3) und Sperrriegel (p^) der Antriebsriemscheibezum Schnitt kommt und dann aus dem gleichmäfsig vorbewegten Stoff längere bezw. kürzere Stücke abtrennt.
Bei dem unter 1. bezeichneten Schneidapparate zur Bewegung der Anschlagplatte (p5) der unter der Gegenwirkung einer Feder (ρ9) stehende Hebel (S), der entweder durch den Stift eines .Schaltrades (S1) angeschlagen wird, das mittelst rotirender Scheibe (S6), Schubstange (s^J, Schaltklinke (s3) verschieden weit gedreht werden kann, oder auf den, nach Modification Fig. 6 und 7, Ansätze (t) eines bewegten endlosen Riemens (T) treffen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41475C true DE41475C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41475D Expired - Lifetime DE41475C (de) | Schneidapparat zum Abtrennen von Corseteinlagen aus Absteifstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41475C (de) |
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- DE DENDAT41475D patent/DE41475C/de not_active Expired - Lifetime
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