DE414258C - Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen

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DE414258C
DE414258C DEF51760D DEF0051760D DE414258C DE 414258 C DE414258 C DE 414258C DE F51760 D DEF51760 D DE F51760D DE F0051760 D DEF0051760 D DE F0051760D DE 414258 C DE414258 C DE 414258C
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DE
Germany
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parts
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synthetic resins
resins
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Expired
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DEF51760D
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English (en)
Inventor
Dr Arthur Voss
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F1/00Obtaining purification, or chemical modification of natural resins, e.g. oleo-resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen. Es wurde: gefunden, daß inan zu einem sehr wertvollen Umwandlungsprodukt des Kolophoniums bzw. anderer rezenter Naturharze gelangt, wenn man diese mit alkylierenden :1Iitteln behandelt. Die erhaltenen Produkte stellen weiche bzw. zähflüssige Harze dar, welche in hervorragendem Maße die Eigenschaften des venetianischen Terpentins oder ähnlicher Balsame besitzen. Sie eignen sich für eine Reihe von Verwendungszwecken an Stelle von jenen, z. B. als Zusatz zur Herstellung von Sprit- und Öllacken. zur Fabrikation von Siegellackmassen usw.
  • Die vorliegenden Alky-lierungsprodukte der rezenten Naturharze müssen iin wesentlichen als Äther derselben aufgefaßt werden. Sie stellen demnach neue, bisher nicht bekannte Produkte dar. Wohl ist ein Verfahren bekannt zur Darstellung von Harzestern (siehe Patentschriften 32083 und 75h9). Die nach diesen von vorliegendem durchaus verschiedenen Verfahren erhaltenen Produkte stellen ganz andere Verbindungen dar und sind in ihren Eigenschaften von jenen durchaus unterschieden. Diese Harze zeigen einen hohen Klebepunkt, sind unlöslich in Alkalien und dienen als Ersatz für Kopal. Die nach vorliegendem Verfahren erhaltenen harzartigen Körper sind noch mehr oder minder alkalilöslich und besitzen einen dem Ausgangsprodukt gegenüber niedrigeren Erweichungspunkt. In den meisten Fällen wird überhaupt kein eigentliches Harz, sondern ein balsamartiges Produkt erhalten.
  • Es ist ferner auch bekannt, Abietinsäure in ihren Äthy-lester überzuführen. Zur Darstellung dieses Esters muß jedoch die Abietinsäure erst aus Kolophonium in reinem Zustand hergestellt werden. Demgegenüber können nach vorliegendem Verfahren die rezenten Naturharze selbst Anwendung finden, was naturgemäß den Vorteil einer erlieblichen Verbilligung des Ausgangsmaterials bietet. Es war auch nicht vorauszusehen, daß die aus Kolophonium erhaltenen Produkte balsamähnlichen Charakter haben würden. Beispiele. i. ioo Teile französisches Kolophonium werden in Zoo Teilen Wasser und 4.o Teilen Natronlauge (4o° Be) heiß gelöst, die Lösung erkalten gelassen und die gelatinös erstarrende Masse mit 65 Teilen p-Toluolsulfosäuremethvlester vermischt. Die Masse wird dann unter gutem Rühren in einem geschlossenen Gefäß auf 12o bis 13o° erhitzt, bis die Umsetzung beendet ist. Die Masse wird durch Auswaschen mit Wasser vom p-toluolsulfosaurem Natrium befreit, in Benzol (2oo Teilen) gelöst, die Lösung filtriert, ausgewaschen, über Soda getrocknet und darauf das Lösungsmittel wieder verdampft. Man erhält eine klar durchsichtige, hellgelbe, hoch viskose Masse, die sich leicht in Sprit, Benzol, Äther, Aceton und Terpentinöl löst. Sie läßt sich in ausgezeichneter Weise an Stelle von venetianischem Terpentin zur Herstellung von sehr echten, geschmeidigen Lacken verwenden.
  • 2. i2o Teile deutsches Fichtenharz werden in ico TeilenWeingeist und 5o Teilen Natronlauge warm gelöst. Nach dem Erkalten wird die Lösung mit 22 Teilen Chloräthyl vermischt und dann im Autoklaven vier Stunden bei ioo bis i io- gehalten. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der Rückstand mit heißem Wasser gut ausgewaschen und durch Erhitzen auf i.4o bis i 5o' von flüchtigen Stoffen befreit. Man erhält ein helles, durchsichtiges, zähflüssiges Öl, welches die gleichen Eigenschaften wie das im vorhergehenden Beispiel beschriebene Produkt besitzt.
  • 3. ioo Teile amerikanisches Kolophonium werden in Zoo Teilen Wasser und 5o Teilen konzentriertem Ammoniak (25 Prozent) gelöst, der erkalteten Lösung ioo Teile Äthylenchlorhydrin zugefügt und die Masse unter beständigem Rühren im Autoklaven drei Stunden auf 13o bis i4o' geheizt.. Das Umsetzungsprodukt wird durch Einleiten von direktem Wasserdampf von flüchtigen Anteilen befreit, das Wasser abgegossen und der Rückstand durch Erhitzen über ioo° entwässert. Das erhaltene Produkt stellt ein hell- bis dunkelgelbes, durchsichtiges, zähes Öl dar, welches sich an Stelle von natürlichen Balsamen verwenden läßt.
  • ioo Teile gewöhnliches Kirschharz werden mit 2o Teilen Pyridin und 6o Teilen Aniylalkohol vermischt und die Mischung bzw. Lösung im Autoklaven vier Stunden auf i8o bis 2oo° erhitzt. Nach Abdestillieren des Pvridins und unveränderten Amylalkohols mit direktem Wasserdampf wird der Rückstand in Benzol gelöst, die Lösung mit Wasser mehrfach ausgewaschen, über Soda getrocknet, filtriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand wird noch einige Zeit bei i2o bis i4o° gehalten und stellt nach Erkalten eine zähflüssige, durchsichtige, harzartige -Tasse dar, die sich in ähnlicher Weise wie die in den vorhergehenden Beispielen genannten Produkte verwenden läßt.

Claims (1)

  1. PATrNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung balsamartiger Kunstharze, dadurch gekennzeichnet, daß man rezente Naturharze in Gegenwart von basischen Körpern mit alkylierenden Mitteln behandelt.
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