DE4136737C2 - Endoskop - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Endoskop nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiges Endoskop ist aus der US 4,292,691 bekannt.
Das bekannte Endoskop weist eine Steuereinheit, einen mit
der Steuereinheit verbundenen Einschubbereich, der in den zu
untersuchenden Hohlraum des Körpers oder einer Maschine einzu
führen ist, und eine Universalleitung auf, die mit einer Licht
quelle verbunden ist (oder mit einer Kombination aus Lichtquelle
und einer Verarbeitungseinheit im Fall eines elektronischen
Endoskops). Der Einschubbereich hat, ausgehend von der Seite der
Steuereinheit, einen flexiblen Abschnitt, der den größten Teil
davon ausmacht und in jeder Richtung entlang des Einschubweges
biegbar ist, einen Biegeabschnitt, der mit dem äußeren Ende des
flexiblen Abschnitts verbunden ist, und einen distalen Endab
schnitt, der am Ende des Biegeabschnitts angebracht ist. Der
distale Endabschnitt ist an seinem vordersten Ende mit einem
Beobachtungsfenster, einer Lichtaustrittsöffnung, einem Instru
mentendurchgang etc. versehen. Der Biegeabschnitt ist dazu aus
gelegt, den distalen Endabschnitt in die gewünschte Richtung zu
lenken. Zu diesem Zweck ist der Biegeabschnitt mit einer Aufein
anderfolge von gelenkig verbundenen ringförmigen Gliedern aufge
baut, um so eine Biegung in vertikale oder kombiniert in ver
tikale und horizontale Richtung zu erlauben; die Krümmung er
folgt, indem Betätigungszüge geschoben oder gezogen werden, die
die Steuereinheit mit dem distalen Endabschnitt des Einschubbe
reichs oder dem Kopfende des Biegeabschnitts verbinden.
Zusätzlich zu den Betätigungszügen läuft ein für Beleuchtungs
zwecke vorgesehener Lichtleiter in Form eines optischen Glasfa
serbündels durch den Einschubbereich. Darüber hinaus sind weitere
längsverlaufende Komponenten in dem Einschubbereich angeord
net, wie beispielsweise ein Bild-Lichtleiterbündel zum Übertra
gen des Bildes des zu untersuchenden Objektes im Falle eines
optischen Endoskops und ein mit einem Bildsensor verbundenes
Kabel im Fall eines elektronischen Endoskops. Weitere hindurch
gehende Komponenten sind beispielsweise ein Kanal zum Durch
schieben einer Pinzette oder anderer Instrumente und eine Lei
tung zum Zuführen von Waschflüssigkeit und Luft, um damit das
Beobachtungsfenster zu reinigen. Diese längsverlaufenden, in dem
Einschubbereich angeordneten Komponenten sind flexibel, so daß
sie sich mit dem flexiblen Abschnitt und dem Biegeabschnitt
krümmen und durchbiegen können.
Wenn sich der Einschubbereich biegt oder krümmt, treten Längen
differenzen zwischen den Komponenten, die an der Innenseite des
gekrümmten Bereichs verlaufen, und den Komponenten auf, die an
der Außenseite verlaufen. Insbesondere der Biegeabschnitt ist
dazu ausgelegt, sich um mehr als 180° krümmen zu können, um eine
umfassende Beobachtung eines Gegenstandes zu ermöglichen. Daher
treten erhebliche Längendifferenzen auf, je nachdem ob die
längsverlaufenden Komponenten an der Innenseite oder der Außen
seite des gekrümmten Bereichs verlaufen. Da der Biegeabschnitt
normalerweise sowohl in vertikaler als auch in horizontaler
Richtung gekrümmt werden kann, bewegen sich die in dem Einschub
bereich längsverlaufenden Komponenten in beliebige Richtungen.
Um Beschädigungen durch Überdehnung oder Kompression in dem ge
krümmten Biegeabschnitt zu vermeiden, ist jede Komponente mit
einer Überschußlänge ausgelegt, um ihre axiale Bewegung in einem
vorbestimmten Grad zu erlauben.
Der Einschubbereich ist so dünn wie möglich zu gestalten, damit
er problemlos auch durch enge Bereiche eines Einschubweges ge
führt werden kann, ohne dem untersuchten Patienten Schmerzen zu
bereiten. Als Folge davon ist der Raumfüllungsgrad der längsver
laufenden Komponenten in dem Einschubbereich sehr hoch.
Wenn der Biegebereich eines so konstruierten Endoskops durch
gebogen wird, so bewegen sich die längsverlaufenden Komponenten
im Einschubbereich in unvorhersehbarer Weise, üben Druck oder
Zug aufeinander aus oder verschlingen sich ineinander, was zu
Brüchen in den feinen optischen Fasern des Lichtleiters oder des
Bild-Lichtleiters oder in den Kabeln eines elektronischen Endo
skops führen kann und ein Abknicken des Instrumentenkanals oder
der Leitungen zur Folge haben kann. Im Verlaufe wiederholter
Betätigung und Krümmung des Endoskops sammeln sich die längsver
laufenden Komponenten des Einschubbereichs allmählich durch
Krümmung mit großen Winkeln im Biegeabschnitt und werden zusam
mengedrückt, wodurch die Dichte in diesem Abschnitt besonders
hoch wird. Wenn der Biegeabschnitt in diesem Zustand starker
Ansammlung durchgebogen wird, ist ein erhöhtes Risiko für die
oben erwähnten Brüche und Knicke gegeben.
Um die im Einschubbereich verlaufenden Komponenten jeweils an
fixierten Positionen zu halten und zu verhindern, daß sie sich
ineinander verschlingen oder gegeneinander drücken, ist
beispielsweise aus DE 28 05 451 A1 das Verfahren
bekannt, den Biegeabschnitt mit geschäumtem Plastikmate
rial aufzufüllen. Das in den Biegeabschnitt eingefüllte ge
schäumte Plastikmaterial verhindert nicht nur die Bewegung der
Komponenten darin, sondern übt auch eine erschütterungsabsor
bierende Funktion aus und reduziert dadurch die Gefahr von Be
schädigungen weiter. Aus der Anwendung dieses Verfahrens ergeben
sich jedoch auch Probleme.
Die geschäumte Plastikfüllung des Biegeabschnitts verursacht
einen erhöhten Widerstand gegen dessen Biegung und bedingt daher
eine Erhöhung der Biegekraft oder des Biegemoments und behindert
eine leichte und einfache Steuerung. Weiterhin sind in den her
kömmlichen Anordnungen keine Vorkehrungen getroffen, die Bewe
gungen der in dem Biegeabschnitt verlaufenden Komponenten zu
kontrollieren, so daß keine Möglichkeit besteht, Verschlingungen
oder Verdrillungen zu verhindern.
Die Betätigungszüge zum Krümmen oder Biegen des Biegeabschnitts
sind normalerweise an vier Punkten in dessen Querschnitt ange
ordnet, d. h. oben, unten, rechts und links mit einem Winkelab
stand von 90° zueinander. Diese Betätigungszüge sind am Ende auf
einem Paar von Rollen aufgewickelt, die koaxial mit an der Seite
der Steuereinheit angebrachten Drehknöpfen sind, so daß die Züge
in dem Biegeabschnitt nicht fixiert sind. Bei Betätigung des
Biegeabschnitts können daher der Instrumentenkanal, die Fasern
des Lichtleiters und des Bild-Lichtleiters leicht zwischen den
Betätigungszügen eingequetscht und dadurch beschädigt werden.
Dieses Problem läßt sich in den herkömmlichen Anordnungen nicht
vermeiden. Da der größte Teil des Einschubbereichs durch den
flexiblen Abschnitt gebildet wird, der keine Mittel zum Fixieren
der innen verlaufenden Komponenten hat, und diese Komponenten am
distalen Endabschnitt befestigt sind, werden diese längsverlau
fenden Komponenten bei wiederholter Betätigung des Biegeab
schnitts zum Biegeabschnitt hin gezogen, um sich dort zu sammeln
und zusammengedrückt zu werden, wodurch wiederum die Risiken
ansteigen, daß sie sich verschlingen und durch die Betätigungs
züge in dem Biegeabschnitt beschädigt werden.
Das geschäumte Plastikmaterial braucht jedoch nicht auf den
Biegeabschnitt beschränkt zu sein, sondern kann in den gesamten
Einschubbereich einschließlich des flexiblen Abschnitts einge
füllt sein. Dadurch wird zwar ein besserer Schutz der innen
verlaufenden Komponenten erreicht, aber andere erhebliche Nach
teile verursacht, wie beispielsweise erhöhtes Gewicht und er
schwerte Betätigung der Drehknöpfe.
Aus der US 4 770 163 ist ein Endoskopeinschubbereich bekannt, in
dem die einzelnen, durch die hindurchgehende Öffnung des
röhrenförmigen Einschubbereichs verlaufenden Komponenten zu
einem Bündel zusammengefaßt sind und dadurch einen gewissen
Schutz erhalten. Das Leiterbündel wird durch einen Faden
zusammengehalten, der spiralförmig um das Bündel gewickelt ist;
in Abstand entlang des Bündels sind mehrere Kunststoffringe vor
gesehen, um den Faden in Position zu halten. Diese Anordnung
ist nachteilig, da erstens die Herstellung des Bündels mit
einer über die gesamte Bündellänge gehenden Umwicklung mit dem
Faden relativ aufwendig ist; zweitens muß, soweit das Bündel
durch die Umwicklung mit dem Faden dauerhaft, d. h. über viele
Umlenkoperationen als Bündel stabil erhalten bleiben soll, ohne
daß sich einzelne Leitungen gegeneinander verschieben oder all
mählich als Schlaufen aus dem Bündel hervorragen, die Umwicklung
so fest sein, daß dadurch die Flexibilität dieses Bündels gegenüber
einzeln verlegten Leitungen eingeschränkt und somit die
Flexibilität und Lenkbarkeit des Einschubbereichs insgesamt
vermindert ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Endoskop zu schaffen, das die
durch den Einschubbereich verlaufenden flexiblen Komponenten
hinreichend schützt, ohne die Biegungseigenschaften zu ver
schlechtern oder die Steuerung zu erschweren.
Diese Aufgabe wird mit einem Endoskop gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen
in den Figuren erläutert; es zeigt:
Fig. 1 Gesamtansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
des Endoskops;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Spitze des Einschubbereichs
des ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Biegeabschnitts des
ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 4 Seitenansicht einer Anordnung verbundener Ringe
des Biegeabschnitts im ersten Ausführungsbeispiel,
wobei die längsverlaufenden Komponenten ausgelas
sen sind;
Fig. 5 Seitenansicht des flexiblen Abschnitts in teilwei
sem Schnitt im ersten Ausführungsbeispiel;
Fig. 6 Querschnitt entlang der Linie VI-VI aus Fig. 5;
Fig. 7 schematische Darstellung eines Teils des flexiblen
Abschnitts, in den ein Rückstellkörper eingepaßt
ist;
Fig. 8a, 8b Außenansicht und
Querschnitt des flexiblen Abschnitts in gekrümmtem
Zustand;
Fig. 9 Ansicht eines Schwammkörpers zur Verwendung als
Rückstellkörper in einem zweiten Ausführungsbei
spiel;
Fig. 10 Schematische Querschnittsdarstellung des flexiblen
Abschnitts, in den der Schwammkörper eingepaßt
ist, wobei Details der Abschirmung ausgelassen
sind; und
Fig. 11 Schematische Querschnittsdarstellung des flexiblen
Abschnitts mit einem eingepaßten Schwammkörper
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
Fig. 1 zeigt die Gesamtstruktur des Endoskops.
Es weist eine Steuereinheit 1, einen Einschubbereich
2 und eine Leitung 3 auf. Der Bereich 2 teilt sich in
drei Abschnitte auf, nämlich einen flexiblen Abschnitt 2a, einen
Biegeabschnitt 2b und einen distalen Endabschnitt 2c, in dieser
Reihenfolge ausgehend von der Steuereinheit 1.
Wie in Fig. 2 dargestellt, weist der distale Endabschnitt 2c
ein Lichtaustrittsfenster 10, ein Beobachtungsfenster 11, einen
Instrumentendurchgang 12, durch den Pinzetten oder andere In
strumente herein- und herausgeführt werden können, und eine Düse
13 auf, um Reinigungsflüssigkeit auf das Beobachtungsfenster 11
zu lenken.
Der Biegeabschnitt 2b hat die Funktion, den distalen Endab
schnitt 2c in eine gewünschte Richtung zu drehen. Wie in den
Fig. 3 und 4 dargestellt, enthält der Biegeabschnitt 2d eine
Anordnung verbundener Ringe, die aus einer Vielzahl ringförmiger
Glieder 20 besteht, welche abwechselnd in horizontale und ver
tikale Richtung gelenkig miteinander verbunden sind und von
einem Netz und einem Außenschlauch 21 umschlossen werden. Der
Biegeabschnitt 2b enthält einen Lichtleiter 22, einen Bild-
Lichtleiter 23, die beide aus optischen Faserbündeln bestehen,
einen Instrumentenkanal 24, der für Pinzetten oder andere In
strumente geeignet ist, eine Wasserzufuhr-Leitung 25 und eine
Luftzufuhr-Leitung 26.
Der Endbereich des Lichtleiters 22 ist dem Lichtaustrittsfenster
10 zugewandt, um ein Bild des zu beobachtenden Objekts zu be
leuchten. Das Ende des Instrumentenkanals 24 ist mit dem Instru
mentendurchgang 12 verbunden. Die Wasserzufuhr-Leitung 25 und
die Luftfuhr-Leitung 26 sind im distalen Endabschnitt 2c zusam
mengeführt und münden gemeinsam in die Düse 13. Die Bestandteile
Lichtleiter 22, Bild-Lichtleiter 23, Instrumentenkanal 24, Was
serzufuhr-Leitung 25 und Luftzufuhr-Leitung 26 sind längsver
laufende Komponenten, die mit ganzer Länge durch den Einschubbe
reich 2 verlaufen und am distalen Endabschnitt 2c befestigt
sind. Alle Komponenten in dem Einschubbereich 2 sind flexibel,
um sich entsprechend der Biegung oder Krümmung des Einschubbe
reichs 2 zu verformen.
Vier Betätigungszüge 27 verlaufen durch den Einschubbereich 2.
Diese Betätigungszüge 27 sind dahingehend ausgelegt, daß der
Biegeabschnitt 2b in die gewünschte Richtung durch Fernbedienung
von der Steuereinheit 1 gebracht werden kann. Die Betätigungs
züge 27 sind mit einem Ende am vordersten Ring des Biegeab
schnitts 2b oder an dem distalen Endabschnitt 2c befestigt und
mit ihrem anderen Ende um ein Paar von Rollen (nicht gezeigt)
gewickelt, die in der Steuereinheit 1 angebracht sind. Diese
Rollen können manuell durch einen Drehknopf 4 an der Steuerein
heit 1 betätigt werden. Der Biegeabschnitt 2b wird nach oben und
nach unten gebogen, wenn die vertikal übereinanderliegenden
Betätigungszüge eingeschoben und gezogen werden, und seitlich
gekrümmt, wenn die horizontal angeordneten Züge eingeschoben und
gezogen werden. Der Biegeabschnitt 2b kann in jede gewünschte
Richtung gedreht werden, indem die beiden vertikalen Züge und
die beiden horizontalen Züge kombiniert betätigt werden. Die
Betätigungszüge sind voneinander jeweils um ein 90°-Intervall
getrennt, indem sie durch Gelenke 28 geführt werden, mit denen
benachbarte ringförmige Glieder 20 miteinander verbunden sind.
Der flexible Abschnitt 2a hat einen äußeren Schutz, wie in Fig.
5 gezeigt, eine Spiralröhre 30, die aus einem spiralförmig ge
wundenen Metallstreifen besteht und die durch ein Schutznetz 31
und eine äußere Hülle 32 bedeckt ist. Wie aus Fig. 6 deutlich
wird, werden der Lichtleiter 22, der Bild-Lichtleiter 23, der
Instrumentenkanal 24, die Wasserzufuhr-Leitung 25 und die Luft
zufuhr-Leitung 26, wie für den Biegeabschnitt 2b dargestellt,
auch durch den flexiblen Abschnitt 2a geführt. Die Betäti
gungszüge 27 werden ebenfalls durch den flexiblen Abschnitt 2a
geführt, sind aber nicht wie im Biegeabschnitt 2b auf ihre spe
ziellen Positionen festgelegt.
Der flexible Abschnitt 2a enthält Rückstellkörper 40, die an
drei Positionen angeordnet sind, wobei der erste nahe dem Bie
geabschnitt 2b, ein anderer nahe der Verbindung mit der Steuer
einheit 1 und der dritte in der Mitte dazwischen angeordnet ist.
Die Rückstellkörper 40 sind elastische Teile, die aus Materia
lien wie geschäumtem Silikon oder Urethankautschuk mit niedriger
elastischer Dehnbarkeit und hoher elastischer Stabilität herge
stellt sind und angepaßt sind, sich frei zu entspannen und zu
sammenzuziehen. Die Rückstellkörper 40 haben ausreichend große
Durchmesser, um eng an der Innenwand des flexiblen Abschnitts 2a
anzuliegen, und eine genügend große Breite, um die gewünschte
elastische Stabilität zu erhalten, wie in Fig. 7 dargestellt
ist. Der Lichtleiter 22, der Bild-Lichtleiter 23, der Instrumen
tenkanal 24, die Wasserzufuhr-Leitung 25 und die Luftzufuhr-
Leitung 26 werden alle durch die Rückstellkörper 40 hindurch
geführt. Die hindurchgeführten Teile können entweder in dem
Rückstellkörper 40 befestigt oder gleitend darin eingepaßt sein.
Durch Anwenden einer gleitenden Einpassung der Teile werden gute
Biegeeigenschaften und andere Eigenschaften erreicht. Wie aus
Fig. 7 deutlich wird, sind die Betätigungszüge 27 nicht in den
Rückstellkörper 40 eingepaßt, wobei dies aber keine wesentliche
Eigenschaft ist.
Ein Verfahren zur Herstellung der Rückstellkörper 40 aus ge
schäumtem Silikonkautschuk wird im folgenden als Beispiel ange
geben. Eine vorgegebene Menge zweier Materialflüssigkeiten wird
für die in den Einschubbereich einzusetzenden Teile bei Raumtem
peratur angewendet. Danach werden die Teile in den flexiblen
Abschnitt 2a eingeführt und darauf die Reaktion der Material
flüssigkeiten zum Aufschäumen zugelassen. Dieses Verfahren er
laubt die Herstellung von Schaumstoffen ohne Anwendung von Hitze
oder Druck. Die beim Aufschäumvorgang entstehende Reaktionswärme
kann relativ niedrig gehalten werden, so daß der Lichtleiter 22,
der Bild-Lichtleiter 23 und andere hindurchgehende Komponenten
unbeschädigt bleiben.
Um den Einschubbereich 2 beispielsweise in eine Körperhöhlung
zur Beobachtung oder Untersuchung einzuführen, wird der flexible
Abschnitt 2a so eingeführt, daß er einem gekrümmten Weg folgt,
wozu der Biegeabschnitt 2b in die gewünschte Wegrichtung gedreht
oder gebogen wird. Dabei werden der Lichtleiter 22, der Bild-
Lichtleiter 23, der Instrumentenkanal 24, die Wasserzufuhr-Lei
tung 25 und die Luftzufuhr-Leitung 26 im Einschubbereich 2 zur
inneren Seite des gekrümmten oder gebogenen Bereichs geschoben,
wobei eine Zugspannung der hindurchgeführten Komponenten zum
distalen Endabschnitt 2c, an dem sie befestigt sind, auftritt.
Die inneren Komponenten des flexiblen Abschnitts 2a werden durch
die Rückstellkörper 40 geführt, die aus elastischem Material mit
extrem niedriger elastischer Spannung bestehen. In dem Fall, in
dem ein Rückstellkörper 40 in einem gekrümmten Bereich wie in
Fig. 8(a) gezeigt liegt, wird der Rückstellkörper 40 zur Innen
seite des flexiblen Abschnitts 2a ohne Widerstand bewegt, wie in
Fig. 8(b) dargestellt, wodurch sich die längsverlaufenden Kom
ponenten der Innenseite des Biegeabschnitts 2b nähern, indem sie
den Rückstellkörper 40 komprimieren. Durch die verbleibende
Funktion des Rückstellkörpers 40 werden die längsverlaufenden
Komponenten jedoch sicher gehalten. Der Rückstellkörper 40 wirkt
als Puffer, um die durch den Biegeabschnitt 2 verlaufenden Kom
ponenten vor Zug und Druck gegeneinander zu schützen. Indem die
längsverlaufenden Komponenten im Einschubbereich 2 gleitend in
die Rückstellkörper 40 eingepaßt sind, setzen sie der Krümmung
des Biegeabschnitts 2b keinen Widerstand entgegen und üben darum
keine Spannung oder keinen Druck darauf aus. Zusammen mit den
verbleibenden Bereichen werden die längsverlaufenden Komponenten
frei entsprechend der Biegung oder Krümmung des Einschubbereichs
2 bewegt und fügen der Flexibilität des Einschubbereichs 2 daher
keinen zusätzlichen Widerstand zu.
Wenn der flexible Abschnitt 2a und der Biegeabschnitt 2b in eine
gerade Stellung zurückgestellt werden, kehrt der Rückstellkörper
40 aufgrund seiner Elastizität schnell in seine ursprüngliche
Form zurück, wie in Fig. 6 gezeigt. Damit kehren die längsver
laufenden Komponenten im flexiblen Abschnitt 2a sicher an ihre
ursprüngliche Position zurück. Dadurch verschlingen sich die
Teile im Einschubbereich 2 weder miteinander, noch ziehen oder
drücken sie aneinander. Da die Teile nach Fortfall der angrei
fenden Kräfte immer wieder in ihre ursprünglichen Positionen
zurückkehren, ohne sich zunehmend zu verlagern, entfällt das
Problem, daß sich die längsverlaufenden Teile in irgendeinem
Bereich ansammeln, sogar wenn das Endoskop häufig wiederholt
betätigt wird. Daher können Probleme wie eine Verdrillung der
Betätigungszüge 27 mit dem Lichtleiter 22, dem Bild-Lichtleiter
23, dem Instrumentenkanal 24 und ähnliches, vermieden werden.
Im Ergebnis wird dadurch die Gefahr von Beschädigungen, wie
Brüche des Lichtleiters 22 und des Bild-Lichtleiters 23 (oder
eines Kabels in einem elektronischen Endoskop) und ein Abknicken
des Instrumentenkanals 24, der Wasserzufuhr-Leitung 25 und der
Luftzufuhr-Leitung 26, signifikant verringert.
Obwohl in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel die Rückstell
körper 40 an drei Positionen entlang des flexiblen Abschnitts 2a
angeordnet sind, wird ein wirkungsvoller Schutz der in dem Ein
schubbereich 2 verlaufenden Komponenten auch durch Vorsehen
eines einzigen Rückstellkörpers 40 nahe am Verbindungspunkt des
flexiblen Abschnitts 2a mit dem Biegeabschnitt 2b bewirkt. Die
längsverlaufenden Komponenten können am besten stabilisiert
werden, indem so viele Rückstellkörper 40 wie möglich ein
schließlich im Biegeabschnitt 2b angeordnet werden. Schwammähn
liche Materialien oder ähnliches in Kreuzform 50, wie in Fig.
9 dargestellt, können anstelle der Schaumstoff-Rückstellkörper
verwendet werden. Durch Verbinden der beiden Enden 50a und 50b
und der Enden 50c und 50d benachbarter Längs- und Querarme durch
Kleben oder Heften können zwei Schlaufen gebildet werden, wie in
Fig. 10 dargestellt. Der Bild-Lichtleiter 23 kann dann bei
spielsweise durch eine der beiden Schlaufen und der Instrumen
tenkanal 24 durch die andere geführt werden, wobei der Licht
leiter 22 durch den Freiraum auf einer Seite und die Wasserzu
fuhr-Leitung 25 und die Luftzufuhr-Leitung 26 auf der anderen
Seite der Schlaufen geführt werden. Es kann auch ein kreuzförmi
ger Schwammaterial-Träger 50′ mit relativ kurzen Längs- und
Querarmen 50a′ bis 50d′ angewendet werden, wie in Fig. 11 ge
zeigt. Weiterhin können auch die Arme 50a′ und 50b′ die Außen
seite des Lichtleiters 23 umfassen und die Arme 50c′ und 50d′
die Außenseite des Instrumentenkanals 24 umschließen. Die Rück
stellkörper können auch auf viele andere Weisen gebildet werden,
wie beispielsweise durch Anbringen von Durchführungen in einem
zylindrischen Schwamm- oder Schaumstoffstück.
Claims (6)
1. Endoskop mit einem flexiblen, hohlen, röhrenförmigen Ein
schubbereich, welcher zum Einschieben in ein zu untersuchendes
Objekt ausgelegt ist und in seiner hindurchgehenden
Öffnung längsverlaufende, lose verlegte Komponenten enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein elastischer Rück
stellkörper (40), durch den die längsverlaufenden Komponenten
hindurchgeführt sind, in dem Einschubbereich (2) vorhanden
und so gestaltet ist, daß die längsverlaufenden Komponenten
(22, 23, 24, 25, 27) in ihre vorgegebenen Positionen
zurückgeführt werden, wenn der Einschubbereich (2) aus einer
gebogenen oder gekrümmten Form wieder in eine gerade Stellung
zurückgestellt wird.
2. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
flexible Einschubbereich (2) einen flexiblen Abschnitt (2a)
und in Längsrichtung am distalen Ende daran anschließend
einen lenkbaren Biegeabschnitt (2b) aufweist und der Rück
stellkörper (40) in dem flexiblen Abschnitt (2a) des Ein
schubbereichs (2) angeordnet ist.
3. Endoskop nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Rück
stellkörper (40) an drei Positionen im flexiblen Abschnitt (2a)
des Einschubbereichs (2) angeordnet sind, nämlich an einer
Position an der Verbindung mit dem Biegeabschnitt (2b), an
einer Position an der Verbindung des Einschubbereichs (2) an
eine Steuereinheit (1) und an einer mitten zwischen diesen
beiden Positionen liegenden Position.
4. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückstellkörper (40) aus Schaumgummi hergestellt sind.
5. Endoskop nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rückstellkörper (40) aus Zweikomponenten-Schaumgummi herge
stellt ist, das durch Mischen der beiden Flüssigkeitskom
ponenten und durch ihre Reaktion an der Anbringungsposition
aufgeschäumt wird.
6. Endoskop nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rückstellkörper (40) aus einem Stück Schwammaterial herge
stellt und so geformt ist, daß die Querschnittsfläche der
hindurchgehenden Öffnung des Einschubbereichs (2) in eine
gewünschte Anzahl von Bereichen unterteilt wird.
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