DE4132341C2 - Verfahren zum automatischen Wiedereinfädeln bei einer Vorrichtung zum funkenerosiven Drahtschneiden eines Werkstückes - Google Patents
Verfahren zum automatischen Wiedereinfädeln bei einer Vorrichtung zum funkenerosiven Drahtschneiden eines WerkstückesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Wieder
einfädeln bei einer Vorrichtung zum funkenerosiven Drahtschneiden
eines Werkstückes nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Es ist allgemein bekannt, daß funkenerosive Drahtschneidevor
richtungen mit Drahtelektroden Werkstücke aus elektrisch
leitfähigen Materialien leicht und präzise zu komplizierten
Formen bearbeiten können, und zwar ungeachtet der Härte der
Werkstücke. Die Drahtelektrode der funkenerosiven Draht
schneidevorrichtungen ist jedoch dünn, sie hat normalerweise
einen Durchmesser zwischen ca. 0,03 mm und 0,3 mm, und sie
unterliegt während des funkenerosiven Drahtschneidens durch die
Entladungsvorgänge einem Verschleiß. Daher kann die Draht
elektrode durch die auf sie während des funkenerosiven
Drahtschneidens aufgebrachte mechanische Spannung brechen bzw.
reißen, wodurch der Bearbeitungsvorgang unterbrochen wird.
Daher ist beispielsweise in der JP 63-28731B (entspricht der US 4 338 505) ein
automatisches Verfahren zum Wiedereinfädeln einer Drahtelektrode bei einer Vorrichtung
zum funkenerosiven Drahtschneiden eines Werkstücks vorgeschlagen.
Fig. 10 zeigt im Querschnitt eine funkenerosive Draht
schneidevorrichtung, bei der die Drahtelektrode gemäß dem konven
tionellen Verfahren wiedereingefädelt wird, und Fig. 11 ist eine
schematische Perspektivansicht, die die Bahn der Drahtelek
trode während des Wiedereinfädelns gemäß dem konventionellen
Verfahren zeigt. Wenn die Drahtelektrode 3 bricht,
treibt die numerisch gesteuerte bzw. NC-Einheit 8 die X- und Y-Antriebseinrichtungen
(nicht gezeigt) so an, daß das Werkstück 1 über einen XY-
Arbeitstisch (nicht gezeigt) parallelverschoben wird, so daß
die Drahtelektrode 3 von der Drahtbruchposition 11 zu der
Bearbeitungsstartposition 12 bewegt wird. Wenn sich die
Drahtelektrode 3 in der Bearbeitungsstartposition 12 befin
det, wird vom abgabeseitigen Drahtführungskopf 4 ein
neues Stück der Drahtelektrode 3 zum aufnahmeseitigen Draht
führungskopf 5 gefördert, während gleichzeitig aus der
Öffnung des abgabeseitigen Drahtführungskopfes 4 ein Wasser
strahl 7 ausgestoßen wird, so daß die von dem Elektrodenvor
schubmechanismus des abgabeseitigen Drahtführungskopfes 4
geförderte Elektrode 3 von dem Wasserstrahl 7 so eingegrenzt
wird, daß sie durch die Bearbeitungsstartöffnung 2 und die
aufnahmeseitige Drahtführung geht, um auf einen Drahtaufnah
memechanismus gewickelt oder in einem Behälter aufgenommen zu
werden. Die Drahtelektrode 3 ist nunmehr neu gespannt und für
den funkenerosiven Drahtschneidevorgang bereit.
Dann wird die Drahtelektrode 3 relativ zum Werkstück 1 ent
lang der Schneidbahn 13 in den Schneidspalt 14 be
wegt und zu der Drahtbruchposition 11 zurückgebracht. Danach
wird die Stromversorgung 15 eingeschaltet, um die Entladungs
energie zu erzeugen und das funkenerosive Drahtschneiden des
Werkstücks 1 wieder aufzunehmen. Dieser automatische Wieder
einfädelvorgang der gebrochenen Drahtelektrode kann unendlich
häufig wiederholt werden, wenn die NC-Einheit 8 entsprechend
eingestellt ist. Im allgemeinen wird jedoch eine vorbestimmte
Obergrenze vorgegeben, so daß das automatische Wiedereinfädeln der
gebrochenen Drahtelektrode bis zu dieser Obergrenze durchge
führt wird.
Die vorstehende funkenerosive Drahtschneidevorrichtung
kann also automatisch arbeiten. Trotzdem hat
das konventionelle Wiedereinfädelverfahren einen Nachteil, und
zwar geschieht es häufig, daß die Zahl der Wiedereinfädelvorgänge
für die Drahtelektrode die vorgegebene Obergrenze erreicht
und einen Bedienereingriff erforderlich macht.
Die Drahtelektrode 3 läuft in dem engen Schneidspalt 14,
der nur um ca. 0,02-0,08 mm breiter als der Durchmesser der
Drahtelektrode 3 ist. Die Breite g des Schneidspalts 14
kann jedoch entlang der Schneidbahn 13 kleiner als der
Durchmesser d der Drahtelektrode 3 werden, wie Fig. 11 zeigt,
und zwar aufgrund einer Formänderung des Werkstücks 1 in
folge der Freisetzung von inneren Spannungen oder aufgrund
einer speziell beim funkenerosiven Drahtschneiden
auftretenden Abweichung des Schneidspalts von
der Sollkontur an den Ecken der Schneidbahn. Wenn dies
der Fall ist, kann die frisch gespannte Drahtelektrode 3 den
engen Spalt g des Schneidspalts 14 nicht passieren und
kann wiederum brechen, bevor sie die Drahtbruchposition 11
erreicht. Unter diesen Umständen wird die gebrochene Elektro
de sofort an der Drahtbruchposition 11 beim erneuten Beginn
der Bearbeitung des Werkstücks detektiert. Die Schritte beim Wiedereinfädeln werden
also wiederholt, aber die Elektrode bricht an dem engen Spalt
g gleich wieder, bis die Anzahl der Wiedereinfädelvorgänge die
vorgegebene Obergrenze erreicht.
Wenn die Anzahl der Wiedereinfädelvorgänge die vorbestimmte Ober
grenze erreicht, werden diese Vorgänge nicht mehr wiederholt.
Somit wird die Bearbeitung beendet, wobei ein Teil der Soll
kontur unbearbeitet bleibt. Wenn die funkenerosive Draht
schneidevorrichtung nach einem Programm zum Bearbeiten einer
Vielzahl von Formen (Schneidbahnen) im Werkstück 1 be
trieben und die nächste Form eingestellt wird, kann alter
nativ das Bearbeitungsprogramm zum Schneiden der nächsten
Form übergehen, wobei ein Teil der unterbrochenen
Schneidbahn unbearbeitet bleibt.
Wenn die automatische Bearbeitung beendet wird und ein Teil
der Sollkontur unbearbeitet bleibt, muß ein Bediener die
Drahtelektrode 3 durch den Schneidspalt 14 und den auf
nahmeseitigen Drahtführungskopf 5 an der Drahtbruchposition
11 führen und nach dem Spannen der Elektrode 3 den Bearbei
tungsvorgang erneut dadurch starten, daß die Arbeitsflüs
sigkeit zugeführt, die Drahtelektrode 3 bewegt und die
Stromversorgung 15 eingeschaltet wird.
Wenn ein Programm zum Bearbeiten einer Vielzahl von Formen
beendet wird, wobei ein Teil der unterbrochenen Bahn unbe
arbeitet bleibt, muß der Bediener die Vorrichtung so antrei
ben, daß die Drahtelektrode 3 zu der Unterbrechungsstelle
bewegt wird, ohne daß das Werkstück 1 dabei abgetragen wird.
Wenn die Drahtelektrode die Drahtbruchposition 11 erreicht
oder zu einer Stelle unmittelbar vor der Drahtbruchposition
11 entlang der Schneidbahn bewegt wird, schaltet der
Bediener die Vorrichtung einmal aus und startet dann das
funkenerosive Drahtschneiden erneut, nachdem er die Drahtelek
trode vorwärtsbewegt und gespannt und die erforderlichen
Wiederanfahrvorgänge ausgeführt hat, wie vorstehend beschrie
ben wurde. Dieser Vorgang ist für den Bediener zeitraubend
und lästig.
Da die Drahtelektrode 3 nicht entlang der Schneidbahn 13
im Schneidspalt 14 bewegt werden kann und die auto
matischen Wiedereinfädelvorgänge bei jedem Versuch erfolglos sind,
wird der Eingriff durch den Bediener notwendig. Bei dem kon
ventionellen Wiedereinfädelverfahren kann somit ein automatisches
Drahtschneiden über einen langen Zeitraum nicht störungsfrei
ohne Bedienereingriff erreicht werden.
Wenn ferner das Werkstück 1 längere Zeit mit einem nichtbear
beiteten Abschnitt liegenbleibt, bildet sich Rost im
Schneidspalt 14, so daß nach dem erneuten Starten des Be
arbeitungsvorgangs durch den Bediener die Gefahr besteht, daß
die Drahtelektrode 3 noch häufiger als vorher bricht. Auf
grund der wiederholten Wiederanfahrvorgänge übersteigt dann
die Breite des Arbeitsspalts den Sollwert bei weitem, so daß
das Werkstück 1 fehlerhaft wird.
Ein weiterer Nachteil der konventionellen Wiedereinfädel
methode liegt darin, daß sie auch dann zeitraubend ist, wenn
die Vorrichtung ohne Bedienereingriff automatisch arbeitet.
Wenn nämlich die Drahtelektrode 3 entlang des Schneidspalts
14 bewegt wird, wird die Lageabweichung (die allgemein
als Durchhang bezeichnet wird) umso größer, je größer die Ge
schwindigkeit der Drahtelektrode 3 ist. Wenn daher die Draht
elektrode 3 mit hoher Geschwindigkeit parallelverschoben
wird, weicht die Ist-Laufbahn der Drahtelektrode 3 von der
Soll-Laufbahn stark ab, so daß die Bewegung der Drahtelek
trode 3 durch die Oberfläche des Schneidspalts 14 an
deren Ecken unterbrochen wird und die Elektrode 3 bricht.
Daher ist die Bewegungsgeschwindigkeit der Drahtelektrode 3
im allgemeinen auf weniger als 100 mm/min begrenzt. Wenn die
Schneidbahn einige tausend mm lang ist, erfordert jeder
Reparaturvorgang einige zehn Minuten. In einem solchen Fall
ist also das konventionelle Wiedereinfädelverfahren äußerst
ineffizient.
Die DE 39 26 972 A1 beschreibt eine Drahtelektroden-Zuführ
vorrichtung zur Verwendung in einem Gerät zum funkenerosiven
Drahtschneiden eines Werkstückes. Die Zuführvorrichtung ist
derart aufgebaut, daß die Drahtelektrode in eine Drahtführung
in einem Drahtführungskopf eingebracht wird. Die
Drahtelektrode durchtritt die Drahtführung und wird
dann in die Strahldüse geleitet. Weiterhin wird die Draht
elektrode in Richtung auf einen unteren Drahtführungskopf fortbewegt, wäh
rend sie durch einen Düsenstrahl geführt bzw. eingezwängt
ist. Bei einer derartigen Vorrichtung bestehen Probleme dann,
wenn die Drahtelektrode vom Düsenstrahl freigegeben wird und
aus demselben heraustritt. In diesem Fall läuft nämlich ein
Drahtelektroden-Führungsmotor weiter und es kann die Draht
elektrode in das Schneidstartloch hinein gebogen werden. Dar
aus resultiert die Ausbildung eines gewellten Abschnittes der
Drahtelektrode, der nicht weiterverwendbar ist. Deshalb ist
es notwendig, daß ein eventuelles Freigeben der Draht
elektrode vom Düsenstrahl und eine nachfolgende Berührung der
Drahtelektrode mit dem Werkstück detektiert wird, um dann den
gebogenen oder gewellten Abschnitt der Drahtelektrode zu ent
fernen und einen neuen Einfädelvorgang zu starten.
Die EP 0 371 724 A1 offenbart ein Verfahren zum automatischen
Einfädeln eines Drahtes für eine Vorrichtung zum funkenero
siven Drahtschneiden eines Werkstückes. Um das Zurückbewegen
eines Einfädelkopfes zu einem Ausgangs- bzw. Einfädelloch im
Falle eines Drahtbruches zu vermeiden, wird ein Einfädeln mit einem Führungsrohr in
unmittelbarer Nähe bzw. an der Stelle des Drahtbruches selbst
vorgenommen, wodurch das ansonsten erforderliche zeitaufwen
dige Zurückfahren des Bearbeitungstisches bzw. des Bearbei
tungskopfes an eine Ausgangs-Einfädelposition vermieden wird.
Das DE 86 12 557 U1 zeigt eine Vorrichtung zum Wieder
einfädeln eines Elektrodendrahtes in einen Schneidspalt
mit einer hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit. Dort wird auf
gezeigt, einem Drahtbruch, der zum Beispiel in Abwesenheit
des Bedienungspersonals auftritt, durch automatisches Wieder
einfädeln zu begegnen.
Die US 4 465 915 beschreibt ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Einführen eines Elektrodendrahtes durch eine
Öffnung in einem Werkstück. Zur Verbesserung der Führung des
Drahtes innerhalb einer Öffnung des Werkstückes wird vorge
schlagen, eine Arbeitsflüssigkeit, welche die Öffnung
des Werkstückes durchdringt, unterhalb des Werkstückes abzu
saugen. Durch die sich ausbildende Druckdifferenz zwischen
Unter- und Oberseite des Werkstückes bzw. der Öffnung wird
das freie Ende des Drahtes durch die Öffnung gezogen und ein
leichteres Wiedereinfädeln des Drahtes ist damit möglich.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum auto
matischen Wiedereinfädeln bei einer Vorrichtung zum fun
kenerosiven Drahtschneiden eines Werkstückes anzugeben, die
es ermöglicht, eine gebrochene Drahtelektrode automatisch und
schnell mit hoher Zuverlässigkeit selbst bei einem engen
Schneidspalt wieder einzufädeln.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit einem Verfahren
nach den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteil
hafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind
im Unteranspruch beschrieben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand
der Figuren näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zum funkenerosiven
Drahtschneiden eines Werkstückes, deren Drahtelektrode gemäß der
Erfindung wiedereingefädelt wird;
Fig. 2 die Relativbewegung der Drahtelektrode in bezug auf
das Werkstück, um das Elektrodenende in den Schneid
spalt einzufädeln;
Fig. 3 die Unmöglichkeit des Einfädelns der Drahtelektrode
in den Schneidspalt, wenn die Auslenkung der
Elektrode zu stark ist;
Fig. 4 eine schematische Draufsicht, die die bevorzugten
Bahnen der Drahtelektrode beim Einfädelvorgang
zeigt;
Fig. 5 ein aus einem durchsichtigen Acrylharzblock herge
stelltes Versuchsmodell zur Sichtbarmachung des
Verhaltens der Drahtelektrode und der Wasserstrahl
strömung während des Einfädelvorgangs gemäß der Er
findung;
Fig. 6 den Lagekorrektureffekt des Wasserstrahls in bezug
auf die Drahtelektrode im Schneidspalt bei
dem Experiment von Fig. 5;
Fig. 7 den Einfädelvorgang der Drahtelektrode 3, wenn die
se direkt in den Schneidspalt eingefädelt
wird, ohne mit der Oberfläche des Werkstücks in
Kontakt zu gelangen;
Fig. 8 ein modifiziertes Verfahren zum Einfädeln der
Drahtelektrode, wobei anstelle des Wasserstrahls
die Arbeitsflüssigkeit zugeführt wird;
Fig. 9 die Auswirkung der Entladungsreaktion auf die
Drahtelektrode und die bevorzugte Einfädellage der
Drahtelektrode nach Erfassung eines Elektroden
bruchs;
Fig. 10 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zum funkenerosiven
Drahtschneiden eines Werkstückes, wobei die Drahtelektrode
gemäß dem konventionellen Verfahren wiedereingefädelt wird;
und
Fig. 11 eine schematische Perspektivansicht, die die Lauf
bahn der Drahtelektrode während ihres Wiedereinfädelns
gemäß dem konventionellen Verfahren zeigt.
In den Zeichnungen sind gleiche oder entsprechende Teile mit
gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Vorrichtung zum funkenerosiven
Drahtschneiden eines Werkstückes, deren Drahtelektrode repariert wird. Dabei
sind gleiche oder entsprechende Teile wie in den Fig. 10 und
11 mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die Drahtelektrode 3 wird über eine Drahtführung 20 in den
abgabeseitigen Drahtführungskopf 4 geführt. Eine scheiben
förmige abgabeseitige Halterung 21, die auf dem Drahtfüh
rungskopf 4 angeordnet ist, haltert die Drahtführung 20
und die Drahtelektrode 3. An der Innenseite des hohlzy
lindrischen Teils der abgabeseitigen Halterung 21 ist ein
Stromzuführteil 22 befestigt und verläuft von der Mitte der
scheibenförmigen abgabeseitigen Halterung 21 abwärts. Die
Drahtelektrode 3 ist an beiden Enden des Stromzuführteils 22
über die Drahtführung 20 am Oberende und über die Unterseite
des hohlzylindrischen Teils der Halterung 21 am Unterende
gehaltert, so daß sie mit der an dem Stromzuführteil 22 ge
bildeten Kerbe in engem Kontakt liegt.
Die von einem Vorrat (nicht gezeigt) zugeführte Arbeitsflüs
sigkeit wird in die Strahldüse 6 durch eine Arbeitsflüssig
keitseinlaßöffnung 23 eingeleitet. Außerdem wird die durch
Einlaßöffnungen 24 und 25 eingeleitete Arbeitsflüssigkeit
während des funkenerosiven Drahtschneidens in die Arbeitsflüs
sigkeitsdüse 26 geleitet.
Der aufnahmeseitige Drahtführungskopf 5 umfaßt eine
Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 und eine aufnahmeseitige Draht
führung 28. Die Arbeitsflüssigkeitseinlaßöffnung 29 liefert
Arbeitsflüssigkeit in die Arbeitsflüssigkeitsdüse 27. Eine
Saugpumpe 30 ist mit dem Innenraum der Düse 27 über ein
elektromagnetisches Ventil 31 und eine Arbeitsflüssigkeitsaus
laßöffnung 32 verbunden und erzeugt eine Saugkraft, um die
Arbeitsflüssigkeit aus dem Inneren der Düse 27 abzuziehen.
Die NC-Einrichtung 8 hat eine Steuereinheit 40 mit Speichern,
Gate Arrays usw. Die Steuereinheit 40 hat einen Elektroden
kontaktdetektor 40a. Ein Anschluß des Elektrodenkontakt
detektors 40a ist mit dem Werkstück 1 gekoppelt, und sein
anderer Anschluß ist über die abgabeseitige Drahtführungsein
heit 22 und das Stromzuführteil 22 mit der Drahtelektrode 3
gekoppelt.
Der Vorgang des Wiedereinfädelns der Drahtelektrode wird wie folgt durchgeführt.
Das Auftreten eines Bruchs der Drahtelektrode 3 wird von der
Steuereinheit 40 detektiert. Beispielsweise hat ein wohlbe
kannter Elektrodenbruchdetektor (nicht gezeigt) einen Impuls
geber (nicht gezeigt), der beispielsweise mit einer in dem
Spannweg der Drahtelektrode 3 an der Abgabeseite angeordneten
Scheibe (nicht gezeigt) gekoppelt ist. Der Drahtbruchdetektor
zählt die Anzahl Impulse, die von dem Impulsgeber erzeugt
werden, und vergleicht die Impulsanzahl mit einem vorgege
benen Bezugswert, um das Auftreten eines Bruchs der Draht
elektrode zu bestimmen. Bei Erfassung eines Drahtelektroden
bruchs liefert der Detektor an die Steuereinheit 40 ein
Drahtbruchsignal.
Daraufhin erzeugt die Steuereinheit 40 der NC-Einrichtung 8
einen Befehl zum Abschneiden der Drahtelektrode 3. Daraufhin
durchtrennt ein Drahtelektrodenschneidmechanismus (nicht ge
zeigt), der beispielsweise in der JP 60-80 528 A (Kokai) ge
zeigt ist, die Drahtelektrode 3 an der Abgabeseite und ent
fernt den abgeschnittenen Teil der Elektrode 3.
Dann erzeugt die Steuereinheit 40 einen Befehl zum Vorschub
der Drahtelektrode 3. Daraufhin beginnt ein Elektrodenvor
schubmechanismus (nicht gezeigt) mit dem Vorschub der Draht
elektrode 3 zum Werkstück 1. Gleichzeitig wird ein Wasser
strahl 7 mit einem Durchmesser von ca. 1-1,5 mm aus der
Strahldüse 6 ausgestoßen, so daß die Drahtelektrode 3 unter
Eingrenzung durch den Wasserstrahl 7 dem Werkstück 1 zuge
führt wird.
Im allgemeinen wird die Drahtelektrode 3 über lange Zeit auf
einer Abwickelrolle gehalten und neigt daher zum Einrollen.
Die Einrolltendenz der Drahtelektrode 3 kann außerdem durch
die plastische Verformung während des Abziehens von der Rolle
oder durch metallurgische Vorgänge hervorgerufen sein. Die
Scherkräfte des Wasserstrahls 7 auf die Drahtelektrode 3 sind
entlang der Länge der Elektrode 3 bis zu ihrem Ende einheit
lich und wirken somit in Strömungsrichtung auf die Drahtelek
trode 3, so daß diese Einrolltendenz der Drahtelektrode 3
korrigiert und die Elektrode auf das Zentrum des Wasser
strahls 7 justiert wird. Diese Korrekturkraft des Wasser
strahls 7 reicht jedoch nicht aus, um die Einrollneigung der
Elektrode 3 an ihrem Endabschnitt zu korrigieren, und somit
ist das Ende der Drahtelektrode 3 nicht unbedingt in der
Mitte des Wasserstrahls 7 positioniert. Wenn daher die
Drahtelektrode 3 in Richtung zum Werkstück 1 gefördert wird,
ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sie aus der Arbeits
flüssigkeitsdüse 26 heraus in Kontakt mit der Oberfläche des
Werkstücks 1 gelangt und nicht genau in den Schneidspalt
14 fällt. Wenn also das Ende der Drahtelektrode 3 nicht durch
den Schneidspalt 14 gelangt und mit der Oberfläche des
Werkstücks 1 in Kontakt tritt, wird ein Einfädelvorgang zum
Einfädeln der Drahtelektrode 3 in den Schneidspalt 14
wie folgt durchgeführt.
Zuerst detektiert der Elektrodenkontaktdetektor 40a das
Auftreten eines Kontakts zwischen der Drahtelektrode 3 und
dem Werkstück 1 und erzeugt ein Kontaktdetektiersignal.
Daraufhin unterbricht die Steuereinheit 40 den Vorschub der
Drahtelektrode 3.
Fig. 2a zeigt den Zustand, in dem der Elektrodenvorschub an
gehalten wird. Die Drahtelektrode 3 ist um einen vorbestimm
ten Betrag ausgelenkt. Die Auslenkung der Elektrode 3 wird
absichtlich dadurch erhalten, daß entweder der Befehl zur
Vorschubunterbrechung der Drahtelektrode 3 durch die
Steuereinheit 40 nach Erfassung der Kontaktgabe verzögert
wird oder in die Kontaktdetektier/Befehlserzeugungsschaltung
eine Verzögerung eingebaut ist. Die Auslenkung der Drahtelek
trode 3 ist für den Einfädelvorgang notwendig. Untersuchungen
der Erfinder haben gezeigt, daß der Auslenkungsbetrag zwi
schen ca. 0,5 und 0,8 mm optimal ist, wenn der Abstand zwi
schen der Unterseite der abgabeseitigen Drahtführung 21 und
dem Werkstück 8 mm beträgt.
Nachdem entsprechend Fig. 2a der Vorschub der Drahtelektrode
3 unterbrochen ist, treibt die Steuereinheit 40 eine der X-
und Y-Antriebseinrichtungen (nicht gezeigt) oder beide Ein
richtungen, die den Tischantriebsmechanismus bilden, um das
Werkstück 1 über den XY-Kreuztisch (nicht gezeigt) zu bewe
gen, und die Drahtelektrode 3 wird relativ zum Werkstück pa
rallelbewegt. Wie oben beschrieben, zeigt Fig. 2a die Draht
elektrode 3 in der Phase, in der ihr Vorschub unterbrochen
ist, wobei ihr Unterende die Oberfläche des Werkstücks 1 auf
der rechten Seite des Schneidspalts 14 berührt. Die
Drahtelektrode 3 wird entsprechend Fig. 2b nach rechts und
dann entsprechend Fig. 2c nach links bewegt, so daß sich ihr
Ende auf der Oberfläche des Werkstücks 1 nach rechts und
links bewegt. Somit fällt das Ende der Drahtelektrode 3
schließlich in den Schneidspalt 14, wie Fig. 2d zeigt.
Die Drahtelektrode 3 wird außerdem vor und zurück bewegt, um
sicherzustellen, daß ihr Ende schließlich in den Schneid
spalt 14 fällt.
In diesem Zusammenhang ist zu sagen, daß die Auslenkung der
Drahtelektrode 3 innerhalb eines vorbestimmten Bereichs zu
halten ist, da bei zu starker Auslenkung der Drahtelektrode 3
ihr Ende in einer kleinen Ausnehmung auf der Oberfläche des
Werkstücks 1 hängenbleiben kann, wie die Fig. 3a-3c zeigen,
und bei zu geringer Auslenkung die das Ende der Drahtelek
trode 3 auf die Oberfläche des Werkstücks 1 drückende Kraft
zu gering ist, so daß das Elektrodenende zu leicht außer
Berührung mit der Oberfläche des Werkstücks 1 gelangt und die
Feststellung, ob das Ende der Drahtelektrode 3 in den Schneid
spalt 14 gefallen ist, erschwert wird.
Außerdem wird die Relativbewegung der Drahtelektrode 3 in
bezug auf den Schneidspalt 14 bevorzugt in einem vor
bestimmten Bereich ausgeführt, so daß das Ende der Drahtelek
trode 3, das in den Schneidspalt 14 gefallen ist, nicht
durch die weitere Relativbewegung der Drahtelektrode 3 wieder
aus dem Schneidspalt 14 austritt. Entsprechend den
durchgeführten Experimenten liegt der bevorzugte Bereich der
Relativbewegung zwischen der Drahtelektrode 3 und dem Schneid
spalt 14 nach dem Anhalten des Vorschubs der
Drahtelektrode 3 zwischen ca. 1 und 2 mm, wenn der Abstand
zwischen der abgabeseitigen Drahtführung 21 und dem Werkstück
8 mm beträgt. Ferner ist es bevorzugt, daß die Drahtelektrode
3 relativ zu dem Werkstück 1 in mehreren Richtungen bewegt
wird, so daß ihr Ende schließlich ungeachtet der relativen
Richtung der Drahtelektrode 3, in der der Elektrodenvorschub
unterbrochen wurde, in bezug auf den Schneidspalt 14 in
diese fällt. Beispielsweise kann gemäß Fig. 4a die Drahtelek
trode 3 von der Stopplage P0 entlang der Bahn P0 - P1 - P5 -
P0 - P2 - P6 - P0 - P3 - P7 - P0 - P0 - P4 - P8 oder entlang
der vierflügeligen Bahn von Fig. 4b bewegt werden.
Wenn das Ende der Drahtelektrode 3 erfolgreich in den Schneid
spalt 14 eingefädelt ist, gelangt die Drahtelektrode
3 außer Kontakt mit dem Werkstück 1. Wenn erfaßt wird, daß
die Drahtelektrode 3 außer Kontakt mit dem Werkstück 1 ist,
erzeugt der Elektrodenkontaktdetektor 40a ein Kein-Kontakt-
Signal, das anzeigt, daß die Drahtelektrode 3 in den Schneid
spalt 14 eingefädelt ist.
Aufgrund dieses Kein-Kontakt-Signals hält die Steuereinheit
40 die X- und Y-Antriebseinrichtungen einmal an. Nach dem so
beendeten Einfädeln der Drahtelektrode 3 wird diese weiter in
Richtung zum aufnahmeseitigen Drahtführungskopf 5 geför
dert. Es ist jedoch zu beachten, daß die Drahtelektrode 3,
wenn sie ohne jede Eingrenzung vorwärtsbewegt wird, nicht
unbedingt vertikal abwärts im Schneidspalt 14 läuft,
da sie eine Einrolltendenz hat, wie bereits erläutert wurde.
Daher kann das Ende der Drahtelektrode 3 aus der aufnahmesei
tigen Drahtführung 28 herausgehen.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel wird daher gleichzeitig mit
dem Wiederbeginn des Vorschubs der Drahtelektrode 3 die Saug
pumpe 30 eingeschaltet, und das elektromagnetische Ventil 31
wird geöffnet, so daß in der Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 eine
Saugwirkung erzeugt wird. Da das offene Oberende der Arbeits
flüssigkeitsdüse 27 sich sehr nahe an der Unterseite des
Werkstücks 1 (z. B. innerhalb von 0,1 mm davon) befindet, ist
das Innere der Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 praktisch dicht.
Daher erzeugt die in der Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 erzeugte
Saugkraft wiederum eine Saugwirkung im Schneidspalt
14, so daß der einströmende Wasserstrahl 7 in die Arbeits
flüssigkeitsdüse 27 gesaugt wird. Der so erzeugte Strom des
Wasserstrahls 7 begrenzt in wirksamer Weise die Haltung der
Drahtelektrode 3 in Abwärtsrichtung, so daß die Drahtelek
trode 3 innerhalb der Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 vertikal
abwärts in die aufnahmeseitige Drahtführung 28 geführt wird.
Der Stand der Technik, z. B. die JP 57-21232 A (Kokai) (entspricht der US 44 65 915),
zeigt, daß das Ende der Drahtelektrode in ein Bearbeitungs
startloch mit kleinem Durchmesser dadurch geführt werden
kann, daß die Drahtelektrode gemeinsam mit der Arbeitsflüs
sigkeit in eine Düse an der Unterseite des Werkstücks gesaugt
wird. Es wurde jedoch gefunden, daß die oben beschriebene
Saugwirkung in wirksamer Weise die Haltung der Drahtelektrode
bestimmt, wenn die Drahtelektrode 3 im Schneidspalt
14 von der Drahtbruchposition ausgeht.
Fig. 5 zeigt ein experimentelles Modell aus einem durchsich
tigem Acrylharzblock zur Sichtbarmachung des Verhaltens der
Drahtelektrode und der Strömung des Wasserstrahls während des
Einfädelvorgangs gemäß der Erfindung. Das Experiment wurde
durchgeführt, während gleichzeitig der Wasserstrahl von der
Saugpumpe 30 abgesaugt wird. Wenn der Schneidspalt 14
gemäß Fig. 5 nach links verläuft (in die der Bearbeitungs
richtung entgegengesetzte Richtung), trifft der Wasserstrahl
7 auf die Oberfläche des Werkstücks 1, und ein Hauptteil des
Wasserstrahls spritzt zu den Seiten des Schneidspalts 14
weg (nach links und rechts in der Figur). Ein Teil des Was
serstrahls 7 fließt jedoch in den Schneidspalt 14, wie
durch die Pfeile in Fig. 5 gezeigt ist. Nahe der Oberseite
des Werkstücks 1 ist der Wasserstrahl von der aktuellen Bearbeitungs
position im Werkstück weg gerichtet (nach links in der Figur), da er auf
einen Bereich der Oberfläche des Werkstücks 1, der den
Schneidspalt 14 und den massiven Teil des Werkstücks 1
enthält, geblasen wird. Zur Mitte der Dicke des Werkstücks 1
wird der Wasserstrahl 7 rasch verlangsamt, da er durch einen
engen Bereich des Schneidspalts 14 geht, und ändert seine
Richtung allmählich nach vertikal unten. Zur Unterseite des
Werkstücks 1 hin konvergiert der Wasserstrahl 7 zur Öffnung
des Schneidspalts 14, an die die Arbeitsflüssigkeitsdüse
27 angrenzt, und zwar infolge der von der Düse 27 ausgehenden
wirksamen Saugkraft.
Auch wenn, wie die Fig. 6a und 6b zeigen, die Drahtelektrode
3 innerhalb des Schneidspalts 14 infolge ihrer Einroll
tendenz aus der vertikal abwärts führenden Richtung abweicht,
wird das Ende der Drahtelektrode 3 nahe der unteren Öffnung
des Werkstücks 1 durch die in die Öffnung der Arbeitsflüssig
keitsdüse 27 gesaugte Strömung so eingegrenzt, daß sie nach
vertikal unten geführt wird. Außerdem erzeugt die von der
Saugpumpe 30 in der Arbeitsflüssigkeitsdüse 27 erzeugte Saug
kraft eine abwärts gerichtete Saugwirkung im Schneidspalt
14, so daß die Drahtelektrode 3 durch den Atmo
sphärendruck von oben beaufschlagt und damit zusätzlich in
einer vertikal aufrechten Haltung begrenzt wird.
Nachdem die Drahtelektrode 3 auf diese Weise aus dem Schneid
spalt 14 herausgeführt ist, geht sie vollständig durch
die aufnahmeseitige Drahtführung 28 innerhalb der Arbeits
flüssigkeitsdüse 27 und wird auf einen bekannten Drahtelek
trodenaufwickelmechanismus gewickelt oder in einem vorgege
benen Behälter aufgenommen, so daß sie zum funkenerosiven
Drahtschneiden bereit ist. Da die Drahtelektrode 3 nach ihrem
Einfädeln in den Schneidspalt 14 leicht mit dem Werk
stück 1 in Kontakt gelangt, wird im übrigen der Vorschub der
Drahtelektrode 3 nach der Wiederaufnahme des Vorschubs fort
gesetzt, und zwar ungeachtet des Ausgangssignals des Elektro
denkontaktdetektors 40a.
Somit wird die Drahtelektrode 3 vom abgabeseitigen Draht
führungskopf 4 zum aufnahmeseitigen Drahtführungskopf
5 gespannt. Dann erzeugt die Steuereinheit 40 einen Be
fehl für einen Arbeitsflüssigkeitsvorrat (nicht gezeigt).
Daraufhin tritt Arbeitsflüssigkeit aus den beiden Arbeits
flüssigkeitsdüsen 26 und 27 aus. Außerdem wird die horizon
tale Relativbewegung der Drahtelektrode 3 in bezug auf das
Werkstück 1 wieder aufgenommen, und die Stromversorgung 15
für die Bearbeitung wird eingeschaltet, um mit dem funken
erosiven Drahtschneiden fortzufahren.
Bei dem obigen Einfädelvorgang der Drahtelektrode 3 kann das
Ende der Drahtelektrode 3 gleich zu Beginn des Einfädelvor
gangs in den Schneidspalt 14 eingefädelt werden, wobei
das Ende der Drahtelektrode 3 mit der Oberfläche des Werk
stücks 1 nicht in Kontakt gelangt. Fig. 7 zeigt den Einfä
delvorgang für die Drahtelektrode 3, wenn sie direkt in den
Schneidspalt eingefädelt wird, ohne daß sie mit der
Werkstückoberfläche in Kontakt gelangt. Wenn die Drahtelek
trode 3 nur eine geringe Einrolltendenz hat oder die Länge
der in den Schneidspalt 14 eingefädelten Elektrode 3
gering ist, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, daß die
Drahtelektrode 3 nicht mit dem Werkstück 1 in Kontakt ge
langt. Wenn daher die Einfädellänge der Drahtelektrode 3 in
den Schneidspalt 14 eine vorgegebene Länge L2 von ca.
1-2 mm erreicht hat, ohne daß sie mit dem Werkstück 1 nach
Wiederbeginn des Vorschubs der Drahtelektrode 3 in Kontakt
gelangt ist, wird bestimmt, daß die Drahtelektrode 3 erfolg
reich in den Schneidspalt 14 eingefädelt wurde.
Die Bestimmung, ob die Drahtelektrode 3 in den Schneidspalt
14 eingefädelt wurde, ohne die Oberfläche des Werk
stücks 1 zu berühren, wird wie folgt durchgeführt. In dem
Speicher der Steuereinheit 40 sind folgende Daten gespei
chert: Die Strecke L0 zwischen der Position (mit X in Fig. 7
bezeichnet), an der die Drahtelektrode 3 abgeschnitten wurde,
und dem Unterende der Strahldüse 6; der Spalt L1 zwischen der
Strahldüse 6 und dem Werkstück 1; und die vorgegebene Ein
fädellänge L2 der Drahtelektrode 3 in den Schneidspalt
14. Diese Werte können vom Bediener eingegeben oder als Fest
werte in der Steuereinheit 40 gespeichert sein. Andererseits
wird die Vorschublänge der Drahtelektrode 3 nach dem Beginn
ihres Vorschubs beispielsweise bestimmt durch Messen der Vor
schubzeitdauer oder durch Zählen der Anzahl Impulse eines mit
einer Scheibe gekoppelten Impulsgebers usw. an dem Elektro
denspannweg auf der Drahtabgabeseite. Wenn der Elektroden
kontaktdetektor 40a bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die so ge
messene Vorschublänge die Länge L erreicht, wobei
L = L0 + L1 + L2,
kein Kontaktdetektiersignal ausgegeben hat, dann wird be
stimmt, daß die Drahtelektrode 3 erfolgreich in den Schneid
spalt 14 eingefädelt wurde, und der Vorschub der Draht
elektrode 3 in den Schneidspalt 14 in der beschriebenen
Weise wird fortgesetzt, wobei das dann folgende Kontaktdetek
tiersignal unberücksichtigt bleibt.
Es kann sein, daß die Drahtelektrode 3 mit dem Werkstück 1
während des Zeitraums in Kontakt gelangt, in dem die Draht
elektrode 3 um die Länge L vorgeschoben wird, obwohl die
Elektrode 3 erfolgreich in den Schneidspalt 14 einge
fädelt wurde. In einem solchen Fall wird der gleiche Vorgang
ausgeführt wie in dem Fall, wenn die Drahtelektrode 3 mit der
Oberfläche des Werkstücks 1 in Kontakt gelangt. Da das Ende
der Drahtelektrode 3 um höchstens 1-2 mm in den Schneidspalt
14 eingefädelt ist, gelangt die Drahtelektrode 3 an
irgendeiner Stelle entlang ihrer relativen Horizontalbewegung
in bezug auf das Werkstück 1 außer Kontakt, wie oben be
schrieben wurde. Bei Erfassung der Nichtkontaktgabe der
Drahtelektrode 3 kann ihr Vorschub wie oben beschrieben
fortgesetzt werden.
Bei dem obigen Ausführungsbeispiel wird übrigens der Wasser
strahl 7 während der Zeitdauer, in der die Drahtelektrode 3
durch den Schneidspalt 14 geht und von dort zu der auf
nahmeseitigen Drahtführungseinheit 5 weiterläuft, fortgesetzt
ausgestoßen. Wie Fig. 8 zeigt, kann aber anstelle des Was
serstrahls 7 auch die Arbeitsflüssigkeit 50 aus der Arbeits
flüssigkeitsdüse 26 mit im wesentlichen der gleichen vor
teilhaften Auswirkung ausgestoßen werden.
Wenn ferner das Werkstück 1 eine relativ geringe Dicke von
beispielsweise einigen zehn Millimetern hat, ist die Ab
weichung der Drahtelektrode 3 von der Vertikalen infolge
ihrer Einrolltendenz gering. Dann kann die trichterförmige
Leitfläche der aufnahmeseitigen Drahtführung 28, die sich
nach oben öffnet, das Ende der Drahtelektrode 3 auch dann
einfangen, wenn die Drahtelektrode 3 nicht eingegrenzt ist.
Somit kann der Vorschub der Drahtelektrode 3 ohne die Saug
wirkung des Wasserstrahls 7 oder der Arbeitsflüssigkeit
durchgeführt werden.
Es ist wohlbekannt, daß die Drahtelektrode 3 von der aktuellen
Bearbeitungsposition des Schneidspalts 14 abgelenkt wird (entgegenge
setzt zu der Bearbeitungsrichtung), und zwar aufgrund der
Reaktion der elektrischen Entladung, wie Fig. 9a zeigt. Die
Positionen der abgabeseitigen Drahtführung 20 und der auf
nahmeseitigen Drahtführung 28 (jeweils mit X in Fig. 9 be
zeichnet) und die Position der Drahtelektrode 3 zu dem
Zeitpunkt, zu dem der Tischantriebsmechanismus aufgrund der
Erfassung eines Drahtbruchs angehalten wird, sind daher in
Horizontalrichtung um einen geringen Betrag versetzt. Diese
Versetzung, die je nach der Bearbeitungsenergie und der wäh
rend des Schneidvorgangs auf die Drahtelektrode 3 aufgebrachten
Zugspannung usw. veränderlich ist, kann bis zu maximal einige
hundert µm betragen. Wenn daher der Vorschub der Drahtelek
trode 3 unmittelbar über der Drahtbruchposition durchgeführt
wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß die Drahtelektrode
3 nicht direkt nach unten in den Schneidspalt 14 ge
fördert wird, wie Fig. 9b zeigt. Wenn ferner die Drahtelek
trode 3 geradlinig über eine vorbestimmte Bahn gespannt ist,
während die Kraft der Entladungsreaktion unwirksam ist, kann
die Drahtelektrode 3 mit der Bearbeitungsfront innerhalb des
Schneidspalts 14 des Werkstücks 1 in Berührung treten,
wie Fig. 9c zeigt. Dann kann ein zur Durchführung des funken
erosiven Drahtschneidens notwendiger geeigneter Arbeitsspalt
zwischen der Drahtelektrode 3 und dem Werkstück 1 nicht aufrecht
erhalten werden, und die Entladungen können nicht wiederauf
genommen werden. Die Fortsetzung des funkenerosiven Drahtschneidens
wird damit unmöglich.
Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel wird der Vorschub der
Drahtelektrode 3 durchgeführt, nachdem diese zuerst von der aktuellen
Bearbeitungsposition im Werkstück wegbewegt wurde, wie Fig. 9d zeigt. Bevor
dabei ein Abwärtsvorschub der Drahtelektrode 3 in Richtung
zum Werkstück 1 erfolgt, wird die Drahtelektrode 3 zuerst
horizontal relativ zum Werkstück 1 um eine vorgegebene Länge
l entgegengesetzt zu der Schneidrichtung aus der Posi
tion (in Fig. 9d in Strichlinien gezeigt) bewegt, in der die
Elektrode 3 gebrochen ist. Das Einfädeln der Drahtelektrode 3
kann also mit einer hohen Erfolgsquote durchgeführt werden.
Die Länge l ist als ein Wert gewählt, der zum Ausgleich der
horizontalen Versetzung der Drahtelektrode 3 in bezug auf die
abgabeseitige Drahtführung 20 und die aufnahmeseitige Draht
führung 28 beim Bruch der Elektrode ausreicht und der auch
genügt, um einen geeigneten Arbeitsspalt zwischen der Draht
elektrode 3 und der aktuellen Bearbeitungsposition im Werkstück zu erhalten, wenn die
Drahtelektrode 3 über den vorbestimmten Weg gespannt ist.
Diese Länge l beträgt beispielsweise ca. 0,1-1 mm. Nachdem
die Drahtelektrode 3 gespannt ist, wird die Arbeitsflüssig
keit ausgestoßen, die Drahtelektrode 3 wird relativ zum
Werkstück 1 horizontal verschoben, und die Stromversorgung
wird eingeschaltet, um das funkenerosive Drahtschneiden wieder
aufzunehmen. Es ist jedoch möglich, zum Erhalt eines Arbeits
spalts zwischen der Drahtelektrode 3 und dem Werkstück 1 den
Vorschub der Drahtelektrode 3 an der Stelle durchzuführen, an
der die Drahtelektrode 3 gebrochen ist, und das funkenero
sive Drahtschneiden kann dann wieder aufgenommen werden, nachdem
die Drahtelektrode 3 relativ zu dem Werkstück 1 entgegen
gesetzt zu der Bearbeitungsrichtung entlang der Bearbeitungs
bahn verschoben wurde.
Claims (2)
1. Verfahren zum automatischen Wiedereinfädeln bei einer
Vorrichtung zum funkenerosiven Drahtschneiden eines
Werkstückes, wobei nach dem Feststellen eines Drahtbruches die
Bearbeitung unterbrochen und die Drahtelektrode
drahtabgabeseitig abgetrennt wird, ein Drahtelektroden-
Vorschubmechanismus die Drahtelektrode von der Drahtabgabeseite
zum Werkstück nahe bei einer momentanen Bearbeitungsposition
eines Schneidspaltes hinbewegt, und bei einem Kontakt zwischen
Drahtelektrode und Werkstück der Vorschub der Drahtelektrode
unterbrochen wird,
gekennzeichnet durch
folgende Schritte:
- a) während des Vorschubes der Drahtelektrode über eine vorbestimmte Länge in z-Richtung hin zum Werkstück wird überprüft, ob die Drahtelektrode mit der Oberfläche des Werkstückes in Kontakt kommt;
- b1) im Falle eines festgestellten Kontaktes wird der Vorschub der Drahtelektrode in z-Richtung nach einer bestimmten Verzögerung unterbrochen, so daß die Drahtelektrode eine Auslenkung erfährt;
- b2) das Werkstück und die Drahtelektrode werden relativ zueinander in x- und/oder y-Richtung bewegt, wobei die Drahtelektrode über die Oberfläche des Werkstückes gleitet, bis sie in den Schneidspalt eintritt und außer Kontakt mit dem Werkstück kommt;
- b3) die x- und/oder y-Relativbewegung wird mit der Feststellung des Außerkontaktkommens zwischen Drahtelektrode und Werkstück angehalten und die Drahtelektrode weiter in z-Richtung bewegt und vollständig eingefädelt;
- c) beim Nichtfeststellen des Kontaktes beim Vorschub der Drahtelektrode über die vorbestimmte Länge in z-Richtung wird der Vorschub bis zum vollständigen Einfädeln der Drahtelektrode fortgesetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
gleichzeitig mit der weiteren Bewegung der Drahtelektrode
in z-Richtung nach deren verzögerter Unterbrechung eine
drahtabgabeseitig zugeführte Flüssigkeit durch den
Schneidspalt nahe der Bearbeitungsposition abgesaugt wird,
wodurch die Drahtelektrode ausgerichtet und geführt den
Schneidspalt durchdringt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP2257437A JPH04141322A (ja) | 1990-09-28 | 1990-09-28 | ワイヤ放電加工装置のワイヤ電極断線修復方法 |
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