DE41320C - Vorrichtung zum selbstthätigen Auswerfen der Patronenhülsen bei Revolvern - Google Patents
Vorrichtung zum selbstthätigen Auswerfen der Patronenhülsen bei RevolvernInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A15/00—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun
- F41A15/02—Cartridge extractors, i.e. devices for pulling cartridges or cartridge cases at least partially out of the cartridge chamber; Cartridge ejectors, i.e. devices for throwing the extracted cartridges or cartridge cases free of the gun for revolver-type guns, e.g. revolvers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In beiliegender Zeichnung ist ein Revolver in Fig. ι in Längenansicht und theilweise im
Schnitt dargestellt.
Fig. 2 zeigt das Auswerferhebelsystem in Ansicht,
Fig. 3 dasselbe in ausgelöstem Zustande.
■ Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. i,
■ Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie x-x in Fig. i,
Fig. 5 ein Schnitt nach der Linie y-y in Fig. 6, die Stellung des Auswerferhebels zeigend.
Die Fig. 6 und 7 zeigen die Trommel mit dem Auswerferhebel, von der Ladeseite aus'
gesehen.
Die Fig. 8 und 9 zeigen Details.
Fig. 10 ist eine Rückansicht des Revolvers.
Fig. 11 zeigt die Trommel sammt Lauf in Vorderansicht,
Fig. 12 eine Ansicht der Gehäusedeckplatte und
Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie \-\ in
Fig. 12.
Fig. 14 ist eine innere Ansicht des Gehäuses sammt Deckplatte bei entferntem Schlofsmechanismus
und Schafttheil.
Fig. 15 zeigt eine perspectivische Ansicht der
inneren Seite der Deckplatte.
Fig. 16 ist ein Schnitt nach der Linie ^1-^1
in Fig. 14.
Der Lauf A, Fig. 1 und 14, ist mit der
Stofsbodenplatte α und dem Schlofsgehäuse al
sowie mit den beiden Schienen a" a3 des
Schaftes B durch die beiden Stege α4 α5, Fig. 2,
zu einem Stücke vereinigt.
Unterhalb des Laufes A ist die Trommelachse
b eingeschoben, welche mit ihrem Ende in der Stofsbodenplatte α lagert.
Das Herausfallen der Trommelachse b verhindert ein in dieselbe eingeschobener Entladestock
f1, Fig. ι und 14, welcher durch das
Gelenkstück b2 um eine Schraube drehbar gemacht
ist.
Die Bewegung der Trommel C durch den Trommelhebel c, sowie das automatische Spannen
des Hammers D durch einen Druck auf den Abzug E bilden keinen Gegenstand der
Erfindung, und functioniren diese Theile wie bekannt.
Der Vollständigkeit halber sind jedoch der Hebel c, welcher die Trommel C bewegt und mit
dem Abzug E in Verbindung steht, sowie der Hebel c1, welcher in den Trommelhebel c ein-'
greift und das Zurückdrücken des Abzuges und das Rückspringen des Hammers nach Abgabe
des Schusses veranlafst, in Fig. 1 punktirt eingezeichnet.
Zum Zwecke des automatischen Auswerfens der Patronenhülsen dient ein in der rechten
Gehäusewand gelagertes und in Fig. 2 dargestelltes Hebelwerk, welches beim Abfeuern
durch das Vorschnellen des Hammers bethätigt wird.
Zur Bethätigung dieses Hebelwerkes trägt der Hammer D unten auf der rechten Seite
der Hammerscheibe, Fig. 9, einen Stift d, welcher
beim Vorschnellen des Hammers an den Arm e, Fig. 2, des um e1 drehbar gelagerten
Winkelhebels F schlägt. Dadurch wird der Arm e nach rückwärts und der Arm e2 dieses
Hebels nach vorwärts bewegt, und da der Arm e2 sich gegen den Zapfen / des um f1
drehbaren Patronenzieherhebels G, Fig. 2, 6 und 8, lehnt, so wird sich der untere Arm /2
des Hebels G um seinen Drehpunkt _/' nach
vorn und der obere Arm f3, dessen Ende f*
hakenartig geformt ist und den Patronenzieherkopf bildet, nach rückwärts bewegen.
Um dieses Hebelende fl mit dem Wulste,
Fig. 8, der Patronen jeweilig in Verbindung bringen zu können, reicht dasselbe durch einen
in der Stofsplatte α angebrachten Schlitz hindurch in eine am hinteren Ende der Trommel C
angebrachte, zur Achse concentrische. ringförmige Nuth g, Fig. i, 6 und 7.
Diese Nuth reicht bis an die Patronenlager, so dafs ein in die Nuth hineinragender Theil
des Wulstes einer jeder Patrone genügend weit frei wird, um von dem hakenförmigen
Kopfe y4 des Patronenziehers erfafst werden
zu können. Das in die Nuth g hineinragende Ende fl des Hebels G wird durch eine auf
den Hebel G einwirkende Feder fe beständig
in diese Nuth hineingedrückt.
Die Stellung des Patronenzieherkopfes f* ist
so gewählt, dafs jedesmal, wenn eine Patrone durch Weiterdrehung der Trommel hinter die
Laufbohrung gebracht wird, sich der Patronenzieherkopf
hinter den Wulst jener Patrone einlegt, welche von der Laufbohrung zunächst
rechts zu stehen kommt.
Bei dieser Stellung des Patronenzieherkopfes wird die Patrone α, Fig. 6, beim Vorwärtsschnellen
des Hammers behufs Abgabe des Schusses durch Einwirkung des Hebels F auf den Patronenzieherhebel G aus dem Laderaum
geschleudert, zu welchem Ende die Stofsplatte a
■ entsprechend ausgeschnitten ist.
Damit jedoch die ausgeworfene Patrone nicht gegen den zielenden Schützen geschleudert
wird, trägt der Hammer D rechtsseitlich am Hammerschweif einen Ansatz rf1, Fig. 9 und 10,
dessen Seitenfläche schräg verläuft und so eine
■ Ablenkungsfläche für die herausfliegende Patrone bildet.
Um das Herausfallen der vor dem Auswurfausschnitt stehenden Patrone zu verhindern,
ist rechts an der Stofsbodenplatte a, Fig. 5 und 10, eine Klappe j drehbar angeordnet,
welche durch eine Feder j J in der in Fig. ι ο
gezeigten Stellung erhalten wird; dieselbe lehnt sich mit dem oberen Theile an die Trommelfläche
an und hält durch eine kleine Ueberlappung des Patronenbodens die Patrone in dem Laderäume fest.
Beim Herausschleudern der Patronenhülse weicht die Klappe j, Fig. 5, aus und springt
nach dem Entfernen der Patrone sofort wieder in ihre alte Stellung.
Damit beim Abfeuern des ersten Schusses bei vollkommen geladenem Revolver nicht die
rechts vor dem Auswurfausschnitt stehende scharfe Patrone ß, Fig. 10, ausgeworfen werde,
ist eine Vorrichtung vorhanden, durch welche der Auswerfmechanismus beim ersten Schufs
aufser Function gesetzt wird, indem man für den ersten Schufs den Auswerferhebel G aufser
Eingriff mit dieser Patrone bringt. Zu diesem Zwecke ist innerhalb des Abzugbügels an der
rechten Gehäusewand ein Hebel / drehbar gelagert, Fig. i, 2 und 3.
Drückt man diesen gegen den Arm e des Winkelhebels F sich anlehnenden Hebel / mit
dem Zeigefinger nach rückwärts, so wird, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, das obere
Ende f* des Hebels G durch Einwirkung der Hebelarme e. e2/'2 aus der Nuth g heraus in
das Innere der Stofsplatte α gezogen. Durch Einfallen des Hebels / in die Rast e3, Fig. 3,
des Hebelarmes e wird das Hebelsystem F G in dieser Stellung festgestellt.
Der Austritt des Hebelendes/4 aus der Nuth g
erfolgt dann, wenn das Hebelende zwischen den zwei in die Nuth g hineinragenden Theilen
der Patronenwulste steht, Fig. 7.
Damit für jede Patrone das Einstellen der Trommel in jene Stellung, in welcher das Ausschalten
des Patronenziehers stattfindet, leicht vorgenommen werden kann, sind am Umfange
der Trommel C Vertiefungen k, Fig. 11 und 12,
angebracht, in welche eine unterhalb der Trommel gelagerte Schleiffeder k\ Fig. 1, 7 und 12,
einspringt, sobald die Vertiefung durch Drehen der Trommel mittelst der Hand über die Feder
zu stehen kommt.
Wird der Hammer bei ausgeschaltetem Auswerferhebelsystem gespannt (s. punktirte Stellung
Fig. 3), so dreht sich die Trommel aus der Stellung in Fig. 7 in jene von Fig. 6, in
welcher allein das Abfeuern stattfinden kann. Das Ende f'1 des Auswerferhebels G ist hinter
den Patronenboden zurückgezogen, Fig. 3.
Der Abzug E, Fig. 3, wurde beim Spannen des Hammers so weit zurückgezogen, dafs
der an dem Abzug angebrachte Ansatz / sich an den kurzen Arm I1 des Hebels / anlehnt.
Beim Abfeuern wird durch den Abzug E ein Druck auf den Hebel / ausgeübt, was ein Auslösen
dieses Hebels aus der Rast e3 des Winkelhebels F zur Folge hat, so dafs dadurch das
Hebelsystem frei wird. Der frei gewordene Hebel G lehnt sich dann mit seinem oberen
Ende f^ gegen den Patronenboden.
In dem Augenblick, wo der Hammer vorschnellt, bleibt die Einwirkung auf das Auswerferhebelsystem
wirkungslos, daher die vor dem Auswerferausschnitte stehende Patrone ß,
Fig. 10, in ihrer Kammer verbleibt.
Erst beim nächsten Spannen des Hammers D und beim damit verbundenen Weiterdrehen der
Trommel C springt das Ende /4 des Hebels G
in den Raum zwischen die beiden Patronenwulste in die Nuth g ein, und es gelangt der
Patronenziehcrkopf selbstthätig in jene Stellung, in welcher das automatische Auswerfen der
Claims (2)
- weiter abgeschossenen Patronenhülsen, wie bereits beschrieben, stattfinden kann.Auf der linken Seite der Stofsbodenplatte a befindet sich ein Ladeausschnitt. Derselbe ist durch eine Klappe m, Fig. 5, 10 und 12, theilweise geschlossen, und eine Feder m1 erhält die Klappe in der in Fig. 10 gezeigten Stellung. Diese Klappe gestattet das Einführen der Patronen in die Kammern, verhindert aber das Herausfallen der Patronen aus denselben. Diese Anordnung ermöglicht, dafs man, nachdem die Füllung der Trommel bis auf die vorletzte Patrone ausgeschossen ist, auf der linken Seite nach jedem nun folgenden Schusse sofort laden kann, während gleichzeitig mit dem Abfeuern rechts das Auswerfen der Hülse erfolgt.Sollte infolge Platzens der Patronenhülse dieselbe durch den Auswerfer nicht ausgeworfen werden, so kann dieselbe durch den Entladestock b1 ausgestofsen werden.Zu diesem Zwecke zieht man den Entladestock aus der Trommelachse b heraus und schwenkt denselben mittelst des Gelenkstückes b2 in die Auswerfstellung (Fig. 14 und punktirte Stellung Fig. 11).Die behufs leichten Zerlegens des Revolvers getroffenen Anordnungen ermöglichen das schnelle Auseinandernehmen sämmtlicher Bestandtheile ohne Hülfe eines Werkzeuges.Zu diesem Zwecke schraubt man die Schraube rc, Fig. 1, am Abzugbügel K los und hebt den Abzugbügel ab, welcher mittelst eines Hakens nl in das Gehäuse greift.Durch Entfernen des Abzugbügels wird die Gehäusedeckplatte L, Fig. 5, 12, 13, 14, 15 und 16, frei, welche in das Gehäuse mit den Lappen ο ο eingeschoben und durch Einlegen der Nase ο1 des Abzugbügels in den Haken o2 der Platte L, Fig. 13 und 15, gehalten wird.Beim Abheben der Deckplatte L entfernt sich diese aus dem im linken Schafttheil M eingesetzten, als Verschlufs wirkenden Plättchen ρ, Fig. 12, 13 und 14, worauf der linke Schafttheil aus dem unteren Verschlufs p\ Fig. ι und 10, gehoben werden kann.Um die Schlagfeder N, Fig. 1, ohne Werkzeug leicht herausnehmen zu können, ist zwischen den beiden Federschenkeln ein Excenter q, Fig. 4, drehbar angebracht, der normal so steht, dafs er mit seiner Breitseite ql die Federschenkel aus einander drückt. Behufs Herausnahme der Feder braucht man den Excenter blos um ca. 900 zu drehen; es gelangt dadurch seine schmale Seite zwischen die Federschenkel, worauf sich die Feder und alle Schlofstheile leicht herausnehmen lassen.Behufs Herausnahme der Trommel C zieht man zuerst den Entladestock bl aus der Achse b und entfernt dann die letztere, worauf die Trommel nach Entfernung des Hebels G aus der Nuth g herausgenommen werden kann.Pateντ-Ansprüche:ι. Bei einem Revolver ein im Schlofsgehäuse gelagerter, um eine waagerechte Achse drehbarer Auswerferhebel G, welcher durch eine Feder in bestimmter Lage gehalten wird und einen seitlichen, sich vor den Patronenwulst legenden Ansatz fl besitzt, wobei ein beim Abfeuern durch einen auf der Hammerscheibe angebrachten Stift d bewegter Winkelhebel F den Auswerferhebel G so mitnimmt, dafs der Ansatz /4 die Patrone, vor deren Wulst er angreift, auswirft.
- 2. Bei einem Revolver der unter 1. angegebenen Einrichtung:a) zum Zwecke, das Herausfallen von Patronen durch die Auswerföffhung der Stofsplatte zu verhindern, ohne dafs dadurch das Auswerfen behindert werde, ein Hebel j, welcher mit seinem kreisbogenförmigen Rand den Rand der Auswerförfnung in geringer Breite überdeckt und durch eine Feder mit geringem Drucke in seiner Lage gehalten wird;b) zum Zwecke rascheren Ladens und um die bequeme Verwendung der Waffe als Einzellader zu ermöglichen, die Anbringung eines dem als Ladeausschnitt verwendbaren Auswerfausschnitt gleichen verschlossenen Ladeausschnittes links vom Laufe;c) zum Zwecke, bei Beginn des Feuers aus der vollständig geladenen Walze das Auswerfen einer scharfen Patrone zu verhindern, eine Schnappfeder A1, welche durch Eingriff in die Kerben k der Trommel diese letztere in solcher Stellung festhält, dafs der Ansatz /* des Hebels G zwischen zwei in die Nuth g vorspringende Patronenwulste zu stehen kommt, in Verbindung mit einem hinter dem Drücker angebrachten Sperrhebel /, welcher, sobald er zurückgezogen wird, den zum Bewegen des Hebels G dienenden Winkelhebel F so verstellt, dafs der Ansatz _/* aus der Ringnuth g zurücktritt, und welcher Sperrhebel dabei in eine Rast e3 des Hebels F einfällt, aus welcher ein Ansatz / des Drückers E ihn beim ersten Schusse auslöst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41320C true DE41320C (de) |
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ID=316812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41320D Active DE41320C (de) | Vorrichtung zum selbstthätigen Auswerfen der Patronenhülsen bei Revolvern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41320C (de) |
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0
- DE DENDAT41320D patent/DE41320C/de active Active
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