DE41274C - Weckapparat für Ruhestromleitungen - Google Patents
Weckapparat für RuhestromleitungenInfo
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- DE41274C DE41274C DENDAT41274D DE41274DA DE41274C DE 41274 C DE41274 C DE 41274C DE NDAT41274 D DENDAT41274 D DE NDAT41274D DE 41274D A DE41274D A DE 41274DA DE 41274 C DE41274 C DE 41274C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der nächstehend beschriebene neue Apparat ist als Hülfsapparat mit dem Morse verbunden
und bedarf zur Ingangsetzung der Mithülfe des Morse-Elektromagneten und des Schreibhebels.
Seine Bestimmung besteht darin, die fortgesetzte Beobachtung des Morse-Apparates auf kleineren
Telegraphenanstalten dadurch entbehrlich zu machen, dafs er die Möglichkeit gewährt, bei
den in eine Ruhestromleitung eingeschalteten kleineren Aemtern, jedes , einzelne beliebig herausgegriffen,
das Zeichen zur Entgegennahme einer Mittheilung durch Einschaltung eines tönenden Weckers zu geben, welcher unausgesetzt
so lange läutet, bis er durch Menschenhand wieder abgestellt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Weckapparat dargestellt.
Derselbe besteht aus folgenden Haupttheilen:
1. dem Gehäuserahmen R1 und i?2,
2. dem Triebhebel t mit dem Eisenanker a
und der Abreifsfeder /, sowie dem Triebzahn f,
3. dem Triebrädchen r mit dem Laufgewicht^·
und dem Sperrhebel h, und
4. dem Contactarm c.
Der Gehäuserahmen.
Derselbe dient zur Anbringung und Befestigung der übrigen Theile. Er ist gebildet aus zwei Messingwangen, welche an Stelle des Ständers mit den Anschlägschräuben für den Schreibhebel des Morse-Apparates auf der Grundplatte des letzteren durch je eine Schraube befestigt sind. (In der Fig. 1 ist die vordere Wange nur abgebrochen dargestellt, um die inneren Theile des Apparates besser hervortreten lassen zu können.) Verbunden zu einem Rahmen werden beide Wangen mittelst des Verbindungsstückes v. An den Fortsatz; desselben sind zwei nach unten gerichtete Lappen V1 und V2 aus Messingblech angeschraubt, welche den weiter unten beschriebenen Sperrhebel h tragen.
Derselbe dient zur Anbringung und Befestigung der übrigen Theile. Er ist gebildet aus zwei Messingwangen, welche an Stelle des Ständers mit den Anschlägschräuben für den Schreibhebel des Morse-Apparates auf der Grundplatte des letzteren durch je eine Schraube befestigt sind. (In der Fig. 1 ist die vordere Wange nur abgebrochen dargestellt, um die inneren Theile des Apparates besser hervortreten lassen zu können.) Verbunden zu einem Rahmen werden beide Wangen mittelst des Verbindungsstückes v. An den Fortsatz; desselben sind zwei nach unten gerichtete Lappen V1 und V2 aus Messingblech angeschraubt, welche den weiter unten beschriebenen Sperrhebel h tragen.
Der Triebhebel.
Der aus zwei Messingblechstreifen gebildete Triebhebel t stellt einen doppelarmigen Hebel
dar; beide Streifen sind durch eine mit ihnen vernietete Messinghülse auf der Stahlachse tx
befestigt. Zur Anbringung des Hebels sind an den Aufsenseiten der Rahmenwangen die Querarme qx und q2 angeschraubt, zwischen welchen
die Achse ^1 durch zwei Spitzenschrauben derartig
gehalten wird, dafs letztere in Einbohrungen der Achse eingreifen.
An den abwärts gerichteten kürzeren Hebelarm ist der hohle und eingeschlitzte Eisenanker
α angeschraubt, so dafs demselben zu
seiner Bewegung der Raum zwischen dem Schreibhebel 5 des Morse und dem Spulenrande
der Elektromagnetrolle angewiesen ist. Der über den Anker des Schreibhebels hinweggehende,
mit diesem dann, ihn umschliefsend, parallel laufende längere Hebelarm trägt am
freien Ende mittelst eines besonderen Verbindungsstückes den Triebzahn \. Letzterer
ist in den eingeschlitzten Fortsatz des Verbindungsstückes mittelst eines Schraubenstiftes
beweglich, eingesetzt und wird durch eine kleine Spirale S1 an den Begrenzungsstift d angelegt.
Der Zahn ist mit einer kleinen Nase versehen, welche bei der Abwärtsbewegung die
Spitze des Zahnes aus dem Bereich der Zähne des Triebrädchens bringt.
Die Abreifsfeder f ist mittelst eines Doppelwinkelstückes an der Aufsenseite der Rahmenwange
R2 befestigt und mit dem Hebel durch den in die Achse ^1 eingeschraubten verticalen
Arm e verbunden.
Eine Begrenzung der unten■ erörterten Bewegung
des Hebels findet statt, indem einerseits beim Anziehen des Ankers α zwei in denselben
eingeschraubte Messingstifte gegen die Polschuhe des Elektromagneten anschlagen und andererseits beim Abfallen des Ankers
der längere Hebelarm sich auf den zwischen den Messingwangen durch zwei Schrauben gehaltenen
Querstift i auflegt, welcher "gleichzeitig auch dem Schreibhebel als Anschlag dient und
aufserdem noch zum Zusammenhalten der Messingwangen beiträgt. . Um die Lage des Hebels ersichtlich zu machen, ist in Fig. 2 das
Verbindungsstück mit dem Triebzahn fortgelassen worden.
In Fig. 3 ist der Hebel ohne Verbindungsstück dargestellt.
Das Triebrädchen.
Dasselbe ist ein mit Sägezähnen versehenes Stahlrädchen, welches auf der Achse, r, dadurch
befestigt wird, dafs die Schraubenmutter r2 dasselbe gegen den Absatz r3 der Achse fest
anprefst. Diese Befestigungsweise läfst ein Verstellen des Rädchens auf der Achse zu, ein
Umstand, auf welchen weiter unten Bezug genommen werden wird.
An der der Rahmenwange R2 zugekehrten
Seite des Rädchens ist an dasselbe das Prisma ^1
(Begrenzungszahn) angeschraubt, welches gewissermafsen einen verlängerten Triebzahn des
Rädchens darstellt. Auf der anderen Seite ist in das Rädchen der dünne Stift m (Mitnehmerstift)
eingeschraubt. Begrenzungsstift und Mitnehmerstift haben eine Stellung zu einander,
dafs sie, auf denselben Durchmesser des Rädchens bezogen, um acht Zahnbreiten gegen
einander versetzt, sind. Neben der Mutter r2
ist in die Achse r1 noch der Begrenzungsstift r4
eingeschraubt, welcher bei der Drehung des Rädchens gegen den in die Wange i?2 eingeschraubten
Stift r5 trifft und dadurch, die Bewegung des Rädchens hemmend, dessen
Ruhestellung bestimmt. An der Mutter r2 ist noch mittelst einer Seidenschnur das kleine
Laufgewicht g befestigt, welches bestrebt ist, das Rädchen in der Richtung zu drehen, wie
sich der Zeiger einer Uhr bewegt.
Wenn in der Aufwärtsbewegung des Triebzahnes \ derselbe auf das Triebrädchen einwirkt,
so erleidet dasselbe eine Drehung in entgegengesetztem Sinne. Da diese Einwirkung
aber, entsprechend den Ankeranzügen des Triebhebels, nur stofsweise, Zahn um Zahn geschehen
kann, so würde bei der Tendenz des Laufgewichts, dieser Drehung entgegenzuwirken,
ein Fortschreiten des Rädchens nicht stattfinden können, wenn nicht beim jedesmaligen
Zurückgehen des Triebzahnes eine Hemmung des Rädchens einträte. Um diese zu bewirken,
ist der Sperrhebel h angebracht, dessen Zahn bei freier Beweglichkeit des Hebels fortgesetzt
in die Zähne des Rädchens eingreift und dadurch ein Zurückgehen des letzteren in die
Ruhestellung verhindert. Zur Anbringung des Sperrhebels dienen die bereits erwähnten Lappen
V1 und V2 an dem Rahmenverbindungsstück
v. Der Hebel greift mit den Zäpfchen seiner Achse in entsprechende Ausbohrungen der Lappen ein, befindet sich mithin zwischen
den letzteren und hat zu dem Rädchen eine so geneigte Stellung, dafs er vermöge seiner
eigenen Schwere mit seinem Zahn in die Zähne des Rädchens eingreift. Die Auslösung des
Sperrzahnes wird durch den Schreibhebel S bewirkt. Beide Hebel sind mit einander durch
einen besonderen Stift It1 in Verbindung gebracht,
welcher in den Sperrhebel mit solcher Stellung eingeschraubt ist, dafs er im Ruhezustände
auf dem Schreibhebel lose aufliegt, in der Aufwärtsbewegung des Schreibhebels also
diesem nachgeben mufs und dabei den Sperrzahn aus den Triebradzä'hnen aushebt. Zur
Begrenzung dieser Bewegung des Sperrhebels, somit auch mittelbar des Schreibhebels, ist
oberhalb der Achse des Sperrhebels noch der Begrenzungsstift h2 zwischen den Lappen V1
und V2 festgeschraubt; dieser Querstift dient
gleichzeitig zum Zusammenhalten der Lappen am unteren Ende.
Der Contactarm c, Fig. 1, ist aus einem Stückchen Stahlblech gebildet, an welches oben
eine Oese angelöthet ist. Mittelst einer aus zwei Theilen bestehenden Elfenbeinhülse ist
dieser Arm isolirt auf die Triebrädchenachse aufgeschoben, so dafs an der Bewegung des
Rädchens nur dann Theil nehmen kann, wenn er durch den Stift m mitgenommen wird.
Wenn dieser Stift auf den Contactarm nicht einwirkt, nimmt dieser, dem Zuge der kleinen
Spirale C1 folgend, die aus der Fig. 1 ersichtliche
schräge Stellung ein, indem er sich an den in die Vorderwange R1 eingeschraubten,
in der Fig. 1 als Kreis dargestellten Stift C2
anlegt. Die Länge des Contactarmes ist danach bemessen, dafs sich derselbe während der
Ruhelage des Schreibhebels über das an dem letzteren festgeschraubte Stahlprisma ρ hin fortbewegen
kann, ohne dasselbe zu berühren, dafs dagegen bei genau senkrechter Stellung des Contactarmes dieses Prisma beim Aufschnellen
des Schreibhebels noch in die Falle des Contactarmes sicher eingreift und eine innige metallische Berührung hervorbringt, d. h.
eine sichere leitende Verbindung zwischen dem
Körper des Apparates und dem Contactarm herstellt. Damit der Arm nicht schon durch
den Begrenzungsstift C2 und den Mitnehmerstift m mit dem Körper des Apparates leitend
verbunden wird, ist der Contactarm auf der den Stiften zugekehrten Seite mit einer Isolirschicht
versehen, auf welche ein Schutzblech aufgelegt ist. (In der Fig. ι sind die nichtleitenden
Schichten am deutlichsten zu erkennen.)
In fortgesetzter leitender Verbindung steht der Contactarm nur mit einer auf der Vorderwange
R1 isolirt angebrachten Klemme k (Fig. 2 und 3). Hergestellt wird diese Verbindung
durch die . bereits s angeführte Abreifsspirale c, und durch eine besondere Spirale C1 aus
dünnem, umsponnenem Kupferdraht. Von der Klemme k aus geht durch eine Durchbohrung
der Wange R1 ein mit einer Rille versehener
Stift, in welche die kleine Abreifsspirale C1 mittelst eines geschlossenen Ringes eingehakt
ist. Die Durchbohrung ist so weit, dafs ihre Wandung von dem Stift nicht berührt wird.
Die andere Spirale aus isolirtem Draht geht durch eine zweite Durchbohrung der Wange
hindurch und ist sowohl mit der Klemme wie mit dem Contactarm durch Klemmschrä'ubchen
verbunden. Diese letztere Spirale ist so elastisch gewunden, dafs sie die Bewegung des Contactarmes
nicht beeinträchtigt. Zur besseren Isolirung ist die Durchbohrung der Wange mit
einer Elfenbeintülle versehen.
Wirkungsweise des Apparates.
Der Stromlauf für die Einschaltung des Weckapparates mit dem dazu gehörigen läutenden
Wecker ist in Fig. 4 schematisch dargestellt.
Von der Klemme k1 (Einführungsklemme
zu den Elektromagnetrollen) aus führt ein Draht zu der Schraube, mittelst welcher die
Wange R2 auf der Grundplatte befestigt, also zu dem Körper des Apparates, so dafs der
Schreibhebel mit jener Klemme in ununterbrochener leitender Verbindung steht. Zwischen
der isolirten Klemme k und der Klemme k2 (Ausgangsklemme der Elektromagnetrollen) ist
der läutende Wecker w eingeschaltet. Tritt der Schreibhebel mit dem Contactarm in
leitende Verbindung, so ist für den Linienstrom über Ar1 S1 C1 k, durch die Elektromagnetrollen
des läutenden Weckers nach Ar2, ein den Elektromagnetrollen des Morse-Apparates
paralleler Stromweg hergestellt, in welchem der läutende Wecker liegt; der Widerstand
dieses zweiten Strömweges ist sonach nur abhängig von dem Rollenwiderstand des Weckers,
also im Verhältnifs zum Widerstand des Morse-Elektromagneten
sehr gering.
Die Inbetriebsetzung des Weckapparates beruht auf dem Princip der Stromverstärkung.
Es ist daher eine besondere Weckbatterie erforderlich, welche im Stromlauf mit B bezeichnet
ist. Die Elementenzahl Jst so grofs zu bemessen, dafs sie der Zahl der Elemente sämmtlicher
Ruhestrombatterien annähernd gleichkommt. Um die als Arbeitsstrombatterie
wirkende Weckbatterie schliefsen zu können, ohne dafs beim jedesmaligen Tasterdruck der
Ruhestrom unterbrochen wird, ist anstatt des gewöhnlichen Tasters ein Taster mit Hülfshebel
verwendet. Die Einschaltung derselben ist aus der Stromlauffigur zu erkennen. Zur
bequemen Aus-, und Einschaltung der Weckbatterie ist neben der Körperschiene des Tasters
noch eine besondere Schiene angebracht, welche mit der Körperschiene durch einen Stöpsel
verbunden werden kann. An die Klemme dieser besonderen Schiene ist die Weckbatterie
angelegt. :
Da es nicht wohl angängig ist, auf allen Aemtern der Ruhestromleitungen eine Weckbatterie
aufzustellen,' so wird man sich damit begnügen, solche nur für die gröfseren Aemter
vorzusehen, also in der Regel für die Endämter und die Trennämter, wo. überdies Arbeitsstrombatterien aufgestellt sind, die als
Weckbatterien' mit benutzt werden können. Es brauchen daher auch nur diese Aemter mit
dem Taster mit Hülfshebel versehen zu werden, es ist aber dann nur von diesen Aemtern
aus der Weckapparat in Thätigkeit zu setzen.
Alle übrigen Aemter erhalten nur den Weckapparat mit dem läutenden Wecker. Bezüglich
der Einstellung des Weckapparates ist folgendes zu bemerken: Im Ruhezustande der
Leitung ist der Anker des wie gewöhnlich eingestellten Morse-Apparates angezogen und der
Schreibhebel liegt auf dem Anschlagstift auf. Der Triebhebel des Weckapparates ist mittelst
der Abreifsfeder / (die Regulirung mittelst der Elektromagnetkerne ist ausgeschlossen, damit
der Schreibapparat nicht verstellt wird) so einzustellen, dafs . der Anker α auf die Einwirkung
des durch den Ruhestrom in dem Elektromagnetkern erzeugten Magnetismus nicht nur nicht angezogen wird, sondern auch dann
nicht an den Kernen haften bleibt, wenn er mit der Hand an dieselben herangebracht wird,
dafs dagegen der Anker der durch den Weckstrom bewirkten verstärkten Anziehungskraft
des Elektromagneten eben so willig folgt, wie der Anker des Schreibhebels den Einwirkungen
des Ruhestromes.
Zur Einschaltung des läutenden Weckers auf einem Amt hat zunächst das betreffende
Anrufamt die für gewöhnlich ausgeschaltete Weckbatterie einzuschalten, indem . die besondere Schiene des Tasters mit der Körperschiene
durch den Stöpsel verbunden wird. Demnächst wird so oft der Taster gedrückt, wie die dem anzurufenden Amte beigelegte
Nummer Einheiten hat, z. B. für Amt No. 2 zwei Mal und s. f. Auf jeden Tasterdruck
tritt der Strom der Weckbatterie in die Leitung, welcher, da er dem Ruhestrom gleichgerichtet
ist, diesen verstärkt. Bei allen Aemtern,. welche mit dem Weckapparat versehen
sind, wird der Anker des Triebhebels angezogen, der Triebzahn greift in seiner Aufwärtsbewegung
in die Zähne des Triebrades ein und dreht dasselbe um einen Zahn, indem
der Sperrhebelzahn, auf der schiefen Ebene des vorliegenden Zahnes hingleitend, sich hebt,
aber sofort wieder einfällt, wenn er die Spitze des Triebradzahnes überschritten hat. Sobald
der Tasterdruck aufhört, wird der Strom der Weckbatterie unterbrochen, die Morse Elektromagnetkerne
verlieren den verstärkten- Magnetismus und die Anker der Triebhebel sämmtlicher Aemter fallen ab. Entsprechend nun
der Stellung des Mitnehmerstiftes des Triebrädchens zu dem in dessen Achse eingeschraubten
Grenzstifte wird der Mitnehmerstift früher oder später mit dem Contactarm in Berührung treten, denselben bei weiterer
Drehung .des Rädchens um einen Zahn mitnehmen und genau senkrecht stellen. Die
Stellung des Rädchens auf der Achse ist mittelst der bereits besprochenen Einrichtung für
jedes Amt derart geregelt, dafs der Contactarm genau senkrecht steht, wenn auf dem Anrufamt
der Taster so oft gedrückt worden ist, wie eben die dem anzurufenden Amte beigelegte Nummer
besagt. Wird beispielsweise nach fünfmaligem Tasterdruck die Weckbatterie während des
Fortbestehens des letzten Tasterdruckes ausgeschaltet, so. ist der Stromkreis der Leitung
unterbrochen und auf sämmtlichen Aemtern fällt mit dem Anker des Triebhebels auch der
des Schreibhebels ab. Letzterer trifft in seinem Aufgang den Sperrhebel und verhindert ein
Einfallen des Sperrzahnes in die Zähne des Triebrädchens; dasselbe ist somit frei und
kehrt, dem Zuge des Laufgewichtes folgend, in seine Ruhestellung zurück. Der unabhängig
vom Triebrädchen bewegliche Contactarm ist durch den Mitnehmerstift nur auf den Aemtern
No. ι bis einschliefslich No. 5 aus seiner Ruhestellung gebracht; er steht bei No. 5 genau
senkrecht; bei den Aemtern No. 1 bis. 4 hat derselbe die der Ruhestellung entgegengesetzte
schräge Stellung angenommen. Ueber diese Stellung hinaus konnte der Arm nicht gehen,
da entsprechend der Stellung des Mitnehmer-Stiftes zu dem Begrenzungszahn der letztere
gegen den Sperrhebelzähn anstöfst, wenn der Contactarm die Senkrechte um eine Zahnbreite
überschritten hat, wodurch also ein Weiterdrehen des Rädchens verhindert wird, ohne
dafs das System an Elasticität verliert. . Man könnte zwar den Contactarm auch durch
einen isolirten Begrenzungsstift in seiner Bewegung aufhalten, allein dann würden die
Stöfse des Triebhebelzahnes auf das Triebrädchen nicht gemildert werden. Bei den über
No. 5 hinaus gelegenen Aemtern hatte der Mitnehmerstift den Contactarm noch nicht aus
seiner Ruhestellung herausgebracht; es befinden sich daher bei diesen Aemtern nach
dem beschriebenen Vorgang wieder sämmtliche Apparattheile in der Ruhelage. Auf dem
Amt No. 5, wo ja der Contactarm genau senkrecht steht, mufs der Schreibhebel in der
Aufwärtsbewegung mit dem Prisma ρ in die Falle des Contactarmes eingreifen und den
Stromweg durch den läutenden Wecker schliefsen, wogegen bei den Aemtern No. 1 bis
einschliefslich No. 4 der . Contactarm durch das Schreibhebelprisma nicht mehr getroffen
wird, da der erstere bereits aus dem Bereich des Prismas herausgebracht ist. Kehrt nach
erfolgter Ausschaltung der Weckbatterie auf dem Anrufamt der Taster in seine Ruhestellung
zurück, so wird bei sämmtlichen Aemtern ja mit dem Wiederauftreten des Ruhestromes
auch der Anker des Schreibhebels wieder angezogen. Nur bei dem Amt No. 5 bleibt aus
den bereits besprochenen Gründen der Apparat gewissermafsen ausgeschaltet, da der durch
seine Magnetrollen hindurchgehende Zweigstrom nicht die nöthige Stärke besitzt, um den
Apparat wieder zum Ansprechen bringen zu können. Das Widerstandsverhältnifs in den
beiden Stromwegen ist so zu bemessen, dafs der ausgeschaltete Apparat auch auf den etwa
später eintretenden verstärkten Strom der Weckbatterie nicht zum Ansprechen kommt.
Es müssen daher, wenn auf einem Amt mehrere läutende Wecker eingeschaltet werden
sollen, dieselben neben einander, aber nicht hinter einander geschaltet werden. Bei dem
Amt No. 5 mufs, was beabsichtigt war, der läutende Wecker auf die Einwirkung des Ruhestromes
so lange unausgesetzt läuten, bis derselbe durch Herabdrücken des Schreibhebels
mit der Hand wieder ausgeschaltet wird und der Contactarm ebenfalls in seine Ruhestellung
zurückgehen kann. Auf den Aemtern No. 1 bis 4 hat sich der Contactarm beim Zurücklaufen
des Triebrädchens ebenfalls an das ihm im Wege stehende Prisma des Schreibhebels
angelegt, allein mit seiner isolirten Rückfiäche, so dafs der zweite Stromweg nicht geschlossen
wird; es kehrt daher der Contactarm in die Ruhestellung zurück, sobald ihm der Schreibhebel
durch sein Abwärtsgehen den Weg frei macht.
Um beim Anrufamt das Zählen der einzelnen Tasterdrucke zu umgehen, ist dort ebenfalls
ein Weckapparat (aber ohne Contactarm) aufzustellen , auf dessen Triebrädchenachse ein
Zeiger aus Aluminiumblech befestigt ist, welcher auf einem. auf der Vorderwange des * Weck-
Claims (1)
- apparates angebrachten Zifferblatt spielt und dabei die Stellung des Rädchens nach jedem Tasterdruck genau angiebt. Anstatt der Nummer kann man auch gleich die Namen oder -die Morserufzeichen auf dem Zifferblatt angeben.Wie aus der Beschreibung hervorgeht, bedarf der neue Apparat weder einer Localbatterie, noch einer besonderen Wartung und braucht nicht besonders aus- und eingeschaltet zu werden. Die Einstellung des Morse-Apparates ist auf ihn nicht von Einflufs, da er, wie Versuche ergeben haben, infolge der Ausnutzung der seitlichen Anziehung der Elektromagnetkerne gegen ein Höher- oder Tieferstellen der letzteren, sowie auch gegen Stromschwankungen innerhalb ziemlich weiter-Grenzen fast unempfindlich ist.Schaltet man in den durch den Contactarm bedingten zweiten Stromkreis einen, polarisirten Apparat (Relais) ein, welcher nur auf einen dem Ruhestrom entgegengerichteten Strom anspricht, und führt den Leiter mit Selbstunterbrechung über den Ankerhebel dieses Apparates hinweg, so kann der zweite Stromkreis vom Anrufamt auch wieder unterbrochen, d. h. der Weckapparat aufser Thätigkeit gesetzt werden.Mit dieser Einrichtung läfst sich letzterer auch zum Aus- und Einschalten von Leitungen anstatt des Weckers verwenden.jPatent-Anspruch:
Die Verbindung eines Zahnrädchens:a) mit einem Sperrzahn in der Weise, dafs derselbe durch den Morseschreibhebel bezw. durch den Relaishebel ausgelöst werden kann;b) mit einem von den übrigen Theilen des Apparates isolirt angebrachten Contactarm in der Weise, dafs dieser Arm je nach der Stellung des Rädchens auf seiner Achse, welche für alle Apparate die gleiche Ruhelage behält, aus einer für alle Weckapparate gleichen Ruhestellung nach beliebiger Wahl in eine solche Stellung zum Schreibhebel bezw. Relaishebel gebracht wird, dafs der bezügliche Hebel in seiner Aufwärtsbewegung mit dem Contactarm in leitende Berührung kommt und dadurch einen Stromweg schliefst, welcher dem Stromwege durch die Elektromagnetrollen des Morse-Apparates bezw. des Relais parallel gerichtet ist. 'Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41274C true DE41274C (de) |
Family
ID=316767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41274D Expired - Lifetime DE41274C (de) | Weckapparat für Ruhestromleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41274C (de) |
-
0
- DE DENDAT41274D patent/DE41274C/de not_active Expired - Lifetime
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