DE4124063C2 - Kohlenstofffreies, druckempfindliches Durchschreibpapier - Google Patents
Kohlenstofffreies, druckempfindliches DurchschreibpapierInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein kohlenstofffreies
Durchschreibpapier mit einer Überzugsschicht, die
Mikrokapseln enthält. Insbesondere betrifft sie ein
kohlenstofffreies Durchschreibpapier, das ausgezeichnet in
seinem Widerstand gegenüber Schmieren und im Hinblick auf
das Aufbringen einer Überzugsfarbe ist. Darüber hinaus
bezieht sie sich auf ein kohlenstofffreies
Durchschreibpapier, das hervorragend im Hinblick auf
Griffigkeit und Bedruckbarkeit ist.
Ein kohlenstofffreies Durchschreibpapier wird hergestellt,
indem ein Träger mit einem Farbentwickler und
Mikrokapseln, die einen üblicherweise farblosen
Leukofarbstoff (Farbbildner) enthalten, überzogen wird.
Der Farbentwickler und die Mikrokapseln werden getrennt
auf den Träger aufgetragen, der als oberes Blatt bzw.
unteres Blatt verwendet wird; oder sie werden auf der
Vorder- und Rückseite eines Trägers entsprechend
aufgetragen, der als mittleres Blatt verwendet wird.
Darüber hinaus wird auch ein Durchschreibpapier verwendet,
bei dem der Farbentwickler und die Mikrokapseln auf
derselben Seite eines Träger in ein oder zwei Schichten
aufgetragen sind. Auf eine Vielzahl dieser Blätter, die in
entsprechender Weise kombiniert sind, wird physikalischer
Druck durch Schreiben, Tippen, Bedrucken und dergleichen
ausgeübt, wobei die Mikrokapseln zerbrechen und den
Leukofarbstoff, der in den Kapseln eingeschlossen ist,
freigeben, der mit dem Farbentwickler in Berührung kommt,
wobei Farbbildung hervorgerufen wird und eine bildliche
Darstellung erhalten wird.
Im allgemeinen ist es erforderlich, daß kohlenstofffreie
Durchschreibpapiere die folgenden Anforderungen als
wichtige Qualitätskriterien erfüllen:
- (1) Deutliche bildliche Darstellungen hoher Dichte können innerhalb kurzer Zeit erhalten werden und verschwinden nicht im Laufe der Zeit.
- (2) Es tritt kein Schmieren als unerwünschte Farbbildung auf. Dies bedeutet, daß kohlenstofffreies Durchschreibpapier beständig gegenüber solcher Farbbildung während seiner Produktionsschritte, während des Schneidens, Druckens oder Lagerns und der Handhabung in Form von Blättern oder Rollen sein muß.
Weil die zuvor genannten Anforderungen (1) und (2)
zueinander konträr sind, ist es im allgemeinen schwierig,
beiden zu genügen und sie im Gleichgewicht zu halten. Im
allgemeinen umfaßt eine Mikrokapseln enthaltende
Überzugszusammensetzung die Mikrokapseln, ein Stützmittel,
ein Bindemittel und andere Zusätze und indem jede dieser
Komponenten, im nachfolgenden mit (a), (b) und (c)
bezeichnet, angeglichen wird, können die zuvor
aufgeführten, miteinander in Konflikt stehenden
Anforderungen in ein besseres Gleichgewicht gebracht
werden, und im Hinblick hierauf sind eine Reihe von
Vorschlägen gemacht worden:
- (a) Bedingungen für die Herstellung von Mikrokapseln;
- (b) Auswahl der Art und Menge des Stützmittels; und
- (c) Auswahl der Art und Menge des Bindemittels.
Im Hinblick auf ein Verfahren zur Herstellung von
Mikrokapseln, die den Farbbildner von (a) umhüllen, sind
viele Methoden bekannt, und repräsentativ sind folgende:
Ein Koazervationsverfahren unter Verwendung eines Poly-Ion-Komplexes aus Gelatine und Gummiarabikum.
Ein Koazervationsverfahren unter Verwendung eines Poly-Ion-Komplexes aus Gelatine und Gummiarabikum.
Ein Grenzflächen-Polymerisationsverfahren, gemäß dem eine
einzukapselnde, hydrophobe Lösung in hydrophilem Medium
dispergiert wird, um die Bildung eines wasserunlöslichen
Filmes an der Grenzfläche der dispergierten hydrophoben
Lösung zu gewährleisten.
Ein in situ-Polymerisationsverfahren, gemäß dem ein
filmbildendes Harzvorkondensat, wie beispielsweise
Melamin-Formalin-Harz, zu einer wäßrigen Dispersion
hinzugefügt wird, in die eine hydrophobe zu verkapselnde
Lösung dispergiert und emulgiert worden ist, um
Polymerisation des Harzvorkondensates auf der Oberfläche
der emulgierten Lösungsteilchen zu bewirken.
Neuerdings werden synthetische Harzmikrokapseln,
insbesondere diejenigen, die mit Hilfe des in
situ-Verfahrens hergestellt werden, in verstärktem Masse
verwendet, weil die Ausgangsmaterialien preiswert
geliefert werden können und stabil sind, weil eine
Mikrokapselemulsion hoher Konzentration erhalten werden
kann und das Produktionsverfahren einfach ist.
Als Mittel, um einen besseren Ausgleich zwischen den
Erfordernissen 1 und 2 zu erreichen, ist Aggregation von
anionischen Mikrokapseln durch Verwendung eines amphoteren
Polyelektrolyten, wie Gelatine, und Härten der
aggregierten Kapselwand durch Verwendung von
beispielsweise Formaldehyd vorgeschlagen worden (JP-OS
166026/85).
Im Hinblick auf das zuvor unter (b) angegebene Stützmittel
sind pulverisierte Zellulosefasern (Zelluloseflocken),
offenbart in US-PS 2 711 375, und ungelatinierte
Stärketeilchen (Weizenstärke, Kartoffelstärke,
Erbsenstärke und dergleichen, offenbart in den JP-ASen
Sho 1178/72 und 33204/73, in einer Menge von 10 bis
400 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile Feststoff von
Mikrokapseln aus Glaskügelchen, offenbart in US-PS
2 711 375, verwendet worden. Im allgemeinen sind diese
Stützmittel inerte Teilchen (üblicherweise mit einem
Durchmesser von 5 bis 50 µm), die etwas größer als die
Mikrokapselteilchen sind.
Das Stützmittel ist sehr wichtig für den Schutz der
Mikrokapseln, aber wenn eine Überzugszusammensetzung, die
dieses enthält, mit Hilfe eines Überzugskontaktsystems,
wie einer Rakelstreichanlage (beispielsweise flexible
Rakelstreichanlage, Glättschaberstreichanlage,
Spritzstreichanlage) und einer Stabstreichanlage
aufgetragen wird, neigt das Agens dazu, abgekratzt zu
werden und wird manchmal nicht ausreichend zurückgehalten.
Darüber hinaus führt dessen Verwendung zu einer deutlich
aufgerauht überzogenen Oberfläche, die sich nachteilig im
Hinblick auf Griffigkeit und Kopierfähigkeit (insbesondere
Übertragbarkeit von Druckfarbe) des mit Mikrokapseln
überzogenen Papiers auswirkt. Neuerdings verlangen die
Kunden nicht nur funktionsgemäße Wirksamkeit von
kohlenstofffreiem Durchschreibpapier, sondern auch
Schönheit, umfassend Griffigkeit und Struktur des Papiers.
Darüber hinaus verändert sich der Papiermarkt fortwährend
und der Bedarf, auf der mit Mikrokapseln überzogenen
Oberfläche von Papier zu drucken, nimmt zu. Um diesen
Anforderungen gerecht zu werden, sind
Überzugszusammensetzungen, die kein Stützmittel enthalten,
offenbart worden (JP-OSen 151271/86, 192586/86, 241185/86
und 241186/86).
Im Hinblick auf (c) ist Auswahl der Art und Menge von
Bindemitteln, Verwendung von verschiedenen Latizes
bekannt. Deren Verwendung ist auch in den zuvor genannten
Überzugszusammensetzungen, die kein Stützmittel enthalten,
offenbart. Im Vergleich zu den anderen bekannten
Bindemitteln (Polyvinylalkohol, Stärke)
nimmt man an, daß ein Latex sich durch eine höhere
Pufferwirkung auszeichnet. Andererseits tendiert ein Latex
dazu, in den Träger einzudringen, insofern, als er feine
emulgierte Teilchen enthält, so daß die vorteilhafte
Wirkung in vielen Fällen nicht ausreichend eingesetzt wird.
Um das Eindringen eines Latex zu unterdrücken, ist
vorgeschlagen worden, insgesamt oder teilweise einen
alkalilöslichen Emulsionstyplatex zu verwenden, der die
Überzugszusammensetzung verdickt (JP-OSen Sho 49678/89
und 234289/89, 234290/89, 288480/89 und 3367/90).
DE-38 28 084 A1 offenbart ein kohlenstofffreies, druck
empfindliches Durchschreibpapier aus einem Träger und
einer Beschichtung, die aus einem Stützmittel, einem
Bindemittel und Mikrokapseln mit darin eingeschlossenem
Farbbildner zusammengesetzt ist. Der Binder besteht
hierbei aus einem Latex aus einem alkaliverdickenden
Copolymer.
JP-63-63021 offenbart Mikrokapseln enthaltende Zusammen
setzungen, die einen Farbbildner und einen Binder ent
halten, wobei der Binder eine Mischung aus einem Copoly
mergitter aus einem Latex A und einem alkalisch verdick
enden Latex B besteht. Der Latex A wird erhalten durch
Copolymerization eines aliphatischen Diens, einer
ethylenisch ungesättigten Carbonsäure und einer weiteren
ethylenisch ungesättigten Verbindung. Der Latex B wird
erhalten durch Copolymerization von Acrylsäure und einer
weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung.
JP-063022 offenbart Mikrokapseln enthaltende Zusammen
setzungen mit einem Farbbildner und einem Binder, wobei
der Binder ein alkalisch verdickender Latex ist, der aus
einem aliphatischen Dien, Methacrylsäure und einer
weiteren ethylenisch ungesättigten Verbindung gebildet
ist.
Jedoch haben die verschiedenen, zuvor aufgeführten
Vorschläge nicht zu zufriedenstellenden Produkten geführt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die
Qualitätsprobleme bei der Herstellung konventioneller
kohlenstofffreier Durchschreibpapiere gleichzeitig
überwunden worden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Schmieren
aufgrund der Farbbildung bemerkenswert zu reduzieren,
während Farbentwicklungsintensität in ausreichendem Maß
erhalten bleibt.
Zur Aufgabe der vorliegenden Erfindung gehört es auch, das
Gleichgewicht der folgenden Charakteristika (A) und (B),
die miteinander in Konflikt stehen, zu verbessern.
Das heißt, daß eine deutlich durchgedruckte bildliche
Darstellung hoher Dichte selbst dann erhalten werden kann,
wenn eine große Zahl von Kopien gemacht wird.
Verschmierungsarten aufgrund von Farbbildung sind folgende
(es wird verlangt, daß das kohlenstofffreie
Durchschreibpapier all diesen Verschmierungen widersteht).
- - Dynamisches Verschmieren aufgrund der Farbbildung, hervorgerufen durch Reiben.
- - Verschmierung aufgrund von Farbbildung unter einem statischen Druck, der auf das Papier in Form von Blättern oder Rollen während der Lagerung, des Transportes, des Druckens oder anderer Verfahrensschritte, wie Papierschneiden ausgeübt wird.
- - Verschmierung aufgrund von Farbbildung, hervorgerufen durch Aufbrechen der Mikrokapseln, wenn das Papier über eine lange Zeit bei hoher Temperatur und feuchten Bedingungen gelagert wird.
Zur Aufgabe der vorliegenden Erfindung gehört es auch,
zusätzlich die folgenden Charakteristika (C) zu verbessern.
- - Griffigkeit (nämlich, daß die glatte überzogene Oberfläche sich gut in der Hand anfühlt).
- - Druckbarkeit (gute Druckfarbenübertragung auf einer Presse).
- - Überzugsverarbeitbarkeit auf einem Kontaktüberzugssystem (dies bedeutet, daß kein Aufbrechen der Mikrokapseln während des Überziehens auftritt).
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann kohlenstofffreies
Durchschreibpapier, das den zuvor genannten Anforderungen
genügt, erhalten werden.
Die Probleme sind von den Erfindern gelöst worden, indem
amphoterer Latex als Bindemittel in einem
kohlenstofffreien Durchschreibpapier verwendet wird, das
durch Überziehen eines Trägers mit einer
Überzugszusammensetzung, die ein Stützmittel, ein
Bindemittel und einen Farbbildner enthaltende anionische
Mikrokapseln enthält, und Trocknen der überzogenen Schicht
hergestellt ist.
Die Probleme sind weiterhin gelöst worden, indem ein
assoziationsbildendes Polymer in einer
Überzugszusammensetzung in einem kohlenstofffreien
Durchschreibpapier verwendet wird, welches hergestellt ist
durch Überziehen eines Trägers mit einer
Überzugszusammensetzung, die ein Stützmittel, ein
Bindemittel, hauptsächlich zusammengesetzt aus einem
Latex, und Mikrokapseln, die einen Farbbildner
einschließen, enthält, und Trocknen der überzogenen
Schicht.
Die Aufgaben sind weiterhin gelöst worden, indem ein
assoziationsbildendes Polymer in einer
Überzugszusammensetzung ohne Verwendung eines Stützmittels
in einem kohlenstofffreien Durchschreibpapier verwendet
wird, welches hergestellt ist durch Auftragen einer
Überzugszusammensetzung, die einen Latex und Mikrokapseln,
die einen Farbbildner einschließen, enthält, und durch
Trocknen des Überzuges.
Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten amphoteren
Latizes sind diejenigen, die die Eigenschaft haben,
ionisch mit anionischen Mikrokapseln im pH-Bereich von 7
bis 14 zu assoziieren, wenn sie mit anionischen
Mikrokapseln gemischt werden, wobei sie die Mikrokapseln
teilweise aggregieren und/oder agglomerieren. Es handelt
sich hierbei um Latizes, die eine Substanz
mit einer kationischen Gruppe und einer anionischen Gruppe
in demselben Molekül und/oder eine Mischung aus einer
Substanz mit einer kationischen Gruppe und einer Substanz
mit einer anionischen Gruppe enthalten.
Es sind auch schon amphotere Latizes entwickelt worden,
und diese können bei der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten amphoteren
Latizes haben einen breiten Umfang und umfassen emulgierte
Polymerverbindungen, erhalten durch Lösungspolymerisation,
und diejenigen, die durch Emulsionspolymerisation erhalten
sind.
Wenn Mikrokapseln unter Verwendung eines anionischen
Polymers als Emulgator hergestellt werden, sind die
resultierenden Mikrokapseln per se im allgemeinen
anionisch. Andererseits sind die konventionell verwendeten
Latizes im allgemeinen auch anionisch. Wenn die
Mikrokapseln und der Latex gemischt werden, binden sie
aufgrund statischer Abstoßung niemals miteinander oder
aggregieren niemals miteinander. Falls eine kationische
Substanz hinzugefügt wird, aggregieren sie, aber weil im
allgemeinen eine starke Bindung besteht, bilden sie große
Agglomerate, was zu einer Überzugszusammensetzung führt,
die für kohlenstofffreie Durchschreibpapiere ungeeignet
ist.
Wenn ein ampholytischer Latex hinzugefügt wird, haften die
Teilchen des ampholytischen Latex diskontinuierlich an der
Oberfläche der Kapseln, wodurch die Mikrokapseln geschützt
werden. Ein oberes Blatt (CB), hergestellt durch
Überziehen mit einer solchen Zusammensetzung, zeigt eine
bemerkenswerte Verbesserung im Hinblick auf den Widerstand
gegen Verschmieren, weil die Mikrokapseln ausreichend
durch die Latexteilchen geschützt sind. Wenn sich Farbe
entwickeln soll, werden die Mikrokapseln einem Druck von
1,96·10⁷ bis 5,89·10⁷ Pa (200 bis 600 kg/cm²) ausgesetzt, wodurch sie zerbrechen
und die innere Phase leicht freigeben, weil sie durch die
emulgierten Teilchen nur diskontinuierlich geschützt sind.
Die Verwendung von amphoterem Latex hilft ebenso bei der
Verbesserung der Fließeigenschaft der
Überzugszusammensetzung.
Wenn andererseits ein wasserlösliches amphoteres Polymer,
wie Gelatine, verwendet wird, bedecken dessen Moleküle die
Oberfläche der Mikrokapseln kontinuierlich, so daß der
Widerstand gegenüber Verschmieren aufgrund von Farbbildung
verbessert wird, aber die Freigabe der inneren Phase der
Mikrokapseln beim Zerbrechen ist ungenügend, so daß eine
wünschenswerte Farbentwicklung nicht erhalten werden kann.
Daneben bewirkt die Verwendung von solchem amphoteren
Polymer nicht die Verbesserung im Hinblick auf das
Fließvermögen der Überzugszusammensetzung, die bei
Verwendung von amphoteren Latizes erreichbar ist.
Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten amphoteren
Latizes sind insbesondere diejenigen, die mittels der
nachfolgenden Verfahren hergestellt werden, aber die
Latizes sind niemals darauf begrenzt, insofern sie die
Eigenschaft haben, ionisch mit anionischen Kapseln im
pH-Bereich von 7 bis 14 zu assoziieren, wenn sie mit
anionischen Mikrokapseln gemischt werden, um teilweise die
Mikrokapseln zu aggregieren und/oder zu agglomerieren.
- (1) Um einen anionischen Latex zu erhalten, wird Emulsionspolymerisation unter teilweiser Verwendung eines kationischen Monomeren durchgeführt.
- (2) Nach Herstellung eines anionischen Latex wird ein Teil von anionischen Gruppen und/oder nicht-ionischen Gruppen chemisch in kationische Gruppen umgewandelt.
- (3) Ein kationisches und/oder amphoteres Dispergiermittel wird als Dispergiermittel für anionischen Latex verwendet.
Als Beispiel für das Verfahren (1) ist die Verwendung von
einem (Meth)acrylester-Typ-Monomeren, wie
N,N-Dimethyl-aminoethylmethacrylat (DM), bekannt (JP-OS
Sho 261302/85).
In einem Beispiel für das Verfahren (2) wird die
Umwandlung in einen amphoteren Latex durch Umwandeln einer
Acrylamidgruppe eines acrylamidgruppenhaltigen Latex in
eine Aminogruppe mit Hilfe der Hofmann-Umlagerung
durchgeführt. Die Einführung eines tertiären Amins mittels
der Mannich-Reaktion ist auch möglich.
Die in dem Verfahren (3) verwendeten kationischen
Dispergiermittel umfassen beispielsweise
Laurylpyridiniumchlorid,
Octylbenzyltrimethylammoniumchlorid,
Dodecyltrimethylammoniumchlorid und ein Kondensat aus
primärem aliphatischen Amin und Ethylenoxid. Die
amphoteren Dispergiermittel umfassen beispielsweise
Cocoa-β-alanin, einen Methylester aus
Dimethyloctadecylbetainchlorid und quaternären
Aminderivaten von Fettsäuren, wie
Cetyldimethylammoniumcarboxylate.
Die verwendete Menge an amphoterem Latex kann in
Abhängigkeit von dem Gleichgewicht an Ionenstärke
variieren, aber beträgt vorzugsweise 0,1 bis 100
Gew.-Teile Feststoff pro 100 Gew.-Teile Feststoff in bezug
auf anionische Mikrokapseln.
Als Bindemittel können in Kombination mit dem amphoteren
Latex anionische Latizes, wie
Styrol-Butadien-Copolymerlatex, Vinylacetat-Typ-Latex und
Acryl-Typ-Latex, verwendet werden; oder durch Alkali
verdickbare anionische Latizes. Als durch Alkali
verdickbare anionische Latizes können die zuvor erwähnten
verwendet werden. Darüber hinaus können wasserlösliche
Polymere, wie lösliche Stärke, Kasein, Gelatine,
Gummiarabikum, Polyvinylalkohol und Methylzellulose, in
geeigneter Menge in Verbindung mit dem amphoteren Latex
verwendet werden. Die Menge des in Kombination mit dem
amphoteren Latex verwendeten Bindemittels beträgt
vorzugsweise 0 bis 100 Gew.-Teile Feststoff, besonders
bevorzugt 0 bis 50 Gew.-Teile, bezogen auf 100 Gew.-Teile
Feststoff an Mikrokapseln.
Die Stützmittel werden zur Verhinderung des Aufbrechens
der Mikrokapseln hinzugefügt. Im allgemeinen sind
Weizenstärke, Kartoffelstärke, Maisstärke,
Zellulosepulver und synthetisches Kunststoffpigment
bevorzugt. Die Menge des verwendeten Stützmittels beträgt
vorzugsweise 10 bis 400 Gew.-Teile Feststoff, besonders
bevorzugt 10 bis 100 Gew.-Teile, bezogen auf
100 Gew.-Teile Feststoff an Mikrokapseln.
Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten
assoziationsbildenden Polymere sind wasserlösliche
Polymere oder Polymeremulsionen, die mit den Latizes und
den Mikrokapseln im pH-Bereich von 7 bis 14 assoziieren
und den Latex und die Mikrokapseln teilweise aggregieren
oder agglomerieren. Vom Standpunkt der Oberflächenchemie
gesehen sind sie Polymere oder Polymeremulsionen, die mit
dem Latex und den Mikrokapseln durch Wechselwirkung der
hydrophoben Gruppen assoziieren.
Assoziationsbildende Polymere sind:
- (1) Wasserlösliches Polymer oder Polymeremulsionen, bei denen die hydrophoben Gruppen in zwei oder mehr Positionen des Polymers lokalisiert sind, und (2) wasserlösliche Polymere oder Polymeremulsionen, bei denen die hydrophoben Gruppen an mindestens beiden Enden des Polymers lokalisiert sind.
Die bei der Polymerisation verwendeten Monomeren umfassen
beispielsweise Olefinderivate (wie Ethylen, 1-Buten,
2-Buten, Isobuten und 3-Methyl-1-buten), Dienderivate (wie
Propadien, 1,2-Butadien, 1,3-Butadien,
2,3-Dimethyl-1,3-butadien, 1,2-Pentadien,
3-Methyl-1,3-pentadien, 4-Methyl-1,3-pentadien,
1,4-Pentadien, 2-Methyl-1,4-pentadien, 1,2-Hexadien,
1,3-Hexadien, 1,4-Hexadien, 1,5-Hexadien,
2,5-Dimethyl-1,5-hexadien, 3,3-Dimethyl-1,5-hexadien,
2-Methyl-1,5-hexadien, 3-Methyl-1,5-hexadien,
2,4-Hexadien, 2,5-Dimethyl-2,4-hexadien,
5,5-Dimethyl-2,4-hezadien, Octadien, Nonadien,
1,9-Decadien und 1,10-Undecadien), Styrolderivate (wie
Styrol, o-Methylstyrol, m-Methylstyrol, p-Methylstyrol,
Dimethylstrol, Trimethylstyrol, Isopropylstyrol,
Nethoxystyrol, Nitrostyrol, Aminostyrol,
p-Vinyl-benzolsulfonsäure, Natrium-p-vinylbenzolsulfonat
Kalium-p-vinylbenzolsulfonat, alpha-Methylstyrol und
alpha-Ethylstyrol), Vinylesterderivate (wie Vinylacetat,
Vinylbutyrat, Vinylpivalat, Vinylcaprylat, Vinyllaurat,
Vinylpalmitat, Vinylstearat, Vinylmethacrylat,
Vinylcrotonat, Vinylcinnamat, Vinylbenzoat,
Vinylnitrobenzoat und Vinylformiat), Vinyletherderivate
(wie Methylvinylether, Ethylvinylether,
n-Propylvinylether, Isopropylvinylether,
n-Butylvinylether, Isobutylvinylether, t-Butylvinylether,
2-Ethylhexylvinylether, n-Octadecylvinylether,
Divinylether, Allylvinylether, Benzylvinylether,
Phenylvinylether, 2-Methoxyethylvinylether und
Diethylenglykoldivinylether), Acrylsäurederivate (wie
Acrylsäure, Acrylanhydrid, Acrolein, Crotonsäure,
Isocrotonsäue, Angelicasäure, Tiglinsäure,
Dimethacrylsäure, Methylethylacrylsäure,
alpha-[N-Acryl]aminoacrylsäure, alpha-Acetoxyacrylsäure,
alpha-Trimethylsilylacrylsäure und Natriumacrylat),
Methacrylsäurederivate (wie Methacrylsäure,
Methacrylsäureanhydrid, Methacrolein und
Natriummethacrylat), Acrylsäureesterderivate (wie
Methylacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat, Butylacrylat,
10-Undecylacrylat, 2-Methylbutylacrylat, Vinylacrylat,
2-Ethylhexylacrylat, 2-Ethoxyethylacrylat,
Octadecylacrylat, Cyclohexylacrylat,
2-Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat und
Phenylacrylat), Methacrylsäureesterderivate (wie
Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Propylmethacrylat,
n-Octylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat,
2-Cyanoethylmethacrylat, Isobutylmethacrylat,
Tridecylmethacrylat und Vinylmethacrylat),
Acrylamidderivate (wie Acrylamid, N-Methylacrylamid,
N-t-Butylacrylamid und N-Benzylacrylamid),
Methacrylamidderivate (wie Methacrylamid,
N-Methylmethacrylamid, N-t-Butylmethacrylamid und
N-Benzylmethacrylamid), Acrylnitrilderivate (wie
Acrylnitril, 2-Ethylacrylnitril und 2-Phenylacrylnitril),
Methacrylnitrilderivate, Maleinsäurederivate (wie
Maleinanhydrid, Methylmaleinanhydrid,
Dimethylmaleinanhydrid, Phenylmaleinanhydrid, Maleinsäure,
Methylmaleinsäure, Dimethylmaleinsäure und
Phenylmaleinsäure), Maleinsäureesterderivate (wie
Monomethylmaleat, Dimethylmaleat, Monoethylmaleat,
Diethylmaleat, Monobutylmaleat und Dibutylmaleat),
Maleamidderivate (wie Maleaminsäure und
Maleinsäurediamid), Maleimidderivate (wie Maleimid,
N-Methylmaleimid und N-Ethylmaleimid),
Dicarbonsäurederivate (wie Oxalsäure, Malonsäure,
Bernsteinsäure, Weinsäure, Itaconsäure,
Acetylen-dicarbonsäure, Glutarsäure und
3-Methylglutarsäure) und Dicarbonsäureesterderivate (wie
Monoethyloxalat, Monophenyloxalat, Monoethylmalonat,
Monophenylmalonat, Monoethylsuccinat, Monophenylsuccinat,
Monoethyltartarat, Monoethylitaconat, Monoethylfumarat,
Monoethylacetylenmonocarboxylat, Monoethylglutarat,
Diethyloxalat, Diphenyloxalat, Diethylmalonat,
Diphenylmalonat, Diethylsuccinat, Diphenylsuccinat,
Diethyltartarat, Diethylitacont, Diethylfumarat,
Diethylacetylendicarboxylat und Diethylglutarat). Zu
denen, die besonders stark im Hinblick auf Hydrophobizität
sind, gehören Styrolderivate (wie Styrol, o-Methylstyrol,
m-Methylstyrol, p-Methylstyrol, Dimethylstyrol,
Trimethylstyrol, Isopropylstyrol, Methoxystyrol,
Nitrostyrol, Aminostyrol, alpha-Methylstyrol und
alpha-Ethylstyrol), Vinyletherderivate (wie
Allylvinylether, Benzylvinylether, und Phenylvinylether),
Acrylsäureesterderivate (wie Phenylacrylat),
Methacrylsäureesterderivate und Dicarbonsäureesterderivate
(wie Monophenyloxalat, Monophenylmalonat,
Monophenylsuccinat, Diphenyloxalat, Diphenylmalonat und
Diphenylsuccinat). Diese Beispiele sind nur ein Teil von
denjenigen, die verwendbar sind und die in "Polymer Data
Handbook, Basic Edition" (herausgegeben von Polymer
Society und veröffentlicht von Baifukan Co. im Jahr 1986)
ausdrücklich erwähnten Monomere sind auch mit inbegriffen.
Zusätzlich sind hydrophile und hydrophobe Monomere, die in
den JP-OSen Sho 90251/79, 108411/80, 47477/81, 189299/83,
73540/84, 89313/84, 108075/84 und 228081/86 erwähnt sind,
und daneben Ethylenoxid, Propylenoxid, Butylenoxid,
Styroloxid, Epichlorhydrin, langkettige alpha-Olefinoxide
und dergleichen mit inbegriffen. Die bei der vorliegenden
Erfindung verwendeten assoziationsbildenden Polymere sind
nicht auf die Beispiele beschränkt und es können beliebig
diejenigen Polymere und Polymeremulsionen verwendet
werden, die mit Latizes, Mikrokapseln und anderem im
pH-Bereich von 7 bis 14 durch Wechselwirkung zwischen den
hydrophoben Gruppen assoziieren. Darüber hinaus kann
diesen Polymeren die Eigenschaft vermittelt werden, durch
Alkali verdickt zu werden, indem man sie Monomere als
Monomereinheiten enthalten läßt, die für bekannte
wasserlösliche, viskositätsvergrößernde Agenzien, wie
Acrylsäure, Methacrylsäure und Itaconsäure, verwendet
werden. Die Eigenschaft, durch Alkali verdickt zu werden,
bedeutet, daß die Brookfield-Viskosität der
Überzugszusammensetzung ansteigt, wenn der pH-Wert von der
sauren Seite zur alkalischen Seite übergeht (pH = 7 bis
14).
Die Menge der verwendeten assoziationsbildenden Polymere
variiert in Abhängigkeit von ihrer Bindungsstärke durch
Assoziation, aber liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1
bis 20 Gew.-Teile Feststoff, besonders bevorzugt im
Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-Teilen Feststoff, bezogen auf
100 Gew.-Teile Feststoff an Mikrokapseln. Wenn die
assoziationsbildenden Polymere in Form des Typs verwendet
werden, der durch Alkali verdickbar ist, beträgt die Menge
vorzugsweise 0,1 bis 5 Feststoff-Gew.-Teile.
Im Unterschied zu dem zuvor Genannten (JP-OSen Sho
151271/86, 192586/86, 241185/86 und 241186/86) kann gemäß
der vorliegenden Erfindung der Latex wirksam um die
Mikrokapseln herum in einem solchen Ausmaß lokalisiert
sein, daß die Farbbildung bei Verwendung der
assoziationsbildenden Polymere nicht gehindert ist. Somit
kann die Überzugszusammensetzung aufgetragen werden, ohne
daß ein Aufbrechen der Mikrokapseln beim Überziehen unter
Verwendung eines Bindemittels in einer geringeren Menge
bewirkt wird, und als Resultat kann ein kohlenstofffreies
Durchschreibpapier mit exzellenter Farbentwicklung und
Widerstand gegenüber Verschmieren aufgrund von Farbbildung
erhalten werden. Darüber hinaus kann, indem das Eindringen
von Latex in den Träger beträchtlich verhindert wird, eine
einwandfreie Trägerüberzugswirkung erhalten werden und
Aufgerauhtheit der mit Mikrokapseln überzogenen Oberfläche
kann ausgeschlossen werden und somit Schönheit und
Übertragbarkeit von Druckfarbe merklich verbessert werden.
Wenn nur das Eindringen verhindert werden soll, so kann
dieses in gewissem Maße dadurch erreicht werden, daß der
zuvor genannte Latex-Typ, der durch Alkali verdickbar ist,
verwendet wird, aber es ist unmöglich gewesen, den Latex
effizient und in einem solchen Ausmaß, daß Farbbildung
nicht verhindert wird, zu lokalisieren. In diesem Punkt
unterscheidet sich die vorliegende Erfindung von den
konventionellen Techniken und umfaßt darüber hinaus ein
kohlenstofffreies Durchschreibpapier, hergestellt durch
Überziehen mit einer Überzugszusammensetzung, die faktisch
keine Teilchen mit einer Größe von 10 µm oder größer
in bezug auf den Durchmesser (Stützmittel oder
dergleichen), wie mit Hilfe des 50%-igen
Volumendurchschnittswertes gemäß der Coulter-Zählmethode
verfolgt, enthält, und durch Trocknen der aufgetragenen
Schicht.
Vorzugsweise wird die Brookfield-Viskosität der
verwendeten Überzugszusammensetzung eingestellt,
beispielweise auf 10-3 bis 1 N·s/m² für den Fall, daß die
Feststoffkonzentration 20% beträgt (Temperatur der
Überzugszusammensetzung = 20°C). Dieses ist ein Beispiel
im Hinblick auf die Meßbedingungen, aber die vorliegende
Erfindung ist im Hinblick auf die Überzugszusammensetzung
nicht auf diese Konzentration und Temperatur beschränkt.
Falls die Viskosität geringer als der zuvor angegebene
Bereich ist, kann die Wirkung der vorliegenden Erfindung
schwer erreicht werden, und falls sie über diesem Bereich
liegt, ist das Überzugsfließvermögen (coating rheology)
geringer.
Wenn das assoziationsbildende Polymer in der
Überzugszusammensetzung verwendet wird, sind die
verwendeten Bindemittel vorzugsweise
Styrol-Butadien-Copolymerlatex-Typ, Vinylacetat und
Acryllatex-Typen und Latizes davon, die durch Alkali
verdickbar sind. Auch Mischungen daraus sind bevorzugt.
Als Latex-Arten, die durch Alkali verdickbar sind, können
die zuvor genannten, verwendet werden. Im Hinblick auf die
Menge des verwendeten Bindemittels beträgt die Menge der
Latizes die nicht durch Alkali verdickbar sind,
vorzugsweise 5 bis 100 Feststoff-Gew.-Teile und diejenige
der Latex-Typen, die durch Alkali verdickbar sind, beträgt
vorzugsweise 5 bis 70 Feststoff-Gew.-Teile bezogen auf 100
Feststoff-Gew.-Teile Mikrokapseln.
Es ist auch möglich, wasserlösliche Polymere, wie Stärke,
Kasein, Gelatine, Gummiarabikum, Polyvinylalkohol,
Methylzellulose und Carboxymethylzellulose, in einer
geeigneten Menge als Bindemittelkomponente, die anders als
Latex ist, zu verwenden. Die Menge dieser Bindemittel, die
anders als Latex sind, beträgt vorzugsweise 0 bis 100
Feststoff-Gew.-Teile, besonders bevorzugt 0 bis 50
Feststoff-Gew.-Teile bezogen auf 100 Feststoff-Gew.-Teile
Mikrokapseln.
Die Mikrokapselüberzugsschicht gemäß der vorliegenden
Erfindung kann verschiedene Pigmente mit einem geringeren
Durchmesser als 3 µm, bestimmt nach dem
Volumendurchschnittswert gemäß der Coulter-Zählmethode,
in einer solchen Menge enthalten, die nicht nachteilig die
Glätte der überzogenen Oberfläche beeinträchtigt. Es gibt
keine Beschränkungen im Hinblick auf die Auswahl von
Pigmenten und jede beliebige Art kann verwendet werden,
solange sie die zuvor genannten Anforderungen erfüllt und
zu derjenigen gehört, die üblicherweise bei
kohlenstofffreiem Durchschreibpapier verwendet wird.
Typische Beispiele dafür sind Pigmente, hergestellt aus
verschiedenen Kunststoffen, Hohlpigmente, hergestellt aus
verschiedenen Kunststoffen, Kalziumoxid, Kalziumhydroxid,
Kalziumcarbonat, Kalziummetasilikat, Magnesiumhydroxid,
Magnesiumcarbonat, Magnesiumoxid, Aluminiumhydroxid und
Aluminiumsilikat.
Die Überzugszusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann in geeigneter Menge Substanzen enthalten,
die entschäumende Wirkung oder schaumunterdrückende
Wirkung haben. Diese Substanzen sind insofern nicht
kritisch, als daß sie zu denjenigen gehören, die für
allgemein druckempfindliche Durchschreibpapiere verwendet
werden. Beispiele davon sind Alkohole, wie Propylalkohol,
Butylalkohol, Amylalkohol, Octylalkohol, Laurylalkohol,
Cetylalkohol und Polyalkylenglykole; Fettsäuren;
Fettsäureeester, wie Sorbitanmonolaurat, Sorbitantrioleat,
Polyoxyethylenether, Isoamylstearat und
Ethylenglykollaurat; Amine, Amide, wie Stearylamid,
Butandicetylamid und Distearylethylendiamin; Ether;
Phosphorsäureester; Metallseifen, wie Aluminiumpalmitat,
Aluminiumstearat, Kalziumstearat und Magnesiumstearat;
Silikone; und Mischungen daraus. Diese können in
Abhängigkeit von ihrer Verwendung und den gewünschten
Eigenschaften bestimmt werden.
Die Farbbildner (Elektronendonor-Farbbildner) unterliegen
keiner bestimmten Beschränkung insoweit, als daß sie zu
denjenigen gehören, die für allgemein druckempfindliche
Durchschreibpapiere verwendet werden.
Beispiele davon sind die folgenden:
- (1) Triarylmethanverbindungen:
3,3-Bis(p-dimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid (Kristallviolettlacton),
3,3-Bis(p-dimethylaminophenyl)phthalid,
3-(p-Dimethylaminophenyl)-3-(1,2-dimethylindol-3-yl)-phthalid,
3-(p-Dimethylaminophenyl)-3-(2-methylindol-3-yl)phthalid,
3-(p-Dimethylaminophenyl)-3-(2-phenylindol-3-yl)phthalid,
3,3-Bis(1,2-dimethylindol-3-yl)-5-dimethylaminophthalid,
3,3-Bis(1,2-dimethylindol-3-yl)-6-dimethylaminophthalid,
3,3-Bis-(9 -ethylcarbazol-3-yl)-5-dimethylaminophthalid,
3,3-Bis(2-phenylindol-3-yl)-5-dimethylaminophthalid und
3-p-Dimethylaminophenyl-3-(1-methylpyrrol-2-yl)-6-dimethyl aminophthalid. - (2) Diphenylmethanverbindungen:
4,4′-Bis-dimethylaminobenzhydrinbenzylether,
N-Halophenylleukoauramin und
N-2,4,5-Trichlorphenylleukoauramin. - (3) Xanthenverbindungen:
Rhodamin B-Anilinlactam, Rhodamin B-p-Nitroanilinlactam,
Rhodamin B-p-Chloranilinlactam,
3-Diethylamino-7-dibenzylaminofluoran,
3-Diethylamino-7-octylaminofluoran,
3-Diethylamino-7-phenylfluoran,
3-Diethylamino-7-(3,4-dichloranilin)fluoran,
3-Diethylamino-7-(2-chloranilin)fluoran,
3-Diethylamino-6-methy l-7-xylidinfluoran,
3-Diethylamino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Dibutylamino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Cyclohexylmethylamino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Isobutylethylamino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Piperidino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Ethyl-tolylamino-6-methyl-7-anilinfluoran,
3-Ethyltolylamino-6-methyl-7-phenethylfluoran und
3-Diethylamino-7-(4-nitroanilin)fluoran. - (4) Thiazinverbindungen:
Benzoylleukomethylenblau und
p-Nitrobenzoylleukomethylenblau. - (5) Spiroverbindungen:
3-Methyl-spiro-dinaphthopyran,
3-Ethyl-spiro-dinaphthopyran,
3,3′-Dichlor-spiro-dinaphthopyran,
3-Benzylspiro-dinaphthopyran,
3-Methylnaphtho-(3-methoxybenzo)-spiropyran und
3-Propyl-spiro-dibenzopyran.
Darüber hinaus wird auf die Elektronendonor-Farbbildner,
die in der JP-OS Sho 230387/88 und in "Dyes for
Pressure-Sensitive and Heat-Sensitive Recording Papers"
(Shikizai, 61 [5], Seiten 292 bis 302, 1988) beschrieben
sind, hingewiesen.
Darüber hinaus können Mischungen der zuvor genannten
Verbindungen auch verwendet werden. Diese werden bestimmt
in Abhängigkeit von der Verwendung und den gewünschten
Eigenschaften.
Wenn der Elektronendonor-Farbbildner mikroverkapselt wird,
wird üblicherweise der Farbbildner in einem hydrophoben
Medium gelöst, und dieses wird als Kernmaterial verwendet.
Das hydrophobe Medium unterliegt keiner Einschränkung, und
jedes beliebige, das für allgemein druckempfindliche
Durchschreibpapiere Verwendung findet, kann verwendet
werden. Beispiele von hydrophoben Medien werden im
nachfolgenden aufgeführt.
- (a) Aromatische Kohlenwasserstoffe:
Diarylethan, Alkylbiphenyl, Alkylterphenyl,
Alkylnaphthalin, Triarylmethan, Diphenylalkan,
Hydroanthracen, Hydrophenanthren und Dibenzyltoluol. - (b) Mineralöle:
Kerosin, Paraffin, Naphthenöl und chloriertes Paraffin. - (c) Pflanzenöle:
Baumwollsaatöl, Maiskeimöl und Kokosnußöl. - (d) Alkohole:
Oleylalkohol, Tridecylalkohol, Benzylalkohol, 1-Phenylethylalkohol und Glyzerin. - (e) Organische Säuren:
Ölsäure - (f) Ester:
Dimethylphthalat, Diethylphthalat, Di-n-butylphthalat,
Dioctylphthalat, Diethyladipinat, Propyladipinat,
Di-n-butyladipinat und Dioctyladipinat. - (g) Organische Phosphorsäureverbindungen:
Tricresylphosphat, Tributylphosphit und Tributylphosphitoxid. - (h) Ether:
Phenylcellosolve, Benzylcarbitol, Polypropylenglykol und Propylenglykolmonophenylether. - (i) Amide:
N,N-Dimethyllauramid, N,N-Dimethylstearamid und N,N-Dihexyloctylamid. - (j) Ketone:
Diisobutylketon und Methylhexylketon. - (k) Alkylcarbonate:
Ethylencarbonat und Propylencarbonat.
Mischungen der zuvor genannten Verbindungen können auch
verwendet werden. Sie werden in Abhängigkeit von ihrer
Verwendung und den gewünschten Eigenschaften bestimmt.
Darüber hinaus können, wenn der
Elektronendonor-Farbbildner mikroverkapselt wird, auch
Materialien, wie UV-Absorbens und IR-Absorbens
gleichzeitig in hydrophobem Medium gelöst werden. Diese
unterliegen keinerlei Einschränkungen und jedes von ihnen,
das bei allgemein druckempfindlichen Durchschreibpapieren
verwendet wird, kann benutzt werden.
Beispiele von UV-Absorbentien werden im nachfolgenden
aufgeführt.
- (a) Salicylsäuren:
Phenylsalicylat, p-t-Butylphenylsalicylat und p-Octylphenylsalicylat. - (b) Benzophenone:
2,4-Dihydroxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon,
2-Hydroxy-4-octoxybenzophenon,
2-Hydroxy-4-dodecyloxybenzophenon,
2,2′-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon,
2,2′-Dihydroxy-4,4′-dimethoxybenzophenon und
2-Hydroxy-4-methoxy-5-sulfobenzophenon. - (c) Benzotriazole:
2-(2′-Hydroxy-5′-methylphenyl)benzotriazol,
2-(2-Hydroxy-5′-t-butylphenyl)benzotriazol,
2-(2′-Hydroxy-3′,5′-di-t-butylphenyl)benzotriazol,
2-(2′-Hydroxy-3′-t-butyl-5′-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol,
2-(2′-Hydroxy-3′,5′-di-t-amylphenyl)-benzotriazol und
2-(2′-Hydroxy-4′-octoxyphenyl)-benzotriazol. - (d) Cyanoacrylate:
2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3′-diphenylacrylat und
Ethyl-2-cyano-3,3′-diphenylacrylat.
Es können auch Mischungen dieser Verbindungen verwendet
werden. Diese werden in Abhängigkeit von ihrer Verwendung
und den gewünschten Eigenschaften bestimmt.
Es scheint keine Notwendigkeit zu bestehen, das bei der
vorliegenden Erfindung verwendete Verkapselungsverfahren
genau im einzelnen darzulegen, aber weil die
Mikrokapselwand, hergestellt mit Hilfe des
Koazervationsverfahrens, manchmal zerbricht, wenn mit
Latizes gemischt wird, wird das
Grenzflächen-Polymerisationsverfahren oder in
situ-Polymerisationsverfahren bevorzugt. Die für das in
situ-Polymerisationsverfahren verwendeten Emulgatoren sind
vorzugsweise Polyelektrolyte. Beispiele dafür sind
wäßrige Lösungen oder gemischte wäßrige Lösungen aus
Styrol-Maleinanhydrid-Copolymer,
Styrol-Benzylmethacrylat-Maleinanhydrid-Copolymer,
alpha-Alkylstyrol-Maleinanhydrid-Copolymer,
Kernmonoalkyl-substituiertes
Styrol-Maleinanhydrid-Copolymer,
Kerndialkyl-substituiertes
Styrol-Maleinanhydrid-Copolymer, Styrol-wasserfreies
Monoalkylmaleat-Copolymer,
Ethylen-Maleinanhydrid-Copolymer, Polystyrolsulfonsäure,
Polyacrylsäure und Acrylsäure-Acrylatester-Copolymer. Als
Emulgatoren, die für die Verkapselung mit Hilfe des
Grenzflächen-Polymerisationsverfahrens verwendet werden,
können wäßrige Lösungen oder gemischte wäßrige Lösungen
aus Polyvinylalkohol, Carboxymethylzellulose,
Hydroxyethylzellulose und verschiedene Stärken, wie
Weizen-, Kartoffel- und Maisstärken zusätzlich zu
denjenigen verwendet werden, die für das in
situ-Polymerisationsverfahren verwendet werden.
Darüber hinaus können bekannte Substanzen mit
nicht-ionischer, kationischer oder amphoterer
Oberflächenaktivität in einer solchen Menge hinzugefügt
werden, daß das Verkapselungsverfahren nicht
beeinträchtigt wird.
Die Überzugszusammensetzung wird mit Hilfe üblicher
Auftragseinrichtungen aufgetragen und getrocknet.
Beispiele von Auftragsvorrichtungen sind
Luftbürstenbeschichter, Klingenbeschichter,
Bügelbeschichter, Stabstreichanlage, Walzenbeschichter,
Leimpreßstreichanlage und Lackgießanlage. Bei der
vorliegenden Erfindung ist das Kontaktüberzugsverfahren
besonders wirksam unter den verschiedenen
Überzugsverfahren.
Als Träger wird üblicherweise saures Papier oder
alkalisches Papier, hauptsächlich zusammengesetzt aus
Zellulosefasern, verwendet, aber synthetisches Papier kann
auch verwendet werden. Regeneriertes Papier, hergestellt
aus Altpapier, andere verschiedene regenerierte Papiere
und dergleichen können auch verwendet werden.
Die Farbentwickler, die in Verbindung mit dem
kohlenstofffreien druckempfindlichen Durchschreibpapier
gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden,
umfassen beispielsweise phenolische Harzverbindungen,
Metallsalzverbindungen auf Basis von Salicylsäure und
andere verschiedene anorganische und organische feste
Säureverbindungen. Diese können einzeln oder in
Kombination verwendet werden.
Die nachfolgenden Beispiele und vergleichsbeispiele
veranschaulichen das Wesen der vorliegenden Erfindung in
detaillierter Weise, aber sie dienen nicht dazu, diese in
irgendeiner Weise einzuschränken, und Materialien und
Herstellungsbedingungen sollten auch nicht auf die in den
Beispielen verwendeten beschränkt werden. Der Ausdruck
"Teil" bezieht sich auf das trockene Feststoffgewicht,
falls nicht etwas anderes angegeben ist.
Eine Lösung wurde hergestellt, indem 4 Teile
Kristallviolettlacton (CVL) in 96 Teilen eines
Diarylethan-Lösungsmittels gelöst wurden.
220 Teile der zuvor genannten hydrophoben Lösung wurden
allmählich unter heftigem Rühren zu 180 Teilen einer
5%-igen wäßrigen Lösung aus Styrol-Maleinsäure-Copolymer
hinzugegeben und das Rühren wurde
fortgesetzt, bis die Teilchengröße 5 Mikron an
Durchschnittsvolumendurchmesser erreicht hatte, wobei eine
Emulsion erhalten wurde.
Getrennt hiervon wurde eine wäßrige Lösung von
Melamin-Formaldehyd-Vorkondensat hergestellt, indem 11
Teile Melamin, 21,2 Teile 37%-ige wäßrige
Formaldehydlösung und 28,2 Teile Wasser unter Erwärmen
gelöst wurden. Diese wäßrige Lösung wurde zu der zuvor
erhaltenen Emulsion hinzugefügt, gefolgt von 2-stündigem
Rühren bei 70°C, wobei eine Mikrokapselflüssigkeit
erhalten wurde.
Zu 100 Teilen der zuvor genannten Mikrokapseln wurden 35
Teile Weizenstärke und 20 Teile eines amphoteren Latex aus
Styrol-Butadien-Copolymer mit einer quaternären
Alkylamingruppe (I) auf der Oberfläche
hinzugefügt. Bei der Zugabe wurde der
pH-Wert des Latex und anderer Materialien so eingestellt,
daß der Latex passend um die anionischen Mikrokapseln
aggregierte, wodurch letztendlich eine
Überzugszusammensetzung mit einem pH-Wert von 9,0 für
kohlenstofffreies Durchschreibpapier erhalten wurde.
Die Überzugszusammensetzung wurde auf holzfreies Papier
von 40 g/m² mit Hilfe des Luftmesserstreichverfahrens
aufgetragen, wobei die Menge des trockenen
Kapselüberzuges 2,5 g/m² betrug und ein oberes Blatt
(CB) für kohlenstofffreies Durchschreibpapier erhalten
wurde.
Das sich ergebende CB und ein kommerziell erhältliches
unteres Blatt für kohlenstofffreies Durchschreibpapier
Basisgewicht von 40 g/m²) wurden übereinandergelegt und
die Farbdichte und Verschmierung aufgrund von Farbbildung
unter statischem Druck auf folgende Weise gemessen.
Das übereinandergelegte obere und untere Blatt wurden
einem Druck von 3,92·10⁷ Pa (400 kg/cm²) ausgesetzt, wodurch Farbe
gebildet wurde. Der Weißgehalt (reflectance) des
CF-Blattes wurde mit Hilfe eines Farbdifferenz-Meßgerätes
gemessen. Die
Farbdichte wurde durch "Weißgehalt des gefärbten
Teils/Weißgehalt des nicht-gefärbten Teils (Hintergrund)
×100 (%)" ausgedrückt.
Je kleiner der Wert, desto höher die Farbdichte.
Das übereinandergelegte obere Blatt und untere Blatt
wurden 60 Sekunden lang einem Druck von 1,96·10⁹ Pa (20 kg/cm²)
ausgesetzt, und die auf dem unteren Blatt gebildete
Verschmierung wurde mittels des gleichen Verfahrens
berechnet, das bei der Messung der zuvor erwähnten
Farbdichte angewandt wurde.
Je größer der Wert, desto weniger Verschmutzung aufgrund
von Farbbildung.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
10 Teile eines alkalischen, die Viskosität nicht
vergrößernden Latex vom Typ Styrol-Butadien-Copolymer (II)
und 10 Teile
des Latex (I) anstelle von 20 Teilen des Latex (I)
verwendet wurden.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
5 Teile des Latex (11), 10 Teile des Latex (I) und 5 Teile eines
alkalischen, die Viskosität nicht vergrößernden Latex vom
Typ Styrol-Butadien-Copolymer (III) anstelle von 20 Teilen
des Latex (I) verwendet wurden.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
10 Teile des Latex (III) und 10 Teilen des Latex (I) anstelle
von 20 Teilen des Latex (I) verwendet wurden.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
20 Teile von Styrol-Butadien-Copolymer ampholytischem
Latex (IV) anstelle von 20 Teilen des Latex (I) verwendet
wurden.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
20 Teile des Latex (II) anstelle von 20 Teilen des Latex (I)
verwendet wurden.
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
20 Teile des Latex (III) anstelle von 20 Teilen des Latex (I)
verwendet wurden.
Nach Vollendung der Mikroverkapselung in Beispiel 1 wurde
die Temperatur der Mikrokapselflüssigkeit auf 60°C
gehalten, und es wurde eine 10 Gew.%-ige wäßrige
Gelatinelösung entsprechend einem Feststoff-Gew.-Teil in
bezug auf 100 Feststoff-Gew.-Teile Mikrokapseln
hinzugefügt. Nach ausreichendem Rühren und Mischen wurde
2 Gew.%-ige Salzsäure allmählich hinzugegeben, wobei der
pH-Wert auf 3 eingestellt wurde. Dann wurde 37 Gew.%-iges
Formalin entsprechend 0,8 Feststoff-Gew.-Teilen
hinzugefügt und es wurde anschließend etwa 12 Stunden
lang gerührt.
Danach wurde Beispiel 1 wiederholt, jedoch mit der
Ausnahmen daß 19 Teile des Latex (II) anstelle von 20 Teilen
des Latex (I) für 101,8 Teile des zuvor genannten
Assoziationsproduktes aus Mikrokapseln und Gelatine
verwendet wurden.
Die Ergebnisse der Beispiele 1 bis 5 und der
Vergleichsbeispiele 1 bis 3 sind in Tabelle 1 dargestellt.
Die Mikroverkapselung wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt.
Zu 100 Teilen der zuvor erhaltenen Mikrokapseln wurden 35
Teile Weizenstärke und 19 Teile eines
Styrol-Butadien-Copolymerlatex (II), wobei dieser nicht durch Alkali
verdickbar ist, und 1 Teil einer assoziationsbildenden
Polymeremulsion von Acrylsäure-Acrylatester-Copolymer (V)
vom durch Alkali verdickbaren
Typ hinzugefügt. Der pH-Wert der Mischung wurde auf 9,0
eingestellt, wobei eine Überzugszusammensetzung für
kohlenstofffreies druckempfindliches Durchschreibpapier
erhalten wurde.
Die Überzugszusammensetzung wurde auf holzfreies Papier
von 40 g/m² mit Hilfe des Luftmesserauftragsverfahrens
in einer Menge von 2,5 g/m² an trockenem Kapselüberzug
aufgetragen, wobei ein oberes Blatt (CB) für
kohlenstofffreies druckempfindliches Durchschreibpapier
erhalten wurde.
Das so erhaltene obere Blatt wurde in der gleichen Weise
wie in Beispiel 1 beurteilt.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, das
9,5 Teile des Latex (II) und 9,5 Teile eines
Styrol-Butadien-Copolymerlatex, der durch Alkali
verdickbar ist (III),
anstelle von 19 Teilen des Latex (II) verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
19 Teile des Latex (III) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
der Latex (II) in einer Menge im Bereich von 5 bis 55 Teilen
anstelle von 19 Teilen des Latex (II) verwendet wurde.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
20 Teile des Latex (II) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
19 Teile des Latex (II) und 1 Teil durch Alkali verdickbare
Polymeremulsion (VI) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
19 Teile des Latex (III) und 1 Teil der Emulsion (VI) anstelle
von 19 Teilen des Latex (II) und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
20 Teile des Latex (II) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 6 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß
die Emulsion (VI) nicht verwendet wurde oder in einer festgesetzten
Menge von 1 Teil verwendet wurde, und der Latex (II) in einer Menge
im Bereich von 5 bis 60 Teilen anstelle von 19 Teilen
des Latex (II) und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurde.
Die Ergebnisse der Beispiele 6 bis 8 und der
Vergleichsbeispiele 4 bis 7 sind in Tabelle 2 dargestellt,
und die Ergebnisse des Beispiels 9 und des
Vergleichsbeispiels 8 sind in Tabelle 3 dargestellt.
Die Mikroverkapselung wurde in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 durchgeführt, jedoch mit der Ausnahme, daß die
Emulsion hergestellt wurde, indem das Rühren fortgesetzt
wurde, bis der Durchmesser, verfolgt als 50%-iger
Volumendurchschnittswert gemäß der Coulter-Zählmethode,
3 µm erreichte.
Zu 100 Teilen der zuvor erhaltenen Mikrokapseln wurden 19
Teile eines Styrol-Butadien-Copolymerlatex (II),
der nicht durch Alkali
verdickbar ist, und 1 Teil einer durch Alkali
verdickbaren, assoziationsbildenden Polymeremulsion von
Acrylsäure-Acrylatester-Copolymer (V)
hinzugefügt. Der pH-Wert der Mischung wurde auf 9,0
eingestellt, wobei eine Überzugszusammensetzung für
kohlenstofffreies Durchschreibpapier erhalten wurde.
Die Überzugszusammensetzung wurde auf holzfreies Papier
von 40 g/m² mit Hilfe einer Spritzstreichanlage
(fountain blade coater) in einer Menge von 2,5 g/m² an
trockenem Kapselüberzug aufgetragen, wobei ein oberes
Blatt (CB) für kohlenstofffreies druckempfindliches
Durchschreibpapier erhalten wurde.
Das so erhaltene obere Blatt wurde im Hinblick auf
Farbdichte und Verschmierung aufgrund von Farbbildung
unter statischem Druck in der gleichen Weise wie in
Beispiel 1 geprüft. Das Blatt wurde weiterhin auf
Verschmutzung aufgrund von Farbbildung durch dynamische
Reibung, auf Druckfarbenübertragbarkeit und Griffigkeit
auf folgende Weise geprüft.
Das übereinandergelegte obere Blatt und untere Blatt
wurden 5 mal hin und her gehenden Reibungen unter einer
Last von 200 g mit einem Farbstoffechtheitstester des
Gakushin-Typs in Übereinstimmung mit JIS-L-1048
ausgesetzt. Die Verschmierung des unteren Blattes wurde in
der gleichen Weise gemessen wie bei der Messung der zuvor
erwähnten Farbdichte.
Je größer der Wert, desto geringer die Verschmutzung
aufgrund von Farbbildung mittels dynamischer Reibung.
Das Aufbrechen der Mikrokapseln zur Zeit des Überziehens
und das Abreiben des Stützmittels wurden mit Hilfe des
Rasterelektronenmikroskopes beurteilt.
Die Oberfläche des Mikrokapselüberzuges (CB-Schicht) wurde
mit einer roten Druckfarbe mittels einer RI-Druckmaschine
aufgedruckt. Der Weißgehalt des CB-Blattes wurde mit
Hilfe eines Farbdifferenz-Meßgerätes
gemessen. Das Ergebnis wurde
ausgedrückt durch "Weißgehalt des bedruckten
Teils/Weißgehalt des unbedruckten Teils (Hintergrund von
CB) × 100 (%)". Je kleiner der Wert, desto besser ist die
Druckfarbenübertragbarkeit.
Es wurde ein Vergleich mit Hilfe des Handgefühls
durchgeführt.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 9,5 Teile des Latex (II) und 9,5 Teile eines alkalischen, die
Viskosität vergrößernden Styrol-Butadien-Copolymerlatex (III)
anstelle von
19 Teilen des Latex (II) verwendet wurden.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 19 Teile des Latex (III) anstelle von 19 Teile des
Latex (II) verwendet wurden.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß die Menge an Emulsion (V) von 1 Teil in 0,1 Teil geändert
wurde.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß die Menge an Emulsion (V) von 1 Teil in 2 Teile umgeändert
wurde.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß die Menge an Emulsion (V) von 1 Teil in 3 Teile geändert
wurde.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß die Menge an Emulsion (V) von 1 Teil in 5 Teile geändert
wurde.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß ein Luftmesserbeschichter anstelle des
Spritzbeschichters verwendet wurde.
Beispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß eine Lackgießanlage anstelle der
Spritzauftragsanlage verwendet wurde.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß der Latex (II) in einer Menge im Bereich von 5 bis 50 Teilen
anstelle von 19 Teilen des Latex (II) verwendet wurden.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 20 Teile des Latex (II) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 1 Teil alkalische, die Viskosität vergrößernde
Polymeremulsion (VI) anstelle von 1 Teil der Emulsion (V) verwendet
wurde.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 19. Teile des Latex (III) und 1 Teil der Emulsion (VI) anstelle
von 19 Teilen des Latex (II) und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß 20 Teile des Latex (III) anstelle von 19 Teilen des Latex (II)
und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurden.
Vergleichsbeispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der
Ausnahme, daß 35 Teile Weizenstärke (50%-iger Wert des
Volumendurchschnittsdurchmessers gemäß der
Coulter-Zählmethode = 15 µm) als Puffer zur
Überzugszusammensetzung für das obere Blatt hinzugefügt
wurden.
Vergleichsbeispiel 13 wurde wiederholt, jedoch mit der
Ausnahme, daß ein Luftmesserbeschichter anstelle des
Spritzbeschichters verwendet wurde.
Vergleichsbeispiel 14 wurde wiederholt, jedoch mit der
Ausnahme, daß 20 Teile des Latex (II) anstelle von 20 Teilen
des Latex (III) verwendet wurden.
Beispiel 13 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß eine Lackgießmaschine anstelle des
Spritzbeschichters verwendet wurde.
Vergleichsbeispiel 12 wurde wiederholt, jedoch mit der
Ausnahme, daß 35 Teile Weizenstärke (50%-iger Wert des
Volumendurchschnittsdurchmessers gemäß der
Coulter-Zählmethode = 15 µm) als Puffer zur
Überzugszusammensetzung für das obere Blatt hinzugefügt
wurden und ein Luftmesserbeschichter anstelle des
Spritzbeschichters verwendet wurde.
Vergleichsbeispiel 17 wurde wiederholt, jedoch mit der
Ausnahme, daß eine Lackgießanlage
anstelle der Spritzauftragsvorrichtung verwendet wurde.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme,
daß die Emulsion (VI) nicht verwendet wurde oder in einer
festgelegten Menge von 1 Teil verwendet und der Latex (II)
einer Menge im Bereich vom 5 bis 60 Teilen anstelle von 19
Teilen des Latex (II) und 1 Teil der Emulsion (V) verwendet wurde.
Die Ergebnisse der Beispiele 10 bis 18 und der
Vergleichsbeispiele 9 bis 18 sind in Tabelle 4 aufgeführt.
Die Ergebnisse des Beispiels 19 und des
Vergleichsbeispiels 19 sind in Tabelle 5 gezeigt.
In den Tabellen 4 und 5 wurden die Bewertung der
Griffigkeit und die Gesamtbewertung gemäß den
nachfolgenden Kriterien durchgeführt.
sehr gut: Handgefühl ist sehr gut
gut: Handgefühl ist gut
schlecht: Handgefühl ist schlecht
gut: Handgefühl ist gut
schlecht: Handgefühl ist schlecht
@: Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist
zufriedenstellend gelöst
○: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird erreicht
: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird nicht erreicht
×: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird überhaupt nicht erreicht
○: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird erreicht
: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird nicht erreicht
×: Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird überhaupt nicht erreicht
Wie deutlich aus der vorangegangenen Erklärung hervorgeht,
wird gemäß der vorliegenden Erfindung ein
kohlenstofffreies Durchschreibpapier erhalten, das ein
ausreichendes Gleichgewicht im Hinblick auf Farbdichte und
Verschmierung aufgrund von Farbbildung (Farbbildung unter
statischen Druck und durch dynamische Reibung) hat und
überlegen im Hinblick auf Druckeignung und Griffigkeit ist.
Die Mikrokapselüberzugszusammensetzung gemäß der
vorliegenden Erfindung zeigt überlegene
Überzugsfließeigenschaften.
Darüber hinaus kann die notwendige Menge an Bindemittel
reduziert werden.
Claims (6)
1. Kohlenstofffreies, druckempfindliches Durchschreibpapier,
bestehend aus einem Träger und einer darauf aufgetragenen und
getrockneten Schicht, die aus einem Stützmittel, einem
Bindemittel, anionischen, farbbildnerhaltigen Mikrokapseln und
gegebenenfalls Pigmenten und Schaumunterdrückern gebildet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bindemittel gänzlich oder anteilig ein
assoziationsbildender, amphoterer Latex ist, der ein Polymer
mit einer kationischen Gruppe und einer anionischen Gruppe im
Molekül und/oder eine Mischung aus einem Polymer mit einer
kationischen Gruppe und einem Polymer mit einer anionischen
Gruppe umfaßt.
2. Kohlenstofffreies, druckempfindliches Durchschreib
papier nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Menge an amphoterem Latex 0,1 bis 100 Fest
stoff-Gew.-Teile, bezogen auf 100 Feststoff-Gew.-
Teile anionische Mikrokapseln, beträgt.
3. Kohlenstofffreies, druckempfindliches Durchschreibpapier,
bestehend aus einem Träger und einer darauf aufgetragenen und
getrockneten Schicht, die aus einem Bindemittel,
farbbildnerhaltigen Mikrokapseln und gegebenenfalls Pigmenten und
Schaumunterdrückern gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
hauptsächlich aus Latex bestehende Bindemittel zusätzlich ein
assoziationsbildendes Polymer enthält, das aus einem
wasserlöslichen Polymer oder einer Polymeremulsion besteht, bei
denen hydrophobe Gruppen an zwei oder mehreren Positionen in
dem Polymer lokalisiert sind.
4. Kohlenstofffreies Durchschreibpapier nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet,
daß das assoziationsbildende Polymer ein wasserlös
liches Polymer oder eine Polymeremulsion ist, wobei
hydrophobe Gruppen an mindestens beiden Enden des
Polymers lokalisiert sind.
5. Kohlenstofffreies Durchschreibpapier nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet,
daß das assoziationsbildende Polymer durch Alkali ver
dickbar ist.
6. Kohlenstofffreies Durchschreibpapier nach Anspruch
3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge an assoziationsbildendem Polymer 0,1
bis 20 Feststoff-Gew.-Teile, bezogen auf 100 Fest
stoff-Gew.-Teile Mikrokapseln, beträgt.
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