DE409776C - Verfahren zum Betriebe von Walzenwalk- und Waschmaschinen mit mechanisch angetriebener Drehbrille zur Fuehrung der Warenstraenge - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Walzenwalk- und Waschmaschinen mit mechanisch angetriebener Drehbrille zur Fuehrung der Warenstraenge

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DE409776C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C17/00Fulling
    • D06C17/02Fulling by rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Pinball Game Machines (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betriebe von Walzenwalk- und Waschmaschinen mit mechanisch angetriebener Drehbrille zur Führung der Warenstränge. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Betriebe von Walzenwallt-und Waschmaschinen mit mechanisch angetriebener Drehbrille und eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.
  • Bisher wurden beim Walken mit Walzenwalken für Tuche und Filze Brillen oder Leitrechen unter der Bezeichnung drehbare oder rotierende Brillen verwendet, mit dein Zweck, die Ware ständig zu verlegen und Walkstriemen oder Walkfalten zu vermeiden, wobei die mechanisch angetriebenen Brillen dauernd in einer Richtung in Umdrehung versetzt «-erden. Die dauernde Umdrehung der Brillen in einer Richtung brachte jedoch wesentliche Übelstände mit- sich, z. B. drehen sich die Stränge selbst seilförmig umeinander. Man suchte dies dadurch zu vermeiden, daß man die Brillen abwechselnd mit verschiedenen Geschwindigkeiten in Umdrehung versetzte, jedoch mußte auch hierbei die Ware des <jfteren aus der Maschine herausgenommen und aufgerollt werden. Der hierdurch entstehende Zeitverlust und die Abkühlung der Ware verzögerten den Walkprozeß wesentlich. Auch fanden häufig Beschädigungen der Ware dadurch statt, daß die einzelnen Warenstränge sich stark ineinander dreh ten und an der Brille zerrissen. Außerdem tritt statt der beabsichtigten Faltenverlegung oft eine noch stärkere Faltenbildung ein, wodurch der Warenumlauf ein sehr schlechter wurde, auch bildeten sich häufig Knoten, welche die Maschine ausrückten.
  • Diese Übelstände werden durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Drehbrille abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen gedreht wird. Hierbei erfolgt gemäß der Erfindung die Umkehrung der Drehrichtung durch selbsttätige Umschaltung der Bewegungsrichtung und durch Verstellung von die Umschaltung bewirkenden, an der Brille angeordneten Anschlägen kann der Drehwinkel der Brille der jeweiligen Strang- und Falten-1.nge angepaßt werden.
  • Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung mit einer Walzenwalke in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Es zeigt Abb. i einen Querschnitt, Abb. 2 einen Grundriß der Vorrichtung mit dem Getriebe.
  • Den Hauptwalzen a und b der Walkmaschine werden die Warenstränge über eine Leitwalze c zugeführt, nachdem sie vorher durch die drehbare Brille gegangen sind. Die drehbare Brille hat einen Brillenkranz d, welcher von einem Rahmen e drehbar getragen wird. In dem Brillenkranz sind die Brillenstäbe f, g angeordnet; welche durch einen in der Mitte des Brillenkranzes d liegenden kugelartigen Ring lt verstärkt werden, wobei der Ring h gleichzeitig als Strangöffner dient. Der Brillenkranz d ist mit einer Verzahnung i versehen, in die ein Kegelrad k eingreift, welches durch ein Kegelradwendegetriebe 1, na angetrieben wird.
  • Die beiden Kegelräder in. sitzen fest auf einer Welle n, welche in den Gleitlagern o verschiebbar gelagert ist. Die Welle sa erhält Antrieb von einem Schneckengetriebe p mittels konischer Riemenscheibe q und r. Die konische Riemenscheibe r sitzt auf der Achse der unteren Hauptwalkwalze a. Eine Riemenführung s dient zur Verschiebung des Antriebsriemens t auf den konischen Riemenscheiben q und r zur Erzielung eines verschieden schnellen Antriebes der Drehbrille. Die selbsttätige Umschaltung des Antriebes der Drehbrille erfolgt durch ein Federsperrwerk rt-, welches die Welle w mit den Kegelrädern m verschiebt und von den einstellbaren Anschlagstücken v und w des Brillenkranzes d gesteuert wird. Der Tragrahmen e der Drehbrille ist um die Mittelachse der Welle ia schwenkbar gelagert, wodurch bei Verschlingungen oder Knotenbildung der Ware unter der Drehbrille diese an einer Seite gehoben wird. An dieser Seite ist an der Drehbrille der Arm x angeordnet und steht mit der Ausrückvorrichtung der Maschine in Verbindung, so daß ein Anheben der Drehbrille die Maschine ausrückt.
  • Die einfache Handhabung der Drehbrille ermöglicht eine bequeme und schnelle Einstellung entsprechend den verschiedenen Warengattungen. Durch Veränderung der Drehrichtung und Einstellung des Drehwinkels zur Länge der Ware kann das Rollen der Warenstränge nicht mehr eintreten. Die Warenstränge werden durch die abwechselnde Drehrichtung ständig verlegt und gegen Faltenbildung und Striemen geschützt. Ein "Zusammenrollen der Warenstränge ist vollständig ausgeschlossen. Die Ware erhält einen feinen Griff und besseres Aussehen. Die Walkdauer wird durch den ununterbrochenen Prozeß bedeutend verringert.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRLcFIE: i. Verfahren zum Betriebe von Walzenwalk- und Waschmaschinen mit mechanisch angetriebener Drehbrille 'zur Führung der Warenstränge, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehbrille (d, f, g, la) abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen gedreht wird, so daß die Drehbrille die Warenstränge abwechselnd in zwei Drehrichtungen verlegt.
  2. 2. Walkmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umkehrung der Drehbewegung der Brille (d, f, ä, h) durch Umschaltung eines Wendegetriebes für die Brille erfolgt, das durch an der Drehbrille angeordnete Anschläge (v, w) gesteuert wird. ö. Walkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Brille sitzenden Anschläge (v, w) verstellbar angeordnet sind, um den jeweiligen Drehwinkel der Brille der Strang- und Faltenlänge anzupassen.
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