DE40887C - Vorrichtung zur Regulirung des auf die Tasten eines Pianinos auszuübenden Druckes - Google Patents

Vorrichtung zur Regulirung des auf die Tasten eines Pianinos auszuübenden Druckes

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DE40887C
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  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT!
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Vorrichtung zur Regulirung des auf die Tasten eines Piano's auszuübenden Druckes besteht aus einer langen, schmalen Leiste, welche quer über den Tasten, auf denselben ruhend, in der Weise angeordnet ist, dais sie nach Belieben zwischen den Waagestiften der Tasten und denjenigen Enden der Tasten, welche die hintere Grenze der Klaviatur bilden, parallel hin- und herbewegt werden kann, so zwar, dafs je nach der Lage der Leiste auf die Tasten beim Herabdrücken derselben ein gröfserer oder geringerer Druck ausgeübt werden mufs.
Die aus Holz oder anderem Material hergestellte Leiste ist auf ihrer ganzen Länge mit einem oder mehreren Gewichten gleichmäfsig belastet und auf ihrer unteren Seite mit einem federnden Polster versehen, das vortheilhaft aus einem Kautschukrohr besteht, dessen Länge gleich der Länge der Leiste ist. Die letztere ist so lang zu machen, dafs sie, in den Klaviaturrahmen eingesetzt, mit ihrem federnden Polster auf den Tasten aufruhend, sich quer über alle Tasten erstreckt, so dafs die belastete Leiste auf jede Taste gleichmäfsig drückt.
Wenn die Leiste bis dicht an die Waagestifte bewegt ist, so ist kein merklicher Unterschied in dem gewöhnlichen Anschlage des Pianoforte zu fühlen, wird aber die Leiste allmälig nach dem hinteren Ende der Klaviatur zu bewegt, so mufs der von den Fingern auf die Tasten auszuübende Druck allmälig vergröfsert werden, um die Saite anzuschlagen.
Die richtige Lage der Leiste kann nach Bedarf adjustirt werden durch zwei an beiden Enden der Leiste befestigte, aus zwei drehbar mit einander verbundenen Theilen bestehende Arme, deren bewegliche Theile in mit Schlitzen versehenen Führungen des Klaviaturrahmens gleiten und mit Hülfe von Stiften oder Schrauben festgestellt werden können. Die Leiste kann dabei von dem Manual oder von einer anderen Stelle aus hin- und herbewegt werden.
Der Zweck dieser Erfindung besteht darin, Lernende des Klavierspieles in den Stand zu setzen, den Druck auf die Tasten des Instrumentes, auf welchem sie üben, so zu reguliren, dafs sie allmälig einen kräftigen und gleichmäfsigen Anschlag gewinnen. Ferner ermöglicht diese Erfindung den Virtuosen, den Anschlag des Pianoforte, auf welchem sie üben, mit jenem des Instrumentes, auf welchem sie vortragen, in Uebereinstimmung zu bringen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die beschriebene Vorrichtung dargestellt. Die Fig. 1 und 2 sind perspectivische Ansichten derselben, während Fig. 3 einen Querschnitt durch Fig. 1 zeigt.
A ist die Leiste, welche unten mit dem Kautschukrohr B versehen ist und auf den Tasten C aufruht. Dieselbe ist mit einem Bleistreifen D oder in anderer Weise belastet und wird mit Hülfe der Arme E, welche an jedem Ende der Leiste festgemacht sind, vorwärts- oder rückwärts bewegt.
Die Arme E sind an ihren freien Enden mit Winkelstücken F drehbar verbunden,
welche in Führungen G verschiebbar angeordnet sind, die an beiden Seiten des Klaviaturrahmens oder an einer anderen geeigneten Stelle angebracht sind; die Winkelstücke F können durch Schrauben oder Bolzen H, welche durch Löcher α a, Fig. i, oder durch einen Schlitz b, Fig. 2, der Führungen G hindurchgehen , festgestellt werden. Der Schlitz der Führung G, in welchem das bewegliche Winkelstück F der Arme E verschiebbar ist, kann mit Zähnen oder Riffeln c Cj Fig. 2, versehen sein, um die Winkelstücke F sicher festklemmen zu können.
Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen eine Abänderung der zum Verstellen der Leiste A dienenden Vorrichtung. Die Arme E sind hier durch zwei mit Gewinde und je einer Handhabe K versehene Stangen F1 ersetzt, welche durch die Leiste A hindurchgehen und je zwei Muttern J tragen, vermittelst welcher die Leiste A in irgend einer Lage auf den Stangen F1 festgestellt werden kann.
Die Handhabe K der Stangen F1 stöfst an die Leiste N des Manuals an, wodurch verhütet wird, dafs sich die Leiste A nach dem Spieler hin bewegen kann, was sonst jedesmal eintreten würde, wenn eine Taste angeschlagen wird. Um zu verhindern, dafs die Handhaben K durch Reibung an der Leiste N irgend ein Geräusch hervorbringen, sind dieselben mit Kautschuk oder einem anderen geeigneten Material überzogen.
Bei dieser Anordnung ist die Leiste A mit mehreren Löchern MM versehen, so dafs sie der Breite des Klaviaturrahmens, welche bei den aus verschiedenen Fabriken hervorgegangenen Instrumenten verschieden ist, angepafst werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Reguliren des auf die Tasten eines Piano's auszuübenden Druckes, bestehend aus einer auf dem hinteren Theil der Tasten aufliegenden, quer über dieselben hinweggehenden und mit Blei beschwerten Leiste ' A mit aus zwei beweglich mit einander verbundenen Theilen gebildeten Armen E F, deren bewegliche Theile F in Führungen G gleiten
- und durch Druckschrauben H festgestellt werden können.
2. Der Ersatz der in Anspruch 1. genannten Arme E F durch mit Muttern J versehene Spindeln F1, welche mit je einer an die Leiste N des Manuals anstofsenden Handhabe K versehen sind.
Hierzu ι Blatt .Zeichnungen.
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