DE107207C - - Google Patents

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DE107207C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/10Pantographic instruments for copying, enlarging, or diminishing
    • B43L13/12Multiple writing devices

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche dazu dient, mit mehreren an einem gemeinschaftlichen Griff befestigten Federn, Bleistiften etc. eine Anzahl von Bögen an gleichen Stellen gleichzeitig zu beschreiben und demgemäfs durch einmaliges Schreiben mehrere gleichlautende Schriftstücke zu erlangen.
Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dafs eine beliebige Anzahl der in üblicher Weise über feste Auflagleisten geführten Bögen zwischen mit elastischem Material überzogene, paarweise angeordnete Druckwalzen, sowie durch eine das genaue Aufliegen der Bögen auf den Auflagleisten bewirkende Bremse gesondert hindurchgeführt werden, welche Druckwalzen mittelst einer Schaltvorrichtung die Bögen um die Zeilenentfernung weiter bewegen, nachdem dieselben mittelst einer mehrfachen, federnd mit ihrem Stiel verbundenen Schreibfeder oder eines mehrfachen Bleistiftes beschrieben und die frisch geschriebenen Zeilen durch eine Ablöschvorrichtung abgetrocknet worden sind.
In beiliegender Zeichnung ist eine derartige Vorrichtung zum gleichzeitigen Schreiben mehrerer gleichlautender Schriftstücke dargestellt, und zwar ist
Fig. ι ein senkrechter Lä'ngenschnitt durch die in der Gebrauchsstellung befindliche Vorrichtung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung, wobei einzelne Theile derselben in der Stellung aufser Gebrauch dargestellt sind.
Fig. 3 ist eine Oberansicht der Vorrichtung.
Wie ersichtlich, sind in dem Kasten 1 Querleisten 2, deren Anzahl beliebig sein kann und stets gleich der Zahl der herzustellenden gleichlautenden Schriftstücke ist.
In den Seitenwänden des Kastens 1 bezw. in daselbst angebrachten Platinen 3 sind der Querleistenzahl entsprechend (im vorliegenden Falle drei) Walzenpaare 4, 5, 6, 7 und 8, 9 gelagert, von denen die ersten zwei Walzen-, paare unterhalb der Querleisten 2, das dritte Walzenpaar 8, 9 hinter der letzten Querleiste 2 angeordnet ist. Die Walzen sä'mmtlicher Paare sind mit elastischem Material, vortheilhaft Kautschuk, überzogen und dienen dazu, die zu beschreibenden Bögen zu erfassen und zwangsweise fortzuziehen.
Die in Fig. r durch strichpunktirte Linien angedeuteten Bögen 10 werden mit ihren Unterenden in den vor der Querleiste befindlichen Spalt in den Kasten lose eingeschoben, das Oberende des Bogens über, die entsprechende Querleiste 2 gelegt und in den hinter.der letzteren befindlichen Spalt derart eingeführt, dafs die Bogenoberkante von dem zugehörigen Walzenpaar erfafst wird. Dies wird dadurch erleichtert, dafs an der Unterseite der Querleisten Führungen 37 befestigt sind, wie Fig. 1 zeigt. Der letzte Bogen wird unmittelbar über die hintere Leiste 2 in das zugehörige, seitlich von derselben angeordnete Walzenpaar 8', 9 eingeführt.
Um die in den Kastenraum dringenden Bogentheile gut aus einander zu halten, sind rund gebogene parallele Wände 11 aus Blech,
Celluloid etc. angebracht, zwischen welchen Führungsspalten 12 für die über die Leisten gleitenden Bögen entstehen.
Die Bewegung der Walzenpaare wird durch ein Schaltwerk vermittelt, welches aus/ einer Schaltklinke 13 mit Griff und einem Schaltrade 14 besteht, auf dessen Welle ein mit der Walze 4 . starr verbundenes Zahnrädchen 1 5 sitzt, das in ein gleich grofses, mit der zweiten Walze 5 starr verbundenes Zahnrad 16 eingreift. Die Uebertragung der Bewegung des Schaltwerkes auf die übrigen Walzenpaare erfolgt mittelst des auf der Schaltradwelle sitzenden Zahnrades 17, und zwar durch die Zwischenrä'der 18, 19, 20, 21 auf das Walzenpaar 6 und 7 und vom Rade 19 durch die Zwischenrä'der 22, 23, 24 und 25 auf das letzte Walzenpaar 8 und 9. Die Uebertragung erfolgt, wie aus Fig. 2 hervorgeht, derart, dafs' die Bögen, wie unbedingt erforderlich, nach gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit fortbewegt werden.
Auf dem Aufsenende der Schaltradwelle sitzt eine Kurbel 26, mittelst deren nach dauernder Auslösung der Schaltklinke aus dem Schaltrad die Walzenpaare nach der einen oder anderen Richtung beliebig gedreht werden können. Der Hub der Schaltklinke wird durch einen in einem geschlitzten Bogenstück 27 verschiebbaren und feststellbaren Anschlag 28 begrenzt. Durch Verstellung dieses Anschlages kann der Hub der Schaltklinke und daher das Mafs des Vorschubes der Bogen bezw. die Zeilenentfernung beliebig geändert werden.
Das Beschreiben der Bögen ist in allen Fällen nur dann möglich, wenn die Bögen auf den Leisten 2 genau aufliegen. Es mufs deshalb eine Vorrichtung vorhanden sein, welche die Bögen angespannt hält. Hierzu dient eine Bremsvorrichtung, welche aus je einer Streichwalze 29 für jede Querleiste besteht.
Die Streichwalzen sind in dem vor der zugehörigen Querleiste befindlichen Spalt angeordnet und an beiden Enden 'in je einer gemeinsamen Gleitschiene 30 drehbar gelagert. Die rückwärtige Verlängerung der letzteren endigt in zwei aus der Kastenrückwand dringende Druckknöpfe 31 und steht unter Druck der Blattfedern 32, welche das Bestreben haben, die Gleitschienen 30 nach rückwärts zu drücken.
Unterhalb der beiden Gleitschienen 30 ist je eine federnde Klinke 33 schwenkbar an der Kastenseitenwand befestigt, welche Klinke bei dem durch Drücken an den Knopf 31 bewirkten Vorschieben der Gleitschiene 30 über einen durch eine konische Verstärkung gebildeten Vorsprung 34 der Schiene 30 greift und diese in ihrer Stellung festhält. Ein an der Klinke 33 seitlich befestigter Stift oder Knopf 35 dringt durch einen Langschlitz 36 der Kastenseitenwand und kann von Hand aus entgegen der Federwirkung nach abwärts gedrückt werden, wodurch die Gleitschiene 30 ausgelöst und unter der Einwirkung der Feder 32 nach vorn gedrückt wird.
Werden auf diese Weise beide Gleitschienen ausgelöst, so legen sich sämmtliche Streichwalzen 29 an die Vorderfläche der zugehörigen Querleisten, wodurch die zwischen letzteren und den Streichwalzen befindlichen Papierbögen mit mäfsigem Drucke festgeklemmt werden. Durch die so erzielte Reibung werden die Bögen derart zurückgehalten, dafs sie sich flach an die Querleisten anlegen.
Um der Hand beim Schreiben eine gute Unterstützung zu geben, ist vorn eine Platte 44 vorhanden, welche yortheilhaft aus mehreren durch Scharniere verbundenen Theilen besteht und mittelst seitlicher Zapfen 45 in an den Seitenwänden des Kastens vorn angebrachten senkrechten Langschlitzführungen 46 gehalten wird.
In der Gebrauchsstellung stützt sich die Platte 44, wie Fig. 1 zeigt, einerseits mit ihrer Vorderkante auf der Unterlage, andererseits mit dem Zapfen 45 auf den Unterenden der Führungen 46.
Aufser Gebrauch des Apparates kann die Platte 44, wie Fig. 2 zeigt, zusammengelegt und als Deckel über den ganzen Apparat geklappt werden. Da die Bögen nach dem Schreiben durch die Walzenpaare hindurchgeführt werden, würde ein Verlöschen der frisch geschriebenen Zeilen stattfinden. Um dies zu verhindern, ist an dem Rückende des Kastens eine zum Ablöschen der frisch geschriebenen Zeilen dienende Vorrichtung befestigt. Dieselbe besteht aus einer unter Federdruck stehenden drehbaren Platte 47, auf welcher über eine elastische Unterlage 48 Löschpapier 49 aufgespannt ist. Dasselbe ist unten in einem Spalt der Platte und oben in einer drehbaren Zwinge 50 bekannter Art eingespannt.
Die Platte 47 ist durch einen Lenker 51, Hebel 52 mit einem Schlitzhebel 53 verbunden, durch dessen Niederdrücken die Platte niedergeklappt wird, wobei das Löschpapier die frisch beschriebenen Stellen der Bögen abtrocknet. . , ,

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: . .. ■ .
    ι. EineVorrichtungzum gleichzeitigen Schreiben beliebig vieler gleichlautender Schriftstücke auf über Auflagleisten geführten Bögen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bögen zwischen mit elastischem Material überzogene, paarweise angeordnete Druckwalzen sowie durch eine das genaue Aufliegen der Bögen auf den Auflagleisten bewirkende
    Bremse gesondert hindurchgeführt werden, welche Druckwalzen mittelst einer Schaltvorrichtung die Bögen um die Zeilenentfernung weiter bewegen, nachdem dieselben mittelst einer mehrfachen Schreibfeder oder eines mehrfachen Bleistiftes beschrieben und die frisch geschriebenen Zeilen durch einen Ablöscher abgetrocknet worden sind.
    Bei einer Vorrichtung der unter i. angegebenen Art eine das genaue Aufliegen der Bögen, auf den Querleisten bewirkende Brems- und Klemmvorrichtung, bestehend aus einer der Querleistenzahl entsprechenden Anzahl von Streichwalzen 29, welche die zwischen ihnen und den Leisten durchgeführten Bögen entgegen der Vorschiebewirkung der Druckwalzen nachgiebig zurückhalten und von den Leisten abgehoben werden können, um die Bögen erwünschtenfalls freizugeben.
    Bei einer Vorrichtung der unter 1. angegebenen Art eine Ablöschvorrichtung, gekennzeichnet durch eine unter Federdruck stehende, das Ablöschmaterial (Löschpapier) tragende schwenkbare Platte 47, welche durch Niederdrücken eines Hebels auf die beschriebenen Bögen niedergeklappt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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