DE229681C - - Google Patents

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DE229681C
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levers
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H29/00Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles
    • B65H29/02Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles by mechanical grippers engaging the leading edge only of the articles
    • B65H29/10Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles by mechanical grippers engaging the leading edge only of the articles the grippers being reciprocated in rectilinear paths

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Feeding Of Articles By Means Other Than Belts Or Rollers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229681 KLASSE 15 d. GRUPPE
DRESDNER SCHNELLPRESSEN-FABRIK,
HAUSS, SPARBERT & Dr. MICHAELIS
in BROCKWITZ β. COSWIG i. Sa.
Es sind bereits Bogenausleger für Schnellpressen mit aussetzend gedrehtem Druckzylinder bekannt, bei denen der an seiner Vorderkante von einzelnen Greifern festgehaltene Bogen von einem von rückwärts hinter ihn fassenden Ausstreicher mit dem Druck nach oben ausgestrichen wird. Hierbei zeigte sich aber.der Ubelstand, daß das anfängliche, während der Druckzylinderdrehung erfolgende Ausstreichen des Bogens deshalb nicht schnell genug ausgeführt werden konnte, weil kein Mittel vorhanden war, welches ermöglichte, die Anfangsbewegung des Ausstreichers der Drehgeschwindigkeit des Druckzylinders an-
■15 passen zu können. Der sich schnelldrehende Druckzylinder gab immer ein größeres Stück Bogen frei, das sich infolge des verhältnismäßig langsamen Vorganges des Ausstreichers in Bauschen legte und zu Beschädigungen des Bogens Anlaß gab.
Dieser Ubelstand wird gemäß vorliegender Erfindung dadurch behoben, daß dem Bogenausstreicher beim Ausstreichen während der Druckzylinderdrehung eine der Zyinderdrehgeschwindigkeit entsprechend schnelle und während des Druckzylinderstillstandes eine langsamere Bewegung erteilt wird.
Zu diesem Zwecke besteht der Antrieb für den Ausstreicher aus zwei an feststehenden Schienen schlittenartig geführten, gemeinsam und getrennt bewegbaren Teilen, und der eine die hinter den Bogen fassende Ausstreichschiene tragende Teil wird bei der Ankunft der Schiene in der Ausgangsstellung festgehalten, der andere dagegen zur Spannung einer Feder zurückbewegt, die den ersten Teil nach seiner Freigabe schnell zurückzieht, worauf beide Teile gemeinsam bis zur Vollendung des Ausstreichens langsam zurückbewegt werden.
Das plötzlich und schnell erfolgende anfängliehe Zurückgehen des Ausstreichers erfordert aber auch ein sicheres und faltenloses Festhalten der vorderen Bogenkante, was durch die bisher üblichen einzelnen Greifer nicht erreicht werden kann. Es bilden sich da im Bogen zwischen den Greifern Durchhänge und Falten, die bei dem schnellen Ausstreichen Zerknitterungen in dem Papier verursachen. Um dies zu ■ verhindern, wird die Bogenkante in ihrer gesamten Länge von einer im Querschnitt winkelförmig gestalteten, für den Hindurchgang der Zylindergreifer kammartig ausgeschnittenen Schiene gegen eine als Bogenkantenanlage dienende Gummiwalze angedrückt, so daß ein Lockern des Bogens und Faltenbildung in demselben an der Einklemmstelle nicht stattfinden können.
Infolge der schnellen Zurückbewegung des Ausstreichers genügt es aber auch nicht, für den hinter den Bogen fassenden Teil, wie bekannt, eine Ausstreichwalze oder einen Ausstreichstab zu verwenden, da durch sie bei dem anfänglich schnellen Ausstreichen des Bogens ein Beschmieren oder Beschädigen des Widerdruckes herbeigeführt wird. Um dieses zu verhindern, kommt eine in kammartigen Aus-
schnitten kleine Röllchen tragende Ausstreichschiene zur Verwendung.
Auf der Zeichnung ist der in Frage kommende Teil einer Zylinderschnellpresse mit dem Erfmdungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel in Fig. ι im Längsschnitt und in Fig. 2 im Grundriß dargestellt. Fig. 3 zeigt die Teile in gegenüber Fig. 1 veränderter Arbeitsstellung. Fig. 4 zeigt eine Einzelheit, und die Fig. 5 bis 7 zeigen den Fig. 1 bis 3 entsprechende Teilansichten in größerem Maßstabe.
Auf einer in den Maschinenständern fest gelagerten Spindel α sind zwei Hebel b befestigt, die an ihrem vorderen Ende eine Spindel c drehbar tragen. An ihr ist eine über die ganze Breite der Maschine sich erstreckende, vorn kammartig ausgebildete Winkelschiene d befestigt. Auf der Spindel c sitzen zwei Hebel e lose, die eine mit Gummi überzogene Spindel f tragen, deren Endzapfen außerdem in dem mit einem Langloch versehenen Ende zweier Hebel g geführt sind. Letztere sind an einer in den Hebeln b drehbar gelagerten Spindel h befestigt. Auf dem einen Ende der Spindel c sitzt ein kleiner Hebel i fest, an dem eine Schubstange j angreift, die andererseits an den einen Arm eines bei k schwingbar gelagerten Doppelhebels I angelenkt ist. Der andere Arm dieses Hebels trägt eine Rolle m, die auf am Druckzylinder η vorgesehenen erhöhten und vertieften Stellen läuft und dadurch eine derartige Ausschwingung der Hebel I und i bewirkt, daß die durchgehende Schiene d an den Gummiüberzug der Spindel f angedrückt oder von ihr abgehoben wird. Mit der durchgehenden Andrückschiene wird sowohl der kleinste als auch der größte Bogen in seiner ganzen Länge völlig glatt und sicher festgehalten.
Auf dem einen Ende der Spindel h ist ein Hebel 0 befestigt (Fig. 2), der mit einer Rolle -p auf einer mit erhöhten und vertieften Stellen versehenen Bahn des Druckzylinders η aufruht und somit bei dessen Drehung die Hebel g und e mit der von ihnen getragenen Gummiwalze f nach Bedarf auf oder nieder schwingt. . Im hinteren Teile der Maschine ist eine Spindel q gelagert, auf der zwei Hebel r festsitzen, die durch eine von dem Antrieb der Maschine bewegte, auf einen Hebel s wirkende Zugstange t in Schwingung versetzbar sind. Jeder der beiden Hebel r ist mittels einer Stange u mit einem, wie Fig. 4 zeigt, auf einer feststehenden Schiene ν schlittenartig geführten und als Luftzylinder ausgebildeten Schild w verbunden. Die beiden sich gegenüberliegenden Schilder w tragen in einem durch eine Stange gestützten Aufbau eine drehbare Spindel x, auf der zwei Hebel y befestigt sind. Außerdem ist auf der Spindel χ ein kleiner Hebel £ befestigt, der mit einer in dem Schildaufbau verstellbar befestigten Zugfeder 1 verbunden ist, die die beiden Hebel y in der in Fig. 3 ersichtlichen Ruhestellung hält. Jeder der Hebel y ist durch eine Zugstange 2 mit einer als Kolben ausgebildeten Stange 3 verbunden, die in dem Schild w für sich und auch mit diesem gemeinsam bewegbar ist. Die beiden Kolben 3 sind an ihrem freien Ende durch eine Querschiene 4 miteinander verbunden, die auf ihrer ganzen Länge mit in kammartigen Ausschnitten drehbaren Röllchen 5 versehen ist, welche hinter den auszustreichenden Bogen fassen. Dicht vor der Schiene 4 ist an jedem der Kolben 3 ein seitlich abstehender Backen 6 angeordnet, an den sich bei Überführung der Schilder w mit den Kolben 3 und der Röllchenschiene 4 in die Ausstreichstellung der Hebel g (s. Fig. 1, 5, 5a ■und 6) so anlegt, daß die Kolben mit der Ausstreichschiene festgehalten werden, während die Schilder sich unter Spannen der Feder 1 bis in die Stellung Fig. 1 zurückbewegen lassen, um zu ermöglichen, daß nach Auslösen der Hebel g die Kolben 3 mit der Schiene 4 plötzlich und schnell zurückgehen.
Unterhalb der Ausstreichvorrichtung ist, wie aus Fig. ι ersichtlich, ein über feststehende und durch Hebel bewegbare Walzen 7, 8, 9, 10 geführtes Bändersystem angeordnet, das zur Aufnahme und Abführung des ausgestrichenen Bogens durch eine Stange 11 auf und nieder sowie vor und zurück bewegt wird.
Das Arbeiten der beschriebenen Vorrichtung findet in folgender Weise statt:
Wenn der Druckzylinder ungefähr noch eine halbe Umdrehung auszuführen hat, wird der Schlitten w, dessen Hebel y in der in Fig. 3 ersichtlichen Lage sich befinden, von den Hebeln r so weit vorgeschoben, daß seine Schiene 4 in die in Fig. 1 und 5 ersichtliche Ausstreichstellung gelangt. Bei Eintritt dieser Stellung kommt die Rolle p des Hebels 0 (Fig. 2) auf eine vertiefte Stelle des Druckzylinders, wodurch die Hebel e und g sich mit der Gummiwalze f senken und die Hebel g mit ihrem freien Ende gegen die Backen 6 an den Kolben 3 drücken, so daß letztere mit der Schiene 4 in der ihnen gegebenen Stellung festgehalten werden. Die Schilder w werden mit den von ihnen getragenen Teilen von den Hebeln r nach unten zurückbewegt, und da hierbei die Zugstangen 2 von den arretierten Kolben 3 festgehalten sind, bringen erstere unter Spannung der Feder 1 die Hebel y in die in Fig. 1 ersichtliche Stellung. Durch das Zurückbewegen der die Kolben 3 aufnehmenden Schilder w ist in diese durch eine öffnung hindurch Luft eingesaugt worden.
Bei dem Senken der Gummiwalze f ist die Rolle m des Hebels I an eine hohe Stelle ihrer Bahn gekommen, wodurch die winkelförmige Schiene d in die in Fig. 1 und 5 ersichtliche

Claims (5)

  1. Stellung gelangt ist. Der Druckzylinder hat sich weiter gedreht; das Bogenende ist in die Nähe der Schiene d gelangt (Fig. i). Die in Fig. 5· angedeuteten Zylindergreifer 12 öffnen sich, und die unter dem Bogen liegenden Auswerfgreifer 13 drücken den Bogen vom Zylinder η ab, und es liegt nun die abgelöste Bogenkante lose zwischen den Greifern, die bei der Weiterdrehung des Zylinders zwischen den Ausschnitten der Schiene d hindurchstreichen und dadurch den Bogen auf letztere führen (Fig. 5). Sobald dies erfolgt ist, kommt die Rolle m des Hebels I an eine tiefe Stelle ihrer Bahn und bewirkt dadurch ein derartiges Anheben der Schiene d, daß sie die Bogenkante in ihrer ganzen Länge glatt an die Gummiwalze f andrückt. Das Bändersystem hat sich inzwischen gesenkt, und die Rolle p des Hebels 0 ist auf eine hohe Stelle ihrer Bahn gekommen, wodurch die Hebel e, g mit dem von der Gummiwalze f und der Schiene d festgehaltenen Bogen in die Stellung Fig. 3 und 7 angehoben worden sind. Wenn bei diesem Anheben die untere Ecke der Hebel g die Backen 6 an den Kolben 3 verläßt, werden diese mit der Schiene 4 von der Feder 1 mit einer der Drehgeschwindigkeit des Druckzylinders entsprechenden Schnelligkeit in die. in Fig. 3 und 7 ersichtliche Stellung übergeführt, so daß die Schiene 4 mit ihren Röllchen 5 den Bogen mit dem Druck nach oben ein Stück glatt ausstreicht. Bei dem schnellen Rückgang der Kolben 3 wird die in die Schilder w eingesogene Luft gepreßt, so daß sie als Luftpuffer wirkt und dadurch ein geräuschloses Einschieben der Kolben 3 in die Schilder w sichert. Befinden die Teile sich in der Stellung Fig. 3 und 7, so ist der Druckzylinder η zum Stillstand gekommen, und die Hebel r bringen nun die Schilder w mit den Kolben 3 und der Schiene 4 in ihre untere Endstellung, wobei die Röllchen 5 den noch herabhängenden Bogenteil nach hinten glatt ausstreichen. Inzwischen ist das Bändersystem angehoben worden; der Druckzylinder hat seine Drehung wieder begonnen und dadurch den Hebel I durch die Rolle m so beeinflußt, daß die Schiene <i von der Gummiwalze f abgehoben, der Bogen also freigegeben und von dem Bändersystem auf den Ablegetisch befördert wird.
    PATENT-AnSI3RTJCHE:
    i. Bogenausführung für Schnellpressen mit aussetzend gedrehtem Druckzylinder, bei welcher der an seiner Vorderkante festgehaltene Bogen von einer von rückwärts hinter den Bogen fassenden Schiene mit dem Druck nach oben ausgestrichen wird, dadurch gekennzeichnet, . daß der Bogenausstreichschiene (4, 5) beim Ausstreichen während der Druckzylinderdrehung eine der Zylinderdrehgeschwindigkeit entsprechend schnelle und während des Druckzylinderstillstandes eine langsamere Bewegung erteilt wird.
  2. 2. Bogenausführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum sicheren und faltenlosen Festhalten der gesamten vorderen Bogenkante während des Aus-Streichens eine im Querschnitt winkelförmig gestaltete, an ihrem unteren Ende für den Hindurchgang der Zylindergreifer kammartig ausgeschnittene Schiene (d) gegen eine als Bogenkantenanlage dienende Gummiwalze (f) andrückbar angeordnet ist.
  3. 3. Bogenausführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Ausstreichschiene (4, 5) aus zwei an feststehenden Schienen (v) schlittenartig geführten, gemeinsam und getrennt bewegbaren Teilen (3, w) besteht, deren einer (3) die Schiene (4, 5) trägt und bei seiner Ankunft mit der Schiene (4, 5) in
    . der Ausgangsstellung festgehalten wird, während der andere Teil (w) zur Spannung einer Feder (1) zurückbewegt wird, die den ersten Teil (3) nach seiner Freigabe schnell zurückzieht, worauf beide Teile gemeinsam bis zur Vollendung des Ausstreichens lang- 9c sam zurückbewegt werden.
  4. 4. Bogenausführung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten des Teiles (3) des Ausstreichschienenantriebes an diesem zwei Backen (6) angeordnet sind, gegen welche sich zwei durch den Druckzylinder (η) heb- und senkbare Hebel (g) derart legen, daß der Teil (3) bis zur Auslösung der Hebel (g) in der Ausgangsstellung der Ausstreichschiene (4, 5) festgehalten wird.
  5. 5. Bogenausführung nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schiene (4, 5) tragende Teil (3) kolbenartig und der andere Teil (w) zur Aufnahme des ersteren als Zylinder ausgebildet ist, in dem beim Ausziehen des Teiles (3) Luft eingesaugt und bei seinem Einschieben zur Erzielung eines geräuschlosen Ganges zusammengepreßt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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