DE1153383B - Einrichtung zum Ablegen der bogenfoermigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine - Google Patents

Einrichtung zum Ablegen der bogenfoermigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine

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DE1153383B DEF32686A DEF0032686A DE1153383B DE 1153383 B DE1153383 B DE 1153383B DE F32686 A DEF32686 A DE F32686A DE F0032686 A DEF0032686 A DE F0032686A DE 1153383 B DE1153383 B DE 1153383B
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Description

  • Einrichtung zum Ablegen der bogenförmigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Ablegen der bogenförmigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine, bei welcher die der Vorrichtung zugeführten Produkte durch an einer Schiene umlaufende, in gesteuerter Weise betätigte Greifer an ihrem vorderen Rand ergriffen, gefördert und schließlich abgelegt werden. Bei einer bekannten Einrichtung sind die Greifer in Abständen voneinander fest an einer umlaufenden Kette angeordnet. Dadurch stehen die Greifer für die Ergreifung der Produkte mit einer bestimmten, von der Geschwindigkeit der Kette abhängigen Folgezeit zur Verfügung. Solche Einrichtungen kommen nur in Frage, falls auf der Aufgabeseite die einzelnen Produkte immer in gleichen Zeitabständen anfallen oder die Produkte aufgestapelt vorliegen.
  • Diese bekannte Vorrichtung kann daher zwar als sogenannte Bogenausleger für Offsetmaschinen verwendet werden, zum Auslegen der von einer Rotationsdruckmaschine in der sogenannten Schuppenformation anfallenden Zeitungen ist sie aber nicht geeignet. Denn die Zeitungen kommen nicht nur mit einer sehr großen Geschwindigkeit von der Rotationspresse her, sondern sie fallen auch vielfach in ungleichen Zeitabständen an, da die Geschwindigkeit der Rotationspresse während des Ausstoßens einer Auflage, so z. B. beim Anlaufen oder beim Einspannen einer frischen Papierwalze, verändert wird. Die Anpassung der Folgezeit der Greifer an die jeweilige Folgezeit der Zeitungen wäre bei diesen bekannten Bogenauslegern nur mit einer sehr komplizierten und störungsanfälligen Einrichtung möglich, da die Geschwindigkeit der Kette laufend verändert werden müßte.
  • Die Erfindung bezweckt nun, eine Einrichtung zu schaffen, welche einfach, wirtschaftlich und zum Ablegen von bogenförmigen Produkten auch dann geeignet ist, wenn diese mit großer Geschwindigkeit und in unregelmäßigen Zeitabständen anfallen.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß die Greifer, die in an sich bekannter Weise durch eine Antriebsvorrichtung im Umlauf gehalten werden, an der Zuführstelle der Produkte mittels einer in ihrer Umlaufbahn eingreifenden Arretiervorrichtung anhaltbar sind, wobei die Arretiervorrichtung mittels eines an der Zuführstelle angeordneten und durch die in das geöffnete Greifermaul einlaufenden Produkte betätigbaren Schaltorgane abschaltbar ist.
  • Dank dieser Anordnung ist einerseits an der Zuführstelle der Produkte immer ein Vorrat an Greifern vorhanden, und andererseits werden die Greifer immer entsprechend der jeweiligen Folgezeit der Produkte für die Umlaufbewegung freigegeben, da der jeweils zu ergreifende Bogen das Schaltorgan der Arretiervorrichtung betätigt.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Teil einer an eine - nicht dargestellte - Rotationsmaschine anschließenden Transferstraße von der Seite gesehen, mit teilweisem Schnitt, Fig. 2 eine Einzelheit in der Transferrichtung gesehen, Fig. 3 und 4 einen umlaufenden Greifer im geschlossenen Zustand quer zur bzw. in der Bewegungsrichtung gesehen mit teilweisem Schnitt, Fig. 5 eine Steuerstrecke mit einem geöffneten Greifer von der Seite gesehen, Fig. 6 eine Variante, Fig. 7 eine modifizierte Transfereinrichtung und Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7.
  • In den Fig. 1 und 2 ist das Ende einer an eine nicht gezeichnete Rotationsmaschine anschließenden Fördervorrichtung 1 ersichtlich, welche in an sich bekannter Weise zwei übereinander angeordnete, gegensinnig umlaufende, je aus vier Bändern 2' bzw. 2" bestehende Förderbandgruppen aufweist. Die in schuppenförmiger Anordnung anfallenden Druckprodukte, im vorliegenden Fall rein beispielsweise Zeitungen 3 in Zweifalzform, werden zwischen den einander zugekehrten Trume der Bänder 2' bzw. 2" mitgenommen und zwischen den die Bänder tragenden, an Wellen 4' bzw. 4" angeordneten Riemenscheiben ausgestoßen. Um den Zeitungen 3 eine größere Steifheit zu verleihen, trägt die Welle 4' in der Mitte zwischen zwei Förderbandpaaren eine leere Scheibe 5, welche so dimensioniert ist, daß die Zeitungen beim Ausstoßen etwa rinnenförmig verformt werden. Die hierbei erwirkte Steifheit gestattet, die Zeitungen frei tragend beinahe vollständig auszustoßen.
  • Im Abstand vor dem Ende der Fördervorrichtung 1 verläuft ein vertikaler Abschnitt 61 einer in sich zurückkehrenden Führungsschiene 6, welche anschließend an den Abschnitt 61 der Reihe nach eine Gefällstrecke 62, eine etwa horizontale Auslaufstrecke 63, einen weiteren vertikalen Abschnitt 64 und schließlich eine an den Abschnitt 61 anschließende zweite Gefällstrecke 65 aufweist.
  • Wie aus den Fig. 4 und 5 gut ersichtlich ist, ist die Schiene im Querschnitt in der Form eines eckigen C ausgebildet. Längs der Schiene 6 sind eine Anzahl am äußeren Schienenumfang vorstehende Greifer 7 verschiebbar geführt, welche jeweils ein durch den nach außen gekehrten Schlitz der Schiene hindurchragendes Chassis8 aufweisen. Jedes Chassis 8 ist mit zwei innerhalb der Schiene wirkenden Laufräderpaaren 9 ausgerüstet sowie mit einem der Seitenführung dienenden Querrad 10. Jedes Chassis 8 trägt eine in der Ebene der Schiene vorstehende Klemmzange 11, welche von einer am Chassis 8 starr befestigten Klemmbacke 11' und einer beweglichen Klemmbacke 11' gebildet ist. Letztere ist mittels zweier an ihr starr befestigten, sich je an einer Seite das Chassis 8 gegen die Schiene erstreckenden Schwenkarmes 13 an einer im Chassis 8 befestigten Drehachse 14 schwenkbar gelagert und durch eine Klemmfeder 12 in der Schließstellung gegen die Klemmbacke 11' angedrückt gehalten. Am freien Ende jedes Schwenkarmes 13 ist eine Stützrolle 15 drehbar gelagert. Bei Verschiebung der Greifer 7 in der mit U bezeichneten, betriebsmäßigen Umlaufrichtung laufen die Rollen 15 jeweils auf einen im Bereiche der Auslaufstrecke 63 rampenförmig beginnenden Steg 16 hinauf. Fig. 5 läßt klar erkennen, daß dadurch die Schwenkarme 13 mit der beweglichen Klemmbacke 11" gegen die Wirkung der Feder 12 verschwenkt werden, wobei das Maul der Zange 11 geöffnet wird. Die Stege 16 erstrecken sich an beiden Seiten des Schlitzes der Schiene 6 und laufen im Endbereich des vertikalen Abschnittes 61 keilförmig aus.
  • Aus noch näher zu erläuternden Gründen kann der keilförmige Endabschnitt der Stege 16 kurz vor Erreichen der Schiene stärker als bis anhin geneigt sein.
  • Innerhalb der - in der Zeichnung - rechten Schleife der Schiene 6 befindet sich eine auf Rollen 17 umlaufende Förderkette 18, welche in nicht näher dargestellter Weise motorisch angetrieben ist und die in die Auslaufstrecke 63 gelangenden Greifer 7 ergreift, um diese in den Anfangsbereich der Gefällstrecke65 emporzuheben. Von hier aus laufen die Greifer unter der Wirkung der Schwerkraft auf das Ende einer Greiferkolonne auf, dessen erstes Glied im Endbereich des vertikalen Schienenabschnittes 61 durch einen in die Schienen eingreifenden Riegel 19 gehalten ist. Die Anordnung ist so getroffen, daß die aus der Fördervorrichtung 1 frei hervorgestoßenen Zeitungen direkt in das geöffnete Maul des jeweils vom Riegel 19 gehaltenen Greifers 7 gelangen. Ein in der Pfeilrichtung P umlaufendes endloses Band 20 dient dabei als Anschlag und Leitkurve für die Vorderkante der Zeitungen 3, um vor allem Variationen in der Zeitungsdicke auszugleichen. Der Riegel selber ist am Anker eines Elektromagneten 21 befestigt, welcher durch eine lichtelektrische Einrichtung 22'-22" derart gesteuert ist, daß beim Unterbrechen des Lichtstrahles 23 der Riegel 19 kurz angezogen und der betreffende Greifer 7 freigegeben wird. Die lichtelektrische Einrichtung22'-22" ist wiederum so angeordnet, daß die in das Maul des jeweils direkt verriegelten Greifers 7 einlangende Vorderkante der Zeitungen 3 den Lichteinfall unterbricht. Der momentan freigegebene Greifer wird nun unter der Wirkung des eigenen Gewichtes und jenes der an ihm abgestützten Greiferkolonne rasant beschleunigt. Beschleunigend wirken gleichzeitig die gespannten Klemmfedern 12 aller jener Greifer 7, deren Stützrollen 15 bereits in den keilförmigen Endbereich 16' der Stege 16 eingelaufen sind, und einen letzten Beschleunigungsimpuls erhält der freigegebene Greifer durch Ablaufen seiner eigenen Stützrollen am stärker geneigten Endabschnitt der Stege 16. Dabei ergreift - wie bei 24 gezeigt - die sich schließende Klemmzange 11 des beschleunigten Greifers die Zeitung 3, welche in der Folge abgezogen bzw. aus der Fördervorrichtung 1 vollständig ausgestoßen wird.
  • Der nächstfolgende Greifer wird freilich von dem nach dem kurzen Steuerimpulse z. B. unter Federwirkung sofort zurückschnellenden Riegel 19 erfaßt und gehalten, bis der Lichtstrahl 23 von der nächstfolgenden Zeitung wieder unterbrochen wird. Bei voller Arbeitsgeschwindigkeit der Rotationsmaschine folgen die Zeitungen dicht aufeinander, und der Ausstoß erreicht mehr als ein Dutzend Exemplare pro Sekunde. Es ist klar, daß dabei die aufgestaute Greiferkolonne praktisch kontinuierlich abläuft, wobei dem Riegel im wesentlichen die Aufgabe der Synchronisierung des Ablaufes nach Maßgabe der anfallenden Produktion zukommt. Dabei wird der Riegel und damit die Greifer durch die nacheinander in den Lichtstrahl eingeschobenen Zeitungen, letzten Ende also durch die Rotationsmaschine selber gesteuert.
  • Die Greifer 7 laufen längs der Gefällstrecke 62 in die Auslaufstrecke 63 ein, wo sie durch die erwähnte Förderkette ergriffen und mit ihren Stützrollen 15 gegen die Rampen der Stege 16 vorgeschoben werden. Dadurch wird die Klemmzange 11 geöffnet und die Zeitung wird freigegeben und in Hochkantstellung von einer aus Förderbändern 25 gebildeten weiteren Fördervorrichtung 26 erfaßt.
  • Die in schuppenförmiger Anordnung anfallenden Zeitungen wurden also tatsächlich einzeln ergriffen und nach gesonderter Handhabung schließlich in Paketform ausgelegt. Es versteht sich, daß die gesondert in Greifern geklemmten Zeitungen vor dem Auslegen noch eine Anzahl zusätzliche Operationen, beispielsweise Zuschneiden, durchlaufen können.
  • Im Vergleich zum Ausstoß der Rotationsmaschine langsamere Operationen können gleichzeitig an mehreren Stationen ausgeführt werden. Zu diesem Zweck eignet sich die Ausführung gemäß Fig. 6 besonders gut, bei welcher die Schiene 6 im Anschluß an den vertikalen Abschnitt 61 in zwei Stränge 6' und 6" aufgeteilt ist. Jeder dieser Stränge kann bei Bedarf noch weiter aufgeteilt werden. dies so lange, bis der Produktionsanfall an den einzelnen Strängen den auszuführenden Arbeiten angepaßt ist. Die an den einzelnen Strängen geführte Teilproduktion kann freilich gesondert ausgelegt oder mit der an weiteren Strängen anfallenden Produktion wieder zus ammengeführt werden Ein besonderes Beispiel dieser Möglichkeit ist ebenfalls bei der Ausführung nach der Fig. 6 realisiert, indem die Stränge jeweils um ihre eigene Achse derart um 900 verdreht sind, daß die Schlitze der Schienen 6' und 6" gegeneinander gekehrt sind. Die in die einzelnen Schienenstränge einlaufenden Greifer ziehen dann ihrerseits eine Schwenkung um 902 voll, wobei die Zeitungen in den Raum zwischen den Schienensträngen eingeschwenkt werden. Bei entsprechender Steuerung der Greifer in die und längs den Schienensträngen greifen die an den Schienen 6' bzw. 6" geführten Zeitungen kammartig ineinander und werden beim Öffnen der Klemmzangen in der bereits beschriebenen Weise in dieser Anordnung ausgelegt. Es wird dabei der Vorteil erreicht, daß die Falze und selbst die Querfalze der zu Paketen ausgelegten Zeitungen umseitig abwechselnd aufeinanderfolgen, wobei gerade Stapeln gebildet werden können. Damit die Zeitungen die rinnenförmige Gestalt und damit die vielfach auch während der gesonderten Handhabung, z. B. bei dem erwähnten Einschwenken notwendige Steifheit erhalten, sind die Klemmkanten der Klemmbacken vorteilhaft winkelförmig ausgebildet.
  • Die gesonderte Handhabung der Zeitungen oder sclbstverständlich auch anderer Druckprodukte gestattet es, noch weitere, bisher meistens nur von Hand ausführbare Arbeitsgänge vor dem Auslegen einzufügen. Um nur ein Beispiel zu erwähnen, sei auf jene Fälle hingewiesen, bei welchen Beilagen in Zeitungen eingelegt werden müssen. Diese nur von Hand und dabei sehr umständlich und selbstverständlich langsam durchführbare Arbeit könnte nun mit einer etwa der Ausführung nach Fig. 6 ähnlichen Einrichtung mit paanveise zusammenwirkenden Strängen erfolgen, wobei ein Strang jedes Strangpaares die Zeitungen, der andere Strang dagegen die Einlagen führen würde. Bei entsprechender Form der Klemmzangen und sonst geeigneten Maßnahmen würden sich die gefalzten Zeitungen beim Einschwenken leicht öffnen, wobei gleichzeitig eingeschwenkte Einlagen zwischen die Faltbögen gelangen würden.
  • Bei der gesonderten Handhabung der Druckprodukte mit Hilfe der beschriebenen Einrichtung können schließlich die Pakete ohne die Notwendigkeit von Stillständen ausgelegt werden, wobei außer dem Aufteilen der Produktion auch das Einlegen von Verpackungsmaterial und das Binden sowie Adressieren der Pakete praktisch am laufenden Band erfolgen können. MXit dem Hinweis auf diese Möglichkeiten soll vor allem der Umstand hervorgehoben werden, daß die Einrichtung besonders abwandlungsfähig ist, ohne dadurch den Rahmen der Erfindung zu sprengen. Mit besonderen Maßnahmen, z. B. durch die Verwendung eines Reibgetriebes für die zusätzliche Beschleunigung der Greifer, könnte z. B. die Produktion noch weiter gesteigert werden.
  • In den Fig. 7 und 8 sind gleiche bzw. entsprechende Teile, soweit nicht ausdrücklich anders erwähnt, mit den für solche Teile bereits benutzten Bezugszeichen bezeichnet. Bei dieser Ausführung weist die Führungsschiene 6 einen unteren Teil 6' auf welcher einen Führungskanal 66 umschließt, der durch den durchbrochenen Steg 67 der Führungsschiene 6 mit dem Führungskanal 68 innerhalb der letztgenannten Schiene verbunden ist. Ähnlich wie bei der zuerst beschriebenen Ausführung ist der Greifer 7 in der Führungsschiene 6 mittels der Laufräder 9 und des Querrades 10 geführt. Die Schwenkarme 13', welche nach wie vor mit der Klemmbacke 11L" verbunden sind und das Öffnen des Greifermaules bewirken, sind bei dieser Ausführung so ausgebildet. daß die Rollen 1S, wie dargestellt, breitspurig oder aber auch schmalspurig angeordnet sein können. Der Sinn dieser Ausbildung ist, die Greifer mittels Breitspursteuerkurven oder Schmalspursteuerkurven zu betätigen. Dies ermöglicht z. B. auf der gleichen Führungsschiene beide Sorten von Greifer verkehren zu lassen, wobei an einer Stelle nur die eine und an einer anderen Stelle nur die andere Sorte Greifer betätigt wird. Es ist somit - nur um ein Beispiel zu nennen - möglich, die abfallende Produktion aufzuteilen und an verschiedenen Arbeitsstellen abzugeben.
  • Unter dem Chassis 8 eines jeden Greifers ist ein Klemmschuh 27 angeordnet, welcher am Chassis mittels eines Stiftes 28 schwenkbar gelagert ist und sich von diesem Stift 28 in der Umlaufrichtung nach vorn erstreckt. Unter der Wirkung einer andernends am Chassis abgestützten Druckfeder 29 (Fig. 7) werden die Gleitschuhe 27 in den Führungskanal 66 des Schienenunterteiles 6' gedrückt, wo sie auf den Förderrollen 30 einer in diesem Kanal umlaufenden Förderkette 31 aufliegen. Es handelt sich dabei um eine endlose Gliederkette, bei welcher die vorteilhaft mit einer gummiüberzogenen Lauffläche versehenen Förderrollen 30 jeweils an beiden Enden der Gelenkachsen gelagert sind. Zur besseren Führung der Kette sind noch an einzelnen Gelenkachsen Laufrollen 32 sowie seitliche Führungsrollen 33 angebracht. Im Gegensatz zu der Ausführung gemäß der Fig. 1 umspannt im vorliegenden Falle die Förderkette 31 die ganze Schiene. Am hinteren Ende des Chassis 8 eines jeden Greifers ist ferner ein am betreffenden Chassis starr befestigter Auflaufkeil 34 angeordnet, welcher sich vom Chassis nach hinten erstreckt und beim Auflaufen eines nächstfolgenden Greifers in eine in der Zeichnung nicht ersichtliche Ausnehmung des Gleitschuhes desselben eingreift.
  • Dabei läuft ein sich durch die erwähnte Ausnehmung erstreckender Oberteil 35 des nächstfolgenden Greifers auf den Keil 34 auf, so daß der Gleitschuh - wie in der Fig. 8 dargestellt - gegen die Wirkung der Feder 29 angehoben wird.
  • Grundsätzlich stimmt die Funktionsweise dieser Variante mit demjenigen gemäß den Fig. 1 bis 5 überein. Unterschiedlich freilich ist der Umstand, daß die Förderkette die ganze oder annähernd die ganze Schiene umspannt, so daß die Greifer bis zur oder mindestens annähernd bis zur Verriegelungsvorrichtung gefördert werden. Selbstverständlich ist der vertikale Schienenabschuitt 61 im Bereiche der Verriegelungsvorrichtung nach wie vor vorhanden.
  • Die Förderung der Greifer erfolgt nun mit Hilfe des betreffenden Klemmschuhes, welcher unter der Wirkung der Druckfeder 29 an den am Steg des Schienenunterteiles 6' abrollenden Förderrollen aufliegt. Es versteht sich, daß die Rollen dabei als ein eigentliches Übersetzungsgetriebe funktionieren, wobei sich die Greifer mit der doppelten Umlaufgeschwindigkeit der Kette bewegen und die Kette nach und nach überholen. Nachdem der erste Greifer in der Riegelvorrichtung festgehalten wurde, laufen alle nächstfolgenden Gleiter auf den Keil 34 des vorhergehenden Greifers auf, wobei die Klemmschuhe angehoben werden. Damit wird die Mitnahmeverbindung zwischen den stillstehenden Gleitern und der Förderkette gelöst, so daß Schlupf, übermäßige Abnutzung und Antriebsverluste nicht auftreten. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, die Greiferbewegung praktisch durchwegs positiv zu steuern.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Ablegen der bogenförmigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine, bei welcher die der Vorrichtung zugeführten Produkte durch an einer Schiene umlaufende, in gesteuerter Weise betätigte Greifer an ihrem vorderen Rand ergriffen, gefördert und schließlich abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (7), die in an sich bekannter Weise durch eine Antriebsvorrichtung im Umlauf gehalten werden, an der Zuführstelle der Produkte (3) mittels einer in ihrer Umlaufbahn eingreifenden Arretiervorrichtung (19, 21) anhaltbar sind, wobei die Arretiervorrichtung (19, 21) mittels eines an der Zuführstelle angeordneten und durch die in das geöffnete Greifermaul (11) einlaufenden Produkte (3) betätigbaren Schaltorgans (22', 22", 23) abschaltbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung im Bereiche der Zuführstelle der Produkte eine Gefällstrecke (61) der Schiene (6) aufweist, wobei eine an sich bekannte Förderkette (18), welche sich wenigstens längs des zur Gefällstrecke (61) an- steigenden Schienenabschnittes (64) erstreckt, mit den Greifern (7) lösbar gekuppelt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine im Bereiche der Zuführstelle angeordnete, keilförmig auslaufende Rampe (16') aufweist, welche an eine Steuerkurve (16) anschließt, auf welcher in an sich bekannter Weise unter Federkraft das Ende der das Greifermaul (11) steuernden Schwenkarme (13) der Greifer (7) aufliegt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (7) jeweils eine auf der Förderkette (31) unter Federkraft aufliegende und gegen die Federkraft bewegbare Mitnehmerbacke (27) und einen sich in der Schienenlängsrichtung erstreckenden Keil (34) aufweisen, welcher unter die Mitnehmerbacke (27) des jeweils vorhergehenden oder nachfolgenden Greifers (7) einschiebbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiervorrichtung einen unter Federkraft in die Bewegungsbahn der Greifer (7) eingreifenden und durch einen Elektromagneten (2» gegen die Federkraft bewegbaren Riegel (19) aufweist, wobei der Elektromagnet (21) durch eine photoelektrische Einrichtung (22'-22") gesteuert ist, deren Steuerstrahl 23 quer durch das Greifermaul (11) verläuft.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstrahl (23) mit dem der Arretierungsvorrichtung benachbarten Schienenabschnitt einen spitzen Winkel bildet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 915 221.
DEF32686A 1959-12-23 1960-12-03 Einrichtung zum Ablegen der bogenfoermigen Produkte einer Rotationsdruckmaschine Pending DE1153383B (de)

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