DE408239C - Verfahren zur Darstellung von Aldol aus Acetaldehyd - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Aldol aus AcetaldehydInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
- C07C45/61—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
- C07C45/67—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton
- C07C45/68—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by increase in the number of carbon atoms
- C07C45/72—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton by increase in the number of carbon atoms by reaction of compounds containing >C = O groups with the same or other compounds containing >C = O groups
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Description
- Verfahren zur Darstellung von Aldol aus Acetaldehyd. Es wurde gefunden, daß man reinen Acetaldehyd durch Behandeln mit bestimmten Katalisatoren in einfacher Weise und mit guter Ausbeute in Aldol überführen kann.
- Wird er nämlich mit kleinen Mengen Strontiumoxyd vermischt, so tritt unter starker Wärmeentwickelung eine heftige Reaktion ein; es bildet sich ein dickflüssiges Produkt, aus welchem durch Vakuumdestillation mit guter Ausbeute Aldol gewonnen werden kann. Es wurde ferner gefunden, daß die Kondensation des Acetaldehyds durch die Gegenwart von kleinen Mengen Wasser im Acetaldehyd stark befördert wird, so daß sie in kürzerer Zeit und unter Umständen mit kleineren Mengen des Katalysators durchgeführt werden kann.
- Außerdem kann man bei Anwendung von wasserhaltigem Acetaldehyd auch andere Stoffe, welche in kleinen Mengen auf wasserfreien Acetaldehyd überhaupt nicht oder äußerst träge einwirken, wie Calciumcarbid, mit Vorteil als Katalysator anwenden. Diese Katalysatoren können auch gleichzeitig mit Strontiumoxyd zur Anwendung kommen. Der Einfluß von kleinen Mengen Wasser auf die Reaktion ist aus folgenden Beispielen zu ersehen: Wassexfreier Acetaldehyd, welcher mit Prozent seines Gewichtes Calciumcarbid versetzt war, war nach io Minuten noch unverändert, 5 bis io Prozent Wasser enthaltender Acetaldehyd, mit z bis 3 Prozent seines Gewichtes Calciumcarbid versetzt bildete dagegen schon nach kurzer Zeit Aldol. Das Verfahren der Erfindung unterscheidet sich wesentlich von der Arbeitsweise der amerikanischen Patentschrift 1094314 und bietet technisch wertvolle Vorzüge. Die bekannte Arbeitsweise ist technisch umständlich und gefährlich; der leicht siedende Acetaldehyd muß längere Zeit im Sieden erhalten werden, um den Aldehyddampf mit dem im Dampfraum befindlichen Calciumoxyd dauernd in Berührung zu bringen. Es kann dabei leicht eine Überhitzung und .explosionsartige Verdampfung des Acetaldehyds eintreten. Nach dem neuen Verfahren wird das Strontiumoxyd mit dem Ace'aldehyd unter Kühlung vermischt; eine Überhitzung des Acetaldehyds wird dabei vermieden. Das Strontiumoxyd wirkt außerdem milder als das Calciumoxyd, wodurch der Verlauf der Reaktion ruhiger und sicherer wird.
- Besondere Vorteile bietet die Verwendung des Calciumcarbids als Katalysator. Dieses wirkt nämlich als solches auf den Acetaldehyd nicht kondensierend ein, die Kondensation wird vielmehr durch das unter der Einwirkung des im Acetaldehyd vorhandenen Wassers sich langsam bildende Calciumoxyd bewirkt. Die Reaktion verläuft deshalb langsam und ruhig, was praktisch sehr wertvoll ist.
- Beispiel i.
- In ioo Teile Acetaldehyd werden unter Rühren und starker Kühlung unterhalb 2o° a bis 4 Teile Strontiumoxy d- in kleinen Anteilen eingetragen, zweckmäßig im Verlauf mehrerer Stunden, wodurch ein gleichmäßiger Vorgang erzielt und eine fiberhitzung des bei 2o,8' siedenden Acetaldehyds vermieden wird. Das dickflüssige Reaktionsproduktwird schließlich durch Salzsäure neutralisiert und der Vakuumdestillation unterworfen. Man erhält dabei Aldol in einer Ausbeute von 95 bis 97 Prozent. Bei der Destillation unter gewöhnlichem Druck entsteht bekanntlich Crotonaldehyd. Unangegriffener Aldehyd wird wiedergewonnen und von neuem verwendet. Beispiel a.
- i oo Teile Acetaldehyd werden mit etwa 8 Teilen. Wasser und dann unter Rühren unter denselben Bedingungen wie im Beispiel i mit etwa z bis 4. Teilen Calciumcarbid in Pulverform versetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird das erhaltene, vollständig dickflüssige Produkt sofort mit der erforderlichem Säuremenge versetzt, nötigenfalls vom Salz getrennt und im Vakuum überdestilliert. Auch in diesem Falle wird Aldol in einer Ausbeute von 95 bis 97 Prozent erhalten. Der Destillationsrückstand ist äußerst gering.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Aldol aus von organischen Lösungsmitteln freiem Acetaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß reiner Acetaldehyd mit Strontiumoxyd vermischt und das Gemisch bei niedriger Temperatur zur Reaktion gebracht wird. z. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit wenig Wasser versetzter Acetaldehyd verwendet wird. 3. Abänderung des Verfahrens nach AnspruCh a, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Strontiumoxyd Strontium- oder Calciumcarbid, evtl. im Gemisch mit Strontiumoxyd, angewandt wird. ¢. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Acetaldehyd dem Reaktionsgemisch allmählich. zugeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG43019D DE408239C (de) | 1915-06-23 | 1915-06-23 | Verfahren zur Darstellung von Aldol aus Acetaldehyd |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG43019D DE408239C (de) | 1915-06-23 | 1915-06-23 | Verfahren zur Darstellung von Aldol aus Acetaldehyd |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE408239C true DE408239C (de) | 1925-01-13 |
Family
ID=7127074
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG43019D Expired DE408239C (de) | 1915-06-23 | 1915-06-23 | Verfahren zur Darstellung von Aldol aus Acetaldehyd |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE408239C (de) |
-
1915
- 1915-06-23 DE DEG43019D patent/DE408239C/de not_active Expired
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