DE40766C - Herstellung von Leimdruckplatten für die Buchdruckpresse - Google Patents
Herstellung von Leimdruckplatten für die BuchdruckpresseInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
- G03F7/004—Photosensitive materials
- G03F7/04—Chromates
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
- Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Januar 1887 ab.
Zweck meiner Erfindung ist die Herstellung von haltbaren Leimreliefs von genügender Tiefe
und von äufserst exacter Wiedergabe des Originals, insbesondere für den Buchdruck.
Diesen Zweck erreiche ich durch Entwickelung der Chromatleimschichten mit gesättigter
Lösung von doppeltchromsauren Salzen, und zwar von vorn, d. h. von der belichteten Seite,
sowie durch Auswischen oder Reiben mit kalter Flüssigkeit und nochmalige Belichtung und
Härtung des Reliefs auf seiner Oberfläche und auf den Seitenwänden, und- endlich durch eine
zweite Entwickelung desselben.
Das Verfahren, ein von einer Glasplatte abgezogenes Leim- oder Gelatinehäutchen von
derjenigen Seite aus, welche am Glase gehaftet hat, zu belichten und zur Entwickelung des
Bildes die nicht belichtete Gelatine mittelst kalter Essigsäure, Salzsäure, Schwefelsäure oder
Oxalsäure aufzulösen oder abzuwaschen, ist zwar bekannt, doch haben die bisherigen Versuche
in dieser Beziehung keine praktisch zufriedenstellenden Resultate ergeben.
Die in Deutschland patentirten, einander sehr ähnlichen Methoden, wie sie in den Patentschriften
No. 5711 (Klasse 1 5, Bolhöveiier und
Heidenhaus) undNo. 6590(Klasse 1 5, Klaucke
und Süwerkrop) beschrieben, sowie meine gegenwärtige Methode beruhen darauf, Chromogelatineschichten
unter einem Negativ in Strichoder Kornmanier zu belichten und von der belichteten Seite kalt durch Reibung mit einer
Flüssigkeit zu entwickeln.
Auch die Benutzung der Essigsäure und anderer Säuren zum Auflösen des nicht belichteten
Theiles der Gelatine ist nicht neu, wie aus den oben genannten Patenten und dann
aus Dr. Eder's Monographie über die Reactionen der Chromsäure ersichtlich ist.
Meine Methode unterscheidet sich jedoch darin, dafs ich zum Entwickeln eine gesättigte
Lösung von doppeltchromsauren Salzen verwende, wodurch eine neue, noch unbekannte
Eigenschaft der Chromsalze zur Anwendung gelangt. Diese Salze haben gegenüber den
Säuren den Vortheil, dafs sie nicht allein, wie diese, alle unbelichtete Gelatine beim Entwickeln
auflösen, sondern die bereits belichteten Theile des Bildes auf der zu entwickelnden
Copie noch mehr härten, indem der vom Licht empfangene Eindruck sich durch Contact mit obiger Chromsalzlösung noch mehr
verstärkt. Auf diese Art läfst sich das Relief länger entwickeln und wird tiefer, was eben
zu erzielen war.
Eine weitere Neuerung besteht in der Art der zweiten Entwickelung. Ich unterbreche
die erste Entwickelung bevor noch die feinen Theile beschädigt worden sind, lasse trocknen,
decke die weifsen Stellen (den Untergrund) mit in Terpentinöl verdünnter Buchdruckerschwärze
mit Hülfe eines feinen Pinsels ganz nahe bis zur Zeichnung zu und setze dann das ganze
Relief noch einmal dem Licht aus.
Weil nun das Relief bei der ersten Entwickelung viel Chromsalz aufgenommen hat,
ist es sehr lichtempfindlich und härtet sich
nicht allein auf der Oberfläche, sondern auch auf den Seitenwänden der Striche. Nach Entfernung
der schwarzen Farbe kann daher neuerdings bis zu beliebiger Tiefe entwickelt werden,
besonders wenn gröfsere Weifsen zuvor mit scharfem Messer ausgeschnitten wurden.
Allerdings unterbrechen Klaucke und
Süwerkrop die Entwickelung ebenfalls rechtzeitig, aber sie füllen die Weifsen mit einem
Teig aus gefärbtem Gummi oder Firnifs aus, um auch das Relief noch einmal dem Lichte
auszusetzen. Diese zweite Belichtung bleibt jedoch erfolglos. Denn in dem entwickelten
hochstehenden Theil des Reliefs ist schon alles Chromsalz durch Licht zersetzt. Sollte auch
etwas davon vorhanden sein, so würde es durch die Essigsäure zersetzt und ausgewaschen.
Denn die Säuren zersetzen die Chromsalze bei Gegenwart von organischen Stoffen. Es kann
somit eine weitere Belichtung keine gröfsere Härtung des Reliefs hervorbringen. Sollte aber
dennoch eine Spur unzersetzten Chromsalzes vorhanden sein, so sind durch das Ausfüllen
der Weifsen mit einem gefärbten Teig auch die Seiten wände der Striche gedeckt, können
daher nicht vom Licht getroffen und müssen beim zweiten Entwickeln unterfressen werden.
Wenn dem nicht so wäre, so hätten die beiden oben genannten Patente bei der Wichtigkeit
der zu lösenden Aufgabe schon längst einer ausgedehnten Industrie den Weg bahnen müssen,
während sie hingegen nirgends angewendet worden sind.
Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Leimreliefs können durch keine der bisher bekannten
Methoden erzielt werden, und es ist meine Methode vollständig fähig, dem Kunstdruck
ein neues wichtiges. Mittel in die Hand zu geben, welches bisher zwar sehr benöthigt
und erwünscht war, nie aber in praktisch brauchbarer Weise erzielt worden ist.
Claims (2)
- Pate nt-An sp ruch:Bei Herstellung von Leimdruckplatten fürdie Bachdruckpresse nach photographischen Negativen:ι. die Anwendung gesättigter Lösung von ■ doppeltchromsauren Salzen zur Entwickelung des Leimreliefs, um sowohl eine leichte Auflösung der nicht belichteten, als auch eine Härtung der belichteten Theile zu erzielen;
- 2. die Deckung der vertieften weifsen Stellen mit verdünnter Buchdruckerschwärze bis auf Y2 mm von der Zeichnung, sodann die nochmalige Belichtung und Härtung des Reliefs auf seiner Oberfläche und den Seitenwänden, endlich die zweite Entwickelung desselben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE40766T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40766C true DE40766C (de) |
Family
ID=5623647
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42158D Expired - Lifetime DE42158C (de) | Neuerung in der Herstellung von Leimdruckplatten für die Buchdruckpresse | ||
| DENDAT40766D Expired - Lifetime DE40766C (de) | Herstellung von Leimdruckplatten für die Buchdruckpresse |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42158D Expired - Lifetime DE42158C (de) | Neuerung in der Herstellung von Leimdruckplatten für die Buchdruckpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE40766C (de) |
-
0
- DE DENDAT42158D patent/DE42158C/de not_active Expired - Lifetime
- DE DENDAT40766D patent/DE40766C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE42158C (de) |
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