DE407451C - Verfahren fuer Verpuffungsmotoren - Google Patents

Verfahren fuer Verpuffungsmotoren

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DE407451C
DE407451C DES59147D DES0059147D DE407451C DE 407451 C DE407451 C DE 407451C DE S59147 D DES59147 D DE S59147D DE S0059147 D DES0059147 D DE S0059147D DE 407451 C DE407451 C DE 407451C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B9/00Engines characterised by other types of ignition
    • F02B9/06Engines characterised by other types of ignition with non-timed positive ignition, e.g. with hot-spots
    • F02B9/08Engines characterised by other types of ignition with non-timed positive ignition, e.g. with hot-spots with incandescent chambers
    • F02B9/10Chamber shapes or constructions

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Description

  • Verfahren für Verpuffungsmotoren. Die Erfindung betrifft ein Verfahren für Verbrennungsmotoren, bei denen der Kohlenwasserstoff durch eine nach Art einer Zündkerze ausgeführte Kammer hindurchgeführt wird, die an dem Zylinder angebracht ist und die eine kleine Kapsel trägt, die durch einen elektrischen Strom auf hohe Temperatur gebracht wird. Durch die hohe Temperatur wird eine augenblickliche Verdampfung des Kohlenwasserstoffs hervorgerufen und dadurch auch eine Entzündung der Dämpfe, die in die verdichtete Luft des Zylinders durch geeignete, am unteren Teil der genannten Kapsel angebrachte öffnungen hineinströmt.
  • Das Verfahren hat den Vorteil, daß es möglich ist, eine augenblickliche Verdampfung des Brennstoffs zu erzielen durch die elektrische Heizvorrichtung, so daß das Einspritzen des Brennstoffs und die darauf erfolgende Verbrennung genau auf einen bestimmten Zeitpunkt verlegt werden kann, ebenso wie es möglich ist, die Vorzündung zu regeln und eine höhere Kompression zu erhalten. Es besteht weiter der Vorteil, daß durch dieses Einspritzverfahren jegliche Kondensation des verdampften Brennstoffes vermieden werd, was bei allen anderen bisher bekannten Verfahren nicht der Fall ist.
  • Eine Kraftmaschine, die nach dem vorliegenden Einführungsverfahren arbeitet, läuft außerdem viel leichter als ein Verbrennungsmotor und kann auch eine ebenso hohe Winkelgeschwindigkeit erreichen als die gewöhnlichen Explosionsmotoren. Überdies kann der Zylinder mit mehreren Einblasekerzen versehen sein, um eine schnellere Verbrennung zu erzielen, indem man ihr den Charakter einer Explosion gibt. Außerdem ist das Ende der Einblasekerze nach Art eines Bunsenbrenners gebaut, d. h. der unter Druck ausströmende Kohlenwasserstoffdampf reißt Luft durch seitlich angebrachte Öffnungen mit sich.
  • Zur Bestimmung des Zeitpunktes für das Einblasen und für die Explosion des Kohlenwasserstoffs, also zur Regelung des Ganges des Motors durch selbsttätige und plötzliche Vor- oder Nachzündung, dient ein Unterbrecher, der einen geeigneten elektrischen Strom im gegebenen Augenblick in die Verdampfungskerze sendet.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Einrichtung dargestellt.
  • Die Einrichtung besteht aus einem Teil A, der an Stelle einer gewöhnlichen Zündkerze in den Zylinder eingeschraubt werden kann. Eine Schraube B dient dazu, auf diesem Teil A eine dünne metallische Kapsel C zu befestigen, die in Berührung steht mit einen leitenden Stange D, die durch die isolierende Hülse E hindurchgeht. Diese metallische Kapsel ist mit einem oder mehreren Löchern F versehen. Ein Ventil G, das durch die Fe-. der H stets auf seinen Sitz gedrückt wird, dient für die Einführung des Brennstoffes, der durch das Rohr I zutritt, das mit dem; Anschlußstück I( und der L'berwurfmutter L befestigt ist.
  • Die Kapsel C ist mit dem einen der Pole einer Elektrizitätsquelle verbunden und mit der Gesamtmasse der Maschine, während die Stange D mit dem anderen Pol durch den Draht M verbunden ist, und zwar unter Einschaltung eines mechanischen durch den Motor bewegten Unterbrechers. Eine Hülse aus feuerfestem Porzellan M ist zwischen dem Stück A und der Kapsel C angeordnet, um den Ausstrahlungsverlust der Wärme so gering wie möglich zu halten.
  • Die Wirkung der Einrichtung ist die folgende: Die nötige Menge Kohlenwasserstoff wird durch eine geeignete von der Steuerwelle in Tätigkeit gesetzte Pumpe zugeführt. Gemäß der Erfindung besitzt jeder Zylinder, sogar: selbst jede Kerze ihre Pumpe. Wenn der Brennstoff durch das Rohr I eintritt und das Ventil G anhebt, so verbreitet er sich in der Kapsel C. In diesem Augenblick schickt ein selbsttätig wirkender Unterbrecher den elektrischen Strom in die Kapsel, die dann die Rolle einer Heizvarrichtung spielt und auf hohe Temperatur gebracht wird. Der Kohlenwasserstoff verdampft, gelangt unter Druck und fließt durch die Löcher F in den Zylinder, wo er in der verdichteten Luft, die, durch die Verdichtung eine hohe Temperatur erlangt hat, sich entzündet.
  • Der in die Kapsel eintretende flüssige Kohlenwasserstoff wird schon durch die heißen Wände der Kerze auf genügend hohe Temperatur gebracht. Die Zahl der nötigen zusätzlichen Wärmeeinheiten für die vollständige Verdampfung (latente Wärme der Verdampfung) wird durch einen geeigneten elektrischen Strom beschafft, den man durch eine Vorzündungseinrichtung, die der für die gewöhnlichen Zündkerzen gleichartig ist, regeln kann, und zwar durch Änderung des Zeitpunktes des Einschaltens des Stromes.
  • Es ist selbstverständlich, daß man auf den Irreislauf selbst einwirken kann, indem man nicht nur den Zeitpunkt der Zündung verändert, sondern auch den des Einführens des Brennstoffes. Man kann die Kraft des Motors regeln, indem man durch ein Exzenter den Kolbenhub der Brennstoffpumpe verändert, wodurch die Menge des eingespritzten Brennstoffes geändert wird, oder auch indem man die Aussaugung abändert.
  • Die dargestellte Ausführungsform ist nur ein Beispiel und kann im einzelnen noch abgeändert werden, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.

Claims (1)

  1. PATrNT-ANsPRÜcHL'-: i. Verfahren für Verpuffungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenwasserstoff in flüssigem Zustand kurz vor der Zündung während ganz kurzer Zeit in eine nach Art einer Kerze ausgebildete Kammer eingespritzt wird, deren Wand durch den elektrischen Strom sehr hoch erhitzt wird und mit öfnungen versehen ist, so daß die in der Kammer erzeugten, Kohlenwasserstoffdämpfe durch ein mit dem Zylinder in Verbindung stehendes Rohr in die komprimierte Luft des Zylinderraumes eindringen. ?. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine nach Art einer Zündkerze ausgebildete Vorrichtung, die auf dem Deckel des Zylinders befestigt ist und eine metallische Kapsel enthält, die einerseits mit dem einen Pol einer elektrischen Kraftquelle und der Masse des Zylinders in Verbindung steht, während sie durch eine mittlere Stange mit dem anderen Pol. unter Einschaltung eines mechanischen Unterbrechers verbunden ist.
DES59147D 1921-05-03 1922-03-10 Verfahren fuer Verpuffungsmotoren Expired DE407451C (de)

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