DE210871C - - Google Patents

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DE210871C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B7/00Engines characterised by the fuel-air charge being ignited by compression ignition of an additional fuel
    • F02B7/02Engines characterised by the fuel-air charge being ignited by compression ignition of an additional fuel the fuel in the charge being liquid

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

Um in Verbrennungskraitmaschinen mit getrennter Kompression von Luft und nachträglicher Einführung des Brennstoffes schwere Brennstoffe, z. B. Teeröle, verwenden zu können, hat man bereits vorgeschlagen, dem Brennstoff die zur Verbrennung erforderliche Vorwärmung durch einen leichteren Brennstoff zu erteilen, der vor dem schwereren eingespritzt und entzündet wird. Dieses Verfahren
ίο wird gemäß der Erfindung derart abgeändert, daß zunächst der schwerere Brennstoff eingeführt wird, welcher bei seiner Einführung verdampft. Hierauf wird der leichtere Brennstoff eingeführt, der bei seiner Einführung sich entzündet. Durch die Verbrennung des leichteren Brennstoffes wird die Temperatur der verdichteten Luft derart erhöht, daß der schwerere Brennstoff sich entzündet. Es können auch beide Brennstoffe zugleich eingeführt .werden.
Die Zuersteinführung des schwer entzündlichen Brennstoffes hat den Vorteil, daß derselbe die zu seiner Verdampfung notwendige Zeit erhält, ohne die Verbrennung zu verlangsamen. Würde beispielsweise der besonders schwer entzündliche Brennstoff erst nach erfolgter Verbrennung des leichter entzündlichen Brennstoffes eingeführt, so würde die Verbrennung durch die notwendig vorangehende Verdampfung bedeutend verlangsamt werden. '
Auch hat sich bei der praktischen Durchführung ergeben, daß der Beginn des Zeitpunktes der Einführung je nach Brennstoffqualität zweckmäßig etwas vor oder nach dem betreffenden Totpunkt erfolgt, und. zwar wird für die schwer entzündlichen Brennstoffe eine etwas frühere Einführung und für die leichter entzündlichen etwas spätere Einführung zu wählen sein. Das bedingt, daß beispielsweise der schwer entzündliche Brennstoff etwas mehr vor dem oberen Totpunkt eingeführt wird, als dies beim leichter entzündlichen Brennstoff notwendig ist, um im Momente des oberen Totpunktes richtige Entzündung und Verbrennung zu erreichen.
Es gibt Brennstoffe, bei welchen die Zeit von Beginn der- Verdampfung bis zum Eintritt des Zündungspunktes sehr gering ist, es gibt aber auch Brennstoffe, bei welchfen längere Zeit zur Verdampfung notwendig ist, und danach richtet sich die Einführungszeit der schwer entzündlichen Brennstoffe gegenüber den leichter entzündlichen Brennstoffen.
Es kann daher notwendig werden, daß die Einführung des schwerer entzündlichen Brennstoffes etwas früher erfolgen muß als die Einführung des leichter entzündlichen Brennstoffes, um etwas längere Zeit zur Verdampfung des schwerer entzündlichen Brennstoffes zu gewinnen. Dabei wird aber immer die Einführung des leichter entzündlichen Brennstoffes sowohl als des schwerer entzündlichen Brennstoffes nach erfolgter Kompression der Verbrennungsluft zu erfolgen haben. Um aber etwa auftretende Stöße in der Maschine bei der Verbrennung zu beseitigen, wird es zweck--mäßig sein, den schwerer entzündlichen Brennt
stoff etwas vor dem oberen Totpunkt oder etwas nach dem oberen Totpunkt einzuführen, indem die Verbrennungsdauer rascher oder langsamer sein wird, je nach derjenigen Zeit, welche den schwerer entzündlichen Brennstoff zu seiner vorherigen Verdampfung zur Verfügung gestanden hat.
Die Wahl der Zeitfolge und Dauer der Einführung der zwei oder mehrerer verschiedenen
ίο Brennstoffe hängt auch von der besonderen Bauart und Größe der Maschine ab. Man kann dabei mehrere Brenristoffventile, je eins oder mehrere für den einen und eins oder mehrere für den anderen oder dritten Brennstoff benutzen. Man kann aber auch mit besonderem Vorteil mit nur einem einzigen Ventil auskommen, indem man beispielsweise . bei Verwendung zweier verschiedener Brennstoffe dieselben durch zwei Pumpen in das Ventil einpumpt.
Die Arbeitsvorgänge, einschließlich der vollkommenen Verbrennung, spielen sich in außerordentlich kurzer Zeit, in etwa 10 bis 15 Prozent des Kolbenhubes, ab, und die naturgemäß der Verbrennung des Brennstoffes vorangehende Verdampfung für die Brennstoff arten ist je nach Qualität verschieden lang, so daß sich danach eben der Einführungszeitpunkt richten muß.
Bei bekannten Maschinen der Art, wo verschiedene Brennstoffe durch zwei Ventile eingeführt werden, wird ein Teil des leichter entzündlichen Brennstoffes, mit der Einsaugeluft gemischt, in den Zylinder eingeführt, der zweite Teil des Brennstoffes wird durch ein besonderes Brennstoffventil in das komprimierte und künstlich entzündete Gemisch eingepumpt. Bei dem neuen Verfahren wird sowohl der leichter entzündliche Brennstoff als der schwer entzündliche erst nach erfolgter Kompression der Verbrennungsluft eingeführt. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied des neuen Verfahrens gegenüber dem bekannten Verfahren. Ein weiteres unterscheidendes Merkmal des neuen Verfahrens besteht aber noch darin, daß bei den bekannten Verfahren eine künstliche Zündung vorgesehen ist, weil das Gemisch nicht beliebig hoch infolge von Vorzündungen komprimiert werden kann. Beim neuen Verfahren dagegen wird so hoch komprimiert, daß der Brennstoff, welcher zur Erhöhung der Temperatur bis zum Zündpunkte des schwer entzündlichen Brennstoffes dient, sich von selbst an der hoch komprimierten Luft entzündet, das Arbeiten also ohne jede künstliche Zündvorrichtung erfolgt.
Bei einer anderen bekannten Maschine werden sowohl der leicht entzündliche als der schwer entzündliche Brennstoff beim Einsaugehub in die Verbrennungskammer eingeführt, beim neuen Verfahren werden die beiden Brennstoffe erst nach erfolgter Kompression eingeführt.
Die bekannten Verfahren treffen sonach mit dem neuen Verfahren ebensowenig zusammen wie die gewöhnlichen Explosionsmaschinen mit der Diesel-Maschine. Die Vorteile des Di es el-Verfahrens gegenüber den Explosionsmaschinen werden beim Verfahren der Erfindung dadurch erhöht, daß auch die minderwertigsten Brennstoffe mit noch so. hohem Zündpunkte verarbeitet werden können, und zwar ohne die Anwendung eines besonders leicht verdampfenden und entzündlichen Brennstoffes, wie es bei den bekannten Verfahren zur sicheren Durchführung notwendig ist.
Beim neuen Verfahren handelt es sich um die Verarbeitung besonders schwer verdampfbarer Brennstoffe, die vor dem leichter entzündlichen Brennstoff eingeführt werden sollen; es soll also dem ersteren Zeit zur Verdampfung gegeben werden, ehe der leichtere Brennstoff eingeführt wird. Der Vorteil besteht darin, daß eine raschere Verbrennung des schweren Brennstoffes erreicht wird, wenn man ihn vor und nicht nach dem leichteren Brennstoffe einführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Verwendung schwer entzündlicher Brennstoffe in Verbrennungskraftmaschinen bei getrennter Kompression von Luft und Brennstoff unter Benutzung von Hilfsbrennstoff zur Einleitung der Zündung, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst der schwer entzündliche und gleichzeitig oder kurz darauf der leichtere Brennstoff in den Verbrennungsraum eingespritzt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3736630A1 (de) * 1987-10-29 1989-05-11 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Brennverfahren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3736630A1 (de) * 1987-10-29 1989-05-11 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Brennverfahren

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