DE405141C - Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten - Google Patents
Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten SchwelretortenInfo
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Description
- Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten. Die Belastung von Feuerungsanlagen, beispielsweise Dampfkesselanlagen, ist während der Betriebsdauer nicht gleichmäßig; vielmehr wechseln Perioden von geringer Belastung mit solchen von hoher Belastung ab, in denen ein stärkerer Verbrauch an Betriebsdampf oder sonstigen Wärmewerten stattfindet, der eine Zuführung größerer Wärmemengen erfordert. Dieser dauernde Wechsel der Belastung und des Wärmeverbrauchs beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit der Feuerung sehr erheblich. Der Feuerung wechselnde Brennstoffmengen zuzuführen, ist bei langsamem Eintritt erhöhter Leistung nur in engen Grenzen wirtschaftlich durchzuführen; man wird also in Zeiten geringer Belastung eine schlechte Nutzleistung haben durch schlechten Kohlensäuregehalt der Gase, während zu Zeiten der Spitzenbelastung sehr viel Verbrennliches in den Rückständen verbleibt.
- Es ist klar, daß eine wesentliche Verbesserung erzielt werden kann, wenn man Mittel findet, um die Feuerung trotz wechselnder Belastungen stetig weiterlaufen zu lassen, wodurch eine wesentlich höhere Durchschnittsnutzleistung erzielt wird.
- Die Erfindung geht zur Lösung dieser Aufgabe von dem Gedanken aus, den der Feuerung zugeführten Brennstoffen einen gewissen Teil ihrer Wärmewerte fortlaufend zu entziehen und diese Wärmewerte aufzuspeichern und für die Fälle stärkerer Belastung zwecks Steigerung der Leistung bereitzuhalten. Hierzu kann ein an sich bekanntes Verfahren nutzbar gemacht werden, wobei dem Brennstoff unmittelbar vor der Verbrennung durch ein Schwel- oder Destillationsverfahren ein Teil seiner Wärmewerte in Form von brennbaren Gasen entzogen und dem Heizraum zugeführt wird. Nach der Erfindung sollen die erzeugten brennbaren Gase dem Heizraum nicht ununterbrochen oder nach Maßgabe der Erzeugung zugeführt werden, sondern vielmehr aufgespeichert werden, um diese Gase in geeigneten Zeitpunkten zur Steigerung der Leistung der Feuerung zusätzlich zuzuführen.
- Eine weitere Ausbildung kann dies Verfahren dadurch erfahren, daß die Speisung der Reservebrenner aus dem Schwelbehälter durch den sinkenden Dampfdruck im Kessel, d. h. bei sehr starkem Dampfverbrauch, eingeschaltet wird.
- Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung schematisch im Schnitt von der Seite dargestellt.
- Als Beispiel ist eine Steilrohrkesselanlage gezeigt. Über dem Beschickungsende des Rostes ist ein Schwelschacht a, etwa aus Schamotte, angeordnet, auf den ein Entgasungsschacht b, etwa aus Gußeisen, aufgesetzt ist. Die Temperatur -wird am unteren Ende des Schwelschachtes etwa auf 65o°, am Übergang vom Schwelschacht nach dem Entgasungsschacht auf ¢50° gehalten, während die Temperatur am oberen Ende des Entgasungsschachtes etwa 15o' betragen wird. Der gesamte Schwel- und Entgasungsschacht ist vorzugsweise von einem Mantel d umgeben, in dessen unteres Ende ein von dem Feuerraum i abgeleiteter Kanal e einmündet. Durch diesen Kanal treten die Feuergase in den Mantel und umspülen den Innenschacht. Es können Mittel vorgesehen sein, um die Feuergase auf schraubenförmiger Bahn zu führen. Mit der Hitze der eingeleiteten Feuergase wirkt die strahlende Wärme der Vorderwand/ der Feuerung zusammen. Zusätzlich kann überhitzter Dampf von 4.50 bis 5o0' von dem überhitzer g der Dampfkesselanlage abgeleitet werden. Diese Dampfleitung h endet in Düsen k, die unmittelbar an den Entgasungsschacht einmünden. In dem Schwelschacht entwickeln sich zunächst ammoniakhaltige Wasserdämpfe, die durch eine besondere Leitung c der Verwertung zugeführt werden können. Die entwickelten Kohlenwasserstoffgase werden durch Leitung l an geeigneten Stellen der Schachthöhe abgezogen und gegebenenfalls unter Einschaltung vonWäschern, Kühlvorrichtungen o. dgl.m einem Vorratsbehälter n zugeführt. Dieser kann in der Art der gewöhnlichen Gasometer ausgebildet sein und gestattet, die fortlaufend erzeugten brennbaren Gase aufzuspeichern und zur Verwendung bereit zu halten. Von diesem Vorratsbehälter führt eine Gasleitung o nach dem Feuerraum, wo sie im Brenner p ausläuft.
- In die Leitung o können Absperrmittel p eingeschaltet sein, die selbsttätig von dem Dampfdruck in der Weise gesteuert -werden können, daß ein Absinken des Dampfdrucks die Brennerleitung öffnet und die Brenner in Bewegung setzt.
- Die Benutzungsweise der neuen Einrichtung gestaltet sich folgendermaßen: Das Feuer läuft stetig, der Brennstoff wird am oberen Ende des Vergasungsschachtes zugeführt und bei seinem Weg nach der Feuerstelle allmählich entgast. Die Gase gelangen durch die Rohrleitungen l nach .dem Vorratsbehälter m, wo sie aufgespeichert werden. Ein Teil der Feuertmgswärme wird durch den Kanal e oder in Gestalt von. überhitztem Dampf durch die Düsen k abgezweigt und zum Vergasen benutzt. Sobald Spitzenbelastungen auftreten, öffnet sich durch Absinken des Dampfdrucks das Absperrventil p, die Brenner beginnen zu spielen und führen hierdurch die aufgespeicherte Wärme dem Feuerraum zu, wo sie zur Erhöhung der Leistung nutzbar -gemacht werden.
- Selbstverständlich kann man mehrere Feuerungen so kuppeln, daß sie mit gemeinsamen Einrichtungen zur Überwindung der Spitzenbelastungen zusammenwirken. -
Claims (1)
- PATENT-ANSPR'fJCHE: i. Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten, dadurch gekennzeichnet,. daß die gereinigten Gase der Schwelretorten gesammelt und als Brenngasreserve zur Überwindung von Spitzenbelastungen- der Anlage benutzt werden. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung der Reservebrenner aus dem Schwelgasbehälter durch den sinkenden . Dampfdruck im Kessel, d. h. bei sehr starkem Dampfverbrauch, eingeschaltet wird.
Priority Applications (1)
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| DEM79120D DE405141C (de) | 1922-10-01 | 1922-10-01 | Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten |
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| DE405141C true DE405141C (de) | 1924-10-28 |
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ID=7318307
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|---|---|---|---|
| DEM79120D Expired DE405141C (de) | 1922-10-01 | 1922-10-01 | Verfahren zum Betriebe einer Rostfeuerung mit vorgebauten Schwelretorten |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE405141C (de) |
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1922
- 1922-10-01 DE DEM79120D patent/DE405141C/de not_active Expired
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