DE388797C - Verfahren zum Betrieb von Kesselanlagen mit mehreren zum Teil nur zeitweise befeuerten Kesseln - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Kesselanlagen mit mehreren zum Teil nur zeitweise befeuerten Kesseln

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DE388797C
DE388797C DEG57204D DEG0057204D DE388797C DE 388797 C DE388797 C DE 388797C DE G57204 D DEG57204 D DE G57204D DE G0057204 D DEG0057204 D DE G0057204D DE 388797 C DE388797 C DE 388797C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D3/00Accumulators for preheated water
    • F22D3/02Accumulators for preheated water arranged within combustion chambers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von -Kesselanlagen mit mehreren zum Teil nur zeitweise befeuerten Kesseln. Die Erfindung beruht in der Erkenntnis, daß es sich im Dampfkesselbetrieb als äußerst vorteilhaft erweist, vorhandene, zeitweise unbenutzte Kessel als Heißwasserspeicher verwenden zu können. Die Erfindung besteht demnach zunächst darin, diese Kessel einfach oben und unten mit dem Betriebskessel zu verbinden und als Heißwasserspeicher zu verwenden. In diesem Falle ist allerdings ihre Wirkung, wenn auch an sich wertvoll, so doch verhältnismäßig gering, weil aus ihnen nur dann Wasser dem Betriebskessel zugeführt werden kann, wenn der Wasserstand im Speicher höher liegt als der im Kessel. Wertvoller sind die Speisewasserbehälter, wenn man in die untere Verbindungsleitung mit dem Betriebskessel eine Fördervorrichtung, z. B. eine Pumpe, einbaut, durch welche ihr gesamter Inhalt nach Lind nach dem Betriebskessel zugeführt werden kann. Auch dann aber ist die durch sie erzielbare Mehrdampfleistung beschränkt, weil sie abhängig ist von :der jeweils einführbaren Speisewassermenge. Für die Mehrleistung kommt nämlich nur die Wärmemenge des dem Kessel gerade zuführbaren heißen Speisewassers in Frage, die somit durch die Feuerung nicht nochmals aufgebracht zu werden braucht.
  • Die Erfindung hat nun den Zweck, die Mehrleistung solcher als Heißwasserspeicher dienender - Hilfskessel zu erhöhen. Dieser Zweck wird erfindungsgemäß dadurch erreicht; daß durch die Feuerzüge der als Speisewasserbehälter dienenden, zur Zeit nicht befeuerten Kessel zeitweise Luft durchgesaugt und unter den Rost des oder der Betriebskessel geblasen wird.. Beim Durchziehen durch die Feuerzüge streicht diese Luft an der im Feuerzuge liegenden Außenfläche des mit heißem Wasser gefüllten Speicherkessels vorbei und nutzt die-- Mantelfläche als Heizfläche aus. Die Temperatur der auf diese Weise erhitzten Luft ergibt dauernd eine Mehrleistung des Betriebskessels etwa in dem Verhältnis, in welchem sie die Temperatur der vorher verwendeten Verbrennungsluft überragt. Während also bisher bei höherer Belastung des Kessels nur durch Überführung von heißem Speisewasser in den Kessel augenblicklich eine geringeMehrleistung nach Maßgabe der Wasserzuführung erzielt wird, erreicht man gemäß der Erfindung dauernd in derselben Zeiteinheit auch eine intensivere Verbrennung im Feuerraum, also eine bessere Wärmeentwicklung und entsprechende Förderung der Verdampfung, die nicht nur bei Vollbelastung des Kessels diesem zugute kommt, sondern auch bei geringerer Belastung, so daß während des ganzen Betriebes an Brennmaterial gespart werden kann. Die häufig schlechte Beschaffenheit des Brennmaterials läßt eine Vorwärmung der Verbrennungsluft gemäß der Erfindung besonders wünschenswert erscheinen.
  • Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Kesselanlage zur Durchführung des Z% erfahrens gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Es bedeuten a und b die beiden Kessel, von denen nur der Kessel a unter Feuer steht. Der Dampfraum des Kessels a ist durch eine mit Absperrventil c und Rückschlagventil t versehene Rohrleitung d mit dem unteren Glied e` des Kessels b verbunden. . In, die Leitung d mündet eine von den Verbrauchern kommende, ebenfalls mit Absperrorgan u versehene Abdampfleitung v. Die unteren Gliedere und e' stehen durch eine mit dem Absperrorgan f versehene Leitung s in Verbindung, und eine Pumpe g ist durch die mit den Absperrorganen h, i ausgerüsteten Leitungen k, L zur Leitung s parallel geschaltet. Ferner führt eine Rohrleitung m von dem Feuerzug o des Kessels b zu einem Gebläse p, dessen Druckleitung q unter den Rost r des Kessels a geführt ist.
  • Der Betrieb der Anlage kann in folgender Weise erfolgen: Sobald sich beim Anfeuern des Kessels a in demselben Überdruck eingestellt hat, öffnet man das Ventil c, und der Dampf wird in das untere Glied e1 des Kessels b einströmen, dessen Inhalt somit erhitzt wird. Später kann man an Stelle des Kesselfrischdampfes den Abdampf des Verbrauchers zum Kessel b führen, indem Ventil. c geschlossen und Ventil zc geöffnet wird. Die Speisung des Kessels a vom Kessel b aus ist auf zwei Wegen möglich. Falls bei hohem Dampfverbrauch im Kessel a der Druckunter den Druck des Kessels b sinkt, so braucht man nur das Ventil f zu öffnen, und aus dem Kessel b strömt heißes Wasser in den Kessel a. Falls die hohe Belastung des Kessels a lange Zeit andauert, so kann diese Art des Überströmens natürlich nur für eine beschränkte Zeitdauer stattfinden, d. h. so lange, als in b Überdruck herrscht oder bis bei Druckausgleich der Wasserstand in den Kesseln die niedrigste zulässige Grenze erreicht hat. Alsdann muß man das Ventil f schließen und nach Öffnung der Ventile h, i die Pumpe g in Betrieb setzen, durch welche dann die Nachspeisung des Kessels a aus dem Kessel b weiter durchgeführt wird. Falls von vornherein im Kessel a Überdruck herrscht, so speist man ausschließlich mit Hilfe der Pumpe g. In allen Fällen ist während dieser Spitzenbelastung gleichzeitig die Luftpumpe p in Betrieb, welche in Richtung der in der Zeichnung eingezeichneten Pfeile Luft durch den Feuerzug o des Kessels b ansaugt und unter den Rost r des Kessels a bläst. Während :der ganzen Dauer dieser Spitzenbelastung wird also der Feuerung des Kessels a die beim Vorbeistreichen der Luft an den Mantelflächen des Kessels b erhitzte Verbrennungsluft zugeführt, wodurch die Verbrennung über dem Rost r entsprechend gefördert und eine erhöhte Temperatur der Rauchgase erzielt wird. Es wird also zu gleicher Zeit eine doppelte Mehrleistung der Anlage erzielt. Durch Zuführung von Frischdampf zum Kessel bx über die Leitung dl in Zeiten. geringer Belastung ges Kessels a, kann der Kessel bi ständig unter solcher Temperatur gehalten werden, daß er in Zeiten hoher Belastung auch als Dampfspeicher benutzt und aus demselben Dampf zur Unterstützung des Kessels a entnommen werden kann. Die Mantelfläche des Überhitzers kann dabei ebenfalls zur Erwärmung der Verbrennungsluft mit ausgenutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betrieb von Kesselanlagen mit mehreren zum Teil nur zeitweise befeuerten Kesseln, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht befeuerten Kessel (b) als Warmwasserbehälter bzw. als Dampfspeicher benutztwerden und erforderlichenfalls durch eine Pumpe (p) o. dgl. Luft durch ihre Feuerzüge (o) gesaugt oder gedrückt und nach Erhitzung an den Mantelflächen dieser Kessel unter den Rost der Betriebskessel (a) geblasen wird.
DEG57204D 1922-08-08 1922-08-08 Verfahren zum Betrieb von Kesselanlagen mit mehreren zum Teil nur zeitweise befeuerten Kesseln Expired DE388797C (de)

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