DE499853C - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Gas - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von GasInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Gas Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und einen Apparat zur Erzeugung von Gas, insbesondere aus Wassergas und Destillationsgas bestehendem Mischgas, aus bituminösen Brennstoffen unter Gewinnung von Koks als Nebenprodukt.
- Bisher wird das Verfahren in der Weise durchgeführt, daß man von dem in den Generator gebrachten Brennstoff einen Teil vergast, einen anderen Teil nur entgast und aus dem Generator abzieht, oder es wird der nur zu entgasende Brennstoff in einer vom Gaserzeuger abgetrenntenKammer untergebracht, während sich der zu vergasende, gegebenenfalls minderwertige Brennstoff im Generator befindet. Im letzteren Falle durchstreichen die beheizenden Gase nacheinander den Entgasungsschacht des Generators und die Kokskammer, so daß die Destillation des gesamten Brennstoffes in der gleichen Art vor sich geht, als wenn nur ein einziger Destillationsraum vorhanden wäre.
- Bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird von der Verwendung einer besonderen Kammer für den nur zu entgasenden Brennstoff Gebrauch gemacht, doch wird der Brennstoff in dieser Kammer in anderer Weise behandelt als der im Entgasungsschacht des Generators und dadurch sowohl die Beschaffenheit des erzeugten Gases als auch die des Kokses verbessert. Im wesentliehen besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß das beim Heißblasen des Generators entstehende Generatorgas über eine Zone entgasten Brennstoffes in der abgetrennten Kokskammer geleitet wird, um den Koks zu härten und in ihm Wärme aufzuspeichern, die zur Zersetzung der Teerdämpfe des beim Gasen erzeugten Gemisches aus Wassergas und Destillationsgas verwendet wird. Die Härtung des Kokses dürfte darauf zurückzuführen sein, daß die in ihm beim Ausgang aus der Entgasungszone enthaltenen Kohlenwasserstoffe durch die Bespülung mit heißen Gasen zum Entweichen gebracht werden. Dabei tritt eine Zersetzung der Kohlenwasserstoffe ein, und der abgeschiedene Kohlenstoff bewirkt eine sogenannte Graphitierung, die eine Festigkeitserhöhung mit sich bringt.
- Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von Apparaten zur Durchführung des Verfahrens schematisch dargestellt. Die Abb. i veranschaulicht die Gasbewegung beim Blasen und die Abb. 2 die Gasbewegung beim Gasen. Die Abb.3 und .4 zeigen abgeänderte Ausführungsformen.
- A ist der Generator für den zu vergasenden Brennstoff und B ein Schacht oder eine Kammer für den nur zu entgasenden bituminösen Brennstoff, der oben beschickt und unten durch Vorrichtungen bekannter Art entleert wird. Gegebenenfalls kann eine automatische Koksaustragung mit einem Vorratsbehälter vorgesehen sein. C und D sind Wärmespeicher, und E ist ein Verdampfer. Der Generator A ist an der Übergangsstelle zwischen Vergasungs- und Entgasungszone durch eine mit einem Absperrorgan ausgestattete Leitung a an den Mittelteil des Entgasungsschachtes B angeschlossen, dessen oberes Ende durch eine Leitung f mit dem Speicher C verbunden ist. e ist eine Verbindungsleitung, die vom oberen Ende des Generators zum Wärmespeicher C führt, b eine absperrbare Verbindungsleitung zwischen dem Schacht B und dem Wärmespeicher C und c eine mit einem Drosselorgan ausgestattete Verbindung zwischen den Speichern C und D. Beide Speicher sind mit absperrbaren Sekundärwindleitungen o und p ausgestattet.
- Beim Blasen (Abb. i) wird Luft unter den Rost des Generators A eingeführt und dadurch der dort befindliche Koks heiß geblasen. Die Generatorgase ziehen aus dem Vergasungsraum 2 durch die Leitung a in den Unterteil 4 des Schachtes B, bestreichen dort den vorher entgasten Brennstoff (Koks), der dadurch stark erhitzt und gehärtet wird. Aus dem Schacht B ziehen die Generatorgase durch die Leitung b ab, werden in C entzündet und erhitzen den Speicher C, den Speicher D und den Verdampfer E. Auch der Speicher D ist mit einer Zuleitung p für Sekundärwind ausgestattet, um die in C nur zum Teil verbrennenden Gase vollständig zu verbrennen.
- Beim Gasen (Abb. 2) wird der im Verdampfer E erzeugte Wasserdampf im Speicher D überhitzt und bei abgesperrter Leitung C in den Unterteil des Generators A eingeleitet. Das entstehende Wassergas-Dampfgemisch durchzieht den Entgasungsraum i des Generators und tritt durch die Leitung e in den Wärmespeicher C, wo die durch die Entgasung des Brennstoffes in i verlorengegangene Wärme wieder ersetzt wird. Gleichzeitig werden die Teerdämpfe des Destillationsgases aus dem Generator zersetzt. Das Mischgas gelangt nun durch die Leitung f in den Entgasungsschacht B, entgast den dort im oberen Teile 3 untergebrachten Brennstoff und durchströmt schließlich die früher von den Generatorgasen erhitzte Zone 4 des Schachtes B, wobei die Teerdämpfe, die bei der Entgasung des Brennstoffes im oberen Teil des Schachtes B entstehen, zersetzt werden. Im Falle die Wärme des aus dem Überhitzer C austretenden Gasgemisches zur Destillation des Brennstoffes im Schacht B nicht ausreicht, wird die Leitung c etwas geöffnet, so- daß ein Teil des überhitzten Dampfes aus dem Speicher D unmittelbar in den Speicher C übertreten kann und mit dem durch die Leitung e zugeführten Gasgemisch in den Entgasungsschacht B gelangt. Die Temperatur des Dampfüberhitzers D kann nämlich höher gehalten werden als die Temperatur im ÜberhitzerC, indem die Sekundärwindzufu_hr zum Überhitzer C mehr gedrosselt wird als zum Überhitzer D.
- Bei der Ausführungsform gemäß Abb.3 ist das obere Ende des Generators A durch eine Leitung g mit dem unteren Ende des Schachtes B verbunden. Das Blasen wird in der gleichen Weise durchgeführt wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Beim Gasen wird aber das vom oberen Ende des Generators abziehende Mischgas in das untere Ende des Schachtes B eingeführt, dessen erhitzte, Zone q. die Rolle des Wärmespeschers C ; beim ersten Ausführungsbeispiel übernimmt, indem dort die Teerdämpfe der Destillationsgase des Generators zersetzt und durch die Destillation veranlaßte Wärmeverluste ersetzt werden. Das durch den oberen Teil 3 des Schachtes B geleitete Gas entgast den dort befindlichen Brennstoff und gelangt durch die Leitung h vom oberen Ende des Schachtes B in den Wärmespeicher C, wo die Teerdämpfe der zweitenDestillation in an sich bekannterWeise zersetzt werden. Auch in diesem Falle kann der Schacht B noch durch zusätzlich eingeführten überhitzten Dampf mit -Wärme versorgt werden, indem man von der Leitung m eine Leitung iz in den unteren Teil des Schachtes B abzweigen läßt.
- Bei beiden Ausführungsbeispielen findet eine kräftige Härtung des im Schacht B erzeugten Kokses statt, indem die Generatorgase aus dem Generator A über den entgasten Brennstoff im unteren Teil 4 des Schachtes B geleitet werden. Sollte die fühlbare Wärme der Generatorgase für diesen Zweck nicht ausreichen, so kann in die Verbindungsleitung zwischen Generator A und Schacht B eine Verbrennungskammer Cl (Abb. 4) eingebaut werden, in welcher die Aufblasegase mittels durch die Leitung n1 zugeführter Sekundärluft verbrannt werden, bevor sie in den Entgasungsraum 3 des Schachtes B eintreten. In Abb. 4 ist der Gang der Aufblasegase mit dünnen, jener des Mischgases mit starken Linien bezeichnet. Der Wärmespeicher Cl übernimmt die Aufgabe der erhitzten Zone im Schacht B. Das Mischgas aus dem Generator wird durch die Leitung i in den Wärmespeicher Cl und von hier durch die Leitung.a2 in den Schacht B geführt. Da die Zersetzung der Teerdämpfe bereits im Speicher Cl vor sich geht, kann das Mischgas unter Umgehung der heißen Zone .4 nur durch den oberen Teil des Schachtes B .geleitet werden. Die hier entstehenden Teerdämpfe werden ebenso wie beim zweiten Ausführungsbeispiel im Speicher C2 zersetzt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Gas, insbesondere aus Wassergas und Destillationsgas bestehendem Mischgas unter Gewinnung von Koks als Nebenprodukt, der in einer besonderen vom Generator abgetrennten Kammer gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Heißblasen des Generators (A) entstehende Generatorgas an der Übergangsstelle zwischen Vergasungs- und Entgasungsraum aus dem Generator abgezogen und entweder unmittelbar (Abb. i bis 3) oder nach teilweiser Verbrennung (Abb. 4) über eine Zone (.l.) schon entgasten bituminösen Brennstoffes (Koks) in der abgetrennten Verkokungskammer (B) geleitet wird, zu dem Zweck, den Koks zu härten.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Gasen gebildete Gemisch von Wassergas und Destillationsgasen über die durch die Generatorgase erhitzte Zone (4) der Kokskammer (B) geleitet wird, um die Teerdämpfe des Destillationsgases des Gemisches zu zersetzen und dadurch den Heizwert des erzeugten Gases zu erhöhen (Abb. i bis 3).
- 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nur das Gasgemisch des Generators über die untere Zone (4.) der Kokskammer (B) geleitet wird, während die Zersetzung der Teerdämpfe des im Entgasungsraum (3) des Koksschachtes erzeugten Destillationsgases in Wärmespeichern (C) erfolgt, die durch die Generatorgase erhitzt werden (Abb. 3). :
- 4. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelteil des Generators (A) durch eine absperrbare Leitung (a) mit dem Mittelteil der Kokskammer (B) verbunden ist, deren unteres Ende an die Wärmespeicher angeschlossen ist (Abb. i bis 3).
- 5. Apparat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Generators an ein Ende der Kokskammer (B) entweder unmittelbar (Abb. 3) oder über einen der Wärmespeicher angeschlossen ist (Abb. i und 2).
- 6. Ausführungform des Apparates nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die über eine Verbrennungskammer (C1) geführte Verbindungsleitung zwischen dem Entgasungsraum (i) des Generators (A) und der Kokskammer (b') an den Mittelteil der Kokskammer (B) angeschlossen ist, so daß das beim Gasen erzeugte Gemisch nur den Entgasungsraum (3) der Kokskammer (B) bestreicht.
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